DE656162C - Desinfektionsmittel - Google Patents

Desinfektionsmittel

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DE656162C
DE656162C DEG84739D DEG0084739D DE656162C DE 656162 C DE656162 C DE 656162C DE G84739 D DEG84739 D DE G84739D DE G0084739 D DEG0084739 D DE G0084739D DE 656162 C DE656162 C DE 656162C
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alcohol
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/10Fluorides

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Desinfektionsmittel Alkohol und Benzin eignen sich an sich nicht für Desinfektionszwecke, zumal sie in ihrer handelsüblichen Beschaffenheit nicht keimfrei sind. Sie sind aber für allgemeine Desinfektionszweckie vorzüglich geeignet, wenn man. in ihnen Verbindungen vom. Halogenen unteTeinander auflöst. Die Stierilis.atiohswi,rkung tritt bei einem Zusatz von wenigstens o,75o/oo eines. Stoffes ein, der aus einer Verbindung -der Halogene untereinander besteht, wie beispielsweise jodbnom, Jodfluor, Jodtrichlorid u. dgl. Die mit deinem solche Zusatz versehenen Flüssigkeiten. sind nach spätestens q. biss 7 Tagen einwandfrei steril .und bilden eine vom bakterlologischen Standpunkt aus sicher wirkende tm.d für Desinfektionszwecke der verschiedensten Art unbedenklich anwendbare Flüssigkeit.
  • Durch die erfindungsgemäße Anwendung einer Lösung der Verbindungen der Halögenie untereinander in Alkoholoder Benzin für Desinfektionszwecke werden infolge der stark keimtötenden Eigenschaften dieser Flüssigkeiten mit Sicherheit alle Keime, die sich auf Materialien oder Gegenständen befinden, welche in die Flüssigkeiten eingelegt oder mit dieser behandelt werden, abgetötet. So können beispielsweise ärztliche lnstrumente eb@ensogut wie das Operationsfeld Moder die Hände desinfiziert werden. An sich ist die Desinfektionswirkung von Halogenverbindungen, wie jodtrichlorid usw., in wässerigen Lösungen bekannt und auch in der Literatur angegeben, doch hat man bisher nicht erkannt und gefunden, .daß .diese Mittel auch :eine durchgreifende Sterilisation von Alkohol oder Benzin bewirken, so daß sie für Desinfektionszwecke brauchbar werden, viehmehr geht die herrschende wissenschaftliche Auffassung dahin, daß Lösungen des jodtrichlorids in Alkoholoder 01 unwirksam sind, wie dies. beispielsweise in C r o n e r , Lehrbuch der Desinfektion (1913), S. i oo, ni@edergelegt ist.
  • Die im wesentlichen gleiche Auffassung wird auch in W e y 1 s Handbuch der Hygiene, 11. Auflage, Bd. VIII, S.978, vertreten, denn dort ist in Zeile 7 von unten im Zusammenhang mit jodtrichlorid ausgeführt: »Alkoholische Lösungen sind gegenüber trockenen vegetativen Formen ganz unwirksam.« Die Erfinderin hat aber gefunden und durch Gutachten auch belegt, daß diese wissenschaftliche Auffassung irrig ist und daß die erfindungsgemäße Auflösung von Halogenverbindungen untereinander in Alkohol oder Benzineine vorzügliche und .sicher wirkende Desinfektionsflüssigkeit für die verschiedensten Anwendungszwecke ergibt.
  • Ein früherer Vorschlag der Erfinderin legt die Herstellungsbehandlung von chirurgischem Nähmaterial, insbesondere, K,atgut, mittels wässeriger oder alkoholischer oder mittels wasserfreier oder mit Wasser nicht mischbarer Lösungen der Verbindungen von Halogenen untereinander fest. Dort handelt es sich aber um die Herstellung eines chirurgischen Spezialerzeugnisses, ohne daß erkannt wurde, daß die Lösungen der Verbindungen
    der Halogene unterdnaaider in Alkohol oder
    in Benzin vorzügliche Flüssigkeiten für all-
    gemeine Desinfektionszwecke bilden, dile sic:4..:
    unabhängig von der Katgutfabrikatnon a@
    für Desinfektionszwecke anderer allgemeix, ,
    Art eignen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Die Anwendung einer Lösung der Verbindungen der Halogene untereinander in Alkohol ioder Benzin für Desinfektionszwecke mit Ausnahme der Sterilisation von ,chirurgischem Nähmaterial.
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