DE655003C - Geschlossene Schmelzsicherung - Google Patents

Geschlossene Schmelzsicherung

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Publication number
DE655003C
DE655003C DES112654D DES0112654D DE655003C DE 655003 C DE655003 C DE 655003C DE S112654 D DES112654 D DE S112654D DE S0112654 D DES0112654 D DE S0112654D DE 655003 C DE655003 C DE 655003C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuse
control body
extinguishing
fuse according
conductor
Prior art date
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Expired
Application number
DES112654D
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Kergel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VEM Sachsenwerk GmbH
Original Assignee
Sachsenwerk Licht und Kraft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sachsenwerk Licht und Kraft AG filed Critical Sachsenwerk Licht und Kraft AG
Priority to DES112654D priority Critical patent/DE655003C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE655003C publication Critical patent/DE655003C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/36Means for applying mechanical tension to fusible member

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine geschlossene Schmelzsicherung mit einem Löschmittel, wobei die Löschung des Lichtbogens durch Strömung des Löschmittels erfolgt und die Strömung entweder eine direkte Bespülung des Lichtbogens oder eine Expansion aus dem Raum, in welchem der Lichtbogen entsteht, oder beides zur Folge haben kann. Die Erfindung ist eine Verbesserung der bekannten Sicherungen, bei denen der den Schmelzleiter einschließende Raum ganz oder teilweise mit einem Löschmittel gefüllt ist Lind bei denen die beim Durchschmelzen des Sicherungsleiters eintretende Unterdrucksetzung des Schmelzleiterraumes eine Löschströmung bewirkt, indem ein beweglich gelagerter hohler Körper mit seitlichen Öffnungen die Löschströmung steuert und in einem das Innere der Sicherung in Schmelzkammer und Aufnahmekammer für das ausströmende Löschmittel unterteilenden Isolierkörper geführt ist. Letzterer ist mit Kanälen versehen, die den seitlichen Öffnungen des hohlen Steuerkörpers angepaßt und ebenfalls für die Löschströmung bestimmt sind. Der Steuerkörper ist zweckmäßigerweise becherförmig ausgebildet und an dem zur Einspannung des Schmelzleiters benutzten. Ende offen. Die Beschleunigung desselben kann entweder lediglich durch die Druckströmung· oder auch zusätzlich mechanisch durch die Freigabe eines auf ihn wirkenden Kraftspeichers, insbesondere einer Feder, erfolgen. Der Schmelzleiter wird vorzugsweise durch eine Feder gespannt, so daß man ihn als Teil der Steuerung der Löschvorrichtung benutzen kann. In diesem Sinne kann die Spannfeder zwischen dem Steuerkörper und dem Schmelzleiter angeordnet sein. Die gegenseitige Zuordnung kann jedoch auch so gewählt werden, daß der Steuerkörper einerseits mit dem Schmelzleiter und andererseits mit der Spannfeder verbunden ist, deren anderes Ende mittelbar oder unmittelbar am Sicherungsgehäuse gelagert ist. Für das ausströmende Mittel wird zweckmäßig am Sicherungsgehäuse ein besonderer Aufnahmeraum, evtl. als Zwischenraum zur Scheidung der Flüssigkeit von den Gasen oder Dämpfen, vorgesehen, der jedoch auch, gleichzeitig Vorratsbehälter oder Ausdehnungsraum für die Flüssigkeit des Raumes sein kann, welcher den Schmelzleiter ein- " schließt.
Durch den in das Sicherungsgehäuse eingesetzten Isolierkörper mit Kanälen erfolgt eine Trennung des Schmelzleiterraumes von dem zur Aufnahme des ausströmenden Löschmittels dienenden Raum. Das in dem Isolierkörper angeordnete Kanalsystem kann beliebig gestaltet werden; es können.die Kanäle 6c vom Führungskanal für den beweglichen Steuerkörper nach dem das steuernde Lösch-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Hermann Kergel in Radeberg b. Dresden.
mittel aufnehmenden Raum verlaufen, wobei diese Kanäle auch jenen Führungskanal schneiden können. Die Ausströmkanäle körnen in einer bestimmten Aufeinanderfolge^: und zwar einzeln oder zusammenwirken4y„tg^ steuert werden, und zwar' gegebenenfalls -I sammen mit einer Veränderung der Intensität der Löschströmung.
Die Lage des Steuerkörpers kann so gewählt werden, daß eine Ausströmung aus dem Schmelzleiterraum bereits vor der Stromüberlastung freigegeben wird. Ist z. B. dann dieser Raum vollständig mit Flüssigkeit ge füllt, so kann sich diese bereits bei beliebig niedriger Erwärmung ausdehnen, ohne ge gebenenfalls den Raum unter unerwünschten Druck zu setzen. Damit jedoch vor der eigentlichen Löschströmung auch eine Drucksteigerung in der Kammer stattfinden kann, wird zweckmäßig die Ausströmung bereits während der Stromüberlastung des Schmelzleiters wieder gesperrt, z. B. durch die Wärmeausdehnung des Schmelzleiters.
Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel zeigen die Abbildungen der Zeichnung.
ι ist das Sicherungsgehäuse mit den Kappen 2 und 3. In das Gehäuse ist ein Isolierkörper 4 mit Kanälen 5 eingesetzt. · Er führt den becherartigen, unten offenen Steuerkörper 6 mit den Führungsleisten 6a und den seitlichen Aüstrittsöffnungen 7. Der Steuerkörper sieht einerseits über den Schmelzleiter 8 mit der Kappe 2 und über die vorgespannte Feder 9 sowie gegebenenfalls über einen biegsamen Stromleiter ι ο mit der Kappe 3 in Verbindung. Die Flüssigkeit 11 füllt sowohl den Raum, welcher den Schmelzleiter einschließt, als auch zum Teil den durch den Isolierkörper abgeteilten anderen Raum des Sicherungsgehäuses. Die Stege 12 schließen die Öffnungen 7 des Steuerkörpers 6 ab, wenn diese Öffnungen an den Stege'n vorbeigeführt werden. Wie sich aus der Abb. 2 ergibt, verschließen die Stege 12 im gegebenen Augenblick nur die Öffnungen 7 des Steuerkörpers. Die Stege - verhindern aber nicht den Durchtritt des Löschmittels durch den im Isolierkörper 4 vorgesehenen Strömungskanal, sofern dieser Strömungskanal nicht an der Stelle 5° durch den Steuerkörper 6 gesperrt ist. In derjenigen Stellung des Steuerkörpers 6 also, die in Abb. 1 veranschaulicht ist, kann ohne weiteres eine Strömung durch den Steuerkörper 6 und den Kanal 5 hindurch stattfinden, sobald eine Erwärmung des den Schmelzleiter 8 umgiebenden Stoffes erfolgt. Wenn der Schmelzleiter 8 durch Stromüberlastung schmilzt, wird der ihn einschließende Raum des Sicherungsgehäuses durch die Einwirkung des Lichtbogens auf die Löschflüssigkeit unter Druck gesetzt, und wenn eine seitliche Austritts-' öffnung mit einem Anfangsquerschnitt der Abschnitte ζα bis ζσ zusammentrifft, setzt eine ^Druckströmung durch das Kanalsystem ein, v'tjis schließlich beim Vorbeilaufen des Endes äes Steuerkörpers 6 am Anfangsquerschnitt eines Kanalabschnittes die Strömung direkt in diesen Kanalabschnitt hinein erfolgt. Der Steuerkörper erhält in dem Ausführungsbeispiel beim Durchschmelzen der Sicherung seine Beschleunigung durch die Feder und den in der Kammer mit dem Schmelzleiter entstandenen Druck.

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    i. Geschlossene Schmelzsicherung, bei der der den Schmelzleiter einschließende Raum ganz oder teilweise mit einem Löschmittel gefüllt ist und die bei Durchschmelzen des Sicherungsleiters eintretende Unterdrucksetzung des Scihmelzleitjcrraumes eine Löschströmung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß ein beweglich gelagerter hohler Körper mit seitlichen Öffnungen die Löschströmung steuert und in einem das Innere der Sicherung in Schmelzkammer und Aiifnahmekammer für das ausströmende Löschmittel unterteilenden Isolierkörper geführt ist, welcher mit Kanälen versehen ist, die den seitlichen Öffnungen des hohlen Steuerkörpers angepaßt und ebenfalls für die Löschströmung bestimmt sind.
  2. 2. Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkörper becherförmig ausgebildet ist und an dem zur Einspannung des Sicherungsleiters benutzten Ende offen ist.
  3. 3. Schmelzsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle des Isolierkörpers vom Führungskanal für den beweglichen Steuerkörper nach dem das herausgeschleuderte Löschmittel aufnehmenden Raum verlaufen.
  4. 4. Schmelzsicherung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle in dem Isolierkörper den Führungskanal des Steuerkörpers mehrmals nacheinander schneiden.
  5. 5. Schmelzsicherung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Stellung des Steuierkörpers die Löschströmung bereits vor dem Durchschmelzen des Sicherungsleiters freigegeben ist.
  6. 6. Schmelzsicherung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuer-
    körper durch eine Spannvorrichtung beschleunigt wird.
  7. 7. Schmelzsicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der an der unteren Kontaktkappe des Sicherungsgehäuses befestigte Schmelzleiter über die Spannvorrichtung mit dem Steuerkörper .verbunden ist.
  8. 8. Schmelzsicherung nach Anspruch oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der an der unteren Abschlußkappe befestigte Schmelzleiter mit dem Steuerkörper unmittelbar verbunden ist, der über die Spannvorrichtung an der oberen Kontaktkappe des Sicherungsgehäuses auf gehängt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    BERLIN. GEDRUCKT IN I)SR REICHSDHUCKEREI
DES112654D 1934-01-30 1934-01-30 Geschlossene Schmelzsicherung Expired DE655003C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3209570A1 (de) * 1982-03-16 1983-09-29 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Elektrische hochspannungssicherung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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