DE6604934U - Vorgefertigte oelleitung mit elektrischem sicherheitssystem - Google Patents
Vorgefertigte oelleitung mit elektrischem sicherheitssystemInfo
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Description
I. Vorbemerkungen
Es sind verschiedene Verfahren bekannt, eine Leckanzeige an Behältern bzw. Ölleitungen so aufzubauen, dass das ausfließende Öl als Indikator für eine Anzeige-Alarmeinrichtung dient. Im wesentlichen sind die bis jetzt bekannten Verfahren darauf ausgerichtet, dass die mit der Leckleitung in Berührung kommenden Rohölmengen das Material der Leckleitung zersetzen. Die Leitung selbst ist dabei entweder eine Druckleitung, bei der nach der Auflösung des Leitungsmaterials der Druck selbst zusammenbricht oder aber es wird die Zersetzung des Leitungsmaterials dazu benützt, einen Alarmkontakt auszulösen. Der Nachteil der bisherigen Verfahren besteht darin, dass bei einer durchlaufenden Leitung die örtliche Anzeige der Leckstelle nicht gegeben ist. Darüber hinaus sind die bisher bekannten, im allgemeinen auf der Kunststoffbasis hergestellten Leckleitungen nicht eindeutig in ihrer Ansprechempfindlichkeit auf Kohlenwasserstoffe einstellbar. Verschiedentlich eingesetzte Versuchsleitungen haben gezeigt, dass eine Kontaktauslösung auch beispielsweise durch längere Einwirkung von Wasser- oder Erdsäuren bereits zu einer Zerstörung des Leitungsmaterials und damit zu einer Falschalarmierung führen.
II. Beschreibung des neuen Verfahrens
Umfangreiche Untersuchungen haben dazu geführt, einen auf einer gummiähnlichen Basis aufgebauten Kontaktkörper zu finden, der die Eigenschaft besitzt, ausschließlich nur auf eine Beeinflussung von Kohlenwasserstoff-Verbindungen (Rohöle bzw. deren Abkömmlinge) zu reagieren.
Es wurden dabei sehr kurze Reaktionszeiten festgestellt, wobei die Reaktionswirkung in Form einer Quellung des Kontaktkörpers auftritt. Die Quellung des Kontaktkörpers liegt für die Linearausdehnung zwischen 10 und 20 % der ursprünglichen Länge.
Diese spezifische sehr hohe Quellfähigkeit wird nun benützt, um ein Kontaktleitungssystem aufzubauen, welches im Folgenden im einzelnen beschrieben wird.
III. Aufbau der Leckanzeigeleitung
Die Beschreibung des Verfahrens wird anhand von Aufbaubeispielen erläutert.
Grundsätzlich kann so verfahren werden, dass der Quellkörper selbst dazu benützt wird, eine Kontaktanzeige zu ermöglichen.
Figur 1 - zeigt einen solchen Leitungsaufbau. Der Quellkörper Teil 1 besteht aus 2 verfugbaren Hälften, die in ihrem zentralen Teil eine rechteckige Aussparung besitzen. Im offenen Zustand der Quellkörperleitung wird ein metallisches elastisches Band Teil 2 eingelegt und in der gleichen Quellkörperhälfte ein durchlaufender metallischer Steg Teil 3 eingebaut. Nach dem Zusammenfügen der beiden Quellkörperteile 1 entsteht eine im Querschnitt kreisförmige Leitung beliebiger Länge. Wird nun diese Leitung an einer bestimmten Stelle mit einer Kohlenwasserstoffverbindung (Rohöl) in Berührung gebracht, dann tritt dort eine radiale und axiale Dehnung auf, die dazu führt, dass das metallische vorgespannte Kontaktband Teil 2 auf der Kontaktleiste Teil 3 zum Aufliegen kommt. Das Kontaktband Teil 2 liegt an einem Pol eines elektrischen Leitungssystemes, die Kontaktleiste Teil 3 am anderen Pol dieses Leitungssystemes. Wird nun durch den Quelleffekt der Leitung zwischen Teil 2 und Teil 3 ein Kontakt gebildet, dann fließt in dem zunächst offenen Leitungssystem ein Strom, der
a) eine Alarmanlage auslöst, b) durch eine Widerstands- oder Spannungsabfallanzeige die Entfernung der Leckstelle vom Messort anzeigt.
Figur 2 - zeigt eine Anordnung, bei welcher ein einteiliger Quellkörper Teil 4 in einem Kunststoffrohr Teil 5 eingebaut ist. Dieses Kunststoffrohr Teil 5 dient als Sicherung des Quellkörpers und gleichzeitig zur genauen Abstandfixierung zwischen den beiden Kontaktleisten Teil 6 und Teil 7. Das Kunststoffrohr ist mit Längsnuten
Teil 8 versehen, durch welche die Berührung des Quellkörpers mit der Leckflüssigkeit erreicht wird. Das Kunststoffrohr Teil 5 kann an der den Kontaktleisten gegenüberliegenden Stelle durchgehend geschlitzt sein, damit die Einbringung des mit Nuten Teil 9 versehenen Quellkörpers leichter durchgeführt werden kann.
Figur 3 - stellt eine Anordnung dar, bei der kein kreisförmiger Leitungsquerschnitt, sondern ein rechteckiger Querschnitt verwendet wird. Die Kontaktflächen Teil 10 und Teil 11 befinden sich einmal an dem Quellkörper, zum anderen an dem diesen Quellkörper umschließenden Gehäuse.
Figur 4 - stellt eine Anordnung dar, bei welcher die Kontaktgebung dadurch erreicht wird, dass 2 ebene Quellkörperstreifen in ihren Berührungsflächen eine rechteckige Aussparung bilden. Die beiden aufeinanderliegenden Kontaktstreifen Teil 12 und Teil 13 sind mit einem mit Längsschlitzen versehenen Kunststoff- oder Metallgehäuse Teil 14 umgeben. Dieses Gehäuse ist am ganzen Umfange mit Längsschlitzen versehen, durch welche das Rohöl mit dem Quellkörper in Berührung kommt. Bei der Quellung biegen sich die beiden Quellkörper nach innen durch, wodurch eine Berührung der beiden Kontaktleitungen Teil 15 erfolgt. Für besonders hohe Außenbelastungen sind die beiden Quellkörper und das Umhüllungsrohr gemäß den Teilen 16 und 17 ausgebildet.
Figur 5 - zeigt nun eine Anordnung, welche für die Verlegung von Leckölleitungen besonders geeignet erscheint. Die eigentlichen Kontaktelemente sind hier durch Teil 18 zusammengefaßt dargestellt. Zwischen diesen eigentlichen Kontaktelementen, wie sie bereits in der bisherigen Beschreibung erläutert wurden, befinden sich Stromleitungsteile Teil 19, die fest und dicht mit den Kontaktelementen Teil 18 verbunden sind. Es wird auf diese Weise eine sogenannte Perlen-Kontaktleitung aufgebaut, die bezüglich der Verlegung und der Anpassung an die jeweiligen Verhältnisse besonders günstig ist. Man kann derartige Leitungen in doppelter oder mehrfacher Parallelverlegung ausführen und erhält so eine flexible auf Rollen transportierbare Leckanzeige-Leitung.
Die Stromführung wird durch die in der Leitung 19 und den Kontaktelementen 18 hindurchführende Stromleitungsbahn Teil 20 und Teil 21 hergestellt.
Figur 6 - zeigt eine Anordnung, bei welcher die Quellkörperstreifen Teil 22 mit der Kontaktstelle Teil 23 gegenüberliegende Seite einen durchlaufenden Steg Teil 24 aufweist. Dadurch wird die Quellung der Teile 22 vorbestimmt.
Figur 7 - zeigt einen Querschnitt der Quellkörper-Lamelle.
Figur 8 - zeigt das Prinzip des Zusammenfaltens der einzelnen Anzeige-Elemente. Die Anzeige-Elemente selbst können, wie sie durch Teil 25 angeordnet sind, aus durchgehenden Längslamellenstreifen bestehen. Soll die Anzeige sehr rasch und örtlich mehr eingegrenzt erfolgen, so kann dies dadurch geschehen, dass die Anzeige-Elemente in dem Umhüllungskörper unterteilt angeordnet werden, so dass der Quellprozess an einzelnen Elementen, die relativ klein zur Gesamtlänge sind, erfolgt. Dies wird durch die Anordnung mit Teil 27 dargestellt. Die einzelnen Quelleinheiten, welche sich gemäß Figur 8 darstellen lassen, sind durch flexible Verbindungsleitungen Teil 26 zusammengefaßt.
Vorbemerkung: Es sind verschiedene Verfahren bekannt, eine Leckanzeige an Ölleitungen bzw. Ölbehältern durch Anbringung von sogenannten Anzeigeleitungen zu erreichen.
Das im Folgenden beschriebene Verfahren ermöglicht die Verlegung einer flexiblen Leitung, mit deren Hilfe es möglich ist, eine fortlaufende und durchlaufende Leckanzeige zu erreichen.
Aufbau der Leitung: In einem flexiblen Kunststoffrohr (Teil 1) sind in bestimmten Abständen Hartkunststoff-Schottwände (Teil 2) eingebaut, die dazu dienen, dass die Leitung selbst nicht durch äußere Belastungen zusammengequetscht werden kann. In bestimmten Abständen sind in diese Schottwände Alarmelemente (Teil 3) eingebaut, die unter sich mit einer elektrischen Zu- und Rückführungsleitung (Teil 4) verbunden sind. Der Einbau der Schottwände (Teil 2) kann auch in ein geschlitztes Umhüllungsrohr (Teil 1) so erfolgen, dass dieses Rohr entsprechend Teil 5 ausgebildet wird.
Die Alarmsicherungselemente (Teil 3) sind in bestimmten Abständen in die Schottwände so eingebaut, dass die zwischenliegenden Schottwände mit Öffnungen versehen sind, so dass durch die Öffnungen (Teil 7) eindringendes Öl in in sich geschlossene Teilräume der flexiblen Leitung aufgefangen wird.
Ein zweiter Aufbau einer Lecksicherungsleitung kann so erfolgen, dass ein flexibles Kunststoffrohr (Teil 8), welches mit Öffnungen (Teil 9) versehen ist, im inneren Quellkörper (Teil 10) enthält, die zwischen Schottwänden (Teil 11) gefasst werden. Die einzelnen Quellkörper und die Schottwände sind mit Metall-Kontakten (Teil 12) so versehen, dass sie eine kontinuierliche, metallische Leitung bilden. Diese Leitung (Teil 13) und (Teil 14) ist an ein Leitungs- und Alarmsystem angeschlossen und so lange stromlos, bis durch die Quellung eines oder mehrerer Quellkörper (Teil 10) eine gegenseitige Berührung der Leitungskontakte (Teil 12) erfolgt. Tritt eine solche Berührung durch einen Öleinfluß und die dadurch hervorgerufene Quellung ein, dann wird die Leitung (Teil 13 und 14)
kurzgeschlossen und löst einen Alarm aus, wobei durch die Länge der Leitung und den dadurch bedingten Spannungs- und Widerstandsabfall gleichzeitig eine Ortung der Kontaktstelle und damit der Leckstelle in einer Ölleitung gegeben ist.
Claims (2)
1) Vorgefertigte Ölleitung mit elektrischem Sicherungssystem dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise rohrförmiger Körper so ausgebildet ist, dass er bei Einwirkung von Kohlenwasserstoffen ein geortetes Alarmsignal auslöst.
2) Vorgefertigte Ölleitung mit elektrischem Sicherungssystem dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Körper in einzelne Teilrohre mit elektrischer Leitungsverbindung zerlegt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19676604934 DE6604934U (de) | 1967-04-04 | 1967-04-04 | Vorgefertigte oelleitung mit elektrischem sicherheitssystem |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE6604934U true DE6604934U (de) | 1970-03-12 |
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| DE19676604934 Expired DE6604934U (de) | 1967-04-04 | 1967-04-04 | Vorgefertigte oelleitung mit elektrischem sicherheitssystem |
Country Status (1)
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1967
- 1967-04-04 DE DE19676604934 patent/DE6604934U/de not_active Expired
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