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Elektrische Anlaßeinrichtung für Brennkraftmaschinen Die Erfindung
bezieht sich auf eine Anlaßeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einer Mehrzahl
von durch eine Batterie gespeisten Ritzelanlassexn mit elektromagnetisch betätigten
Schaltern, bei denen die auf den Anlasserwellen verschiebbaren Ritzel beim Anlassen
in den mit der Kurbelwelle verbundenen Zahnkranz einspuren. Eine Mehrzahl von Anlassern
muß bei großen Motoren vorgesehen werden, da diese namentlich bei kalter Witterung
schwer in Gang gebracht werden können, während bei warmer Witterung oft ein Anlasser
genügt. Die Anlaßeinrichtung muß also derart ausgebildet sein, daß der eine oder
der andere oder alle Anlasser gleichzeitig zur Wirkung kommen können.
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Gemäß der Erfindung bewirken beim Anlassen mit sämtlichen Anlassern
von der Stellung des Ritzels zum Zahnkranz abhängige, in einem Steuerstromkreis
hintereinanderliegende Schalter G1, G2 erst nach vollem Einspuren des Ritzels über
eine im Steuerstromkreis liegende Magnetwicklung .1l, J2 das Schließen des Hauptschalters
Hl, H2. Im Anlasserstromkreis für das Anlassen mit einem oder einigen der vorhandenen
Anlasser ist ein von Hand zu betätigender dreipoliger Schalter S1, S2 vorgesehen,
durch welchen die Steuerstromkreise der am Anlassen nicht beteiligten Anlasser überbrückt
und der Ste uerstromkreis der Spule Dl, D2, der die _Einspurbewegung des Anlassers
bewirkt, unterbrochen werden kann.
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Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Anlage mit zwei
Anlassern gemäß der Erfindung schematisch dargestellt. Es ist B die Batterie, welche
den Strom für die Anlasser liefert; Al, 442 sind die beiden Anlasser mit den Hauptfeldwicklungen
Cl, C2 und den Umkehrfeldwicklungen Dl, D2; die letzteren werden zuerst eingeschaltet
und drehen die Anlasser in zur Betriebsdrehrichtung entgegengesetztem Sinne; El,
E2 stellen die Ritzelwellen dar, die durch die Spulen F1, F2 axial verschoben werden
und dadurch die Ritzel zum Einspuren in den Zahnkranz der Verbrennungskraftmaschine
bringen, was auf der Zeichnung nicht weiter dargestellt ist. Durch die Bewegung
der Ritzelwellen El, E2 werden Schalter G1, G2 betätigt, die den Stromkreis der
Spulen 11, J2 der Hauptschalter Hl, H2 schließen. In nicht erregtem Zustande
dieser Spulen J1, 4 befinden sich die Schalterbrücken K1, K2 in ihrer geöffneten
Lage; die Hauptfeldspulen Cl, C2 sind stromlos, während die Schalterbrücken L1,
L2 geschlossen sind und Strom durch die Spulen Dl, D2 liefern. Kommen die Spulen
1l, 1, unter Strom, so ziehen sie die Schalterbrücken KI, K2 in ihre geschlossene
Lage, und die Brücken L1, L2 schließen einen zweiten Stromkreis, wodurch die Stromrichtung
in den Spulen Dl, D2 umgekehrt wird, derart, daß die letzteren im gleichen Sinne
wie die Hauptfeldspulen Cl, C2 wirken. Für jeden Anlasser ist ein dreipoliger Schalter
S1, .S2 vorgesehen. Dieser ist so ausgebildet, daß, wenn zwei seiner Kontaktpaare
geschlossen sind, das dritte Kontaktpaar sich in der geöffneten Lage befindet, und
umgekehrt. Die beiden parallel einschaltbaren Polpaare 8487, 85j86 bzw. 90/93, 91/9a
sind einerseits an je eine Klemme 55, 56 des mit der positiven
Klemme
der Batterie B verbundenen Hauptschalters angeschlossen und setzen anderseits in
einer ersten Stellung 55 des Hauptschalters die Umkehrfeldwicklung Dl, D2 und in
einer zweiten Stellung 56 dieses Hauptschal=.,] ters die Einspurwicklung F], F2
unter Strom-,-, Das dritte Kontaktpaar 83j88 bzw. 891g4= kommt zur Wirkung, wenn
der eine oder der andere der beiden Anlasser außer Wirkung gesetzt ist. Die Schalter
G1, G2 sind hintereinandergeschaltet, so daß die beiden Hauptschalter Hl, H2 zusammen
nur betätigt werden können, wenn beide Schalter G], G2 geschlossen sind, d. h. wenn
beide Ritze] ganz in den Zahnkranz eingespurt sind.
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Beim Anlassen mit beiden Anlassern arbeitet die Einrichtung wie folgt:
Der Hauptschalter 1']I wird zuerst auf Klemme 55 gestellt; dadurch werden die Umkehrfeldwicklungen
Dl, D2 unter Strom gesetzt. Die Anlasser drehen sich langsam in einem zur Betriebsdrehrichtung
entgegengesetzten Sinne, um in an sich bekannter Weise zusammen mit je einer zwischen
Rotor und Ritzelwelle eingeschalteten Überholungskupplung das Einspuren zu erleichtern.
Dann wird auf Klemme 56 geschaltet, wodurch die Stromkreise der Einspurwicklung
F], F2 geschlossen werden. Die Ritze] bewegen sich nun in den Zahnkranz und schließen
die Schalter G1, G2; dadurch werden auch die Schalterspulen h, 12 erregt und damit
die Hauptschalter Hl, H2 geschlossen. Die Hauptfeldspulen Cl, C2 erhalten Strom,
und die Stromrichtung der Spulen Dl, D2 wird umgekehrt, so daß sie die Hauptfeldspulen
in ihrer Wirkung unterstützen. Diese Umkehr der Stromrichtung erfolgt dadurch, daß
sich die Brücken L], L2 auf die Kontakte N1, N2 legen. Hat eines der Ritze] nicht
in den Zahnkranz eingespurt, so kommen die beiden Schalterspulen J1, J2 nicht unter
Strom, da die Schalter G1, G2 hintereinandergeschaltet sind. Es findet kein Andrehen
der Brennkraftmaschine statt, bis durch wiederholtes Ein- und Ausschalten des Hauptschalters
31 die Ritzelwellen sich so weit gedreht haben, daß die Zähne der Ritze]
vor Zahnlücken des Zahnkranzes zu stehen kommen. Sobald dann die beiden Ritze] ganz
eingespurt sind, werden die Hauptstromschalterbrücken 1(1, l(2 angezogen, und der
Anlaßvorgang findet nun mit beiden Anlassern statt. , Für den Fall, daß nur der
Anlasser Al zur Wirkung kommen soll, während der Anlasser A2 ausgeschaltet bleibt,
ist die Wirkungsweise die folgende: Die Kontaktpaare des dreipoligen Schalters S1
behalten die auf der Zeichnung angegebene Stellung; beim dreipoligen Schalter S2
dagegen sind die Kontaktpaare 9o93 und 9r92 offen, während das Kontaktpaar
89/94 geschlossen ist. Der @" äuptschalter M wird wieder zuerst auf lemme
55 und dann auf Klemme 56 ge-'e@lt. Der Stromverlauf für die Umkehrfeldwicklung
Dl und die Einspurwicklung F1 ist gleich wie im vorangehenden Fall. Der Stromverlauf
für die Spule 11 ist dagegen folgender: Von der Klemme 55 über das Kontaktpaar
86/85 des Schalters S1 zur Spule 1, und über Schalter G1, Klemme 83, Kontaktp@Lar
89194 des Schalters S2 an die Rückleitung zur Batterie.
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Der Stromkreis der Spule J, des Hauptstromschalters des Anlassers
A1 ist also über das dritte Kontaktpaar des dreipoligen Schalters S2 des Anlassers
A2 geschlossen und der entsprechende Stromkreis des Anlassers durch das geöffnete
dritte Kontaktpaar des Schalters S1 verriegelt.
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Durch die erfindungsgemäße Einrichtung wird erreicht, daß ein oder
mehrere Anlasser zur Wirkung kommen können, im letzteren Falle, daß der Andrehvorgäng
erst beginnt, wenn alle Ritze] ganz eingespurt sind und wenn nur ein Teil der Anlasser
wirksam ist, die Steuerstromkreise der verbleibenden Anlasser verriegelt sind.