-
Schalter für Zählereichstationen Die Erfindung bezieht sich auf die
Ausbildung des Schalters in Eichstationen für Elektrizitätszähler, insbesondere
in Gleichlasteichstationen. Die besondere Ausbildung des Schalters ermöglicht es,
jede beliebige Vielzahl von Schaltungen durch ein und denselben Schalter auszuführen.
-
Der Schalter dient dazu, Meßbereiche und Belastungsströme der Eicheinrichtung
umzuschalten.
-
Erfindungsgemäß wird der Schalter für die Einstellung der Eichströme
und -spannungeii aus mehreren gleichartigen Elementen zusammengesetzt, wobei die
einzelnen Elemente etagenförmig oder in parallelen Ebenen aufeinanderfolgen. Die
innerhalb jeder Etage auszuführenden Schaltungen sind im wesentlichen gleicher Art;
sie bewirken aber Schaltungen von Strömen verschiedener Größe. Der Schalter besitzt
zwei Kontaktarme, von denen der eine unter Mitnahme des anderen von Etage zu Etage
zu verstellen ist und der andere innerhalb jeder Etage verstellbar ist. Die beiden
Kontaktarme sind miteinander so verbunden bzw. gelagert, daß ein Übergang von einer
Kontaktgruppe (Etage) in die andere nur dann erfolgen kann, wenn der waagerecht
zu verstellende Kontaktarm eine Leerstellung eingenommen hat. Die Einstellung der
durch den senkrecht zu verstellenden Kontaktarm bestrichenen Kontakte jeder Gruppe
entspricht dem Meßbereich, innerhalb dessen Prüfungen vorgenommen werden, während
der waagerecht zu verstellende Kontaktarm die einzelnen innerhalb dieses Meßbereiches
liegenden Prüfstufen schaltet.
-
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus nachstehend beschriebenem
Ausführungsbeispiel hervor, das die Anwendung des Schalters bei einer Wechselstrom-Gleichlast-Station
zeigt.
-
Die Abb. i gibt schematisch eine derartige Eichstation wieder. Abb.
z bis 5 zeigen den Aufbau des Schalters, und zwar gibt Abb. 2 eine Ansicht entlang
der Linie A-B des Grundrisses nach Abb. 3 wieder. Abb. 4. und 5 beziehen sich auf
die Bedienungsgriffe zur Einstellung des Schalters.
-
Bei der Anordnung nach Abb. i ist ein Transformator a vorgesehen,
dessen Sekundärwicklungen mit einem Transformator b verbunden sind. Sekundärseitig
von b fließt ein immer gleichbleibender Strom, der den Vergleichsinstrumenten (Strom-,
Leistungsmesser usw.) A, W zugeführt wird. Primärseitig ist der Wandler b
an die zu eichenden Zähler c und gegenbenenfalls an einen Ausgleichswandler
bzw.
Widerstand d angeschlossen.
-
Die einzelnen Anzapfungen der Wicklungen des Wandlers e ergeben z.
B. verschie-w Jene Meßbereiche. Dargestellt sind drei ver17. schiedene Stromstufen,
innerhalb deren a. n: dem Zähler c verschiedene Prüfungen vorzi@' nehmen sind. Der
Zähler soll z. B. bei 1/1, 1/2, 1j10 und 1/20 seiner Belastung geprüft bzw. geeicht
werden. Außerdem soll noch festgestellt werden, ob bei einer bestimmten Anlaufstromstärke
auch der Anlauf erfolgt. Um die Belastungsstromstärken bzw. die Meßbereiche einzuschalten,
benötigt man nun entsprechend ausgebildete Schaltmittel. Man kann das z. B. durch
Steckschalter, durch umlegbare Kontaktlaschen usw. bewerkstelligen. Es ist auch
möglich, Paketschalter mit Momentschaltung zu verwenden. Die erstere Art der Ein-
bzw. Umschaltung ist verhältnismäßig umständlich. Es müssen mehrere Kontaktmittel
betätigt werden. Dies ist zeitraubend; außerdem ist die Möglichkeit vorhanden, daß
Falschschaltungen entstehen. Bei der Verwendung von Momentschaltern ist man an eine
bestimmte Zahl von Kontaktstellungen gebunden. Wenn mehr als die von einem Schalter
zu bewältigende Zahl von Schaltstellungen vorhanden ist, so muß man entsprechend
mehrere Schalter vorsehen. Dies ist ebenfalls nachteilig; besser ist es, sämtliche
Schaltungen durch ein und denselben Schalter vornehmen zu können. Dies ergibt den
Vorteil, daß zunächst durch genaue Bezeichnung der Schaltstellungen Fehlschaltungen
vermieden werden, daß ferner die Ein- bzw. Umschaltung vereinfacht wird und daß
weiter ein geringerer Platz für die Unterbringung des Schalters selbst genügt.
-
Besonders vorteilhaft ist dabei gemäß der Erfindung ein Schalter,
der aus einzelnen Aufbauelementen zusammengesetzt wird und der in seinem Aufbau
stets den vorliegenden Verhältnissen anzupassen ist. Werden beispielsweise bei einer
Station nach Abb. i drei Stromstufen und innerhalb dieser drei Stromstufen fünf
Schaltstellungen verlangt, so stellt man den Schalter aus drei Elementen zusammen,
die etagenförmig übereinandergelagert sind. Innerhalb jeder Etage sind fünf Kontakte
für die fünf Stellungen vorgesehen.
-
Der Schalter, dessen Aufbau vorzugsweise aus Abb. z und 3 nerv orgeht,
ist zwischen den Deckplatten i und 2 an Bolzen 3, q. und q.' befestigt. Die Bolzen
tragen mehrere je eine Etage bildende Isolierscheiben 7, 71 usw. In der Etage I,
die eine der Kontaktgruppen enthält, befinden sich die Kontakte 8"" 8b, 8"
8,1, 8,, und der Kontakt i o. Der Kontakt 8" schaltet die Anlaufstromstärke
(meistens 0,3 bis o,5 0/0 des Nennstromes), Kontakt 8U 1120, Kontakt 8, 1/l0,
=Kontakt 8d 1/2 und Kontakt 8e 1/1 des Nennstzomes.
-
';7Tn der Etage II sind entsprechende Kon-:: täkte 9" bis 9e und ein
Kontakt i o, angeordnet. Die Kontakte 8 können von dem Kontaktarm 141 bestrichen
werden, der mit der als Vierkant ausgebildeten Achse 5 verstellt wird. Die Kontakte
io, ioa usw. werden von dem Kontaktarm i32 betätigt, der von einer Schraubenspindel
6 mit Gewinde 61 in senkrechter Richtung verstellbar ist. Der Kontaktarm
132 besitzt zu diesem Zweck ein in das Gewinde 61 eingreifendes Mutterstück
12, so daß der Kontakt 131 in Richtung des Pfeiles (Abb.2) verstellt werden kann.
Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß eine Verstellung nur dann möglich ist,
wenn der in waagerechter Richtung zu verstellende Kontaktram 141 auf dem Leerkontakt
o steht. Dann kann durch Drehen an der Spindel 6 das Kontaktsystem 41, 132 in die
nächste Etage, d. h. zu der nächsten Kontaktgruppe, gebracht werden. Der Kontaktarm
iq.i wird also von dem Kontaktarm 132 mitgenommen.
-
Jede Kontaktgruppe besteht aus den Kontakten 8 bzw. 9 und dem Kontakt
io bzw. 10, usw. Die Kontakte 8 sind in waagerechter, die Kontakte io in senkrechter
Flucht angeordnet. Jeder Kontakt 8 besteht beispielsweise aus den durch die Isolierscheibe
7 geteilten Kontakthälften 81 und 82, die bei der Einschaltung durch an dem Kontaktarm
141 angeordnete Kontaktbürsten kurzgeschlossen werden. In entsprechender Weise sind
die an der Isolierscheibe 7i angeordneten Kontakte 9 in die Hälften 9i und 92.aufgeteilt.
Der Kontakt io ist in die Kontakthälften io-ioi unterteilt, die durch die Kontaktfedern
13-131 leitend verbunden werden. .
-
Bei der Betätigung des Schalters durch Drehen der Spindel 6, d. h.
bei Übergang von der einen zu der anderen Kontaktgruppe, wird zunächst der Kontakt
1o, iol usw. geschlossen. Aus der Stellung des Betätigungsgriffes für diesen Kontakt
ist die Stromstufe (Meßbereich) zu ersehen, die augenblicklich eingeschaltet ist.
Gleichzeitig hiermit, d. h. durch die senkrecht verlaufende Kontaktgruppe, wird
der Ausgleichswandler d (Abb. i) geschaltet.
-
Die Anordnung ist so getroffen, daß bei einer Umdrehung des Bedienungsgriffes
16 (Abb. q. und 5) für die Spindel 6 der Kontaktarm 132 von dem einen senkrechten
Kontakt, beispielsweise io, zum nächsten senkrechten Kontakt io" bewegt wird. Dabei
soll der Kontaktarm 141 auf den Leerkontakt
der Gruppe geschaltet
werden. Dies kann dadurch erreicht werden, daß entweder die Steigung des Gewindes
61 entsprechend bemessen ist oder daß eine Übersetzung zwi-.@ sehen der Spindel
6 und dem Bedienungsgriff 16 vorgesehen ist. -Der Bolzen 5 wird durch den Bedienungsgriff
15 betätigt. Er trägt Markierungen, die entweder die Schalterstellung oder bestimmte
Werte, wie z. B. Belastungswerte, kennzeichnen. Die Betätigung des einen Kontakthebels
darf nur dann erfolgen, wenn der andere seine Arbeits- und/oder Leerstellung innehat.
Um z. B. von einer Kontaktgruppe in die andere überzugehen, muß der Kontaktarm 141
durch Drehen des Handgriffes 15 auf den Leerkontakt o eingestellt werden. Jetzt
steht ein Ausschnitt 151 des Handgriffes 15 dein Handgriff 16 so gegenüber, daß
dieser in Pfeilrichtung gedreht werden kann. Eine Umdrehung des Handgriffes 16 bedeutet,
daß der Kontaktarm 132 zu der nächsten Kontaktgruppe io-ioa gebracht worden
ist. In einem Ausschnitt 17 ist zu erkennen, daß die neue Schaltstellung eingenommen
ist. Unterhalb des Bedienungsgriffes 16, in den ein Stift 162 eingelassen ist, befindet
sich ein Malteserkreuzgetriebe 18, das pro Umdrehung des Teiles 16 beispielsweise
i/,, Umdrehung ausführt und das Markierzeichen in dem Ausschnitt 17 erscheinen läßt.
-
Die Abb. 4. zeigt die Anordnung in der Stellung, in der der- Bedienungsgriff
15 den Bedienungsgriff 16 zur Betätigung freigibt. Dies ist der Fall, wenn der Arm
141 gegen den Leerkontakt oder Anschlag o (Abb. 3) anliegt. Der Bedienungsgriff
16 kann jetzt betätigt werden. Nachdem er eine volle Umdrehung gemacht hat, ist
der Schaltarm 132 entsprechend verstellt worden. In dem Ausschnitt 17 erscheint
jetzt eine auf dein Malteserkreuz angebrachte Zahl, die den jetzt zur Schaltung
bereitstehenden Meßbereich erkennen läßt. Der Ausschnitt 161 des Bedienungsgriffes
16 steht jetzt dem Bedienungsgriff 15 so gegenüber, daß dieser und damit der Bolzen
5 mit Kontaktarm 141 auf die entsprechenden Kontakte dieser Kontaktgruppe gestellt
werden kann: