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Vorrichtung zum Verbrennen von Blitzlichtpulver mit kegelförmigem
Reflektor Es ist bekannt, Magnesiumband in Reflektoren abzubrenmen. Magnesiumband
ergibt beim Verbrennten nur eine kleine, konzentrierte Flamme, die sich in ,einem
Reflektor unterbringen läßt. Blitzliichtpulver ergeben im Gegensatz hierzu infolge
die@r Kürze dies Verbrennungsvorganges eine :außerordentlich große Flamme, die bei
Blitzlichtpulvern in den üblichen Mengen Ausmaße von bis zu 8o y 3o cm annimmt.
Man hat sie daher meistens bisher nicht ist Reflflektoren, sio:ndern vor reiektierenden
Flächen abgebrannt.
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Vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß auch ein an
offener Luft verbrennendes Blitzlichtpulver sich mit einem Reflektor in günstiger
Weise vereinigen läßt, wenn nur bestimmte Bedingen eingehalten werden. Nach der
Erfindung wird nämlich, so überraschend an sich dies angesichts der zerstörenden
Wirkung der Blitzlichtflammen auf ihre Umgebung -erscheinen mag, gerade kein flacher,
sondern ein tiefsäumiger, also etwa spitzwinkliger Reflektor verwendet. Dabei wird
die Blitzlichtreaktion auf das Reflektorinnere, insbesondere auf den in der Reflektorspitze
liegenden Tiefenraum des Ref1,ektors: konzentriert wierden, trotzdem die Verbrennungswirkung
auf die benachbarten Wände sehr gesteigert ist und es daher zunächst empfehlenswert
sein sollte, die Blitzlichtreaktion möglichst weit v an den Reflektorwänden, also
etwa vorn an der Reflektoröffnung durchzuführen. Es hat sich aber ergeben, daß die
Durchführung der Reaktion im Tiefenraum eines Reflektors ihre Wirtschaftlichkeit
erheblich erhöht. Durch Anwendung dieser beiden. Maßnahmen, tiefräumiger Reflektor
und Konzentration der Blitzlichtreaktion nicht vor der reflektierenden Fläche, sondern
im Tiefenraum des Reflektors, ergibt sich eine so gute Leuchtreaktion und eine so
günstige Ausleuchtung eines zwar kleinen, aber völlig dem Bildivix>wl der Kamera
entsprechenden Raumwinkel, daß man nun wieder :darüber hinaus zur Erzielung einer
bestimmten Flächenhelligkeit die Menge des Blitzlichtstoffes außerordentlich verringern.
kann. Tatsächlich konnte die Menge des Blitzlichtstofes auf bis zu roo bis z 5o
mg herabgesetzt werden. Das bewirkt wiederum eine weitere Entlastung dies Reflektors
in bezug auf Wärrne und auf miechanische Beanspruchung und dadurch eine weitere
noch stärkere Konzentrationsmöglichkeit .der Reaktion im Tiefenraum. Hierbei fangen
die benachbarten Wände auch gleichzeitig aden größten Teil dies etwa entstandenem
Rauches auf, so daß die Reaktion fast rauchlos vor sich geht. Ein Funkensprühen
ioder eine Flammwirkung auf die Umgebung tritt nicht ein.
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Ein vorzügliches- Mittel zur Konzentrierung der Blitzlichtreaktion
.auf den Tiefenraum des Reflektors besteht darin, daß man den Blitzlichtstoff nicht,
wie bisher, vor der reflektierenden Fläche oder aus ihr hinaus abbrennt, sondern
umgekehrt sich einer solchen Anordnung des Blitzlichtsboffes oder einer entsprechenden
Vorrichtung
bedient, die einen gerichteten Reaktionsstrahl ermöglicht. Diesen richtet man dann
.gerade umgekehrt von außen in .das Reflektorinnere hinein, so etwaauf die innere
Reflektorspitze zu. Infof.9#. Gasstauung kommt es hierbei zu einer örtlith,_ beschränkten,
außerordentlich starken Blitz-. lichtreaktion im Reflektorinnern.
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Der Erfindungsgegenstand ist in einigen Ausführungsbeispielen auf
der Zeichnung dargestellt.
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In Abb. i stellt i einen tiefsäumigen, also etwa spitzwinkligen Reflektor
aus Blech, gut reflektierendien Metallfolien ioder Metallpapier mit einer Seitenlänge
von beispielsweise 25 bis 3 5 cm dar. Der Reflektor kann unstarr, z. B. zusammenfaltbar
oder zusammenrollbar, sein. Der Reflektor wird von links her über einen kleinen,
zweckmäßigerweisle starren Metallkonus, Ring ioder Scheibe z übergezogen. Der Konus
z, dem man Kanten oder Vorsprünge geben kann, ist mittels eines Trägerarmes 3 mit
einer Abschußvorrichtung ¢ verbunden. Der Reflektor wird mittels einer Feder 5 an
der Abs,chußvorrichtung oder am Trägerarm in ausgespannter Stellung festgeklemmt.
Die Abschußvorrichtung ist erfindungsgemäß so, beschaffen, daß ein Reaktionsstrahl
ermöglicht wird und man diesem eine bestimmte Richtung geben kann. Hierzu ist geeignet
einte mörsier-, patronen- ioder pistolenartige Vorrichtung. Der Blitzlichtstoff
wird in einer solchen Vorrichtung nun vor oder in der Öffnung des Reflektors angebracht,
etwa, wie gezeigt, am Rande, und zwar mit Schußrichtung auf den Tiefenraum, also
etwa der Spitze des Reflektors zu. Die Abschußvorrichtun.g 4 kann ,auch in der Achse
des Reflektors in seinem Innern angebracht sein, wie die sIdmenhafte Abb.3 zeigt.
Die Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, daß nur die Patrone am Rande oder
in einer Fassung im oder vor dem Reflektor sitzt, mit der Richtung möglichst auf
das Innere zu, Hähne, Spannfedern oder elektrische Kontaktmitte1 z i zum Abschuß
jedoch außerhalb des Reflektors etwa an seiner Spitze. Die Zündung kann hierbei
mechanisch durch Gestäggre 2z oder durch elektrische Zuführungen erfolgen. In der
Abb. i ist eine revolverartige Vorrichtung zur Aufnahme und schnell hintereinander
folgenden Abschuß mehrerer patronenförmiger Blitzlichtladungen dargestellt. Die
Vorrichtung kann auch weiter in den Reflektor eingeschoben stein, wobei dieser reinen
Schlitz oder eine Öffnung in seiner Wandung aufweist. Die Austrittsbahn der Reaktionsgase
hat eine gewisse Freiheit von der Refllektorwand. Die Reaktionsgase stauten sich
in dem spitz zulaufenden Reflektorraum und erzeugen biet 6 eine sehr starke zusammengedrängte
Reaktion. Der Tiefenraum dies Reflektors kann auch durch eine etwa an dem Trägerarm
3 befestigte drehbare, abnehmbare, 'in. ihrem unteren Teil gegebenenfalls. mit einer
Affntung zum ungehinderten Einschuß versehene Trennwand 7 etwa aus Glas, Glimmer,
Cellophan abgeschlossen sein, wobei diese Trennwand im Reflektorinnern liegt. Beseitigung
von Beschlägen erfolgt durch Abklappen oder Drehen der Scheibe und Abwischen.
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Der Trägerarm 3 ist an der Abschußvorrichtung fest, abnehmbar oder
mittels eines Gelenkes befestigt. Die gleiche Befestigung, z. B. durch ein Gelenk
8, gilt von einem gegebenbenfalls vorhandenen weiteren Verbindungsarm 9, der an
der Kamera io befestigt wird. Dadurch kann man auch die beiden Arme einander parallel
zusammenlegen. Dies Arm 9, an dem die Kamera i o sitzt, kann auch an die Spitze
oder in die Mitte des Reflektors geführt sein, wie in Abb.3 gezeigt wird.
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In an sich bekannter Weise wird nun gleichzeitig mit der Auslösung
der Blitzlichtreaktion auch der Kam,er avers.chluß mittels bekannter Mittel ausgelöst.
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In Abb. z ist schematisch eine Vorrichtung gezeigt, bei der in den
Reflektor i die Blitzlichtladung mittels der pistolenartigen Vorrichtung 4 von der
Spitze her eingeschossen wird. jedoch wird die Blitzlichtreaktion durch Anordnung
einer gewölbten, lichtdurchlässigen, hohlkörperartigen Abdeckung 18 auf den Tiafenraum
des Reflektors beschränkt. Der beispielsweise halbkug selige, glocken- toder kolbenförmige
11ohlkörper i8 sitzt zw eckmäßigerweise in eh-bar Fassung i9, die mittels eines
Trägers zo mit der Einschußvorrichtung 4 verbunden ist. Die Glocke kann beispielsweise
seitwärts aufgeklappt werden. Sie kann auch aus zwei Hälften bestehen, die sich
beiderseitig aufklappen lassen. Statt dessen mag sie auch sonst herausnehmbar sein,
um nach der Blitzlichtreaktion roder nach mehreren Blitzlichtreaktionen dien Beschlag
entfernen zu können und auch den Innenraum des Reflektors säubern zu könnten. Auf
der Abschußvorrichtung 4 ist ein Konus z, statt dessen auch e.ttva ein Ring oder
ein beliebig gespreiztes Gebilde, vorteilhafterweise angeordnet, auf das der Reflektor
i aufgezogen wird. Dazu kann beispielsweise dies aus Metallpapier bestehende Reflektor
aufb schlitzt sein, so daß man ihn um den Konus herumlegen lirmn und dann mittels
Druckknöpfen ig', Haken und Ösen oder in beliebiger anderer Weise zusammenknöpft.
Ebenso kann ein Träger verwendet werden, der irgendwie am vorderen Rand des Reflektors
eingreift und ihn in der Richtung mach vom ausgespannt hält. Statt des Einschusses
von der
Spitze her kann der Einschuß auch von seitwärts her durch
eine Öffnung in der Refi@ektorwand erfolgen. Statt dessen kann der Blitz: lichtstoff
auch von vornherein im Innern de'r Reflektors angeordnet und dann mit ioihil ohne
Vorsatzscheibe möglichst weit innen entzündet werden.
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Es können statt der gdzeigten mechanischen Abschußvorrichtungen auch
elektrische benutzt werden oder solche, bei denen die Zündung mittels Zündschnur,
Reibfeuerzeug u.,dgl. erfolgt.
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Der vorzugsweise aus Metall bestehende. Spitzenkonus 2 fängt den Hauptstoß
des Blitzlichtstrahles und somit den größten Teil der Hitzeentwicklung auf. Der
zweckmäßigerweise aus Papier bestehende, über den Konus 2 gezogene Refl@ektior i
ist billig und nach mehrmaligem Gebrauch beliebig auswechselbar. Er kann auch starr
sein und aus Blech oder aus sonstigem widerstandsfähigem Material bestehen.