DE65948C - Drehbar im Laffetenschwanz gelagerter, unter elastischem Druck stehender Klasse; Bremssporn für Räderlaffeten - Google Patents
Drehbar im Laffetenschwanz gelagerter, unter elastischem Druck stehender Klasse; Bremssporn für RäderlaffetenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A23/00—Gun mountings, e.g. on vehicles; Disposition of guns on vehicles
- F41A23/46—Trail spades
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung hat eine Schufsbremse für Geschützlaffeten zum Gegenstand,
welche namentlich bei Räderlaffeten Verwendung finden wird. Dieselbe besteht in einem
am Laffetenschwanz angebrachten Sporn, welcher sich in das Erdreich drückt und den
Reibungswiderstand beim Rücklauf möglichst grofs macht, aber mit Hülfe einer besonderen
Vorrichtung für jede Beschaffenheit des Bodens constant erhält.
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den Fig. 1, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Sporn B um einen im Laffetenschwanz befestigten Bolzen C drehbar
und mit einem zweiten Arm b versehen^ welcher unter dem Druck der Feder F steht.
Wenn das Geschütz abgeprotzt ist, so wird der Sporn, je nach der Beschaffenheit des Bodens,
durch den auf dem Laffetenschwanz ruhenden Theil des Geschützgewichtes mehr oder weniger
tief in das Erdreich eingedrückt und beim Schufs noch tiefer hineingetrieben.
Bei der Berechnung der Abmessungen des Spornes geht man von der Annahme aus, dafs
derselbe in senkrechter Lage gänzlich in lockerem Erdreich versenkt ist und dafs das Geschütz, bei
tiefster Depressionslage des Rohres abgefeuert wird. Der Widerstand, welchen der Sporn
dem Rücklauf des Geschützes entgegensetzt, mufs alsdann so bemessen sein, dafs ein Bücken
des Geschützes um den Laffetenschwanz gerade noch vermieden oder auf bestimmte zulässige
Grenzen beschränkt wird. Im allgemeinen wird nur der erstere Fall in Betracht kommen, d. h.
der Rücklauf wird nur so weit beschränkt werden, dafs ein Bücken· des Geschützes gerade
noch vermieden wird.
Ist diese Bedingung erfüllt, so wird der Druck der Räder auf den Erdboden im Augenblick
des Schusses annähernd gleich Null sein und der Druck des Laffetenschwanzes auf den
Erdboden und somit auch der Reibungswiderstand erreichen ihr zulässiges Maximum.
Beim Rücklauf schneidet der Sporn B eine Furche in das Erdreich ein, deren Länge das
unter den gewählten Bedingungen erreichbare Minimum des Rücklaufes darstellt. Bei den
nächsten Schüssen wird diese Furche verlängert, da die Kürze derselben ein Zurückholen des
Geschützes in die ursprüngliche Feuerstellung überflüssig macht.
Der Vorgang, soweit derselbe bis jetzt beschrieben ist, würde nun für ein bestimmtes
Erdreich durch passende Wahl eines gewöhnlichen festen Spornes erzielt werden können.
Sobald man aber eine solche Laffete auf festeres Erdreich bringen würde, müfste beim Schufs
alsbald ein Bücken des Geschützes eintreten, da der Widerstand des Spornes gegen den
Rücklauf über das zulässige Mafs hinausgehen würde.
Um dem vorzubeugen, ist der Sporn, wie oben beschrieben, auf der Achse C drehbar
gelagert, und die Stärke der Feder F ist derart bemessen, dafs beim Rücklauf eine Drehung
des Spornes B um die Achse C eintritt in
dem Augenblick, wo der Drück der Räder auf das Erdreich annähernd gleich Null wird.
Dreht sich aber der Sporn B, so vermindert sich seine Eindringungstiefe und damit auch
der Widerstand, welchen derselbe dem Rücklauf entgegensetzt.
Die Bremsvorrichtung stellt sich also in jedem einzelnen Falle von selbst richtig ein,
da sich der Bremssporn genau so weit dreht, wie der Widerstand des Erdreiches es erfordert.
Die Radbremsen der Laffete werden demgemäfs für den Schufs überflüssig, wenn schon deren
Beibehaltung natürlich nichts im Wege steht.
Wie schon erwähnt, kommt es bei der praktischen Ausführung einer solchen Laffete darauf
an, den Widerstand, welchen der Sporn der
Drehung entgegensetzt, in das richtige Verhältnifs zu dem statischen Moment zu bringen,
welches dem Bücken des Geschützes entgegenwirkt.
Der Constructeur wird sich dabei zunächst entscheiden müssen, wie weit er sich dem erreichbaren
Minimum des Rücklaufes nähern will.
Die zu dem Zwecke erforderliche Stärke der Feder F läfst sich ohne Schwierigkeit berechnen
und aufserdem durch eine Stellschraube regüliren, während man die günstigsten Abmessungen
des Spornes B am besten durch Versuche ermittelt. An Stelle der Feder F
würde man natürlich auch Gewichts- oder sonstige Belastung des Spornes B wählen
können, wenn dies nicht wegen der nutzlosen Vermehrung des Laffetengewichtes unpraktisch
wäre.
Will man den Rücklauf auf Kosten eines geringen Buckens der Laffete noch mehr vermindern
, so braucht man die Feder F nur noch mehr anzuziehen, doch wird die Erfindung
in dieser Form in der Praxis keine Verwendung finden.
In den Fig. 2 und 3 sind zwei Ausführungsformen eines solchen Spornes dargestellt, bei
denen der letztere nicht von vornherein die Eindringungstiefe zu haben braucht, welche
dem weichsten Boden entspricht; nach der Ausführung Fig. 2 kann durch die Schraube K
der Sporn höher oder tiefer eingestellt werden, so dafs er mehr oder weniger über den Laffetenschwanz
hervorragt. Er wird dann erst beim Gebrauch eingestellt, wodurch man es in der Hand hat, dem Widerstand im Boden eine
gröfsere oder geringere Angriffsfläche und deren Mittelkraft einen gröfseren oder kleineren Hebelarm zu geben.
In Fig. 3 ist. eine Anordnung gezeichnet, bei welcher sich der Sporn auch in seiner Höhenlage
selbstthätig nach der Festigkeit des Bodens einstellt, indem das Gelenk C des Spornes um
einen zweiten Bolzen L, welcher fest im Laffetenschwanz sitzt, pendelt. Eine Feder M
drückt auf den Hebel N und treibt den Sporn je nach dem Widerstand im Erdboden tiefer
oder weniger tief hinein.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι ·. Drehbar im Laffetenschwanz gelagerter, unter elastischem Druck stehender Bremssporn für Räderlaffeten, welcher sich beim Rücklauf des Geschützes dem Widerstand des. Erdreichs entsprechend umlegt und dadurch den Widerstand der Laffete gegen den Rückstofs selbstthätig regelt.
- 2. Eine Ausführungsform des durch Anspruch 1. gekennzeichneten drehbaren Bremsspornes, bei welcher, je nach der Festigkeit des Erdbodens, durch eine. Schraube K ein Höher- und ,Tieferstellen des Sporngelenkes bewirkt wird,
- 3. Eine Ausführungsform des durch Anspruch 1. gekennzeichneten drehbaren Bremsspornes, bei welcher das Sporngelenk in einem um einen Bolzen des Laffetenschwanzes drehbaren, durch eine Feder M abwärts gedrückten Hebel N aufgehängt ist, so dafs der Sporn in weicheren Boden tiefer, in festeren weniger tief eindringt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH5099T | 1892-05-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65948C true DE65948C (de) |
Family
ID=4188635
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65948D Expired - Lifetime DE65948C (de) | 1892-05-23 | Drehbar im Laffetenschwanz gelagerter, unter elastischem Druck stehender Klasse; Bremssporn für Räderlaffeten |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH5099A (de) |
| DE (1) | DE65948C (de) |
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- DE DENDAT65948D patent/DE65948C/de not_active Expired - Lifetime
-
1892
- 1892-05-23 CH CH5099A patent/CH5099A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH5099A (de) | 1892-10-15 |
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