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Verfahren zum Einwickeln von Gegenständen, insbesondere von Broten
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Einwickeln von unregelmäßig geformten
Gegenständen, insbesondere von Broten.
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Den bisherigen Verfahren zum Einwickeln t-erhältnismäßig unregelmäßig
geformter Gegenstände, beispielsweise Brote, bei denen die Idülle durch Einfalten
von vier Seiten her fertiggefaltet wird, haften gewisse Cbelstände an. Die Umhüllung
ist beim Wickeln uni den Gegenstand bestrebt, sich aufzubauschen und sich von dem
Gegenstand abzuheben, so daß zwischen dem Gegenstand und der Umhüllung stellenweise
leere Räume entstehen, welche die Dichtheit der _Umhüllunggefährden.
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Erfindungsgemäß wird ein Verfahren geschaffen, welches diese Übelstände
beseitigt, so daß eine Umhüllung erhalten wird, die an jeder Stelle der Außenfläche
des Gegenstandes glatt und dicht anliegt, ein gefälliges aussehen erhält sowie den
Gegenstand wirksam gegen äußere Einflüsse schützt.
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Das erfindungsgemäße Verfahren, bei welchem ein Bogen aus dünnem Material
anfangs derart uni den Gegenstand gebogen wird. daß er eine finit offenen Enden
versehene, den Gegenstand umfassende Rinne bildet, kennzeichnet sich demgemäß dadurch,
daß die einander gegenüberliegenden Ecken des eine Rinne bildenden Bogens paarweise
zusammengeführt und in dieser gegenseitigen Lage einwärts zwischen die längs verlaufenden
Kanten der Rinne eingebogen werden, worauf die Hülle in an sich behannter Weise
durch Einfalten von vier Seiten her fertiggefaltet wird. Vorzugsweise werden die
zusammengeführten Bogenecken beim Einbiegen derart einer Zugwirkung unterworfen,
daß der Bogen unter dem einzuwickelnden Gegenstande straffgezogen wird. Die Erfindung
richtet sich ferner auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einwickeln von unregelmäßig
geformten Gegenständen, insbesondere Broten, bei dein der Gegenstand derart zusammen
mit dein darunterliegenden Hüllstoffbogen in eine Formrinne oder Öffnung geschoben
wird, daß zwei einander gegenüberliegende Kanten des Bogens rinnenförmig aufwärts
gebogen und dann die anfangs offenen Endteile der so erhaltenen Rinne nach oben
gedrückt und nach innen auf den Gegenstand aufgelegt werden. Die Erfindung besteht
hierbei darin, daß eine Formrinne mit verengten Enden verwendet wird, so daß die
einander gegenüberliegenden Ecken des Bogens zugleich mit dem rinnenförinigen Falten
des Bogens paarweise zusammengeführt «-erden.
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Die im Anspruch i gekennzeichnete 1Iaßnahine, daß die einander gegenüberliegenden
Ecken des eine Rinne bildenden Bogens zunächst paarweise zusammengeführt werden
sollen, ist an sich schon anderweitig vorgeschlagen worden. Die im Anspruch 2 gekennzeichnete
Maßnahme ist keine selbständige
Erfindung und soll nur in Zusammenlang
mit dem Verfahren nach Anspruch i geschützt sein. Der Anspruch 3 ist dagegen ein
selh-, ständiger Nebenanspruch.
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Auf den Zeichnungen sind verschiec;fl Schritte des Verfahrens gemäß
der Erfindtl X; veranschaulicht; es zeigt Abb. i bis 9 perspektivisch ein Ausführungsbeispiel
sowie die fertiggestellte Umhüllung und Abb. io bis 20 perspektivisch ein anderes
Ausführungsbeispiel sowie die fertiggestellte Umhüllung.
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Der einzuwickelnde Gegenstand, der beispielsweise aus einem Brot i
besteht, wird gemäß Abb. i auf einen Papierbogen 2 gelegt, der, wie Abb. 2 zeigt,
um das Brot in der Weise umgebogen wird, daß er eine dasselbe umfassende Rinne mit
zwei längs verlaufenden Kanten 3 bildet. Die U-förmigen Endteile .1. der Rinne sind
offen. Danach werden die Ecken 5, beispielsweise mittels Greiforgane, zusammengeführt
(4bb. 3), wobei sie nach auswärts und aufwärts gezogen werden, so daß das Papier
unter dem unteren, gewölbten Teil des Brotes gespannt wird, wodurch bewirkt wird,
daß die mittleren Teile der Kanten 3 etwas auswärts und die Bogenteile bei 6 etwas
einwärts gebogen werden. Die letzterwähnte Einbiegung bewirkt, daß der untere, hülsenförmige
Teil der Rinnenenden sich nach außen erweitert. Die Einbiegungen bei 6 bewirken
außerdem, daß bei der nachher folgenden Faltung die in der Abb. 3 durch die strichpunktierte
Linie 7 angedeuteten Falten erhalten werden. Hierauf werden die Ecken 5 nach einwärts
in die in der Abb.4 gezeigte Lage geschwenkt, wobei das Papier zweckmäßig gespannt
wird, so daß es sich dicht an die untere Seite des Brotes anschmiegt. Danach werden
dieTeile8, wie inAbb.5 gezeigt, um etwa 9o° einwärts zwischen die Kanten 3 gebogen,
auf das Brot gelegt sowie ausgeglättet, wie in Abb.6 dargestellt. Es ist, wenn die
für das Einbiegen der Endteile der Umhüllung bestimmten Arbeitsorgane nachgiebig
sind, belanglos, ob die Länge oder Form des Brotes innerhalb gewisser Grenzen veränderlich
ist. Die bei dem soeben beschriebenen Faltungsvorgang erhaltenen Falten 9 erstrecken
sich, wie aus Abb. 6 ersichtlich ist, schräg aufwärts und einwärts, so daß sie sich
bei dem folgenden Einbiegen der Kanten 3 (_@bb. 7 und S) nach einwärts von den Enden
des Brotes aus erstrecken. Hierdurch wird verhütet, daß Unebenheiten und Aufbauschungen
an den Endteilen des Brotes entstehen. Die Kanten 3 werden zweckmäßig aufeinandergelegt
und geklebt; gegebenenfalls wird die so erhaltene Umhüllung versiegelt. Abb.9 zeigt
die gewölbte, während des vorhergegangenen Faltvorganges tintenliegende Seite der
Umhüllung.
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Bei dem in den Abb. io bis i9 veranschau-^'chten Verfahren werden
geringere Ant' irüche auf ein glattes Anliegen der Um-1 iillung gestellt, nichtsdestoweniger
wird ein '"Ergebnis erhalten, daß das nach den bisherigen Methoden erreichte übertrifft.
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Dem Bogen 2 wird auch in diesem Fall die Gestalt einer Rinne mit längs
verlaufenden Kanten 3 gegeben. Dies wird nach Abb. 12 dadurch erreicht, daß der
Bogen 2 zusammen mit dem Brot i quer in eine mit nachgiebigen, nach auswärts schwenkbaren
Wandungen io versehene Öffnung oder Rinne hineingeführt wird, was mittels eines
Kolbens i i erfolgt, der mit seitlichen, aufwärts auseinandergehenden Wänden 12
versehen ist. Die Wände io bilden an den Enden der Rinne Verengungen 13: unterhalb
dieser Verengungen sind Böden 14 sowie einwärts schwenkbare Klappen 15 vorgesehen.
Wenn das Brot abwärts bewegt wird, «-erden deshalb die einander gegenüberliegenden
Endteile 16 der Papierrinne gegeneinander geführt (Abb.13), und es stoßen bei der
weiteren Abwärtsbewegung die Endteile dieser Rinne gegen die Böden 14 und werden
gegeneinander einwärts gebogen (Abb. 1d.), wonach (s. Abb, 15 bis 17) -die Klappen
15 das Einbiegen und das Anlegen der Endteile vollziehen. Die mittleren Teile der
Kanten 3 werden dabei zwischen den Wandungen io und den Seitenwänden 12 gehalten,
bis der Kolben i i zurückgezogen wird, dann werden die Kanten in die überlappende
Lage eingebogen (Abb. 18 und i9), so daß die in der Abb.2o gezeigte fertige Umhüllung
erhalten wird.