DE655126C - Verfahren zum Vervielfaeltigen von Schallplattenmatrizen mit metallischer Oberflaeche - Google Patents
Verfahren zum Vervielfaeltigen von Schallplattenmatrizen mit metallischer OberflaecheInfo
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Description
Nach dem üblichen Verfahren zur Herstellung von Prägematrizen für das Pressen von
Schallplatten wird eine z. B. durch Aufsprühen von Metall und darauffolgender galvanischer
Verstärkung von der ursprünglichen Wachstonplatte hergestellte metallische Original- oder Negativmatrize mit einer
Trennschicht überzogen und darauf auf elektrolytischem Wege mit einem Überzug versehen,
wodurch eine metallische Positivmatrize entsteht, die von dem mit Trennmaterial
bedeckten Negativ abgestreift, verstärkt und nach Aufbringen einer Trennschicht durch Elektrolyse mit einem Metallüberzug
versehen wird. Hierdurch entsteht eine metallische Prägematrize, die von dem Positiv
abgestreift werden kann und zur Herstellung der Schallplatten dient.
Die bisher verwendeten Trennstoffe zeigen die Neigung, die Umrisse der Schallrillen zu
ändern, und verursachen hierdurch beim Abspielen der Platte störende Geräusche. Ferner
wird, wenn die auf galvanischem Wege aufgetragene Schicht von der positiven Matrize
abgelöst wird, letztere auf Grund der ungeeigneten Beschaffenheit des Trennstoffes oft beschädigt
und kann deshalb nicht wieder verwendet werden.
Gemäß der Erfindung wird als Trennschicht zwischen der Matrize und der auf galvanischem
Wege aufgetragenen Schicht eine Chromschicht verwendet, ein Mittel, das zum gleichen Zweck in der Galvanotechnik bereits
bekannt ist. Jedoch wurde bisher die elektrolytisch auszufällende Schicht direkt auf den
Chromüberzug aufgebracht. Diese Arbeitsweise ist bei der Herstellung von Schallplattenmatrizen
nicht befriedigend, da die sich auf dem Chromüberzug bildende Oxydschicht
einen gleichmäßigen galvanischen Niederschlag verhindert. Erfindungsgemäß wird daher diese Oxydschicht vor dem galvanischen
Ausfällen zunächst gut leitend gemacht, und zwar in bekannter Weise dadurch, daß ein geeignetes
Metall aufgesprüht wird. Die sich auf dem Chromüberzug bildende Oxydschicht ermöglicht ein leichtes Abtrennen der auf galvanischem
Wege aufgetragenen Metallschicht, ohne daß hierbei die Umrisse der Schallrillen
geändert werden oder die Matrize beschädigt wird. Die unerwünschten Oberflächengeräusche
werden dann nicht mehr auftreten, und, falls erwünscht, kann mittels einer Positivmatrize
eine größere Anzahl Prägestempel hergestellt oder auch eine Negativmatrize zur Herstellung einer größeren Anzahl von Positivmatrizen
benutzt werden.
Eine bevorzugte Aus führungs form des Verfahrens soll nunmehr in Verbindung mit der
Zeichnung beschrieben werden, in der 10 eine
in bekannter' Weise hergestellte Metallhauptmatrize
ist. Die Herstellung kann beispielsweise in folgender Weise durchgeführt werr
den: Eine Wachsaufzeichnung wird mit aufgesprühtem Gold überzogen, worauf elektrolytisch so viel Kupfer auf der Aufzeichnung
ausgefällt wird, daß man einen Körper von etwa 3 mm Stärke erhält. Diese Kupfer-
- platte wird darauf von dem Wachs abgestreift ίο und bildet nunmehr die Hauptmatrize. Bevor
mittels dieser Matrize eine Kopie hergestellt wird, wird sie sorgfältig gereinigt, indem sie
in eine heiße elektrolytische Ätzflüssigkeit gebracht, in heißem Wasser gereinigt, mit
einem weichen Kamelhaarpinsel abgebürstet und wieder in die elektrolytische Reinigungsflüssigkeit
gebracht wird. Sodann wird die Matrize wiederum gewaschen, in verdünnte Salzsäure getaucht, gereinigt und etwa eine
ao halbe Minute in eine Natriumzyanidlösung
gelegt. Wenn die Matrize vollkommen gereinigt ist, wird sie in einem lebhaft bewegten
elektrolytischen Bad mit Chrom überzogen. Hierzu kann eine beliebige geeignete
Chromlösung benutzt werden, beispielsweise die Sargeantlösung. Die Chromschicht ist in
der Abbildung bei 11 stark vergrößert dargestellt. In Wirklichkeit hat die Schicht eine.
Stärke von etwa 0,0014 mm· Die Oxydschicht
entsteht fast augenblicklich und verbleibt für immer.
Die mit Chrom überzogene Hauptmatrize erhält dann in bekannter Weise durch Aufsprühen
einen Überzug 12 aus Metall, der infolge der Oxydschicht nicht festhaftet. Dieser
Metallbelag bildet eine elektrisch leitende Fläche, die später elektrolytisch zu einer
Platte verstärkt werden kann. Da zwischen dem, aufgesprühten Metall und der Trenn-
oder Schutzschicht keine feste Verbindung besteht, kann die aufgesprühte Schicht leicht
von der Trennschicht getrennt werden. Die Schicht 12 hat eine Stärke von nur etwa
2,54XiO-6Cm und ist deshalb in Wirklichkeit
im Querschnitt so gut wie unsichtbar.
Bevor das durch Zerstäubung überzogene Hauptnegativ zwecks Herstellung der Matrize
in das elektrolytische Bad eingebracht wird, ist es zweckmäßig, einen mit einem
Gummibelag 14 versehenen Stahlring 13 um
den Rand des Hauptnegativs festzuspannen, um zu verhindern, daß auch auf den Rändern
Metall ausgefällt wird, und um zu sichern, daß die Ablagerung von Metall nur auf der
Überfläche des Negativs stattfindet. Hierdurch wird auch das Abtrennen des Hauptnegativs
von der Matrize erleichtert, und es wird nicht mehr notwendig, den Rand der
Matrize zu reinigen bzw. zu bearbeiten. Eine derartige Reinigung des Matrizenrandes ist
immer unerwünscht, da hierdurch der Durchmesser der Matrize verringert wird.
Wenn der Ring mit dem Hauptnegativ fest verbunden ist, wird das ganze Gebilde in ein
Kupferbad gebracht, und auf der aufgesprühten Metallschicht 12 wird durch Elektrolyse
eine Matrize ausgefällt, die zweckmäßig dieselbe Stärke wie das Hauptnegativ hat. Sobald
die Herstellung beendet ist, wird das Negativ und die Matrize aus dem Behälter entfernt, und der Ring 13 wird abgenommen,
worauf das Hauptnegativ und die Matrize voneinander getrennt werden. Die Trennung
findet vorzugsweise unmittelbar nach der Vollendung der Ausfällung statt, um zu verhindern,
daß die Elektrolytlösung zwischen das Negativ und die Matrize gelangt und die Oberflächen beider Teile beschädigt. Wenn
die Teile voneinander getrennt sind, kann festgestellt werden, daß die Oberflächen beider
Teile vollkommen glatt und blank sind. Die Matrize kann jetzt derselben Behandlung
wie das Hauptnegativ unterworfen werden, um einen Prägestempel herzustellen, der in
bekannter Weise zur Herstellung von Schallplatten verwendet wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Vervielfältigen von Schallplattenmatrizen mit metallischer Oberfläche durch elektrolytische Ausfällung einer Metallschicht auf der vorher mit einer Trennschicht überzogenen Matrize und nachträgliche Ablösung der ausgefällten Metallschicht, dadurch gekennzeichnet, daß als Trennschicht zwischen der Matrize und der auf elektrolytischem Wege ausgefällten Schicht in an sich bekannter Weise ein dünner Überzug aus Chrom aufgebracht wird, der danach auf ' dem bekannten Wege des Auf sprühens mit einer elektrisch gut leitenden Metallschicht überzogen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US655126XA | 1934-08-16 | 1934-08-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655126C true DE655126C (de) | 1938-01-08 |
Family
ID=22063248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE46370D Expired DE655126C (de) | 1934-08-16 | 1934-12-11 | Verfahren zum Vervielfaeltigen von Schallplattenmatrizen mit metallischer Oberflaeche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655126C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758068C (de) * | 1939-03-09 | 1954-02-01 | Schallband Syndikat A G | Verfahren zum serienmaessigen Herstellen von Schallfilmen |
| EP1557136A1 (de) * | 2004-01-23 | 2005-07-27 | Heraeus Kulzer GmbH | Galvanoforming mit Trennlack |
-
1934
- 1934-12-11 DE DEE46370D patent/DE655126C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758068C (de) * | 1939-03-09 | 1954-02-01 | Schallband Syndikat A G | Verfahren zum serienmaessigen Herstellen von Schallfilmen |
| EP1557136A1 (de) * | 2004-01-23 | 2005-07-27 | Heraeus Kulzer GmbH | Galvanoforming mit Trennlack |
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