DE6615C - Verfahren zur Beseitigung des kohlensauren Kalkes aus Phosphorit durch Brennen desselben in einem Schachtofen unter Zuleitung von Wasserdampf und Extraktion des Aetzkalkes durch verdünnte Säuren, nebst Apparat zum Brennen des Phosphorits - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung des kohlensauren Kalkes aus Phosphorit durch Brennen desselben in einem Schachtofen unter Zuleitung von Wasserdampf und Extraktion des Aetzkalkes durch verdünnte Säuren, nebst Apparat zum Brennen des Phosphorits

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DE6615C
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CH. DE LA ROCHE in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

1879.
Klasse 16. /
CHARLES de la ROCHE in PARIS.
Verfahren zur Beseitigung des kohlensauren Kalkes aus Phosphorit durch Brennen desselben
in einem Schachtofen unter Zuleitung von Wasserdampf und Extraction des Aetzkalkes durch
verdünnte Säuren nebst Apparat zum Brennen des Phosphorit
Patcntirt im Deutschen Reiche vom 19. Januar iS'/g ab.
Die allgemein fiir die Fabrikation des Superphosphats zur Anwendung kommenden Kalkphosphate enthalten 60 bis 70 pCt. basisch phosphonsäuren Kalk.
Häufig enthalten sie nur eine geringe Menge von phosphorsaurem Kalk, dagegen eine zu grofse Menge von kohlensaurem Kalk, um in ökonomischer Weise in Superphosphat verwandelt werden zu können.
Die Trennung der kohlensauren Erden, mit welchen die Phosphate aufs innigste vermischt sind, hat bis jetzt durch mechanische Mittel nicht gelingen wollen.
Die für den gleichen Zweck angewendeten chemischen Verfahren bestehen nicht nur in. der Auflösung des kohlensauren, sondern auch in der des phosphorsauren Kalkes und im Ausfällen des phosphorsauren Kalkes auf die gleiche AVeise, wie man bei dem Knochenphosphat verfährt.
Vermittelst dieses Verfahrens erhält man aber ein Gemisch von phosphorsaurcm Kalk, Kalkhydrat und Chlorcalcium, d. h. ein unreines Superphosphat, dessen Herstellungskosten sehr beträchtlich sind.
Diese Phosphate, welche im Handel unter dem Namen ausgefällter phosphorsaurer Kalk vorkommen, werden für die Fabrikation von Dünger stickstoffhaltigen Stoffen beigemischt. Zur Umwandlung in Superphosphate können solche Phosphate in ökonomischer Weise nicht verwendet werden.
Das vom Erfinder angewendete Verfahren besteht in der Trennung des kohlensauren Kalkes von der Masse, ohne da fs dadurch der phosphorsaure Kalk angegriffen wird. Wird ein natiirliches Phosphat, welches 35 bis 40 pCt. phosphorsauren Kalk und 34 bis 38 pCt. kohlensauren Kalk enthält, in (iegenwart von Wasserdampf auf eine hohe Temperatur gebracht, so erhiilt man ein Gemisch von phosphorsäure»! Kalk und Aetzkalk (gebranntem Kalk). Durch das Hinführen von Wasserdampf wird die Kohlen· siftirc vollständig entfernt, so dafs, wenn das erhaltene Product mit Säuren zusammen kommt, nicht das geringste Aufbrausen mehr stattfindet.
Um Kalk aus einem solchen Gemisch zu scheiden, bedient sich der Erfinder der Salzsäure oder des mit Wasser verdünnten Holzessigs. Das Chlorcalcium oder der holzessigsaure Kalk, welcher mit dem unlöslichen Phosphat einen Brei bildet, wird durch mehrmaliges Waschen fortgeschafft.
Das durch diese Jiehandlung· erhaltene Phosphat ist ausschließlich aus einem Gemisch von phosphorsaurem Kalk, Thon und kieselsäurehaltigen Heimensungen zusammengesetzt. Dieses Phosphat kann unmittelbar ohne vorausgegangene Trocknung zur Fabrikation von Superphosphat mit Kammerschwefelsäure von 53" dienen. Unter diesen Umständen erleidet man keinen Verlust an Schwefelsäure, da mit dem phosphorsauren Kalk nicht gleichzeitig auch kohlensaurer Kalk angegriffen zu werden braucht.
Das so angereicherte und getrocknete Superphosphat ist nicht allein frei von kohlensaurem Kalk, sondern auch von Krystallwasser des Phosphates, welches unter entsprechend hoher Temperatur entwichen ist.
So wird aus einem Kalkphosphat, welches eine Zusammensetzung von
34 pCt. kohlensaurem Kalk,
36 j)Ct. j)hosphorsaureni Kalk
hat, ein Phosphat erhalten, welches nach der Trocknung 75 pCt. phosjihorsaurcn Kalk enthält.
Diese Methode der Anreicherung ist nicht allein bei armen, sogenannten Phosphaten zweiter Qualität anwendbar, sondern auch bei reichhaltigen mit Kohlensa'urcverbindungcn vermischten Phosphaten, welche auf diese Weise von 75 pCt. auf 90 pCt. phosphorsauren Kalk gebracht werden können.
Ks mufs bemerkt worden, dafs seit kurzer Zeit Phosphate von Canada und Norwegen eingeführt werden, welche granitischen Ursprungs sind und 80 bis 00 j»Ct. phosjuhorsnuren Kalk enthalten. Obgleich diese Phosphate, welche juts grofser Tiefe kommen, verhältmfsmäfeig reich sind, so ist es doch sehr schwierig, dieselben durch Schwefelsäure auikusehlielsen; aus diesem Grunde können sie nur wenig V
bare Superphosphate geben.

Claims (1)

  1. Im Gegensatz zu diesem geben die durch dieses Verfahren angereicherten Phosphate Superphosphate, deren landwirtschaftlicher Werth beträchtlich ist, da die ganze Masse des Phosphates in assimilirbaren Zustand gebracht werden kann.
    Um die Ausscheidung der Kohlensäure mit Hülfe von überhitztem Wasserdampf zu bewirken, hat der Erfinder einen Ofen construirt, welcher einen Dampferzeuger iiberfitissig macht.
    Derselbe legt auf diesen Punkt nur tür die Behandlung gewisser Phosphate besonderes Gewicht, deren Zusammensetzung bekannt ist.
    Zur Ausscheidung der Kohlensäure kann der Wasserdampf durch einen heifsen Luftstrom ersetzt werden.
    In der beiliegenden Zeichnung ist ein der Erfindung gemäfs ausgeführter Ofen dargestellt.
    In den Behälter A kommt das Wasser, welches sich auch in das Rohr B stellt und im verticalstehenden Rohrtheile den Stand <i b annimmt. Das Phosphat wird bei C in den konisch zulaufenden runden Theil E des Ofens gebracht und legt sich auf den feuerfesten Thonhut c, welcher das Verstopfen der Oeffnung A" des Rohres B verhindert. Der das Phosphat enthaltende Theil E wird bei H von der vom Feuerrost ausgehenden Flamme umspült. Der ' verticale Rohrtheil B, welcher das zu verdampfende Wasser enthält, ragt bis zur Hälfte seiner Höhe über den Feuerrost R hinaus. Durch die Feuerflamme wird dieser Rohrthei! rothwarm und das in demselben befindliche Wasser verdampft. Der Dampf entweicht durch die Oeffnungen D und füllt den Schacht K. Das darin befindliche Phosphat wird durch die Feuerflamme oalcinirr, welrhe den unteren Thei! des Ofens und den Schacht bei // umspült Der überhitzte Dampf drängt sich durch die Masse des Phosphates in die Höhe und reifst die während der Operation entwickelte Kohlensäure mit sich. Die calcinirte Masse wird durch das Mannloch L aus dem Schacht /: herausgezogen.
    Um ein gröfseres Dampfvolumen oder einen höheren Druck zu erhalten, braucht man nur den Wasserstand α b im Rohre B plötzlich steigen zu lassen.
    Pat f. nt-Anspruch:
    Das beschriebene Verfahren und die in der Zeichnung dargestellten und oben beschriebenen Apparate.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074116B (de) * 1956-01-31 1960-01-28 Siemens Schuckertwerke Aktitr gesellschaft Berlin und Erlangen Emstutzer Scherentrennschalter

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