DE655283C - Verfahren zum Herstellen von waermeunbestaendigen Formkoerpern aus plastischen Massen und danach hergestellte Formkoerper - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von waermeunbestaendigen Formkoerpern aus plastischen Massen und danach hergestellte Formkoerper

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DE655283C
DE655283C DEN36686D DEN0036686D DE655283C DE 655283 C DE655283 C DE 655283C DE N36686 D DEN36686 D DE N36686D DE N0036686 D DEN0036686 D DE N0036686D DE 655283 C DE655283 C DE 655283C
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C33/00Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
    • B29C33/56Coatings, e.g. enameled or galvanised; Releasing, lubricating or separating agents
    • B29C33/60Releasing, lubricating or separating agents
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C48/00Extrusion moulding, i.e. expressing the moulding material through a die or nozzle which imparts the desired form; Apparatus therefor
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von wärmeunbeständigen Formkörpern aus plastischen Klassen und danach hergestellte Formkörper Die Erfindung betrifft wärmeunbeständige Formkörper aus plastischen Massen, insbesondere vinylharzhaltigen Massen, sowie ein Verfahren zum Herstellen dieser Körper. Derartige wärmeunbeständige Formkörper lassen sich .durch einfaches Erwärmen in einen wärmebeständigen Zustand überführen, wobei sie eine erhebliche Formänderung erleiden, so,daß sie sich für das Herstellen von Gegenständen eignen, welche ganz oder teilweise aus der plastischen Masse bestehen, ohne daß es zu ihrer Verformung eines etwa durch Pressen erzeugten äußeren Druckes bedarf. Es ist bekannt, daß ein in der Hitze aufgeweitetes Zelluloidrohr nach dem Ab- kühlen seine Aufweitung beibehält, aber beim Wiedererwärmen einschrumpft, so daß man auf diese Weise geformte Hohlkörper aus Zelluloid ohne Verwendung von Pressen herstellen kann. Dieses bekannte Verfahren setzt stets eine tatsächliche Heißaufweitung des bereits fertigen Zelluloidrohres voraus und ist nur in Verbindung mit nachträglich entfernbaren Formkernen brauchbar. Die Erfindung stützt sich nun auf die überraschende Beobachtung, daß es zum Herstellen wärmeunbeständiger Formkörper keines besonderen Heißver formens, z. B. Aufblähen einer bereits fertigen Rohform, z. B, eines Rohres, bedarf, falls diese Rohform nach dem an sich bekannten Auspreßverfahren hergestellt, aber unmittelbar nach hem Auspressen abgeschreckt wird. Als besonders geeignet erweisen sich plastische Massen, welche ganz oder teilweise aus Vinylharzen bestehen, da bei diesen die beobachtete Erscheinung und auch die mit dem Übergang aus dem wärmeunbeständigen in den beständigen Zustand verknüpfte Formänderung besonders ausgeprägt ist. So wurde durch Versuche gefunden, daß das Auspressen einer Vinylharzmasse nicht eine Stange mit Ouerschn.ittsabmessungen liefert, die,denjenigen der Ausspritzöffnung gleich sind, sondern vielmehr eine Stange von beträchtlich größerem Ouerschnitt. Wenn beispielsweise eine Vinylliarzmasse durch eine Düse ausgespritzt wird, deren kreisförmige Öffnung etwa 7mm Durchmesser hat, dann wird die ausgepreßte Stange einen Durchmesser von etwa 9 mm haben. Wenn jedoch die Stange unmittelbar nach -dem Auspressen aus der Düse abgeschreckt wird, erhält man eine Stange, deren Durchmesser näher demjenigen der Düse liegt, beispielsweise etwa 7,8 mm Durchmesser hat. Diese Stange kann dann in Teile zerschnitten werden, die in den Hohlraum einer Form oder in einen anderen Raum, .der ausgefüllt werden soll, eingesetzt werden können, wobei diese Form einen Ouerschnitt hat, der etwas geringer ist als jener der zuerst erzeugten Stange, d. h. von 9 mm Durchmesser. Wenn nun die Form auf über 75° C, beispielsweise auf r25° C, erhitzt wird, dann dehnt sich der ausgepreßte Vorformling im Querschnitt aus unter Ausfüllen der Form und Bilden des geformten Gegenstandes, wobei er in den wärmebeständigen Zustand übergeht.
  • Unter Vinylharzen werden Kunstharze verstanden, welche durch Polymerisation von Vinylestern einzeln oder in Mischung, gegebenenfalls mit\'inylbenzol, erhalten «-erden. Besonders geeignet sind Mischpolymerisate von V inyllialoiden mit Vinylestern niederer Fettsäuren im Mischungsverhältnis von etwa 7o bis 95 11, Vinylhaloid, vorzugsweise V ialv1-. chlorid. Gewünschtenfalls können diesen Harzen Zusätze insbesondere aus basischen Sfof-. fen, z. B. Metallseifen, zwecks Erhöhung der chemischen Beständigkeit sowie Füll- und Farbstoffe beliebiger Art zugesetzt werden.
  • Das Verfahren .der Erfindung setzt das Auspressen der Vinylharzmassen voraus, und aus diesem Grunde ist es besonders erwünscht, der auszupressenden Mischung Schmiermittel einzuverleiben. Beispiele solcher Schmiermittel sind Wachse, wie z. B. Karnaubawachs, Kandelillawachs, Ceresin, halogeniertes Diphenvl und halogenierte Naphthaline. Diese Schmiermittel können in Mengen nicht über io Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Mischung, angewendet werden und vorzugsweise in Mengen von etwa 3 %. Im allgemeinen eignen sich Wachse oder wachsartige Stoffe, welche bei hohen Temperaturen er-«-eichen und schmierende Eigenschaften haben und die gegen Vinylharze chemisch unempfindlich sind.
  • Die zum Auspressen von vinvlharzhaltigen Massen erforderlichen Temperaturen und Drucke können in weiten Grenzen schwanken; im- allgemeinen können Temperaturen von iio bis i4o° C und Preßdrucke von 7o bis ,-oo kg/ cm= benutzt werden..
  • Die aus den wärmeunbeständigen Vorformlingen durch Erwärmen innerhalb einer Form hergestellten Gegenstände, besonders jene, welche aus Viny lharz bestehen, können von Natur aus glänzend sein oder durch Eintauchen in ein Lösungsmittel für das Vinylharz in an sich bekannter Weise poliert werden, welches .der Oberfläche nach Entfernen des Lösungsmittels durch Trocknen eine lackähnliche Politur verleiht. Lösungsmittel für diese Lackierung sind Ketone, wie z. B. Aceton, Äthylmethylketon und llethylisobutylketon, halogenierte Kohlenwasser stofe, wie z. B. Chlorbenzol, Propylen- und Äthylendichloride oder -dibromide und Acetylentetrachlorid, sowie Ester, wie z. B. Äthvlacetat, Butylacetat u. dgl.
  • Ausführungsbeispiel Ein Vinylharz -wurde durch gemeinsame Polymerisation von etwa :2o111, Viny lacetat und So °/o Vinylchlorid hergestellt. Die Polymeri.sation wurde in Gegenwart von Aceton als Flüssigkeitsmittel und etwa i Gewichtsprozent Dibenzoylperoxyd als Katalysator bei einer Temperatur von etwa 3o'' C durchgeführt.
  • Das sich ergebende Harz wurde nach Entfernen v an unpolymerisiertem Material und l@atalvtischen Rückständen mit etwa 3 Gewichtsprozent Karnaubawachs und etwa 2 Gewichtsprozent alkalischem Calciurnstearat vermischt.
  • Diese Mischung wurde dann in einen Rührwerkautoklaven eingebracht, welcher durch einen Dampfmantel geheizt war, und so lange gerührt, bis sie durch .die ganze Masse eine Temperatur von etwa i25° C aufwies. Die Beschickung wurde .dann in die Auspreßvorrichtung gefüllt, aus welcher sie unter einem Druck von etwa i75lzglcm°- durch eine Düse mit einer kreisförmigen Öffnung von etwa 7 mm Durchmesser ausgepreßt wurde. Der sich ergebende Stab wurde nach Verlassen der Düse abgeschreckt und hatte dann einen Durchmesser von etwa 7,8 mm. Der Stab wurde in Abschnitte von etwa Zoo mm Länge unterteilt und jeder Abschnitt in den Hohlraum einer Zahnbürstenhalterform eingesetzt, welche einen Querschnitt von etwas weniger als jenem eines Stabes von ginmDurchmesser hatte. Die Form wurde dann geschlossen und auf etwa z25° C während io Minuten erhitzt. \ach Öffnen der Form ergaben sich die Zahnbürstenhalter vollständig verformt, ebensogut, wie sie durch di.eübliche Heißpreßtechnik herstellbar sind. Überdies erwiesen sich die geformten Handgriffe als frei von inneren Spannungen, was bei den heiß gepreßten Gegenständen nicht immer der Fall ist.

Claims (2)

  1. PATEN Tr1NSPRICHE: i. Verfahren zum Herstellen von wärmeunbeständigen Formkörpern aus plastischen, insbesondere vinv lharzhaltigen Blassen, dadurch gekennzeichnet, daß die plastische Masse in an sich bekannter Weise durch eine Düseausgepreßt,,derPreßstrang unmittelbar nach Austritt aus der Düse abgeschreckt und sodann in die gewünschten Längen zerschnitten wird.
  2. 2. Wärmeunbeständiger Formkörper, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Harzbestandteil aus Vinylmischpolymerisaten,insbesondere von Vinylhaloiden, Vinylestern niederer Fettsäuren bzw. Vinylbenzol, vorzugsweise von 7o bis 95 °/o Vinylchlorid und 3o bis 5 °/o Viny1-acetat besteht und gegebenenfalls bis zu etwa io °o eines wachsartigen Schmiermittels enthält.
DEN36686D 1934-05-06 1934-05-06 Verfahren zum Herstellen von waermeunbestaendigen Formkoerpern aus plastischen Massen und danach hergestellte Formkoerper Expired DE655283C (de)

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