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Feineinstellvorrichtung an Schneidemaschinen mit einem Sattel und
einem mit der Vorschubeinrichtung verbundenen Anschlage Sehmarken bei Vorschüben
aller Art stellen schon eine wesentliche Erleichterung bei der Bedienung der Vorschübe
dar; auch ist es bekannt, den Vorschub der Sättel an Schneidemaschinentischen durch
elektrische Kontakte, welche mittels Photozelle ausgelöst werden, zum Stillstand
zu bringen. Doch ist diese Einrichtung lange nicht bei allen Schneidarbeiten zu
verwerten. Die Genauigkeit eines Sehmarkenvorschubes reicht bei weitem nicht aus,
wenn lediglich nach den Sehmarken abgelesen werden soll. Ferner werden die Augen
bei der Bedienung derartiger Vorschübe ganz erheblich angestrengt. Bei dem neuen
Vorschub sind die Vorteile der Sehmarken gewahrt, aber alle Nachteile dieses Vorschubes
restlos beseitigt. Ferner besitzt der neue Vorschub den Vorteil gegenüber dem bekannten
Kontaktvorschub durch Photozelle, d.aß er bei allen Schneidarbeiten Anwendung finden
kann.
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Die besondere Wirkung wird dadurch erreicht, daß der am Vorschuborgan
sitzende Anschlag gegen eine Kontakteinrichtung wirkt und daß zwischen dem Anschlage
und den Kontakten ein mechanischer übertragungsmechanismus eingeschaltet ist, der
den vom Anschlage während dieser Berührung zurückgelegten Weg wesentlich vergrößert
und daß die Kontakte Signallampen betätigen, die die Einstellung des genauen Maßes
genau signalisieren.
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Durch diese sinnfällige Signaleinrichtung ist eine Einstellung sogar
im völlig dunklen Raum möglich. Dieses ist besonders dann wertvoll, wenn Werkstoffe
bearbeitet werden müssen, die eine Verdunkelung des Raumes bedingen, wie z. B. in
der Photopapierindustrie u. dgl.
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Ferner ermöglicht es die neue Signaleinrichtung, den Vorschub mit
Leichtigkeit auf einen Bruchteil eines Millimeters einzustellen.
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Die Erfindung stellt also eine wesentliche Verbesserung der Sehmarkenvorschübe
nach dem jetzigen Stand der Technik dar.
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An Hand der Zeichnungen soll nun die Erfindung beschrieben werden.
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Fig. i stellt beispielsweise eine Aus£ührungs art an einem Tischvorschub
für Schneidemaschinen dar, Fig. z eine weitere Ausführungsart.
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Die Schaltung ist nun in den Zeichnungen schematisch eingefügt.
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Die Sehmarken i- und ih sind auf der Bandscheibe 2 verstellbar angeordnet
und besitzen die Anschläge 3.
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Diese Anschläge 3 schlagen bei ihrem W.eö in Richtung des Pfeiles
A gegen den Anschlaghebel q. Der Anschlaghebel q. ist so an dem Hebel 5 gelagert,
daß er den Hebel 5
nur dann vom Anschlag 6 fortbewegt, wenn der
Anschlag 3 in Richtung des Pfeiles t1. am Anschlaghebel 4 anschlägt. Wird 'die Bandscheibe
2 im tongekehrten Sinne gedreht, so: schlüpft der Anschlaghebel ¢ unter dem schlag
3 durch, ohne den Hebel 5 zu Bei der Ausführungsart nach Fig. i befindet' sich im
Hebel 5 ein Kontakt 7, der bei s@eiiZem Weg der Reihe nach die Gegenkontakte 8,
9 und i o berührt. Die Kontakte 8, 9 und 1 o sind gegen den Körper der Maschine
abisoliert, wohingegen der Kontakt 7 galvanisch mit dem Körper der Maschine verbunden
ist. Der Körper der Maschine ist beispielsweise am ----Pol einer Stromquelle i i
verbunden. Der --Pol liegt parallel an einem Pol der Signale 12, 13 und 14. Der
Kontakt 8 ist mit dem zweiten Pol des Signals 12, der Kontakt 9 mit dem zweiten
Pol des Signals 13 und der Kontakt io mit dem =zweiten Pol des Signals 1.1 verbunden.
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Berührt der Kontakt 7 auf seinem Wege den Kontakt 8, so wird der Stromkreis
geschlossen, und das Signal 12 spricht an, bei der Berührung des Kontaktes 7 mit
Kontakt 9 das Signal 13 und bei Berührung des Kontaktes 7 mit Kontakt io
das Signal 14.. Durch die -große Hebelübersetzung wird die Wegstrecke des Anschlages
3 gegenüber der Wegstrecke des Kontaktes 7 um ein Vielfaches übersetzt. Weil nun
der Kontakt 9 in dem Moment mit dem Kontakt 7 in Bexührung kommt, wenn die Sehmarke
1 a mit dem Zeiger 15 genau übereinstimmt, und der Kontakt 9 nur einige Zehntelmillimeter
breit ist, verläßt der Kontakt 7 schon bei der geringsten Unstimmigkeit des Vorschubes
den Kontakt 9, und das Feinsignal 13 spricht nicht mehr an.
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Das Feinsignal 13 spricht also nur dann an, wenn die Sehmarke
ja haargenau mit dein Zeiger 15 übereinstimmt.
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Bevor das Feinsignal 13 in Tätigkeit tritt, spricht das V orsignäl
oder Achtungssignal 12 an; hat man aus Versehen die Sehmarke ja am Zeiger 15 vorbeibewegt,
also das Maß überschritten, tritt das Warnungssignal in Tätigkeit.
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Man kann also mit größter Leichtigkeit den genauesten Vorschub :einstellen,
ohne seine Augen im mindesten anzustrengen.
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Der Hebel 5 läßt sich in der Stellung verriegeln, wenn der Kontakt
7 den Kontakt 9 berührt; dieses geschieht beispielsweise mittels eines Knopfes 16,
indem dieser in die Rast 17 eingedrückt wird. Das ist dann nötig, wenn die Sehmarke
ja nicht nach dem Maß 18, sondern nach einer Marke des Werkstückes eingestellt werden
soll und damit das Feinsignal 13 mit dieser Einstellung genau übereinstimmt. Nach
erfolgter Einstellung wird die Verriegelung sofort wieder gelöst. Beim Beschneiden
und Teilen von Papier kommt es beispielsweise häufig vor, daß der erste Schnitt
gegenüber der Anlage zwischen .den einzelnen Stapeln wechselt, die Abstände ''der
Teilschnitte jedoch gleich sind. Sollte -_-@Lzs der Fall sein, brauchen die Sehmarken
ia, ib usw. nicht verstellt zu werden; der Fehler wird dadurch ausgeglichen, daß
der Zeitpunkt der Kontaktgebung entsprechend vorverlegt oder rückverlegt wird. Zu
diesem Zmeck wird beispielsweise der ganze Kontaktapparatkörper 19 in den Schlitzen
2o und 21 verschoben. Die Normalstellung ist durch einen Zeiger 22 markiert.
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Es ist auch möglich, einen mechanischen Vorschub zum Stillstand zu
bringen, wenn sich der Kontakt 7 auf dem Kontakt 8 befindet, indem gleichzeitig
ein die Stillsetzung einleitendes Relais mitbetätigt wird. Die endgültige Feinstellung
erfolgt dann von Hand mittels Feinsignals.
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Auch kann man eine Anzeigevorrichtung mit dem Kontakt 7 oder dessen
Bewegungsorgan in Verbindung bringen, mittels welcher die genaue Stellung auch noch
ablesbar ist.
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Fig. 2 zeigt z. B. .eine noch höher übersetzte Anordnung vorbeschriebener
Signalfeineinstellv orrichtung.
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Der Umfang des Hebels 5 trägt einen Zahnkranz 23, welcher in'ein Ritzel
24. eingreift.
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Der fest auf der gleichen Welle sitzende Kontakthebel 25 trägt zwei
Kontakte 26a und 2611 , die auf ihrem Weg die Kontakte 27, 28 und 29
berühren. Bei Berührung des Kontaktes 26v mit dem Kontakt 28 spricht das Vorsignal12,
bei Berührung des Kontaktes 26a mit Kontakt 29 das Feinsignal 13 und bei Berührung
des Kontaktes 261, mit Kontakt 27 das Warnungssignal 1 ¢ an. Die Wirkung ist daher
die gleiche. Die Verriegelung des Hebels 5 in der Stellung, wenn das Feinsignal
13 anspricht, geschieht hier z. B. mittels Riegels 30 und Rast 31. Mit dieser
Ausführungsart wird auch die volle erwünschte Wirkung erzielt. Der Hebel 5 wird
bei dieser Ausführung durch eine in der Richtung B wirkenden Torsionsfeder, welche
auf der Welle des Kontakthebels 25 sitzt, immer gegen den Anschlag 6 gedrückt.
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Ob die Vervielfachung der Wegstrecke der Sehmarken ja, ib auf
- andere Art geschieht, ändert nichts ,am Wesen der Erfindung.
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An demWesen derErfindungwird.auchnichts geändert werden, wenn die
elektrische Signalfeineinstellung bei geradlinig bewegten Schlittenvorschüben Anwendung
findet. In diesem Falle stehen die Sehmarken ja und iv mit ihren Anschlägen 3 fest,
und der Schlitten mit der gesamten Kontakteinrichtung bewegt sich an den Sehmarken
vorbei.