DE659415C - Vorrichtung zum Aufbringen eines UEberzuges, insbesondere Farbueberzuges, auf wandernde Papier- oder aehnliche Werkstoffbahnen - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbringen eines UEberzuges, insbesondere Farbueberzuges, auf wandernde Papier- oder aehnliche WerkstoffbahnenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Überzuges, insbesondere
Farbüberzuges, auf wandernde Papieroder ähnliche Werkstoffbahnen, bei der die
S Farbe durch eine quer zur Laufrichtung und in unmittelbarer Nähe der Papierbahn angeordnete,
diese jedoch nicht berührende Schleuderwalze aufgebracht wird,
Bei derartigen, an sich bekannten Vorrichtungen besteht die Schwierigkeit, die Schleuderwalze
über ihre ganze Breite und in einer gleichmäßigen, möglichst dünnen Schicht mit der Farbe.zu beschicken, damit diese wiederum
von der Schleuderwalze in feinsten Farbtröpfchen, einem Sprühregen vergleichbar,
ebenfalls gleichmäßig auf die Werkstoffbahn aufgespritzt wird.
Die bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art sind an dieser Schwierigkeit gescheitert
und weisen, was einen gleichmäßigen Überzug der Werkstoffbahn wie auch einen sparsamen
Verbrauch der Farbe und ihr wirkungssicheres Aufbringen betrifft, erhebliche Mängel
auf.
«5 So wird bei einer Vorrichtung zum Überziehen
von Papier eine mit hoher Geschwindigkeit umlaufende Schleudertrommel dadurch beschickt, daß aus einem Farbbehälter
die Farbe in Form von Tropfen auf die Schleudertrommel fällt. Es ist leicht verständlich,
daß eine solche Beschickung unzweckmäßig und mangelhaft ist, denn bei der am Umfang der Schleudertrommel wirksamen,
außerordentlich hohen Zentrifugalkraft bilden die auffallenden Farbtröpfchen eine zu große
Masse, um am Trommelumfang haftenzubleiben, von der Trommel mitgenommen und
an der richtigen Stelle auf das Papier abgeschleudert zu werden. Die Farbtröpfchen
werden vielmehr unmittelbar nach ihrem Fall. auf die Schleudertrommel wieder abgeschleudert
und gegen das Trommelgehäuse geworfen, wo die Farbe ungenutzt abfließt. Es ist also bezüglich der Beschickungsarbeit ein erheblicher
Leerlauf und eine große Unwirt-Schädlichkeit zu verzeichnen. Außerdem aber
ist durch die Beschickung der Schleudertrommel mit Farbe in Tropfenform keine gleichmäßige
Verteilung der Farbe über die ganze Trommelbreite erzielbar. Diese Mängel der Beschickung der Schleudertrommel wirken
sich aber schließlich an dem mit Farbe zu -bespritzenden Papier durch einen ungleichmäßigen
Farbüberzug aus.
Die beschriebenen Mängel der bekannten Vorrichtungen zum Aufbringen eines Überzuges,
insbesondere Farbüberzuges, auf wandernde Papier- oder ähnliche Werkstoffbahnen will die Erfindung beseitigen, und zwar dadurch,
daß in geringem Abstand von der 6u'
Schleuderwalze und parallel zu dieser eine
zweite, mit geringerer Geschwindigkeit als die Schleuderware, jedoch in gleicher· Richtung umlaufende Walze vorgesehen ist, die
mit der Farbe beschickt wird und diese auf· die Schleuderwalze aufschleudert.
Zum Aufnehmen der Farbe aus dem Färb'-· behälter und zum Übertragen der Farbe auf
die zweite Walze ist ferner eine dritte Walze ίο vorgesehen, die in unmittelbarer Nähe der
zweiten Walze und parallel zu dieser angeordnet ist, ohne letztere jedoch zu berühren.
Weiterhin ist die Oberfläche der Schleuderwalze mit einer Schraubenrille ausgestattet,
um die Farbe in Längsrichtung der Walze zu verteilen.
Schließlich ist auch die Oberfläche der Aufnahmewalze
mit schmalen, dicht nebeneinanderliegenden ringförmigen Rillen ausge-2Q
rüstet, in die auf dem- Umfang der zweiten Walze vorgesehene Rippen zur Farbentnahme
hineinragen.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung· beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Vorrichtung.
Fig. 2 ist eine Teildarstellung etwa nach der Schnittlinie 2-2 von Fig. i.
Fig. 3 zeigt in einer Teildraufsicht die verschiedenen Walzen in vergrößertem Maßstab.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 den Maschinenrahmen,
der einen Behälter 2 für Farbe o. dgl. trägt. Der Behälter kann mit
einem Rührwerk 3 versehen sein, dessen Antrieb beliebig und nicht gezeigt ist. Eine
Farbwalze 5, in Lagern 6 gelagert, dreht sich im Farbbad des Behälters zur Farbentnahme.
Die Walze 5 ist über ihre ganze Länge mit schmalen, dicht nebeneinanderliegenden ringförmigen
Rillen 9 versehen, die zum Unterschied von Schraubenwindungen in sich geschlossen
sind. Zwölf Rillen auf etwa 2,5 cm mit einer Tiefe von 3 mm haben sich bewährt,
jedoch können Anzahl und Tiefe der Rillen innerhalb gewisser Grenzen wechseln. Da es
wünschenswert ist, die Breite des von der Walze 5 aufgenommenen Färbbandes etwa
auf die Breite der zu färbenden Bahn zu bemessen, sind Schaber 7 angeordnet, die, mit
in die Rillen 9 ragenden Vorsprüngen versehen (Fig. 3), einstellbar auf Stangen 8
neben den Enden der Walze 5 sitzen.
Über der Walze 5 ist eine Übertragwalze 10
in Lagern 11 gelagert. Diese Übertragwalze 10 ist auf ihrer Oberfläche der Walze S entsprechend
mit Rillen 12 versehen, deren Abmessungen so sind, daß die die Rillen trennenden
Stege 14 in die Rillen 9 der Walze 5 So eingreifen, ohne die Wendungen dieser Rillen
zu berühren.
Die Farbe wird von der Walze 10 auf eine
Schleuderwalze 15 übertragen, die lotrecht ,oberhalb dferWalze 10 in Lagern 16 ruht, ohne
■.letztere zu berühren. Die Walze 15 ist auf
der Oberfläche mit einer Schraubenrille 1S versehen, die hinsichtlich ihrer Windungen
den Rillen 12 auf Walze 10 entsprechen kann,,
wenn diese auch nicht so wesentlich sind. Bei · der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform
hat die Schraubenrille eine Steigung, die annähernd gleich der des Abstandes
zwischen den Rillen 12 ist. Wird die Steigung vergrößert, so müssen Form und Al>
messungen der Rillen entsprechend geändert werden, oder es müssen mehrere Schraubenwindungen
auf der Walze 15 vorgeselif* ·
den. An den Seiten der Walzen sind Schutzflächen 19 befestigt, um die Breite des bandförmigen
Farbstrahls, während des Auftrage-Vorgangs zu beschränken.
Die zu überziehende Bahn, z. B. die Papierbahn 20, wird dicht über die Schleuderwalze
15 hinweggeführt, ohne sie zu berühren, und
bei ihrem Lauf über die Walze 15 durch eine Saugkammer 21 angesaugt, die durch Schrauben
70 verstellbar an dem Hauptrahmen der Vorrichtung befestigt ist. Die Schrauben 70
können durch Handräder 71 gedreht werden.
Wie am besten in der Fig. 2 gezeigt ist,
wird der Boden des Hauptteils der Kammer 21 durch sich von den Seiten nach innen erstreckende Platten 22 gebildet, die eine sich
über die ganze Länge der Kammer erstrekkende öffnung 23 frei lassen, die keine größere
Breite als die geringste Breite der zu überziehenden Bahn besitzt. Unterhalb der
Platten 22 sitzen Walzen 24 drehbar in Lagern 25; sie können durch eine nicht gezeigte
Kraftquelle mit der Geschwindigkeit der Bahn gedreht werden. Zwei Stangen 27 (Fig. 1)
laufen quer durch die Maschine zwischen und gleichlaufend mit den Platten 22 und den
Walzen 24 und tragen gleitend Deckplatten 28 ■ (Fig. 2). Die Oberkanten der Deckplatten 28
gleiten an den Unterflächen der Platten 22. Unten sind die Deckplatten 28 mit Vorsprüngen
29 versehen (Fig. i), die sich abwärts zwischen den Walzen 24 erstrecken und mit
ihren Seitenkanten der Krümmung der Walzen entsprechen. Mit ihren Unterkanten liegen
sie dicht an der an den Walzen 24 laufenden Papierbahn. Die Deckplatten 28 schließen
den Raum an den Enden der Walzen 24 ab, wodurch die Saugkraft in dem Walzenteil
zwischen den Deckplatten wirksam wird, so daß sie die Bahn an den Walzen hält.
Die Deckplatten können auf ihren Tragstangen eingestellt werden, um sie, wie in
Fig. 2 gezeigt, dicht an die Kanten der Bahn zu bringen, und zwar durch Spindeln 30.
Die Spindeln '30 sind mit Handrädern 3.3 ver-
sehen, durch welche die Deckplatten in beiden Richtungen in die gewünschte Lage gebracht
werden können.
Der Unterdruck wird in der Kammer 21 von irgendeiner nicht gezeigten Quelle über
Leitung 34 erzeugt. ■
Die Bahn 20 bewegt sich von einer Vorratsrolle 40 (Fig. 1) über Führungsrollen 41
und 42 unterhalb der, Saugkammer 21 und über Führungsrollen 43 und 44 zu einer nicht
gezeigten Trocken- und Aufwickelvorrichtung. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, wird die
Bahn auf ihrem Weg unterhalb der Saugkammer 21 dicht an die Walze 15 herangeführt.
Die Walzen S, 10 und 15 werden durch beliebige,
nicht' dargestellte Vorrichtungen in den Pfeilrichtungen der Fig. 1 gedreht. Die
Walze 15 macht vorzugsweise 3800 Umdrehungen in der Minute, die Walze 10 1100
Umdrehungen. Die Umdrehungsgeschwindigkeiten dieser Walzen brauchen bei gewöhnlichen
Änderungen der Bahngeschwindigkeit nicht verändert zu werden. Dagegen muß die Geschwindigkeit der Walze 5 mit der Laufgeschwindigkeit
der Bahn geändert werden, denn ihre Geschwindigkeit regelt die Stärke des aufzubringenden Überzuges. Daher kann
die Walze 5 am besten durch die gleiche Kraftquelle wie die Papierbahnvorschubvorrrichtungen
angetrieben werden, z. B. durch kegelige Scheiben oder sonstige Geschwindigkeitsregler.
Für eine Laufgeschwindigkeit der Bahn von 150 m in der Minute sollte die
Walze 5 mit etwa 58 Umdrehungen in der Minute betrieben werden. Bei den angegebenen
Geschwindigkeiten sind folgende Durchmesser brauchbar: etwa 14 cm für
Walze 5, 9,7 cm für Walze 10 und 27 cm für Walze 15.
Bei Betrieb der Vorrichtungen wird Farbe o. dgl. zunächst von den Rillen 9 der Walze S
aufgenommen, von denen sie durch die Vorsprünge 14 der Walze 10 abgenommen wird.
Die Walze 10 dreht sich genügend schnell, um die Farbe durch .Fliehkraft auf die Walze 15
überzuschleudern. Die Farbe wird von der Walze 10 von den Rillen in schmalen Streifen
abgeschleudert. Die Schraubenrillen der Walze 15 breiten aber diese Streifen quer aus,
. und die Farbe wird durch Fliehkraft von der Oberfläche der Walze 15 als glatter, gleichmäßiger
Überzug auf die Bahn übertragen, die durch die Saugkammer beim übergang
über die Walze 15 in der richtigen Lage gehalten wird. :
Die hohe Geschwindigkeit, mit der Bahnen nach der Erfindung gefärbt werden können,
ergibt als wichtigen Vorteil die Möglichkeit, die Papierbahnen unmittelbar in oder nach
Verlassen der Papiermaschine zu behandeln.
Der in der Beschreibung und in den Ansprüchen gebrauchte Ausdruck Farbe soll alle
üblichen, zum Herstellen eines Überzuges benutzten Stoffe umfassen. Auch ist die Vor-
richtung nach der Erfindung zum Aufbringen staubförmiger Stoffe verwendbar,, ζ. Β. Gold,
Aluminium oder Glimmer. Die Papierbahnen, auf die der gepulverte Stoff gebracht werden soll, werden dann vorher geleimt oder
anders zubereitet, um das Anhaften des Staubes zu ermöglichen.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Aufbringen eines Überzuges, insbesondere Farbüberzuges,
auf wandernde Papier- oder ähnliche Werkstoffbahnen, bei der die Farbe durch eine quer zur Laufrichtung und in unmittelbarer
Nähe der Papierbahn angeord-
·. nete, diese jedoch nicht berührende Schleuderwalze aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß in geringem Abstand von der Schleuderwalze (15) und parallel
zu dieser eine zweite, mit geringerer Geschwindigkeit als die Walze (15), jedoch
in gleicher Richtung umlaufende Walze (10) vorgesehen ist, die mit der Farbe beschickt
wird und diese auf die Walze (15) aufschleudert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zum Aufnehmen
der Farbe aus dem Farbbehälter (2) und zum Übertragen der Farbe auf die zweite Walze (10) dienende Walze (5), die in
-unmittelbarer Nähe der Walze (10) und parallel zu dieser angeordnet ist, ohne
letztere jedoch zu berühren.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
der Schleuderwalze (15) mit einer Schraubenrille (18) ausgestattet ist, um
die Farbe in Längsrichtung der Walze (15) zu verteilen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
der Aufnahme- und Übertragungswalze (5) mit schmalen, dicht nebeneinanderliegenden
ringförmigen Rillen (9) ausgerüstet ist, in die auf dem Umfang der Walze (ίο) vorgesehene Rippen (14)
zur Farbentnahme hineinragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DE1228911B (de) * | 1963-10-14 | 1966-11-17 | Welinberger Guy J O | Verfahren zum Verbinden von vorzugsweise duennen Papierbahnen |
| CN108372051B (zh) * | 2018-01-17 | 2019-09-27 | 安徽机电职业技术学院 | 一种针对圆筒类零件的内壁喷涂用设备 |
-
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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