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Verfahren zum Wiedergeben von auf der Schichtseite von Linsenrasterfilmen
aufgebrachten Tonaufzeichnungen Bei der Wiedergabe von Tonaufzeichnungen, die auf
Linsenrasterfilinen hergestellt wurden, macht sich zuweilen eine vorn Raster herrührende
störende Frequenz bemerkbar, die dann besonders deutlich wird, wenn der Lichtspalt
schmaler ist als die Größe eines Rasterelementes. Ist der Film mit Zylinderlinsen
versehen, die ganz oder nahezu parallel zur Längsrichtung des Films verlaufen, so
stören die Linsen die Tonwiedergabe nur wenig. Ihr Einfluß wird dagegen stärker,
wenn die Zylinderlinsen quer oder schräg zur Längsrichtung des Films verlaufen oder
wenn der Film mit sphärischen sechseckigen oder ähnlichen Rasterlinsen versehen
ist. Trotzdem -wird zuweilen die Verwendung quer oder schräg geriffelter Filme wegen
der mit der Kopie verbundenen Schwierigkeiten zur K otivendigleeit.
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Es ist bekannt, für eine störungsfreie Tonwiedergabe Linsenrasterfiline
von der glatten Schichtseite her zu beleuchten. Man hat auch bei normalen glatten
Tonfilmen vorgeschla-, g
e Störungen, die durch Unregelmäßigkeiten, Schrammen,
Risse o. clgl. entstehen, durch ein Beleuchtungssystem mit großer Öffnung oder durch
eine Fotozelle entsprechend vergrößerter Oberfläche zu vermeiden. Diese '1Taßnahmen
allein sind jedoch nicht ausreichend, bei der Wiedergabe von Linsenrastertonfilinen
die auftretenden Störungen restlos zu beseitigen.
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Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Wiedergeben von auf der
Schichtseite von Linsenrasterfilmen aufgebrachten Tonaufzeichnungen, bei denen sich
die sphärischen oder die quer oder schräg zur Filmrichtung verlaufenden zylindrischen
Rasterlinsen auch über den von der Tonaufzeichnung bedeckten Teil des Films erstrecken
und der Film von der glatten Schichtseite her beleuchtet wird, wobei d_ er Öffnungswinkel
des Beleuchtungssystems wenigstens gleich der relativen Öffnung der Rasterlinsen
ist und eine Fotozelle benutzt wird, deren wirksame Öffnung wenigstens gleich der
relativen Öffnung der Rasterlinsen ist, vorgeschlagen. Erst durch die Kombination
dieser drei genannten Maßnahmen -wird eine restlose Beseitigung der auftretenden
Störungen erhalten.
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Die Durchführung des -erfindungsgemäßen Verfahrens ist an Hand der
Fig. i bis 3 näher erläutert. Fig. i zeigt eine Einrichtung zum Kopieren der Filme.
In den Fig. 2 und 3 ist der Strahlengang bei der Wiedergabe stark vergrößert dargestellt.
Bei
der Kopie der Tonaufzeichnung müssen die Filme mit den Schichtseiten aneinanderliegen,
während man sie bei der Kopie des Bildes mit den geriffelten Seiten aufeinanderlegt.
Eine Einrichtung, die zum Kopieren dienen kann, ist in Fig. i dargestellt. Der Originalfilm
14 und der Kopierfilm 15 laufen von den Vorratstrommeln über die Rollen 16 bis 2o
an der, Kopierlampe für die Bildaufzeichnung vorbei. Zum Belichten der Filme dient
die Optik 2i und die Lichtquelle 22. An dieser Stelle liegen die Filme mit ihren
geriffelten Seiten aufeinander, und zur Unschädlichmachung der beim Kopieren von
Rasterfilmen auftretenden Moires ist eine Schrägführungsvorrichtung der Filme angebracht.
Diese besteht im Ausführungsbeispiel darin, daß zwischen die Filme ein Stäbchen
23 schräg gestellt ist.
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V6n der Rolle 2o aus laufen die Filme über die Rollen 24 bis 27 derart,
daß sie zwischen den Rollen 24 und 26 bzw. 25 und 27 gewendet werden. Zwischen den
Rollen 28 und 29 laufen sie dann so, daß sie mit den Schichtseiten aufeinanderliegen.
Hier findet die Kopie der Tonaufzeichnung mit Benutzung der Optik 30 und
der Lichtquelle 31 statt. Von der Rolle 29 gelangen die Filme zu den Aufwickeltrommeln.
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Um zu erreichen, daß bei dieser Kopie diejenigen Teile der Tonaufzeichnung,
die hinter dem Rand einer Rasterlinse liegen, ebenso vom Licht getroffen werden
wie die hinter der Mitte einer Linse gelegenen Teile, soll die Apertur der Lichtquelle,
die zum Kopieren der Tonaufzeichnung dient, ebenso groß sein wie die Öffnung der
der Lichtquelle zugekehrten Rasterlinsen. Auf diese Weise erreicht man, daß der
Öffnungswinkel des die Punkte der Tonaufzeichnung auf dem Originalfilm treffenden
Lichtkegels überall gleich der Öffnung der Rasterlinsen ist, unabhängig davon, ob
der betreffende Punkt genau hinter der Mitte einer Linse oder näher am Rande liegt.
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Die Unschädlichmachung des Rasters durch geeignete Bemessung der Öffnung
der lichtelektrischen Zelle bei der Wiedergabe ist an einem Ausführungsbeispiel
in Fig.2 dargestellt, wobei der geriffelte Filmträger 32, der beispielsweise aus
Zelluloid besteht, mit der Schicht 33 versehen ist, die die Tonaufzeichnung trägt.
Die beleuchtete Stelle 34 der Tonaufzeichnung ist der Deutlichkeit halber nicht
schraffiert.
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Zum Auffangen des Lichtes, das den Film durchstrahlt, ist die aus
den Linsen 35 bestehende Optik und eine lichtelektrische Zelle angeordnet, deren
empfindlicher Teil bei 36 gezeichnet ist. Vom Film her gesehen erscheint das Bild
dieses lichtempfindlichen Teiles bei 37, und der Öffnungswinkel, unter dein dieses
Bild vom Film gesehen wird, muß gleich dem Öffnungswinkel einer Rasterlinse sein.
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'-: Daß bei einer derartigen Bemessung keine schädliche Einwirkung
des Rasters auftritt, ist -dadurch zu erkennen, daß man sich überlegt, daß die Menge
des durch den Filrn gegangenen und auf die Zelle treffenden Lichtes unabhängig davon
ist, ob die belichtete Stelle genau zentral hinter einer Linse seitlich verschoben
oder hinter einer zwischen Linsen befindlichen Kante liegt. Zu diesem Zweck sei
der Strahlengang genauer verfolgt.
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Von dem die Tonaufzeichnung beleuchtenden Strahlenbüschel sind die
äußersten Strahlen 38 und 39 gezeichnet. Außerdem stellt der Strahl d.o den einen
Randstrahl desjenigen Lichtkegels dar, der die Tonaufzeichnung in demselben Punkt
41 trifft wie der Strahl 38. Vom Punkt 41 aus durchsetzt das Lichtbüschel den Film.
Ein Teil dieses Lichtes gelangt in die unmittelbar vor der Aufzeichnung befindliche
Linse 42, die voll ausgeleuchtet wird. Der vom Punkt 41 stammende Lichtkegel verläßt
den Film als nahezu parallelstrahliges, durch Strahlen 43 und 4.4. begrenztes Büschel.
Die Richtung dieses Büschels ist durch die Lage des Punktes 41 derart bestimmt,
daß der Strahl 44 mit der äußersten Richtung übereinstimmt, die noch von den Linsen
35 aufgenommen und auf die empfindliche Fläche der Zelle 36 geworfen wird, wenn
der Punkt 41 hinter einer Tante liegt, an der zwei Linsen zusammenstoßen. Liegt
der Punkt 41 näher zur Mitte der hinter der Linse 42 gelegenen Fläche, so wird der
Neigungs-,winkel des durch die Strahlen 43 und 44 bestimmten Büschels geringer,
und dieses Büschel tritt senkrecht aus, wenn der Punkt 41 genau hinter der Mitte
der Linse 42 liegt. Stets fällt also das gesamte von einem Punkt der Schicht durch
die davorliegende Linse geschickte Licht auf die empfindliche Zelle. Die Strahlenbüschel
46, 47 und 48, 49 treffen dagegen beispielsweise nicht mehr auf die lichtempfindliche
Schicht 36.
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Dieselbe Überlegung gilt für den anderen Randpunkt So des Lichtspaltes,
durch den der Strahl 39 geht. Das von diesem Punkt durch die Linse 42 ausgesandte
Licht verläßt den Film als ein durch die Strahlen 51 und 52 begrenztes Parallelstrahlenbüschel.
das von den Linsen 35 auf dem Punkt 53 gesammelt wird. Die von den übrigen Punkten
der beleuchteten Fläche 34 ausgehenden Lichtbüschel liegen zwischen den beiden Parallelstrahlenbüscheln
43, 44 und 51, 52.
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Hieraus ersieht man ohne weiteres, daß alle Punkte der Tonaufspeicherungsschicht
dasjenige Licht auf die lichtempfindliche Zelle werfen, welches durch die unmittelbar
davor
gelegene Linse geht, falls die Öffnung der lichtempfindlichen
Fläche 36 mit der Öffnung der Rasterlinse übereinstimmt. Da alle Punkte der Tonaufzeichnung
die davor gelegene Linse unter nahezu demselben Winkel sehen, so ist (las von diesen
Punkten durch die Linse geschickte Licht nahezu unabhängig von der Lage des Punktes
auf der Tonaufzeichnung, wenn die Linse voll ausgeleuchtet wird. Um letzteres zu
erreichen, ist es vorteilhaft, die Belichtungsapertur doppelt so groß zu wählen
wie die Öffnung der Rasterlinse. Ist diese i ltfnung beispielsweise '/2, 5, so muß
also die Öffnung des Winkels, der durch die Strahlen 38 und 4.o begrenzt ist, 1/1,
25 sein.
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Bemerkenswert an der Wirkungsweise der in Fig.3 dargestellten Einrichtung
ist, daß sich der Lichtfleck auf der Fläche 36 von unten nach oben bewegt, wenn
der Film von oben nach unten wandert, und daß der Fleck jedesmal beim Übergehen
von einer Linse auf die nächste von oben nach unten springt, so daß die Fläche 36
teilweise an ihrem oberen und teilweise an ihrem unteren Ende belichtet, dazwischen
aber dunkel ist.
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An Stelle der in Fig. 2 dargestellten Anordnung kann auch die einfachere
der Fig. 3 treten. Bei dieser Ausführungsform ist die empfindliche Schicht 36 der
lichtelektrischen Zelle so groß ausgebildet und so dicht an den Filin leerangestellt,
daß sie das ganze durch die durchleuchtete Stelle 34. gegangene Licht auffängt,
gleichgültig ob dieses Licht durch die Linse 42 oder durch eine Nachbarlinse gebrochen
wird. Es fällt demgemäß auch das Büschel .I8, 49 auf die Schicht 36. Bei einer derartigen
Anordnung kann stets unabhängig von der Beleuchtungsapertur eine einwandfreie Tonwiedergabe
erzielt werden, wenn nur der Öffnungswinkel, unter dein die Schicht 36 vom Film
her erscheint, genügend groß ist. Zwischen Film und lichtempfindlicher Schicht kann
auch in diesem Falle eine geeignete Optik angeordnet sein.