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Zusammenklappbarer Wagen, insbesondere für die Beförderung von Kranken
oder Verwundeten Die Erfindung betrifft einen zusammenklappbaren Wagen, insbesondere
für die Beförderung von Kranken oder Verwundeten, dessen Rahmen aus gelenkartig
miteinander verbundenen Rahmenteilen mit besonders angelenkter Rückenlehne besteht
und bei dem eine außerhalb der Rahmenteile und der Rückenlehne gespannte Tragfläche
aus biegsamem Stoff vorgesehen ist. Bei zweirädrigcn Karren nach Art einer schottischen
Karre ist es bekannt, einzelne Teile des Rahmens zusammenzuklappen, so daß sie aufeinanderzuliegen
kommen, wobei die Räder, soweit sie auf einer durchgehenden Achse sitzen, nicht
abgenommen werden. Bei einzelnen Karren dieser Art werden die Räder an nach der
Mitte des Narrengestells herumklappbaren Stützen angebracht, so daß auch sie in
die Ebene .des Gestells herumgeklappt werden können. Die herumklappbaren Stützen
ergeben aber keinen ausreichenden Halt des Wagens während des Gebrauchs, so daß
diese Karren nur für die Beförderung leichter Stücke verwendet werden können. Bei
den zusaminrnklappbaren 'feilen des Rahmens fehlen bei den bekannten Karren Mittel,
welche eine schnelle und leichte Sicherung der Gebrauchslabe mit der erforderlichen
Fertigkeit gewährleisten. Die aufeinandergeklappten Teile des Rahmens nehmen im
übrigen eine unerwünscht große Raumbeanspruchung ein. Andere zweirädrige Karren
haben Rahmen, deren Teile in der Längsrichtung unter Benutzung von Führungen ineinandergeschoben
werden können. Auch herbei ergibt sich in der Gebrauchslage der Rahmenteile keine
ausreichende Festigkeit und Starrheit, namentlich wenn die Rahmenteile mit Stoff
bespannt sind. Das Zusammenschieben der Rahmenteile erschwert deren Schutz durch
Anstreichmittel. Wenn die Teile bei Benutzung oder Aufbewahrung im Freien Rost ansetzen,
ist ihre Zusammenlegbarkeit ganz in Frage gestellt. Soweit die Räder nicht abnehmbar
sind und zwischen den Rahmenteilen untergebracht werden können, müssen sie verhältnismäßig
klein ausgeführt werden. Trotzdem vergrößern sie dann die Raumbeanspruchung des
Karrens in zusammengelegtem Zustand in unerwünschtem Maße.
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Alle vorerwähnten Yachteile der bekannten zusammenlegbaren Wagen,
insbesondere die große Raumbeanspruchung in der zusammengelegten Lage, die unzureichende
Festigkeit der Gestellteile einschließlich der Radstützen und die umständliche Handhabung
machen sich für Wagen zum Befördern von Kranken oder Verwundeten in verstärktem
Maße bemerkbar, weil .es hier darauf ankommt, die Wagen während der Aufbewahrung
und Bereitstellung mit möglichst geringer Raumbeanspruchung än clen gefährdeten
Stellen, wie in Fahrzeugen an Unglücksstellen unterzubringen und mit wenigen Handgriffen
in die Gebrauchslage umzuwandeln. Dabei spielt auch ein geringes Gewicht häufig
eine Rolle.
Die Bauart des Wagens gemäß der Erfindtuig besteht im
wesentlichen darin, daß der mit einer zweiteiligen zusammenklappbaren, Deichsel
versehene Rahmen des Wagens in Längsrichtung unterteilt und die @einzelrie'ri Rahmenteile
mit der Rückenlehne in der' Weise ineinanderklappbar angeordnet sind; daß sie im
zusammengeklappten Zustand ineina.ndergeschachtelt in einer Ebene liegen und daß
die aus je zwei durch die Radachse gelenkartig miteinander verbundenen Teilen bestehenden
Radstützen mit dem einen Teil lösbar und mit dem anderen Teil gelenkig am Rahmen
,angeordnet sind, so - daß sie in ausgestreckter Lage unmittelbar auf den zusammengelegten
Rahmenteilen zu liegen kommen, wobei an den Verbindungsstellen der Rahmenteile der
eine Teil über die Gelenkstelle hinausragt und mit dem freien Ende durch leicht
lösbare Haltevorrichtungen, wie z. B. durch federnde Rasten oder federnde Stifte,
mit dem anderen Rahmenteil in der Gebrauchslage des Wagens zusätzlich verbunden
ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Wagens dargestellt,
und zwar zeigt Abli. i den zusammenklappbaren Wagen in gebrauchsfertiger Form von
der Seite gesehen im Schnitt nach der Linie A-B der Abb. a, Abb. z die zugehörige
Draufsicht, Abb. 3 den Wagen in zusammengeklapptem Zustand mit eingelegten Rädern
in Draufsicht, Abb. ,4 eine Tasche zur Unterbringung des zusammengeklappten Wagens,
Abb. 5 den Wagen in zusammengeklapptem Zustand von der Seite gesehen im Schnitt
nach. der Linie C-D der Abb. 3, und Abb. 6 einen Teil des Wagens mit den lösbaren
Radstützen und dem Rahmenteil in der Lage kurz vor dem gebrauchsfertigen Zustand.
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Die Rahmenteile a, b und der umlegbare Rückenteil c des Gestells
sind durch scharnierartige Verbindungen mit Gewindebolzen d und Feststellmuttern
e drehbar miteinander verbunden. An Stelle der Feststellmuttern e können auch federnde
Stifte, Rasten, Splintverbindungen mit Andrückfedern, Unterlegscheiben o. dgl. verwendet
werden. Innerhalb der Rahmenteile a und b, wie auch innerhalb des Rückenteils
c sind Tragflächen f aus biegsamem Stoff, wie z. B. Gewebe, angeordnet, die mittels
Schnüren, Seilen g o. dgl. in den mit entsprechenden Löchern oder C)ffnungen versehenen
Rahmenteilen a, b und in dem Rückenteil c im gespannten Zustand angeordnet
sind. Das Gewebe f kann aus unnachgiebigem Leinen oder aus einem mit Gummisträngen
nachgiebig gemachten Stoff bestehen. An Stelle eines zusammenhängenden Stoffes kann
auch ein Netzgewebe aus Stoffasern, Seilen, Drähten oder ein Drahtgeflecht verwendet
werden. An dem Rahmen-'.t6ila sind an den seitlichen Schenkeln die Radstützen n,
i derart angebracht, daß einer der beiden Teilen, i einer jeden Stütze mit
dem Rahmen drehbar verbunden ist, während der andere Teil mit entsprechenden Vorsprüngen,
Bolzen k, Feststellschrauben o. dgl. in einen Schlitz oder eine Aussparung L des
Rahmenteiles a eingreift. In der Aussp.ärungl des Rahmenteiles können auch federnde
Rasten angebracht werden, welche einen gewissen Zusammenhalt des Stützteiles h mit
dem Rahmenteil a bewirken, während die feste Verbindung dieser beiden Teile miteinander
in der Gebrauchslage des Wagens zweckmäßig durch Stellschrauben hergestellt wird.
An Stelle der Stellschrauben können auch federnde Stifte oder Hülsen mit entsprechenden
Ansätzen verwendet werden, welche in der Gebrauchslage des Wagens in eine Erweiterung
der Aussparung t eingreifen und das Herausgleiten des Stützenteiles h aus
der Aussparung l verhindern. Die Stützteilen und i sind durch die Radachse
s drehbar miteinander verbunden; diese nimmt auf ihren über die Stützen hinausragenden
Enden die Räder in des Wagens auf. Die Räder m können mit ihrer Nabe unter Zuhilfenahme
von Muttern in an sich bekannter Weise wie bei Kinderwagen mit geschlossener Nabe
und einem federnden, quer zur Achsenrichtung in das Innere der Nabe hineinragenden
Stift ausgerüstet werden, welcher in eine entsprechende Rille der Achsenden eingreift
und so die Räder auf der Achse festhält. Beim Lösen der Räder sind die federnden
Stifte nach außen zurückzuziehen; damit dann die Räder von den Achsrädern heruntergezogen
werden. An dem Rahmenteil b ist eine Deichselstange n wiederum mittels Bolzen mit
Flügelmutter und U-förmigem Halter o drehbar und verstellbar befestigt. Am freien
Ende des Deichselteiles iz ist ein weiterer Teil p ebenfalls mittels Bolzen und
Flügelmutter drehbar und verstellbar angebracht. Der Teil iz ist unmittelbar hinter
seiner Befestigungsstelle am Rahmen gekröpft, damit im zusammengeklappten Zustand
des Wagens die Deichselstange r. möglichst weit über die anderen zusammengeklappten
Teile herumgeklappt werden kann. Der Teil p der Deichselstange hat, wie aus Abb.
i zu ersehen ist, neben dem Zweck einer Verlängerung des Teiles iz die Aufgabe zu
erfüllen, den Wagen mit seiner Tragfläche i während des Gebrauchs in einer nahezu
horizontalen Lage zu halten, indem er in diesem Fall als Stütze dient. Ebenso kann
eine
Stützung des Wagens in der Gebrauchslage auch durch den Teil
n, erfolgen. In diesem Fall würde der Teil p auf den Erdboden gelegt werden oder
auch nachgestellt werden können. Bei loser Drehverbindung _ zwischen den Deichselteilen
rund p und auch zwischen dem Teil :z und dem Rahmenteil b bietet die Deichselstange
die Möglichkeit, beim Befahren von ansteigendem Gelände den Wagen in der horizontalen
Lage auszubalancieren. In diesem Fall ist durch die Einstellung der Deichselteile
zueinander und zum Rahmen a, b nach dem Anziehen der Flügelmuttern die Möglichkeit
gegeben, den Deichselteil p so hoch, schräg oder waagerecht einzustellen, daß er
von der den Wagen ziehenden Person möglichst bequem in aufrechter Haltung oder sonstwie
erfaßt werden kann, um so den Wagen ohne große Anstrengung in normaler Haltung fortbewegen
zu können.
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Der Rahmenteil a ragt mit seinem freien Ende über die Drehgelenkverbindung
mit dem Rahmenteil b hinaus und greift an diesem Ende mit Vorsprüngen, Bolzen oder
Stellschrauben g in entsprechende Aussparungen oder Schlitze r am Rahmenteil b ein,
wenn die beiden Teile a und b die Gebrauchslage einnehmen, in welcher sie
wieder durch federnde Rasten, federnde Stifte, Stellschrauben mit Flügelmuttern
miteinander fest verbunden werden können. In zusammengeklapptem Zustand nehmen die
einzelnen Teile des Wagens die aus den Abb.3 und 5 ersichtliche Lage ein, wobei
der Rückenteil c innerhalb des Rahmenteils a und dieser wiederum innerhalb des Rahmenteils
b zu liegen kommt, so daß alle drei Teile in einer Ebene liegen. Die vorher an der
lösbaren Verbindungsstelle von dem Rahmenteil a gelösten Radstützen h, i
werden
nach Herunternahme der Räder in von der Achse s in die Strecklage gebracht. Dabei
werden die Räder in zwischen den Tragflächen/ der Rahmenteile a und b und
des Rückenteiles c untergebracht. Die Deichselteile n und p «erden so zusammengelegt,
daß sie nebeneinander und durch Herumklappen des Teiles zz dicht über der Achse
s zu liegen kommen. Der so zusaminengeklappte Wagen wird dann, wie er in Abb. 5
von der Seite zu sehen ist, in eine Tasche i eingelegt, die bei normaler Wagengröße
etwa die Größe einer Aktentasche haben kann. Für besondere Verwendungszwecke kann
der Wagen ebenso wie die Behältertasche i entsprechend kleiner oder größer ausgeführt
werden. Wesentlich dabei ist, daß der Wagen in der zusammengeklappten Lage in der
Höhe eine möglichst geringe Abmessung aufweist. Die Ausdehnung des zusammengelegten
Wagens bzw. seiner Behältertasche in Länge und Breite richtet sich nach der jeweils
gewünschten Größe des Wagens. Die Raumbeanspruchung und das Gewicht des Wagens ist
unter diesen Umständen auf ein so geringes Maß herabgesetzt, daß der Wagen im zusammengeklappten
Zustand unauffällig wie irgendein Gepäckstück von sehr geringen Ausmaßen von dem
Benutzenden oder gar von Kindern getragen werden kann. Auch seine Unterbringung
in anderen Transportfahrzeugen, wie Autos, Eisenbahnen, Straßenbahnen oder sonstigen
Fahrzeugen, wird durch die geringen Abmessungen außerordentlich erleichtert, ohne
daß dadurch die Gebrauchsfertigkeit des Wagens in irgendeiner Weise beeinträchtigt
wird. Dies kann u. a. namentlich für die Unterbringung des Wagens bei seiner Benutzung
als Tragbahre in Krankenfahrzeugen, in Verkehrsfahrzeugen usw. von wesentlicher
Bedeutung sein, da es auf diese Weise möglich ist, in einem verhältnismäßig kleinen
Raumeine große Anzahl solcher fahrbarer Krankenbahren unterzubringen. Außerdem wird
es dadurch möglich sein, überall da solche Wagen als fahrbare Krankenbahren oder
Transportkarren an irgendwie gefährlichen Stellen, in Transportfahrzeugen usw.,
anzubringen, wo man bisher wegen der sonst zu großen Raumbeanspruchung solcher Tragbahren
darauf verzichten mußte. Die Handhabung des Wagens beim Zusammenlegen und auch beim
Aufstellen vor der Benutzung ist so einfach gehalten, daß sie ohne jede Anleitung
in kürzester Zeit von jedem Laien, selbst von Kindern- durchgeführt werden kann.
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Das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel kann in Anpassung
an die jeweiligen Fälle der Praxis in den Einzelheiten zahlreiche Abänderungen erfahren,
ohne daß dadurch der Bereich der Erfindung verlassen wird. So können namentlich
die Verbindungsmittel zwischen den einzelnen Teilen noch anders ausgeführt werden,
als es dargestellt ist. Ebenso kann auch die Unterteilung des Wagens, der Deichselstange
und der Radstütze anders vorgenommen werden als dargestellt.