DE655314C - Verfahren zum Schnellgefrieren und Konservieren von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch - Google Patents
Verfahren zum Schnellgefrieren und Konservieren von Lebensmitteln, insbesondere FleischInfo
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Classifications
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-
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Description
- Verfahren zum Schnellgefrieren und Konservieren von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch Einer der Nachteile der heutigen Verfahren zum Gefrieren von Fleisch und anderen Lebensmitteln besteht darin, daß, um die Lebensmittel auf die gewünschte niedrige Temperatur zu bringen, im allgemeinen eine sehr lange Zeitdauer erforderlich ist.
- tun müssen aber gewisse Lebensmittel, wenn sie ihre Eigenschaften behalten sollen, sehr rasch abgekühlt werden. Dies ist beispielsweise bei Tierorganen, wie Eierstöcken, ieren, Gehirn und den Endokrindrüsen, z. B. Schilddrüsen und Hirnanhängen, der Fall. Solche Drüsen dienen nach zweckentsprechender Trocknung zur Bereitung ärztlicher Präparate wegen der in ihnen enthaltenen wirksamen Bestandteile. Diese Stoffe sind bekanntlich äußerst unbeständig, indem sie, falls sie durch Kälte nicht rasch beständig gemacht werden, innerhalb kurzer Zeit, z. B. schon nach :2 oder 3 Stunden, sich verändern. Uni solchen Organen die wertvollen Eigenschaften zu erhalten, ist man genötigt, die Organe in einem geschlossenen, Luft enthaltenden Raulne auf - 4.o° C abzukühlen, was jedoch eine besondere recht teure Einrichtung voraussetzt.
- Ferner trocknen die meisten der durch Kälte konservierten Waren in der Luft der Kühlkammern auf ihrer Oberfläche ein, wodurch sich ihäußeres Aussehen verändert. Dieses Eintrocknen hat außerdem einen Gewichtsverlust zur Folge.
- lfan hat nun bereits vorgeschlagen, Lebensmittel schnell gefrieren zu lassen durch Eintauchen derselben in eine sehr kalte Sole. Diese unmittelbare Berührung mit der Kälteflüssigkeit ist aber bei vielen Lebensmitteln nicht anwendbar.
- Es ist deshalb vorgeschlagen worden, die zu gefrierenden Lebensmittel, insbesondere Fische, in eine auf dein einen Ende offen bleibende metallische Hülle einzubringen und diese teilweise in eine kalte Flüssigkeit einzutauchen. Diese Lösung der Aufgabe ist aber unbefriedigend, denn einerseits kann eine solche Hülle, auch wenn sie noch so dünn. ist, trotz des Druckes der Gefrierflüssigkeit mit der zu gefrierenden Ware nicht auf ihrer ganzen Oberfläche in innige Berührung treten, vielmehr verbleiben an zahlreichen Stellen zwischen der Hülle und der Ware Luftschichten, die isolierend wirken. Außerdem bleibt das zu konservierende Stück bei der Verwendung der bekannten, auf der einen Seite offenen Metallhüllen oben dauernd in Berührung mit der umgebenden Luft, wodurch einerseits der Gefriervorgang verlangsamt, andererseits der Zutritt von Mikroorganismen ermöglicht wird. Das letztere ist besonders bedenklich, wenn es sich um die Konservierung von für pharmazeutische Präparate bestimmten tierischen Organen o. dgl. handelt. Im übrigen hat das dauernde Offensein der Hülle auch einen Gewichtsverlust zur Folge, während der durch die metallische Hülle bedingte Druck das Aussehen und häufig auch die Beschaffenheit des betreffenden Lebensmittels verändern kann. Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren bezweckt, diese Unzuträglichkeiten zu beseitigen. Es wesentlichen dadurch gekennzeichnet, @ die die zu gefrierende Ware aufnehme@ffr undurchlässige Hülle, die durch Eintaäyhen oder Aufspritzen von Kälteflüssigkeit gekühlt wird, in einem abschließbaren -,wasserdichten Beutel aus Papier, Zellstoffolie, Gummileinwand, Gummi o. dgl. besteht. Durch Erzeugen eines Vakuums in dem Beutel wird die Hülle in innige Berührung mit der Ware gebracht.
- Sollen die auf diese Weise konservierten Lebensmittel zum Zwecke des Verzehrs aufgetaut werden, so kann das in bequemer und dabei den höchsten hygienischen Anforderungen entsprechender Weise innerhalb der geschlossenen Umhüllung durch einfaches äußeres Berieseln der letzteren mit lauwarmem Wasser geschehen.
- Der von Luft entleerte und mit der zu gefrierenden Ware in innige Berührung gebrachte Beutel verleiht der Ware einen ausgezeichneten Schutz während der gesamten Dauer der Konservierung, indem die Ware auch nach dem Gefrieren dem Einfluß der Luft entzogen und vor jeder Verunreinigung, insbesondere während ihrer Handhabung, bewahrt wird.
- Die vollkommene Entfernung der Luft aus dem schmiegsamen Beutel bewirkt, daß der letztere sich innig an die in ihm enthaltene Ware anlegt. Der in dieser Weise sich anlegende Beutel wird naturgemäß um die tare herum Falten bilden, die mit den Kühl-.Npen eines Kühlers eine gewisse Ähnlich-@keft aufweisen. Das Vorhandensein dieser Rippen beschleunigt dieAbkühlung der Ware.
- Unter diesen Umständen kann eine in einem dünnen evakuierten Gurmnibeutel eingeschlossene Ochsenkeule in eine Kälteflüssigkeit von - 2o° C eingetaucht und dadurch in io Stunden statt in 72 Stunden zum Gefrieren gebracht werden. Therapeutische Drüsen und ähnliche Organe, die in einem Beutel eingeschlossen sind, können in eine Kältelösung von -i5° C eingetaucht werden und somit in weniger als i Stunde gefroren werden.
Claims (1)
- PATRNTANSPRUCH Verfahren zum Schnellgefrieren und Konservieren von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch, bei dem die Lebensmittel in einer wasserundurchlässigen Hülle durch Eintauchen in eine Sole oder durch Besprühen mit einer Sole gefroren werden, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lebensmittel in einem abschließbaren, wasserdichten Beutel aus Papier, Zellstofffolie, Gummileinwand, Gummi o. dgl., der durch Evakuierung in innige Berührung mit der Ware gebracht wird, mit der Kälteflüssigkeit behandelt.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DEH145206D DE655314C (de) | 1935-10-05 | 1935-10-05 | Verfahren zum Schnellgefrieren und Konservieren von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch |
| FR820472D FR820472A (fr) | 1935-10-05 | 1936-09-30 | Procédé pour la congélation et la conservation par le froid de la viande et d'autres denrées |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH145206D DE655314C (de) | 1935-10-05 | 1935-10-05 | Verfahren zum Schnellgefrieren und Konservieren von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch |
Publications (1)
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| DE655314C true DE655314C (de) | 1938-01-13 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
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| DE (1) | DE655314C (de) |
| FR (1) | FR820472A (de) |
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1935
- 1935-10-05 DE DEH145206D patent/DE655314C/de not_active Expired
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1936
- 1936-09-30 FR FR820472D patent/FR820472A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR820472A (fr) | 1937-11-12 |
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