DE668462C - Verpackungsmittel - Google Patents

Verpackungsmittel

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DE668462C
DE668462C DED70354D DED0070354D DE668462C DE 668462 C DE668462 C DE 668462C DE D70354 D DED70354 D DE D70354D DE D0070354 D DED0070354 D DE D0070354D DE 668462 C DE668462 C DE 668462C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H19/00Coated paper; Coating material
    • D21H19/10Coatings without pigments

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  • Paper (AREA)
  • Wrappers (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verpackungsmittel, das beispielsweise in Form von Bogen aus Papier, Karton o. dgl. benutzt wird und den Zutritt von Feuchtigkeit zu der verpackten Masse verhindert. Insonderheit ist das Verpackungsmittel zum Verpacken von Lebensmitteln, wie Keks, geeignet, die vor dem Zutritt von Feuchtigkeit geschützt werden müssen.
Verpackungsmittel aus Papier mit einem Überzug aus amorphen, im wesentlichen gesättigten Verbindungen sind bekannt, die durch Polymerisation und gegebenenfalls durch Kondensation aus hochsiedenden, nicht gesättigten Petroleumabkömmlingen hergestellt sind und als Rohvaseline bezeichnet werden. Dieser Überzug wird im allgemeinen auf dem Bogen aus Papier, Karton o. dgl. ausgebreitet, und er haftet an diesem Bogen, infolge seiner hohen Klebfähigkeit fest. Infolge dieser hohen Klebfähigkeit kann der feuchtigkeitssichere Stoff aber auch als Zwischenlage zwischen mehreren übereinanderliegenden Bogen benutzt werden, die infolge der Klebfähigkeit des Stoffes fest miteinander verbunden werden.
Um Papier feuchtigkeitssicher zu machen, wird es im allgemeinen mit Paraffin überzogen, das auch benutzt wird, um mehrere Bogen miteinander zu vereinigen. Indessen ist die Klebfähigkeit für den angegebenen Zweck meistens nicht ausreichend. In letzter Zeit werden Stoffe höheren Schmelzpunktes aus Rohvaseline und Mineralöl ausgeschieden und unter der Bezeichnung Wachs verkauft zum Unterschied von anderen kristallinischen gesättigten Kohlenwasserstoffen, die als Paraffine verkauft werden. Der Schmelzpunkt der erstgenannten Stoffe liegt zwischen 49 und 77° C. Wenn auch die Klebfähigkeit dieser Stoffe größer ist als diejenige des kristallinischen Paraffins, so sind sie doch noch nicht immer als klebender Überzug oder als klebende Zwischenlage für Karton geeignet.
Abgesehen .von der im vorstehenden erwähnten Verwendung von Paraffin, durch das Papier feuchtigkeitssicher gemacht wird und das außerdem zum Verkleben mehrerer Bogen benutzt werden kann, ist der Vorschlag gemacht, poröse Stoffe mit Rohvaseline imd g0 Kolophon in Benzin gelöst oder mit Rohvaseline und Paraffin zu tränken, um es feuchtigkeitssicher zu machen. Zum Unterschied hiervon wird das Packmittel der Erfindung gemäß mit einem von einem verdunstenden Lösungsmittel freien Harz in äußerst dünner Schicht (etwa 0,04 mm) überzogen, das infolge der Bildung einer kolloidalen Suspension nicht absorbiert

Claims (3)

  1. wird. Nur dadurch, daß diese dünne Schicht von den Poren nicht angesaugt wird, wirkt sie als hochwertiger Klebstoff.
    Mischungen aus Petroleumabkömmlingejy^ und Paraffin oder Kunstharzen, sind ebenfflU bekannt. S
    Ferner ist· Papier mit Hilfe einer wäßrigest'i Dispersion von Rohvaseline und Öl geschlichtet worden. Hierdurch wird die Durchlässigkeit des Papiers für Feuchtigkeit nicht wesentlich vermindert.
    Auch ist es bekannt. Gewebe mit einem Kitt zu durchtränken, der aus Harz, Wachs und Paraffin besteht und das Gewebe wasserundurchlässig macht. Ein solcher Überzug erhält eine Dicke von etwa 2 mm. Er erhöht die Klebfähigkeit des Stoffes nur in geringem Maße.
    Schließlich sind Gefäße mit einer Mischung von Paraffin, Ceresin oder Ozokerit 10. dgl, ■ ausgekleidet worden, um sie säurebeständig zu machen.
    Auf Grund eingehender Untersuchungen hat sich ergeben, daß eine Beziehung besteht zwischen der Klebfähigkeit organischer Verbindungen und ihrer Zähflüssigkeit bei höherer Temperatur. Auf Grund dieser Untersuchungen ist es möglich geworden, die Zähflüssigkeit und Klebfähigkeit dieser Stoffe zu erhöhen. Demgemäß besteht die Erfindung darin, daß die obengenannte Rohvaseline, insbesondere der amorphe, als Petroleumwachs im Handel bezeichnete Bestandteil desselben mit einem Schmelzpunkt von 50 bis 780 C, eine größere oder geringere Menge eines Harzes als kolloidale Suspension enthält.
    Die kolloidalen Suspensionen oder Gele können dadurch erzeugt werden, daß dem Grundstoff gewisse Stoffe zugesetzt werden, die bei niedriger Temperatur überhaupt nicht oder nur teilweise im Grundstoff löslich sind, die aber dadurch löslich gemacht werden können, daß die Temperatur erhöht oder ein Zwischenstoff zugesetzt wird, in welchem der Grundstoff sowohl wie der das Gel bildende Stoff löslich sind.
    Als Stoffe, die kolloidale Suspensionen oder Gele bilden, mögen die folgenden aufgeführt werden: Metallstearate, natürliche und künstliche Harze, beispielsweise Kumaronharz, Formaldehydharze, die dadurch erzeugt sind, daß ihnen vor der Kondensation Stoffe zugesetzt sind, durch die sie in Öl löslich werden, ferner Kondensationsprodükte aus Phthalsäure mit Glykol und andere Kondensationsund Polymerisationsprodukte, ferner Kopal- und andere Gummiarten. Unter diesen Stoffen haben sich das Kumaronharz, das Formaldehydharz und Kopal am besten bewährt; unter diesen drei Stoffen ist wiederum das Kumaronharz besonders geeignet. Bei Verwendung von Kumaronharz empfiehlt .sich außerdem die Verwendung eines Lösungsj. mittels. Ein nicht flüchtiges Lösungsmittel ist '$ψ£ Glycerin verestertes Kolophonium. isif^Außerdem können aber auch andere ZwI- !•■■■gihenstoffe verwendet werden, welche den Grundstoff sowohl wie den zugesetzten Stoff lösen. Ein Beispiel hierfür ist Kolophonium.
    Bei Ausführung der Erfindung wird 1 o/0 Aluminiurnstearat in amorphem Petroleumwachs bei einer Temperatur von 990C erhitzt. Es ergibt sich eine klare Lösung, die beim Abkühlen gelatinisiert.
    7 S Teile Petroleumwachs und 15 Teile mit Glycerin verestertes Kolophonium werden, auf 930 C erhitzt, und wenn das Wachs auf diese Temperatur erhitzt und verflüssigt ist, werden 10 Teile Kumaronharz zugesetzt. Da- nach wird die Temperatur allmählich auf 1400 C erhöht und so hoch gehalten, bis alle festen Bestandteile verschwunden sind. Das Kumaronharz ist jetzt in gesättigter Lösung, und wenn die Lösung etwas abgekühlt wird, scheidet es sich als kolloidale Suspension oder als Gel aus. Dem Ausgangsstoff für sich ist der so bearbeitete Stoff hinsichtlich der Klebfähigkeit und seiner Bildsamkeit überlegen. Nachdem der Stoff bis auf 1150C abgekühlt ist, wird er in üblicher Weise zu einem Bogen oder Film auf einem Bogen Papier oder anderem faserhaltigen Stoff loder als Zwischenschicht zwischen zwei Bogen Kartonpapier ausgebreitet.
    Anstatt die kolloidale Suspension oder das Gel in dem Grundstoff selbst herzustellen, läßt es sich auch für sich herstellen und nachher einrühren.
    Wie. bereits erwähnt, liegt der Schmelzpunkt des Grundstoffes zwischen 49 und 77° C. Durch richtige Auswahl dieses Schmelzpunktes Und durch Veränderung der Menge des zugesetzten Kumaronharzes o. dgl. erhält das fertige Erzeugnis einen Schmelzpunkt von 60 bis 990 C. Das Herstellungsverfahren und die Temperatur können innerhalb dieses Bereiches verändert werden, um so den Stoff der Jahreszeit und dem Klima, in dem er verwendet werden soll, und demgemäß der Außentemperatur anzupassen. Das Verfahren zum Herstellen des Verpackungsmittels ist nicht Gegenstand der Erfindung.
    Der Grundstoff aus Petroleumwachs kann einen Zusatz von Paraffin erhalten, um die Herstellungskosten herabzusetzen.
    P Λ T IL N T Λ N S I1 K Ü C H E :
    ι. Verpackungsmittel aus Papier, Karton 10. dgl. mit einem Überzug aus Rohvaseline, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohvaseline, insbesondere der amorphe,
    als Petroleumwachs bezeichnete Bestandteil desselben, mit einem Schmelzpunkt von 50 bis 780 C ein Harz als kolloidale Suspension oder als Gel enthält.
  2. 2. Verpackungsmittel gemäß Anspruch 1," dadurch, gekennzeichnet, daß der Überzug oder die Zwischenschicht neben einer Menge von wenigstens 20 o/o Petroleum- -■?'*" wachs Paraffin enthält.
    ■, ■
  3. 3. Verpackungsmittel gemäß Anspruch 1, .j- ctadurch gekennzeichnet, daß der Überzug .'' :joder die Zwischenschicht außer dem Harz als Lösungsmittel ein mit Glycerin verestertes Kolophonium enthält.
DED70354D 1934-05-17 1935-05-18 Verpackungsmittel Expired DE668462C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US790203XA 1934-05-17 1934-05-17

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DE668462C true DE668462C (de) 1938-12-03

Family

ID=22147899

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DED70354D Expired DE668462C (de) 1934-05-17 1935-05-18 Verpackungsmittel

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DE (1) DE668462C (de)
FR (1) FR790203A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767909C (de) * 1940-12-11 1954-10-11 Geha Werke Gebrueder Hartmann Einschlag fuer Farbbandspulen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767909C (de) * 1940-12-11 1954-10-11 Geha Werke Gebrueder Hartmann Einschlag fuer Farbbandspulen

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FR790203A (fr) 1935-11-16

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