DE657320C - Vorrichtung zum Verbrennen von Blitzlichtpulver mit kegelfoermigem Reflektor - Google Patents

Vorrichtung zum Verbrennen von Blitzlichtpulver mit kegelfoermigem Reflektor

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DE657320C
DE657320C DED68892D DED0068892D DE657320C DE 657320 C DE657320 C DE 657320C DE D68892 D DED68892 D DE D68892D DE D0068892 D DED0068892 D DE D0068892D DE 657320 C DE657320 C DE 657320C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21KNON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21K5/00Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Verbrennen von Blitzlichtpulver mit kegelförmigem Reflektor Es ist bekannt, Magnesiumband in Reflektoren abzubrenmen. Magnesiumband ergibt beim Verbrennten nur eine kleine, konzentrierte Flamme, die sich in ,einem Reflektor unterbringen läßt. Blitzliichtpulver ergeben im Gegensatz hierzu infolge die@r Kürze dies Verbrennungsvorganges eine :außerordentlich große Flamme, die bei Blitzlichtpulvern in den üblichen Mengen Ausmaße von bis zu 8o y 3o cm annimmt. Man hat sie daher meistens bisher nicht ist Reflflektoren, sio:ndern vor reiektierenden Flächen abgebrannt.
  • Vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß auch ein an offener Luft verbrennendes Blitzlichtpulver sich mit einem Reflektor in günstiger Weise vereinigen läßt, wenn nur bestimmte Bedingen eingehalten werden. Nach der Erfindung wird nämlich, so überraschend an sich dies angesichts der zerstörenden Wirkung der Blitzlichtflammen auf ihre Umgebung -erscheinen mag, gerade kein flacher, sondern ein tiefsäumiger, also etwa spitzwinkliger Reflektor verwendet. Dabei wird die Blitzlichtreaktion auf das Reflektorinnere, insbesondere auf den in der Reflektorspitze liegenden Tiefenraum des Ref1,ektors: konzentriert wierden, trotzdem die Verbrennungswirkung auf die benachbarten Wände sehr gesteigert ist und es daher zunächst empfehlenswert sein sollte, die Blitzlichtreaktion möglichst weit v an den Reflektorwänden, also etwa vorn an der Reflektoröffnung durchzuführen. Es hat sich aber ergeben, daß die Durchführung der Reaktion im Tiefenraum eines Reflektors ihre Wirtschaftlichkeit erheblich erhöht. Durch Anwendung dieser beiden. Maßnahmen, tiefräumiger Reflektor und Konzentration der Blitzlichtreaktion nicht vor der reflektierenden Fläche, sondern im Tiefenraum des Reflektors, ergibt sich eine so gute Leuchtreaktion und eine so günstige Ausleuchtung eines zwar kleinen, aber völlig dem Bildivix>wl der Kamera entsprechenden Raumwinkel, daß man nun wieder :darüber hinaus zur Erzielung einer bestimmten Flächenhelligkeit die Menge des Blitzlichtstoffes außerordentlich verringern. kann. Tatsächlich konnte die Menge des Blitzlichtstofes auf bis zu roo bis z 5o mg herabgesetzt werden. Das bewirkt wiederum eine weitere Entlastung dies Reflektors in bezug auf Wärrne und auf miechanische Beanspruchung und dadurch eine weitere noch stärkere Konzentrationsmöglichkeit .der Reaktion im Tiefenraum. Hierbei fangen die benachbarten Wände auch gleichzeitig aden größten Teil dies etwa entstandenem Rauches auf, so daß die Reaktion fast rauchlos vor sich geht. Ein Funkensprühen ioder eine Flammwirkung auf die Umgebung tritt nicht ein.
  • Ein vorzügliches- Mittel zur Konzentrierung der Blitzlichtreaktion .auf den Tiefenraum des Reflektors besteht darin, daß man den Blitzlichtstoff nicht, wie bisher, vor der reflektierenden Fläche oder aus ihr hinaus abbrennt, sondern umgekehrt sich einer solchen Anordnung des Blitzlichtsboffes oder einer entsprechenden Vorrichtung bedient, die einen gerichteten Reaktionsstrahl ermöglicht. Diesen richtet man dann .gerade umgekehrt von außen in .das Reflektorinnere hinein, so etwaauf die innere Reflektorspitze zu. Infof.9#. Gasstauung kommt es hierbei zu einer örtlith,_ beschränkten, außerordentlich starken Blitz-. lichtreaktion im Reflektorinnern.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in einigen Ausführungsbeispielen auf der Zeichnung dargestellt.
  • In Abb. i stellt i einen tiefsäumigen, also etwa spitzwinkligen Reflektor aus Blech, gut reflektierendien Metallfolien ioder Metallpapier mit einer Seitenlänge von beispielsweise 25 bis 3 5 cm dar. Der Reflektor kann unstarr, z. B. zusammenfaltbar oder zusammenrollbar, sein. Der Reflektor wird von links her über einen kleinen, zweckmäßigerweisle starren Metallkonus, Ring ioder Scheibe z übergezogen. Der Konus z, dem man Kanten oder Vorsprünge geben kann, ist mittels eines Trägerarmes 3 mit einer Abschußvorrichtung ¢ verbunden. Der Reflektor wird mittels einer Feder 5 an der Abs,chußvorrichtung oder am Trägerarm in ausgespannter Stellung festgeklemmt. Die Abschußvorrichtung ist erfindungsgemäß so, beschaffen, daß ein Reaktionsstrahl ermöglicht wird und man diesem eine bestimmte Richtung geben kann. Hierzu ist geeignet einte mörsier-, patronen- ioder pistolenartige Vorrichtung. Der Blitzlichtstoff wird in einer solchen Vorrichtung nun vor oder in der Öffnung des Reflektors angebracht, etwa, wie gezeigt, am Rande, und zwar mit Schußrichtung auf den Tiefenraum, also etwa der Spitze des Reflektors zu. Die Abschußvorrichtun.g 4 kann ,auch in der Achse des Reflektors in seinem Innern angebracht sein, wie die sIdmenhafte Abb.3 zeigt. Die Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, daß nur die Patrone am Rande oder in einer Fassung im oder vor dem Reflektor sitzt, mit der Richtung möglichst auf das Innere zu, Hähne, Spannfedern oder elektrische Kontaktmitte1 z i zum Abschuß jedoch außerhalb des Reflektors etwa an seiner Spitze. Die Zündung kann hierbei mechanisch durch Gestäggre 2z oder durch elektrische Zuführungen erfolgen. In der Abb. i ist eine revolverartige Vorrichtung zur Aufnahme und schnell hintereinander folgenden Abschuß mehrerer patronenförmiger Blitzlichtladungen dargestellt. Die Vorrichtung kann auch weiter in den Reflektor eingeschoben stein, wobei dieser reinen Schlitz oder eine Öffnung in seiner Wandung aufweist. Die Austrittsbahn der Reaktionsgase hat eine gewisse Freiheit von der Refllektorwand. Die Reaktionsgase stauten sich in dem spitz zulaufenden Reflektorraum und erzeugen biet 6 eine sehr starke zusammengedrängte Reaktion. Der Tiefenraum dies Reflektors kann auch durch eine etwa an dem Trägerarm 3 befestigte drehbare, abnehmbare, 'in. ihrem unteren Teil gegebenenfalls. mit einer Affntung zum ungehinderten Einschuß versehene Trennwand 7 etwa aus Glas, Glimmer, Cellophan abgeschlossen sein, wobei diese Trennwand im Reflektorinnern liegt. Beseitigung von Beschlägen erfolgt durch Abklappen oder Drehen der Scheibe und Abwischen.
  • Der Trägerarm 3 ist an der Abschußvorrichtung fest, abnehmbar oder mittels eines Gelenkes befestigt. Die gleiche Befestigung, z. B. durch ein Gelenk 8, gilt von einem gegebenbenfalls vorhandenen weiteren Verbindungsarm 9, der an der Kamera io befestigt wird. Dadurch kann man auch die beiden Arme einander parallel zusammenlegen. Dies Arm 9, an dem die Kamera i o sitzt, kann auch an die Spitze oder in die Mitte des Reflektors geführt sein, wie in Abb.3 gezeigt wird.
  • In an sich bekannter Weise wird nun gleichzeitig mit der Auslösung der Blitzlichtreaktion auch der Kam,er avers.chluß mittels bekannter Mittel ausgelöst.
  • In Abb. z ist schematisch eine Vorrichtung gezeigt, bei der in den Reflektor i die Blitzlichtladung mittels der pistolenartigen Vorrichtung 4 von der Spitze her eingeschossen wird. jedoch wird die Blitzlichtreaktion durch Anordnung einer gewölbten, lichtdurchlässigen, hohlkörperartigen Abdeckung 18 auf den Tiafenraum des Reflektors beschränkt. Der beispielsweise halbkug selige, glocken- toder kolbenförmige 11ohlkörper i8 sitzt zw eckmäßigerweise in eh-bar Fassung i9, die mittels eines Trägers zo mit der Einschußvorrichtung 4 verbunden ist. Die Glocke kann beispielsweise seitwärts aufgeklappt werden. Sie kann auch aus zwei Hälften bestehen, die sich beiderseitig aufklappen lassen. Statt dessen mag sie auch sonst herausnehmbar sein, um nach der Blitzlichtreaktion roder nach mehreren Blitzlichtreaktionen dien Beschlag entfernen zu können und auch den Innenraum des Reflektors säubern zu könnten. Auf der Abschußvorrichtung 4 ist ein Konus z, statt dessen auch e.ttva ein Ring oder ein beliebig gespreiztes Gebilde, vorteilhafterweise angeordnet, auf das der Reflektor i aufgezogen wird. Dazu kann beispielsweise dies aus Metallpapier bestehende Reflektor aufb schlitzt sein, so daß man ihn um den Konus herumlegen lirmn und dann mittels Druckknöpfen ig', Haken und Ösen oder in beliebiger anderer Weise zusammenknöpft. Ebenso kann ein Träger verwendet werden, der irgendwie am vorderen Rand des Reflektors eingreift und ihn in der Richtung mach vom ausgespannt hält. Statt des Einschusses von der Spitze her kann der Einschuß auch von seitwärts her durch eine Öffnung in der Refi@ektorwand erfolgen. Statt dessen kann der Blitz: lichtstoff auch von vornherein im Innern de'r Reflektors angeordnet und dann mit ioihil ohne Vorsatzscheibe möglichst weit innen entzündet werden.
  • Es können statt der gdzeigten mechanischen Abschußvorrichtungen auch elektrische benutzt werden oder solche, bei denen die Zündung mittels Zündschnur, Reibfeuerzeug u.,dgl. erfolgt.
  • Der vorzugsweise aus Metall bestehende. Spitzenkonus 2 fängt den Hauptstoß des Blitzlichtstrahles und somit den größten Teil der Hitzeentwicklung auf. Der zweckmäßigerweise aus Papier bestehende, über den Konus 2 gezogene Refl@ektior i ist billig und nach mehrmaligem Gebrauch beliebig auswechselbar. Er kann auch starr sein und aus Blech oder aus sonstigem widerstandsfähigem Material bestehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Verbrennen von Blitzlichtpulver mit kegelförmigem Reflektor, dadurch gekennzeichnet, daß zur Konzentrierung der Verbrennung im Reflektorspitzenraum das Pulver ,entweder in den Reflektorspitzenraum von vorn eingeschossen wird oder -. bei Einschießen dies Pulvers von hinten oder bei Anordnung des Pulvers in der Reflektorspitze - tief im Reflektorinrnern eine durchsichtige Abschlttßwan.d für den . Reflektorspitzenr,aum angeordnet ist. z. Blitzlichtvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Blitzlichtladung in einer Abschußvo@rrichtung (4) verwendet wird, die die Erzeugung eines richtbaren, insbesondere in den inneren Tiefenraum des Reflektors hineingelchteten Reaktionsstrahls ermöglicht. 3. Blitzlichtvorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch einen tiefräumigen Reflektor (i) und eine mörser-, pistolen-oder revolverartige, mit dem Reflektor fest verbundene Abschußvorrichtung (4), dergestalt, daß die Abschußvorrichtung (4) vor oder in der öffnung des Reflektors (i), also etwa an seinem offenen Rand angebracht ist, und zwar so-, daß der Austritt der Blitzlichtflamme in den Reflektor hinein erfolgt. 4. Blitzlichtvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß im inneren Spitzenraum des Reflektors ein besonderer aufklappbarer oder schraubbarer, lichtdurchlässiger Behälter (i 8) angebracht ist; innerhalb dessen die Blitzlichtreaktion durchgeführt wird. 5. Blitzlichtvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Spitzenraum des Rieflektors (i) als Reaktionsraum durch eine gegebenenfalls @entfernbane oder ,drehbare und mit Durchbrechung zum Einschuß von außen versehene Scheibe (7) abgetrennt ist. 6. Blitzlichtvorrichtung nach den Ansprüchen i bis. 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor aus auswechselbaren Metallfolien, Metallpapier @o. dgl. besteht, die an einem starren, mit der Abschußvor-richtung in Verbindung stehenden, z. B. angelenkten Trägerarm befestigt sind. 7. Blitzlichtvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (i) auf einem am Trägerarm (3) vorgesehenen kleinen, starren Konfus toder Ring aufgezogen und etwa mittels einer Feder (5) am Trägerarm (3) gespannt gehalten wird. B. Blitzlichtvorrichtung nach den Ansprüchen i bis x, .dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (i) fächerar tig zusammenlegbar ausgebildet ist. 9. Blitzlichtvorrichtung nach .den Ansprüchen i bis 8, gekennzeichnet durch eine Abschußvarrichtung, die als Tnommelrevolver ausgebildet und mit einer Mehrzahl von Blitzlichtladungen beschickbar ist, wobei der Reflektor (i) oder die Kamera (io) oder beide mittels je eines gegebenenfalls abnehmbaren oder angelenkten Armes (g) mit der Abschußvorrichtung (4) zu einer Einheit verbunden sind.
DED68892D 1934-10-13 1934-10-13 Vorrichtung zum Verbrennen von Blitzlichtpulver mit kegelfoermigem Reflektor Expired DE657320C (de)

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