DE660803C - Vorrichtung zum Auswerfen von Granaten, welche aus einem vorn eine Granate aufnehmenden, hinten einen Anschlagteil aufweisenden Rohr mit einer an ihm loesbar befestigtenKleinhandfeuerwaffe besteht - Google Patents

Vorrichtung zum Auswerfen von Granaten, welche aus einem vorn eine Granate aufnehmenden, hinten einen Anschlagteil aufweisenden Rohr mit einer an ihm loesbar befestigtenKleinhandfeuerwaffe besteht

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DE660803C
DE660803C DEB173654D DEB0173654D DE660803C DE 660803 C DE660803 C DE 660803C DE B173654 D DEB173654 D DE B173654D DE B0173654 D DEB0173654 D DE B0173654D DE 660803 C DE660803 C DE 660803C
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/20Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type
    • F42B12/201Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type characterised by target class
    • F42B12/204Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of high-explosive type characterised by target class for attacking structures, e.g. specific buildings or fortifications, ships or vehicles
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    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B27/00Hand grenades
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    • F42B30/00Projectiles or missiles, not otherwise provided for, characterised by the ammunition class or type, e.g. by the launching apparatus or weapon used
    • F42B30/04Rifle grenades

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  • Combustion & Propulsion (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zum Auswerfen von Granaten, welche aus einem vorn eine Granate aufnehmenden, hinten einen Anschlagteil aufweisenden Rohr mit einer an ihm lösbar befestigten Kleinhandfeuerwaffe besteht Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Auswerfen von Granaten, welche aus einem vorn eine Granate aufnehmenden, hinten einen Anschlagteil aufweisenden Rohr und einer an ihm lösbar befestigten Kleinhandfeuerwaffe (Pistole, Revolver o. dgl.) besteht. Derartige Vorrichtungen sind besonders vorteilhaft in Fällen, bei denen aus Gründen des Raumes oder des Gewichtes größere Feuerwaffen ungeeignet sind.
  • Gemäß der Erfindung ist die Vorrichtung zum Auswerfen von Granaten derart ausgebildet, daß zum Abfeuern der Granate ein bewegliches Glied dient, das unter Wirkung der Auslösemittel der Pistole steht und deren Zündstoß auf die Granate überträgt, und das mit einer Sicherung gegen ungewollte Betätigung und mit einer derart verstellbaren Sperreinrichtung zusammenwirkt, daß wahlweise entweder eine Granate oder eine Pistolenkugel abgefeuert werden kann, wobei die Rückstoßkräfte von einem das Rohr auf einen Teil seiner Länge umfassenden Kolben aufgenominen werden, der vorzugsweise aus zwei plattenförmigen und scharnierartig am Rohr gelagerten Teilen besteht, die in beliebigem Winkel auseinandergeklappt werden können.
  • Als bewegliches Glied dient ein mit einer Zündstange gelenkig verbundener Schwenkhebel, dessen eines Ende mit dem Hammer der Pistole, und dessen anderes Ende mit der Sicherung gegen ungewollte Betätigung und mit der Sperreinrichtung für den wahlweisen Auswurf einer Granate oder einer Pistolenkugel zusammenwirkt.
  • Die Sicherung besteht aus einem verschiebbaren oder drehbaren Teil, z. B. einem Exzenter, der in einer Stellung in den Weg des Schwenkhebels eingreift, somit diesen am Auswurf einer Granate hindert.
  • Als Sperreinrichtung dient ein verschiebbares oder drehbares Mittel, das mit dem Schwenkhebel derart zusammenwirkt, daß es in einer Lage den Schwenkhebel aus dem Bewegungsbereich des Pistolenhammers führt, somit den Auswurf einer Granate hindert, aber den Auswurf einer Pistolenkugel ermöglicht, in einer anderen Lage den Schwenkhebel in den Weg des Pistolenhammers führt, daher den Granatenauswurf ermöglicht.
  • Vorzugsweise dient dasselbe Mittel als Sicherungseinrichtung und als Sperreinrichtung und besteht aus einer verschiebbaren oder verdrehbaren Platte, z. B. einer Kurbel, einem Exzenter o. dgl.
  • Die Pistole ist an dem Auswurfrohr mittels einer Pistole und Rohr umfassenden, vorzugsweise U-förmigen Zwinge o. dgl. befestigt, die auf einer schrägen Fläche des Rohres oder einer auf dem Rohr befindlichen Hülse verschiebbar ist und mit eingebogenen Enden unter Teile der Pistole, z. B. die Holfterführungen, greift. Sperrmittel sichern dabei die Verbindung von Pistole und Rohr.
  • Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Vorrichtung zum Abfeuern von Granaten ermöglicht ein rasches und sicheres Anbringen der Pistole an das Auswurfrohr, gestattet das wahlweise Auswerfen einer Granate oder einer Pistolenkugel und nimmt die beim Abfeuern auftretenden Rückstofkräfte durch einen Kolben üblicher Formgebung auf, der sowohl zum Anlegen an der Schulter als auch zum Aufsetzen auf eine Unterlage geeignet ist.
  • Durch diese Ausbildung der Vorrichtu:eg wird ein beträchtlicher Fortschritt gegenüber bekannten Einrichtungen dieser Art erreicht, bei «-elchen das Auswerfen einer Granate mittels Gasdruck beim Auslösen der Pistole erfolgt, und zur Aufnahme der Rückstoßkräfte eine umständliche Federeinrichtung erforderlich ist, die mit ineinanderschiebbaren Teilen zusammenwirkt.
  • Die Erfindung soll an Hand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Es zeigt: Fig. i eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Waffe, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Waffe in vergrößertem Maßstabe, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. i, Fig, q, eine Rückansicht der erfindungsgemäßen Waffe, und Fig. 5 eine Handgranate, welche mit einer in Fig. i dargestellten Waffe abgeschossen werden kann, teilweise im Schnitt.
  • Die in den Fig. i bis .4 als Ausführungsbeispiel dargestellte Wurfvorrichtung für Handgranaten zeigt als Hauptbestandteil ein Metallrohr i geeigneter Länge (etwa o,¢5 bis 1,4m), mit verhältnismäßig kleiner Bohrung (etwa 12 bis 26 mm). Über etwa ein Drittel seiner Länge sind am hinteren Ende dieses Rohres i zwei plattenförmige Körper 2 befestigt, welche eine Art Gewehrkolben bilden können. Diese Platten mögen aus Holz bestehen und eine jede besitzt beispielsweise drei Metallstreifen 3, welche in das Holz eingelassen und an den Platten durch Schrauben gehalten sind. Diese Metallstreifen erstrecken sich über die Oberkante der Kolbenplatten hinaus und sind dort in Ringe d. geformt, welche mit Gleitsitz das Rohr i umfassen, so daß eine Art Drehzapfenverbindung zwischen den beiden- Kolbenplatten 2 und dem Rohr i geschaffen ist. Die eingelassenen Metallstreifen 3 sind so an den Kolbenplatten angeordnet, daß, wenn die beiden Kolbenplatten nebeneinander gelegt und miteinander zur Deckung gebracht sind, die über die Mittelebene zwischen den beiden Platten hinausragenden Ringe q, in ihrer Reihenfolge abwechselnd der einen oder der andern Kolbenplatte angehören (Fig. i). Abstands- oder Lagerringe 5 aus Metall, die gegebenenfalls Gummipackungen aufweisen können, sind auf das Rohr i aufgepaßt, um die Tragringe .4 voneinander tu trennen, so daß zwischen j e zwei Tragringen je ein Abstandsring liegt. Die Abstandsringe können an dem Rohr i durch Schrauben 6 o. dgl. gehalten sein, so daß sie gleichzeitig als Befestigungsmittel für die Kolbenplatten 2 dienen und diese in Stellung halten. Ein Pfropfen oder eine Endkappe mögen in das hintere Ende des Rohres eingepaßt sein und dieses hierdurch abschließen.
  • Die Kolbenplatten haben im wesentlichen dreieckige Form. Die Spitze der Dreiecke weist nach dem Vorderende des Rohres i, während der breitere Teil am hinteren Ende liegt. Wie die ausgezogenen Linien der Fig. 4. zeigen, ergänzen sich die beiden Kolbenplatten 2, wenn sie dicht zusammengeklappt sind zu einem Kolben der etwa bei Gewehren bekannten Form. Erforderlichenfalls können sie jedoch, wie in Fig. q. strichpunktiert angedeutet, nach außen geöffnet werden, indem sich die Ringe q. -auf dem Rohr i drehen, so daß also ein flügelförmiges Gerüst oder Stativ gebildet wird, welches auf den Erdboden aufstellbar ist. Andererseits können die Kolbenplatten Innengewinde aufweisen, und zwar derart, daß sie mit einem an der Außenseite des Rohres i vorgesehenem Außengewinde zusammenwirken, auf welchem die Kolbenplatten dann bis zu dem erforderlichen Abstand voneinander gedreht werden können. Auf dem Rohr i ist weiter vorn und anliegend an dem vordersten Lager- oder Abstandsring 5 für die Kolbenplatten eine Metallmuffe oder Hülse ? aufgepaßt, welche etwa 15 bis 2o cm lang ist, und deren Querschnitt einem umgekehrten U entspricht. Diese Muffe mag aus zwei Teilen bestehen, welche längs des Rohres, wie ersichtlich, nach oben sich erstreckende Flanschen besitzen. Die beiden Teile werden z. B. durch Schrauben zusammengehalten, welche durch die Flanschen hindurchgezogen sind (Fig. i). An. der Seite vorgesehene Schrauben mögen die Muffe 7 an dem Rohr i befestigen. Die unteren Ränder der herabhängenden Seiten der U-förmigen Muffe sind so geformt, daß sie einen Sitz oder ein Lager für einen gewöhnlichen Dienstrevolver bilden. Wenn notwendig, kann zur Vervollkommnung des Lagers das Rohr i an dieser Stelle entsprechend ausgeschnitten sein. Die herabhängenden Wände der U-förmigen Hülse stehen soweit voneinander ab, daß sie den Lauf des Revolvers zwischen sich aufnehmen können (Fig.3), und, wenn erforderlich, kann vor der Hülse in dem Rohr i ein kleiner Schlitz vorgesehen sein, welcher die Aufnahme der Visiereinrichtung, insbesondere des Kornes, in das Rohr gestattet, so daß der Revolverlauf dicht gegen das Rohr i anliegen kann.
  • Eine Zwinge oder ein Bügel 8, dessen Querschnitt einem umgekehrten U entsprechen mag, reitet auf der bereits erwähnten festen Hülse oder Muffe 7 und kann längs derselben nach vorn und hinten verschoben werden. Die Enden 9 der Bügelseiten sind nach innen gebogen, so daß diese eingebogenen Enden bei der Rückwärtsbewegung des Bügels längs der Hülse 7 unter Teile des Revolvers gelan-@en. So sind beispielsweise normale Dienstrevolver vor der Revolvertrommel mit zwei Flanschen versehen, welche als Holfter-Führungen io bekannt sind und das Einsetzen des Revolvers in sein Holfter erleichtern. Diese Holfter-Führungen können vorteilhaft bei der vorliegenden Erfindung benutzt werden. Die obere Fläche der festen Hülse 7 oder die nach oben sich erstreckenden Flansche derselben mögen geneigt sein, und zwar vom vorderen Ende des Rohres nach hinten ansteigend, so daß der Bügel 8 beim Verschieben nach hinten nach oben bewegt wird. Hierbei erfassen die einwärts gebogenen Enden 9 die Holfter-Führungen io des Revolvers und klemmen diesen in sein Lager innerhalb der festen Hülse 7.
  • In Abänderung dieser Klemmvorrichtung kann eine Zunge oder ein Zapfen an dem Bügel 8 vorgesehen sein, welcher von vorn unter die Abzugsführung des Revolvers greift.
  • Zum Schutze der Hand des Bedienenden und zur Verhinderung des Verstopfens der Revolvermündung dient eine Schutzvorrichtung, die vorteilhaft.als Metallrohr i i mit ovalem Ouerschnitt ausgebildet und etwa 15 bis 2o cm lang ist. Diese umgibt das Hauptrohr i und den unmittelbar vor der Revolvermündung liegenden Raum. Die Schutzvorrichtung wird zweckdienlich durch Streifen 12 an dem Klemmbügel 8 befestigt. Diese Streifen erstrecken sich von den Seiten des Schutzrohres i i nach rückwärts und haben, wie dargestellt, V-förmige Enden, welche an den Seiten des Bügels 8 z. B. festgeschraubt sind. An einer Seite der festen Hülse 7 ist mittels einer Schraube ein L-förmiger Winkelhebel 13 schwenkbar befestigt. Die Schraube kann z. B., wie aus der Zeichnung ersichtlich, zwischen den V-Artnen des einen der Befestigungsstreifen 12 für das Schutzrohr i i hervorragen und so einen Anschlag gegen das vollständige Abziehen des Bügels 8 nach vorn bilden. Der längere Arm des Winkelliebels 13 ragt, wie ersichtlich, vorteilhaft nach unten heraus und ist so angeordnet, daß, falls sich der Bügel 8 in seiner Klemmstellung befindet, durch Zurückziehen dieses längeren Armes der kürzere gegen den Bügel 8 drückt und auf diese Weise eine Art Kniehebelsperrung schafft. Ein Ohr oder ein Vorsprung 14. kann an dem Verbindungsstreifen 12 für die Schutzvorrichtung i i vorgesehen sein, und zwar in der Nähe des Winkelhebels 13 und vor diesem, so daß eine nach vorn gerichtete, also entsprechende Bewegung des Winkelhebels eine gleichfalls vorwärts gerichtete Kraft auf den Vorsprung 14 ausübt, die danach strebt, den Bügel 8 nach vorn zu bewegen und den Revolver loszulassen.
  • Das Hauptrohr i der Vorrichtung ist unmittelbar über derjenigen Stelle geschlitzt, welche der Revolverhahn oder -hammer einnimmt, wenn der Revolver am Rohr festgeklemmt ist. Durch diese Schlitze im Rohr erstreckt sich ein L-förmiger Winkelhebel 15, der nächst seinem Winkel in dem oberen Schlitz 16 schwenkbar gelagert ist. Der kürzere Arm des Winkelhebels erstreckt sich in bezug auf die Vorrichtung nach hinten, während der längere durch die Schlitze hindurchtritt und ein kurzes Stück unter dem Rohr hervorragt. An diesem Winkelhebel 15 ist vorteilhaft mittels einer Gabel im Rohr i eine dünne Stange 17 gelenkig befestigt. Diese erstreckt sich nach vorn in das Rohr i bis zu.einem konischen Loch in einem Pfropfen 18, der sich nächst dem offenen Ende des Rohres befindet. Wie ersichtlich, ist die dünne Stange 17 vorn wie eine Feuernadel oder ein Schlagbolzen zugespitzt und in dem konischen Loch geführt, während eine dort angeordnete Feder i9 danach strebt, die Feuerstange 17 von dem konischen Loch entfernt zu halten. Wird der Revolverabzug betätigt, so trifft der Hammer beim Vorschlagen das untere Ende des unten herausragenden Winkelhebels 15, bewegt diesen vorwärts und mit ihm die Feuerstange 17, und zwar gegen die Wirkung der Rückhaltefeder i9. Hierdurch wird die Zündpille einer Granate entzündet, welche vorn auf dem Rohr i in einer später ausführlicher zu beschreibenden Art aufgebracht ist. Eine Sicherheitsklinke o. dgl. für die Feuerstange 17 kann vorgesehen sein und besteht zweckmäßig in einer an dem Rohr i oder der Hülse 7 verschiebbaren oder vierschwenkbaren Platte 2o. Diese Platte 2o hat eine oder mehrere geneigte Flächen 21, welche unter den kürzeren Arm des L-förmigen Hebels 15 bewegt werden können und auf diese Weise den Hebel sperren oder ihn in solchem Maße um seinen Zapfen verschwenken, .daß der untere hervorragende Arm aus der Bewegungsbahn des Revolverhammers herausgeführt wird.
  • In abgeänderter Form kann der Hebel 15 an einer drehbaren Kurbel ocie'r einem Exzenter-in solcher Weise angelenkt sein, daß die Drehung dieser Kurbel o. dgl. den Hebel abwärts in diejenige Stellung führt, in -welcher er von dem Revolverhammer geschlagen werden kann, oder aber aufwärts in eine Stellung, in welcher der Hammer frei vorwärts fliegt, ohne das untere Ende des Hebels zu treffen.
  • Das vordere Ende des Rohres i ist so eingerichtet, daß es die Granate zum Abfeuern aufnehmen kann. Hierzu ist in einem kurzen Abstand vom Ende des Rohres eine Hülse oder ein Ring 22 aufgebracht, welcher die Lage der Granate am Rohr bestimmt und das Rohr gegen die Explosivkräfte verstärkt. Die Granate paßt außen auf das Rohr und kann soweit aufgeschoben werden, daß sie gegen den Ring 22 anliegt, welcher ihre Lage bestimmt. In dieser Stellung paßt eine innerhalb der Granate vorgesehene Abfeuerpatrone in das Rohr hinein und liegt mit ihrem Zündhütchen in der Nähe des konischen Loches, welches die Feuernadel oder den Schlagbolzen führt. Die Vorrichtung ist daher zum Abfeuern bereit.
  • Eine in Verbindung mit der hier beschriebenen Wurfvorrichtung vorteilhaft anwendbare Granatenform ist in Fig. 5 dargestellt. Die Granate besteht zunächst aus einem vorderen oder Vasenteil 23, welcher die Sprengstoffladung trägt. Dieser Teil ist identisch der bekannten Handgranatenform, z. B. der beim englischen Heer unter Nr. 54 H. E. bekannten Handgranate. Die erfindungsgemäße Granate besitzt ferner an ihrem hintern Ende einen Endkörper, der aus einem tütenförmigen Gebilde 24 besteht, welches der Granate Stromlinienform verleiht und innen eine Abfeuerpatrone 25 trägt. Bei bekannten Handgranaten, z. B. den britischen Granaten Nr. 36 oder Nr. 5.4, sind am Ende entfernbare Abschlußpfropfen vorhanden. Gemäß der Erfindung ist der Endkörper dazu bestimmt, an Stelle dieses Abschlußpfropfens, wie dargestellt, in die Granate eingeschraubt zu werden. Hierdurch wird es möglich, vorhandene Bestände von Handgranaten zu verwenden, indem man sie schnell für das Abfeuern mit Hilfe der erfindungsgemäßen Wurfvorrichtung umwandelt, während die entstehende Mehrbelastung des einzelnen Mannes, die lediglich in der Mitführung eines entsprechenden Vorrates von Endkörnern besteht, als sehr gering zu bdtrachten ist.
  • Unter diesen Gesichtspunkten ist ein erfindungsgemäßer Endkörper wie folgt aufgebaut. Ein Pfropfen 26 ist mit Gewinde versehen, das mit der Gewindebohrung für den Abschlußpfropfen bestehender Handgranaten zusammenarbeiten kann. Aus einem Stück und gleichachsig mit diesem Pfropfen ist ein mit Außengewinde versehener Zylinder 27 größeren Durchmessers, von welchem sich wiederum ein weiterer Außengewinde tragender Zylinder 28 geringeren Durchmessers erstreckt. Auf den letzten Zylinderpfropfen 2,9 ist das Gehäuse einer Abfeuerpatrone 25 aufgeschraubt, welche die Treibladung und eine Zündkappe enthält. Der Pfropfen 26 ist in die Abschlußpfropfenbohrung der Granate eingeschraubt, während auf den Gewindezylinder 27 größeren Durchmessers ein hohler Metallzylinder 29 aufgeschraubt ist. In diesem ist an seinem hinteren Ende eine hohle --%letalltüte o. dgl. befestigt, die an ihrer vorderen Kante, wie dargestellt, auf das Hinterende der Granate paßt und mit der Granate zusammen einen stromlinienförmigen Körper bildet. Außen an der Tüte 2-. können Flügel 30 befestigt sein, und zwar beispielsweise durch Ohren, welche durch die Wandung der Tüte in ihr Inneres hineinragen und dort an der Innenfläche umgebogen sind. Der die Tüte tragende Zylinder a9 paßt außen auf das Feuerrohr i der erfindungsgemäßen Wurfvorrichtung, während das Patronengehäuse 25, wie beschrieben, in das Innere des Rohres hineinragt.
  • Gegebenenfalls kann der Mündungsteil, in welchem oder längs dessen das Geschoß gleitet, Riefen oder Züge tragen, während das Geschoß oder seine hierfür in Frage kommenden Teile mit Führungswarzen, Gasdichtungen, Führungsbändern oder sonstigen für diesen Zweck bekannten, die Züge annehmenden Mitteln ausgestattet sind. Weiterhin kann der Mündungsteil 22 mit einer Öffnung (beispielsweise mit einem seitlichen Schlitz), am hinteren Ende versehen sein, welche durch einen Verschlußklotz oder sonstige bekannte Mittel abgeschlossen werden kann (beispielsweise durch eine Fallklotz-Vorrichtung ähnlich derjenigen, bei dem Martini-Henry-Gewehr, welche einen Block oder eine Platte aufweist, die in Führungen nächst der Abschlußöffnung gleitet, so daß sie zwecks Freigabe dieser Öffnung angehoben werden kann). Diese Einrichtung hat den Zweck, das Auswerfen der Patronenhülse des Zündkopfes, der Zündpille, eines Paßstückes oder ähnlicher Zubehörteile der Treibpatrone und das Reinigen der Einrichtung zu erleichtern. Andererseits kann der Mündungsteil für ähnliche Zwecke durch Scharniere, Gewinde oder in sonstiger Weise zu öffnen oder entfernbar sein. Ferner kann der Mündungsteil rohrförmig und so bemessen sein, daß er der ganzen Granate angepaßt ist, welche dann aus der Mündung in an sich bekannter Weise herausgeschleudert wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Auswerfen von Granaten, welche aus einem vorn eine Granate aufnehmenden, hinten einen Anschlagteil aufweisenden Rohr und einer an ihm lösbar befestigten Kleinhandfeuerwaffe (Pistole, Revolver o. dgl.) besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abfeuern der Granate ein bewegliches Glied dient, das unter Wirkung der Auslösemittel der Pistole steht und deren Zündstoß auf die Granate überträgt, und das mit einer Sicherung gegen ungewollte Betätigung und mit einer derart verstellbaren Sperreinrichtung zusammenwirkt, daß wahlweise eine Granate oder eine Pistolenkugel abgefeuert werden kann, wobei die Rückstoßkräfte von einem das Rohr auf einen Teil seiner Länge umfassenden Kolben aufgenommen werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als bewegliche Glied ein mit einer Zündstange gelenkig verbundener Schwenkhebel dient, dessen eines Ende mit dem Hammer der Pistole, und dessen anderes Ende mit der Sicherung gegen ungewollte Betätigung und mit der Sperreinrichtung für den wahlweisen Auswurf einer Granate bzw. einer Pistolenkugel zusammenwirkt.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung aus einer verschiebbaren oder drehbaren Platte, z. B. einer Kurbel, einem Exzenter o. dgl. besteht, der in einer Stellung in den Weg des Schwenkhebels eingreift, somit diesen am Auswurf einer Granate hindert. .
  4. 4. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperreinrichtung aus einem verschiebbaren oder drehbaren Mittel besteht, das mit dem Schwenkhebel derart zusammenwirkt, daß es ihn in einer Lage aus den Bewegungsbereich des Pistolenhammers führt, somit den Granatenauswurf hindert aber den Auswurf einer Pistolenkugel ermöglicht, in anderer Lage den Schwenkhebel in den Weg des Pistolenhammers führt, daher den Granatenauswurf ermöglicht.
  5. 5. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß derselbe verschiebbare oder drehbare Teil, z. B. ein Exzenter, sowohl zur Sicherung als auch als Sperreinrichtung dient.
  6. 6. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der den Rückstoß aufnehmende Kolben aus zwei scharnierartig an dem Auswurfrohr gelagerten Platten besteht, die in beliebigem Winkel auseinauderklappbar sind. j. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pistole an dem Auswurfrohr mittels einer Pistolenlauf und Rohr umfassenden, vorzugsweise U-förmigen Zwinge o. dgl. befestigt ist, die auf einer schrägen Fläche des Rohres oder einer auf dem Rohr befindlichen Hülse verschiebbar ist und mit eingebogenen Enden unter Teile der Pistole, z. B. die Holfterführungen, greift. B. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis i, gekennzeichnet durch die Verbindung von Pistole und Rohr sichernde Sperrmittel, welche vorzugsweise aus kniehebelartig zusammenwirkenden Hebeln bestehen.
DEB173654D 1934-08-01 1936-04-07 Vorrichtung zum Auswerfen von Granaten, welche aus einem vorn eine Granate aufnehmenden, hinten einen Anschlagteil aufweisenden Rohr mit einer an ihm loesbar befestigtenKleinhandfeuerwaffe besteht Expired DE660803C (de)

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