DE654233C - Regeleinrichtung fuer Propeller, die mit relativ zum Propellerkoerper und taktmaessig zu dessen Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeiten - Google Patents
Regeleinrichtung fuer Propeller, die mit relativ zum Propellerkoerper und taktmaessig zu dessen Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeitenInfo
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- DE654233C DE654233C DES100952D DES0100952D DE654233C DE 654233 C DE654233 C DE 654233C DE S100952 D DES100952 D DE S100952D DE S0100952 D DES0100952 D DE S0100952D DE 654233 C DE654233 C DE 654233C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H1/00—Propulsive elements directly acting on water
- B63H1/02—Propulsive elements directly acting on water of rotary type
- B63H1/04—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially at right angles to propulsive direction
- B63H1/06—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially at right angles to propulsive direction with adjustable vanes or blades
- B63H1/08—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially at right angles to propulsive direction with adjustable vanes or blades with cyclic adjustment
- B63H1/10—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially at right angles to propulsive direction with adjustable vanes or blades with cyclic adjustment of Voith Schneider type, i.e. with blades extending axially from a disc-shaped rotary body
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Description
Bei den bisher bekannten praktisch ausgeführten Propellern, die mit relativ zum Propellerkörper
und taktmäßig zu dessen Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeiten, beispielsweise
bei den Voith-Schneider-Propellern, werden die einzelnen Flügel, denen eine schwingende Bewegung erteilt werden
muß, mechanisch verstellt, beispielsweise mittels einer Exzentersteuerung. Die Bewegungen
der Verstellvorrichtung, die taktmäßig in Abhängigkeit von der Drehung der Propeller
erfolgen, sind dynamisch einfach, erfordern jedoch einen umfangreichen, mechanisch
schwierigen Bau der Verstellvorrichtung. Es sind auch schon Propeller der eingangs
erwähnten Art beschrieben worden, bei denen die Drehflügel elektrisch mittels besonderer
an ihrem Kopf angebrachter Elektromotoren gesteuert werden. Diesen Motoren wird d,er zur Erzielung der taktmäßigen
Schwingbewegung erforderliche Strom von einem Stromerzeuger mit Hilfe entsprechender
Steuerorgane zugeführt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Regelvorrichtung
für Propeller, die mit relativ zum Propellerkörper und taktmäßig zu dessen
Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeiten, deren Verstellung aus einer bestimmten durch
eine Rückstellkraft gesicherten Nullage heraus durch ein Wechselfeld erfolgt, das einem
gleichstromgespeisten, mit einer der Propellerdrehzahl proportionalen Drehzahl umlaufenden
Umformer entnommen wird. Erfindungsgemäß dient als Umformer ein Kontaktapparat, dessen einzelne Kontakte mit Anzapfpunkten
einer an einer Gleichstromquelle liegenden Widerstandsanordnung verbunden sind, wobei diese Kontakte mit einem zur Abnahme
des Wechselstroms dienenden, relativ zu den Kontakten mit einer der Propellerdrehzahl
proportionalen Drehzahl umlaufenden Bürstenpaar zusammenarbeiten. Auf diese Weise erhält man eine Regelvorrichtung, die
sich durch Einfachheit des Aufbaus, zuverlässiges Arbeiten und weitgehende Regelbarkeil
auszeichnet.
Der von dem Umformer erzeugte Wechselstrom wird den mit den Propellerflügeln gekuppelten,
zum Antrieb der Schaufeln dienen- ^ den Drehankern zugeführt. Die Rückführung
der Propellerflügel in die Nullage erfolgt dadurch, daß der Drehanker entweder mechanisch
oder elektrisch oder bei laufendem Propeller durch nicht balancierte Befestigung des
Propellerflügels in die Ruhelage, d. h. in eine Richtung tangential zum Drehkreis der Propellerflügel
zurückgebracht wird.
Mit Hilfe der elektrisch verstellbaren Flügel kann man ein mit derartigen Propellern
angetriebenes Schiff ohne Steuerruder nach jeder beliebigen Richtung mit beliebiger
Geschwindigkeit fortbewegen. Der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hans Wolters in Berlin-Siemensstadt.
große Vorteil der elektrischen Einrichtungen gemäß der Erfindung besteht darin, daß man
alle wichtigen zur Steuerung des Schiffes benötigten Handgriffe in einem gemeinsamen
handlichen Steuergerät vereinigen kann, und ferner darin, daß man die Geschwindigkeits-,:
regelung des Schiffes in einfacher Weise durch Änderung der an den Umformer angelegten
Gleichspannung vornehmen kann, ίο Die Regelung der Fahrtrichtung des Schiffes
wird durch gemeinsames Verdrehen des als Umformer dienenden Kontaktapparates
und der diesem den Gleichstrom zuführenden Bürsten vorgenommen. Die Verstellung der
Steuerorgane erfolgt zweckmäßig durch ein mechanisches oder elektrisches Fernsteuersystem.
Besonders einfach wird die Anordnung, wenn man den Kontaktapparat mit dem feststehenden Teil des. Propellerantriebsmotors
und die den Wechselstrom abnehmenden
Bürsten mit dem Umlaufteil des Propellergehäuses verbindet.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für einen Voith-Schneider-Propeller,
der durch einen unmittelbar, d. h. unter Vermeidung eines Wellenstranges und eines Zwischengetriebes mit ihm gekuppelten
Elektromotor angetrieben wird. ■ In Fig. ι ist mit 1 ein feststehendes Gehäuse
bezeichnet. Fest damit verbunden sind die Statorbleche 2 des Antriebsmotors. Mit 3
ist die Statorwicklung des Antriebsmotors bezeichnet. An dem als Träger des Rotors ausgebildeten
Propellergehäuse 4 sind die Rotorbleche 11 mit der Rotorwicklung 12 befestigt.
. Das Propellergehäuse 4 wird von einer senkrechten Welle 6 getragen, die in dem feststehenden
Gehäuse ι mittels eines Halslägers 7 und eines Führungslagers 8 gelagert
ist. Die Nabe 5 des rotierenden Propellergehäuses 4 ist mit der Welle 6 verschraubt,
das Gehäuse 4 selbst ist mit der Nabe 5 durch ' Arme 9 fest verbunden.
An dem Propellergehäuse 4 sitzen vier Prot
45 pellerflügel 10, die elektromagnetisch aus einer bestimmten Nullage heraus verstellt werden.
Fest mit jedem Propellerflügel ist am oberen Ende ein Drehanker 13 verbunden. Fig. 2
zeigt ein schematisch.es Bild dieses Drehankers. " Er kann entweder polarisiert sein
oder eine mit Gleichstrom erregte Wicklung tragen. Der Anker 13 wird durch eine fest
mit ihm \;erbundene Führungsstange 15 und
mit dieser zusammenarbeitende Federn 16 in der Nullage gehalten. Bei dieser Stellung
sind die Propellerflügel 10 so eingestellt, daß sie tangential zum Drehkreis der Propellerflügel
stehen. Der dem Drehanker 13 zugeordnete Stator 17 besitzt eine der Polzahl des
Drehankers entsprechende Anzahl von Magnetpolen, die durch eine Feldwicklung Ϊ4 erregt
werden. In der Nullage des Propellerflügels steht der Anker 13 so, daß die Pole
des Ankers und des Stators gegeneinander um . die halbe Polteilung verschoben sind. Wenn
J die Statorwickiung erregt wird, wird der An-Jigr
mitsamt dem Propellerflügel entsprechend der Stärke des Erregerströmes verdreht.
Um nun die für den Antrieb erforderliche Schwingbewegung der Propellerflügel zu bewirken,
muß im Stator 17 ein Wechselfeld erzeugt werden. Hierzu dient der in Fig. 3
schematisch dargestellte Umformer. Er besteht aus einem Kollektor, der ein halbkreisförmiges
Segment 18 und auf den übrigen Halbkreis
gleichmäßig verteilte kleine Segmente 19 hat. Diese kleinen Segmente 19 sind mit
einer entsprechend unterteilten Widerstandsanordnung
20 verbunden. Dieser Widerstandsanordnung wird durch ein Bürstenpaar 21, 22 von einer Gleichstromquelle her Strom
zugeführt. Ein weiteres Bürstenpaar 23, 24, das mit derselben Drehzahl wie die Propellerwelle
oder einer ihr proportionalen Drehzahl umläuft, dient dazu, den Wechselstrom zur
Erregung der Drehanker abzunehmen, und zwar wird man den von diesem Bürstenpaar
abgenommenen Strom zwei einander gegenüberliegenden Drehankern eines Propellers zuführen. Wenn es sich um einen Schiffspropeller
handelt, der mit vier Schaufeln ausgerüstet ist, kann man für das zweite Flügelpaar
einen gegenüber dem Bürstensatz 23, 24 um 900 verschobenen Bürstensatz benutzen.
Es ist auch möglich, für jedes Flügelpaar getrennt eine Anordnung, wie sie in Fig. 3
dargestellt ist, zu benutzen. Man kann durch Verschieben des den Umformer speisenden
Bürstenpaares 21, 22 die Kurve beeinflussen, die den räumlichen Verlauf des Wechsel- ioo
feldes über eine volle Umdrehung des Propellers darstellt. Verschiebt man beispielsweise
bei dem in Fig. 3 bezeichneten Umformer, dessen den Wechselstrom abnehmende Bürsten
23, 24 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn umlaufen, die den Gleichstrom zuführenden
Bürsten 21,22 im Sinne des Uhrzeigers, so ergibt sich während jeder halben Propellerumdrehung
bei dem an den Bürsten 23, 24 abgenommenen Wechselstrom eine Verschiebung
des räumlichen. Strom- und Feldmaximums in solchem Sinne, daß dieses Maximum
verhältismäßig schnell erreicht wird. Umgekehrt bewirkt eine Verschiebung des Bürstenpaares
21, 22 im entgegengesetzten Sinne, daß das Maximum verhältnismäßig langsam erreicht
wird.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Regeleinrichtung für Propeller, die mit relativ zum Propellerkörper und takt-mäßig zu dessen Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeiten, deren Verstellung aus einer bestimmten durch eine Rückstellkraft gesicherten Nullage heraus durch ein Wechselfeld erfolgt, das einem gleichstromgespeisten, mit einer der Propeller^ drehzahl proportionalen Drehzahl umlaufenden Umformer entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Umformer ein Kontaktapparat dient, dessen einzelne Kontakte mit Anzapfpunkten einer an einer Gleichstromquelle liegenden Widerstandsanordnung verbunden sind, wobei diese Kontakte mit einem zur Abnahme des Wechselstromes dienenden, relativ zu den Kontakten mit einer der Propellerdrehzahl proportionalen Drehzahl umlaufenden Bürstenpaar zusammenarbeiten.
- 2. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Gleichstrom zuführenden Bürsten einstellbar sind.
- 3. Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktapparat gemeinsam mit den den Gleichstrom zuführenden Bürsten verstellbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100952D DE654233C (de) | 1931-09-16 | 1931-09-16 | Regeleinrichtung fuer Propeller, die mit relativ zum Propellerkoerper und taktmaessig zu dessen Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100952D DE654233C (de) | 1931-09-16 | 1931-09-16 | Regeleinrichtung fuer Propeller, die mit relativ zum Propellerkoerper und taktmaessig zu dessen Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE654233C true DE654233C (de) | 1937-12-15 |
Family
ID=7523404
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES100952D Expired DE654233C (de) | 1931-09-16 | 1931-09-16 | Regeleinrichtung fuer Propeller, die mit relativ zum Propellerkoerper und taktmaessig zu dessen Drehung sich bewegenden Schaufeln arbeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE654233C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0054339A3 (de) * | 1980-12-17 | 1984-07-25 | B.V. Koninklijke Maatschappij "De Schelde" | Hydrodynamische Maschine für hohen Massendurchfluss |
| WO1997045319A1 (de) * | 1996-05-24 | 1997-12-04 | Blohm + Voss International Gmbh | Vom hauptantrieb unabhängige, wahlweise als passives ruder oder als aktives manövrierorgan einsetzbare einrichtung für schiffe |
| WO1998032652A1 (en) * | 1997-01-24 | 1998-07-30 | Drietand A.V.V. | Propulsion device for a vessel |
| DE20117451U1 (de) | 2000-12-01 | 2002-02-28 | Doczyck, Wolfgang, Dipl.-Ing., 46047 Oberhausen | Propulsionsantrieb zum Antreiben eines Schiffs |
-
1931
- 1931-09-16 DE DES100952D patent/DE654233C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0054339A3 (de) * | 1980-12-17 | 1984-07-25 | B.V. Koninklijke Maatschappij "De Schelde" | Hydrodynamische Maschine für hohen Massendurchfluss |
| WO1997045319A1 (de) * | 1996-05-24 | 1997-12-04 | Blohm + Voss International Gmbh | Vom hauptantrieb unabhängige, wahlweise als passives ruder oder als aktives manövrierorgan einsetzbare einrichtung für schiffe |
| CN1095785C (zh) * | 1996-05-24 | 2002-12-11 | 布隆福斯国际股份有限公司 | 与主传动装置无关的、起惰性舵或主动操纵部件作用的船用装置 |
| WO1998032652A1 (en) * | 1997-01-24 | 1998-07-30 | Drietand A.V.V. | Propulsion device for a vessel |
| DE20117451U1 (de) | 2000-12-01 | 2002-02-28 | Doczyck, Wolfgang, Dipl.-Ing., 46047 Oberhausen | Propulsionsantrieb zum Antreiben eines Schiffs |
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