DE6534C - Aufbereitungs-Verfahren für Mineralien von annähernd gleichem spezifischen Gewicht - Google Patents

Aufbereitungs-Verfahren für Mineralien von annähernd gleichem spezifischen Gewicht

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DE6534C
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C. MEINECKE, Chemiker, in Oberlahnstein
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C1/00Magnetic separation
    • B03C1/005Pretreatment specially adapted for magnetic separation
    • B03C1/015Pretreatment specially adapted for magnetic separation by chemical treatment imparting magnetic properties to the material to be separated, e.g. roasting, reduction, oxidation

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Description

1878.
Klasse 1.
C. MEINEKE in OBERLAHNSTEIN. Aufbereitungsverfahren für Mineralien von annähernd gleichem specifischen Gewicht.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. December 1878 ab.
Die Aufbereitung von Erzen, welche z. B. Zinkblende und Spatheisenstein, Zinkblende und Schwefelkies enthalten, ist infolge der annähernd gleichen specifischen Gewichte dieser Mineralien eine so unvollkommene, dafs sich auf Bergwerken, welche derartige Erze fördern, grofse Vorräthe von gemischten Erzen, welche wegen zu geringen Gehaltes nicht verkäuflich sind, in unbequemer Weise anhäufen, und dafs sogar eine grofse Anzahl solcher Gruben gar nicht betriebsfähig ist.
Ich beabsichtige, solche Erze in geschlossenen Oefen unter möglichst vollkommenem Luftabschlüsse zu calciniren, sie auf diese Weise nicht nur für magnetische, sondern auch ganz besonders für gewöhnliche nasse Aufbereitung billiger, vollkommener und, da keine schweflige Säure sich bildet, ohne Belästigung der Nachbarschaft geeignet zu machen.
Erhitzt man Erze, welche z. B. Zinkblende und Spatheisenstein enthalten, zum Rothglühen, ohne der Luft Zutritt zu geben, so erleidet die Zinkblende keine Veränderung, wohl aber der Spatheisenstein, und zwar in chemischer wie physikalischer Hinsicht.
Chemisch verändert er sich, indem zunächst Kohlensäure ausgetrieben wird, indem ferner diese einen Theil des Eisenoxydul höher oxydirt, während sie selbst in äquivalenter Menge zu Kohlenoxyd reducirt wird. Das Endproduct ist ein magnetisches Eisenoxyduloxyd.
Die physikalische Veränderung besteht darin, dafs er zerspringt, und besonders wenn er noch glühend in kaltem Messer abgelöscht wird, zu' einem feinen, sandigen Pulver zerfällt, und dafs er ferner aufs erordentlich mürbe und zerreiblich wird.
Für diesen durch Calcination veränderten Spatheisenstein behalte ich im folgenden der Kürze halber die einfache Bezeichnung Spatheisenstein bei.
Mein Verfahren würde sich nun, übersichtlich zusammengestellt, wie folgt gestalten:
Das Calciniren des Erzes geschieht in Schachtröstöfen bekannter Construction, in welchen Erz und Brennmaterial geschichtet aufgegeben wird, oder in solchen mit seitlicher Flammenfeuerung, am besten Generatorfeuerung, oder in Oefeii mit verticalen, geneigten oder horizontalen Röhren.
Das zugebrannte, unter Umständen in kaltem Wasser abgelöschte Erz wird einer zweckentsprechend construirten Schleudermühle oder einem sonstigen Apparate, welcher ein Zermalmen des mürben Spatheisensteins gestattet, ohne die nach dem Brennen unverändert harte Blende anzugreifen, übergeben, und alsdann durch Siebe oder Trommeln nach der Korngröfse separirt.
Die Erze gröberen Kornes sind mehr oder weniger reiche Blende, je nach den sonstigen Beimengungen, wie Bleiglanz, Quarz, Thonschiefer etc., aber ganz oder fast frei von Spatheisenstein, so dafs der weiteren gewöhnlichen nassen Aufbereitung kein Hindernifs mehr entgegen steht.
Die feineren Erze dagegen enthalten vorwiegend Spatheisenstein; sie können magnetisch oder aber auch in gewöhnlicher Weise nafs aufbereitet werden, da diesem Verfahren der calcinirte Spatheisenstein nicht mehr die Schwierigkeiten entgegensetzt wie der rohe.
Von mir angestellte Versuche mit Erzen, welche ursprünglich eine Korngröfse von 2 cm hatten und in ge\vöhnlicher Weise nicht mehr angereichert werden konnten, ergaben, dafs gegen 80 ρ Ct. der in dem Haufwerke vorhandenen Blende in dem gröberen Korne bis zu 3 mm herab, dagegen fast aller Spatheisenstein in den Erzsorten geringerer Korngröfse enthalten war.
Dem Verhalten des Spatheisensteins schliefsen sich ganz analog andere Erze an, wie z. B. Schwefelkies, welcher durch Glühen unter Verlust eines Theiles Schwefel, welcher als solcher condensirt und als Nebenproduct gewonnen werden ,kann, in ein mürbes und magnetisches Sulphurat verwandelt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das vorstehend beschriebene Verfahren, Mineralien von annähernd gleichem specifischen Gewichte mittelst Calcinirens aufzubereiten.
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