DE667106C - Verfahren zum Roesten von Kaffee - Google Patents

Verfahren zum Roesten von Kaffee

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DE667106C DEK133180D DEK0133180D DE667106C DE 667106 C DE667106 C DE 667106C DE K133180 D DEK133180 D DE K133180D DE K0133180 D DEK0133180 D DE K0133180D DE 667106 C DE667106 C DE 667106C
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  • Verfahren zum Rösten von Kaffee Der Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zum Rösten von Kaffee nvecks Veredeltuig und Verbesserung der Lagerbeständigkeit des Röstgutes. Das Verfahren besteht darin, daß durch den mit dem Röstgut heschickten und in Bewegung 'gesetzten Röstbehälter (Rösttrommel) noch vor dem Erhitzen desselben bis zur vollkommenen Entfernung des Luftsauerstoffs und darin bei dem darauffolgenden Erhitzen, bis zur Erreichung der vollen Rösttemperatur zwecks Vermeidung von Oxydationsvorgängen ein Strom reiner Kohlensäure. geleitet wird, .wobei gleichzeitig die bis zur Erreichung dieser Temperatur entstehenden P-,östdämpfe unter völligem Ausschluß von Luftsauerstoff aus dem Röstbehälter nach außen befördert werden und so das Röstgut der schädlichen Einwirkung der Röstgase dauernd entzogen wird. Dabei kann der Kohlensäurestrom ohne Unterbrechung oder nach Bedarf ,auch mit Unterbrechungen durch den Röstbehälter hindurchgeführt werden. Hierdurch wird einerseits die bereits vor Erreichung der vollen Rösttemperatur unvermeidliche Oxydation der gegen Sauerstoff höchst empfindlichen .aromatischen Geschmacks- und Duftstoffe, welche aus dem liaffeeöl stammen, völlig vermieden, anderseits werden die bis zur Erreichung der vollen Rösttemperatur entstehenden Röstdämpfe, welche den Geschmack und Geruch sowie besonders die Lagerbeständigkeit des Röstgutes sehr nachteilig beeinflussen, zugleich mit Wasserdampf, hoffein und Spelzen .aus dem mit Spalten und Öffnungen versehenen Röstbehälter entfernt, wodurch das Röstgut der schädlichen Einwirkung dieser Gase usw. dauernd entzogen, wird. Selbstverständlich kann die Kohlensäure auf bekannte Weise vorgewärmt «erden.
  • Der nach dem neuen Verfahren behandelte und .auf bekannte Weise weiterhin fertiggeröstete Kaffee besitzt gegenüber anderen Röstkaffees die überraschende, außerordentlich wertvolle und neue Eigenschaft einer großen Lagerbeständigkeit, indem er den ihm eigentümlichen milden und weichen Geschmack und aromatischen Duft wochenlang, in der kälteren Jahreszeit sogar 3 bis ¢ Monate und länger, unverändert bleibt. Bei dem nach bekannten Verfahren gerösteten Kaffee machen sich die Alterserscheinungen bereits nach 8 bis i o Tagen, durch einen schlechten Geschmack und Geruch bemerkbar, so daß er nach wochenlangem Lagern kaum noch verwendbar oder verkäuflich ist.
  • Es sind bereits verschiedene Verfahren zum Rösten von Kaffee auch unter Verwendung von Kohlensäure bekanntge«-.orden, die sich jedoch von dem neuen Verfahren wesentlich durch die Art ihrer Ausführung unterscheiden und denen .die neue Lund eigenartige vorteilhafte Wirkung auf die Beschaffenheit des Röstgutes abgeht. So ist bereits ein Verfahren zum Rösten von Kaffee bekannt., wobei dieser zwecks Vermeidung von Gewichtsverlusten innerhalb eines Hochdruckzylinders in .einer Kohlensäureatmosphäre ohne Erneuerung des Gases, und ohne Entfernung der Röstdämpfe geröstet wird. Bei diesem Verfahren wirken die schädlichen Röstdämpfc während des gesamten Verlaufs der Röstuuk`@ auf das Röstgut ein, und es wird ein Kafy,@@,@, von sehr geringer Lagerbeständigkeit ü11..1 unangenehmem Geschmack -und Geruch erhal= ten. Bei einem anderen Verfahren -wird die Röstung in einer Atmosphäre von Kohlensäure ausgeführt, jedoch wird auch hierbei das Gas während der Röstung nicht erneuert, sondern zugleich mit den schädlichen Röstdämpfen im Kreislauf durch den Röstbehälter und von diesem durch eine Heizkammer und wieder zurück zum_ Röstbehälter geführt, so daß die Röstdämpfe fortgesetzt mit dem Röstgut in Berührung stehen. Im Gegensatz hierzu werden bei dem neuen Verfahren die Röstdämpfe rechtzeitig durch frische Kohlensäure aus dem Röstbehälter entfernt. Fernerhin ist es auch bekannt, Kaffee in einer Trommel zu rösten, indem man Verbrennungsgase durch diese streichen läßt und nach außen abführt, wobei den Verbrennungsgasen auch Kohlensäure beigemischt werden kann. Bei diesem Verfahren werden nun zwar die Röstdämpfe entfernt, .aber die schädliche Einwirkung des Sauerstoffes auf die gegen Oxydation höchst empfindlichen .aromatischen Stoffe wird nicht verhindert, weil die Verbrennungsgase auch bei Zumischung von Kohlensäure stets sauerstoffhaltig sind. Demgegenüber geht bei dem neuen Verfahren die Entfernung der Röstdämpfe unter völligem Ausschluß von Luftsauerstoff vor sich, um jede Oxydation zu verhindern. Schließlich ist schon ein Verfahren beschrieben worden, bei dem der Kaffee bis kurz vor Erreichung der vollen Rösttemperatur unter Luftzutritt erhitzt wird, während das eigentliche Brennen bei Eintritt der vollen Rösttemperatur unter Luftausschluß in einer Kohlensäureatmosphäre erfolgt, wobei ein Kohlensäurestrom durch die Trommel geleitet wird. Dieses bekannte Verfahren besitzt gegenüber dem neuen Verfahren den wesentlichen Nachteil, daß zufolge der Anwesenheit von Luft zu Beginn und während der Trocknung noch vor Erreichung der vollen Rösttemperatur eine Schädigung der gegen Oxydation sehr empfindlichen aromatischen :Stoffe sowie des Kaffeeöls erfolgt, welche
    ,#,durch@c nachträgliche Einwirkung von Koh-
    rsag ach Erreich ung der vollen Röst-
    ;'ri@pcf nicht mehr rückgängig gemacht wer-
    `deri lealxfolgedessen wird auch nach diesem
    Verfali'feri' ein Röstgut von schlechtem Geschmack und Geruch erzielt, welches bereits nach kurzer Zeit die bekannten unangenehmen Alterungserscheinungen aufweist. Bei dem neuen Verfahren treten diese Erscheinungen beim Kaffee erst nach vielen Monaten und auch dann nur in geringem Maße auf.
  • Das neue Verfahren unterscheidet sich mithin von .allen bisher bekanntgewordenen einschlägigen Verfahren zum Rösten von Kaffee durch die Art seiner Ausführung, indem alle Oxydationsvorgänge noch vor Erreichung der vollen Rösttemperatur zufolge völliger Verdrängung des Luftsauerstoffes durch reine Kohlensäure ausgeschaltet und die entstehenden Röstdämpfe rechtzeitig, d. h. noch vor Erreichung der vollen Rösttemperatur, unter gänzlichem Ausschluß von Luftsauerstoff durch Zuführung frischer Kohlensäure der Einwirkung .auf das Röstgut dauernd entzogen werden. Hiermit ist die Eigenart seiner Wirkung verbunden, indem ein Röstgut von angenehmstem Geschmack und Geruch mit einer bisher unbekannten, überraschend großen Lagerbeständigkeit erzielt wird.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRUCII: Verfahren zum Rösten von Kaffee unter Verdrängung der Luft durch Kohlensäure, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft vor Beginn der Erhitzung aus der Rösttrommel bis zur Erreichung der vollen Rösttemperatur durch reine Kohlensäure völlig verdrängt wird und die bis zur Erreichung dieser Temperatur entstehenden Röstdämpfe darin unter völligem Ausschluß von Luftsauerstoff vermittels reiner Kohlensäure mit oder ohne Unterbrechung aus der Rösttrommel entfernt und so der Einwirkung auf das Röstgut dauernd entzogen werden.
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