DE653362C - Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung - Google Patents

Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung

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DE653362C
DE653362C DET42910D DET0042910D DE653362C DE 653362 C DE653362 C DE 653362C DE T42910 D DET42910 D DE T42910D DE T0042910 D DET0042910 D DE T0042910D DE 653362 C DE653362 C DE 653362C
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DE
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oxidized aluminum
oligodynamic
precipitate
metal
oligodynamically
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/16Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using chemical substances
    • A61L2/23Solid materials, e.g. granules, powders, blocks or tablets
    • A61L2/238Metals or alloys, e.g. oligodynamic metals

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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung Es ist bekannt, daß gewisse Metalle und Metallsalze in großen Verdünnungen keimtötende Wirkungen ausüben können. Diese Wirkung der Metalle und Metallsalze hat man als @oligodynamische bezeichnet. Noch nicht geklärt ist die Frage, wie die @oligodynamische Wirkung zustande kommt.
  • Welche Erklärung :auch richtig sein mag, es steht heute fest, daß die Größe der joligodynami.schen Wirkung insbesondere von der Form des Metalls oder Metallsalzes, in der es zur Anwendung gebracht wird, in großem Maße ,abhängt.
  • Eine wichtige Aufgabe zur Erzeugung eines wirksamen @oligodynamisch sterilisierenden Mittels wird @es daher sein, das Metall bzw. Metallsalz m einer möglichst aktiven Form herzustellen.
  • Es ist bekannt, daß die @aligodynamische Wirkung dadurch erhöht werden kann, daß gleichzeitig eine Einwirkung eines. anderen sterilisierenden Mittels, beispielsweise Chlor .oder Ozon, zur Anwendung gelangt. Ferner kann auch die Wirkung erhöht werden durch den @elektrischen Strom, und zwar so, daß das Metall ,als Anode geschaltet wird und dadurch der Lösungsdruck der Metallionen vergrößert wird.
  • Außerdem ist es bekannt, zu einer rationellen Ausübung des oligodynamischen Sterilisierungsverfahrens das wirksame MetalLoder Metallsalz direkt auf dem das zu sterilisierende Medium aufnehmenden Gefäß zu erzeugen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur @oligodynamischen Sterilisierung durch die Anwendung von Formkörpern, welche das oligodynamische Metall bzw. Metallsalz, auf oxydiertem Aluminium bzw. ,einer Aluminiumlegierung niedergeschlagen, enthalten. Es ist bekannt, durch chemische oder elektrochemische Maßnahmen Oxyd.schichten auf Aluminium oder dessen Legierung herzustellen. Die auf diese Weise erzeugten Oxyd.schichten sind verschieden, je nach den zur Anwendung gebrachten Bädern, deren Konzentration, der Arbeitstemperatur, der Stromart und der Nachbehandlung. Die Nachbehandlung kann beispielsweise m einer Einwirkung von überhitztem Wasserdampf bestehen.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß auf die genannten Unterlagen ,aufgebrachte Metalle ,oder Metallsalze eine große @oligodynamische Wirkung zu entfalten imstande sind. Man kann beispielsweise den oxydierten Aluminiumgegenstand zunächst meine Ammoniumchlaridlösung geeigneter Konzentration und daraufhin in eine Silbernitratlösung geeigneter Konzentration eintauchen. Dadurch entsteht an der Oberfläche der Oxyds.chicht bzw. in deren Poren sein Silberchloridniederschlag, der stark @olygodynamisch wirksam ist. Die ,oligodynami.sche Wirkung kann in an sich bekannter Weisid noch dadurch vergrößert werden, daß der im Dunkeln hergestelltle Silberchloridniederschlag späterhin einer Belichtung .ausgesetzt wird -und dann eine weitere Behandlung wie bei üblichen photographischen Verfahren erfährt.
  • Man kann ,auch Formkörper verwenden, welche dadurch verhalten werden, daß der,csxy= diene Aluminiumgegenstand in eine Silbernitratlösung gebracht und daraufhin in :einer, Formalinlösung reduziert wurde. Es. lassen, sich jauch andere :uligodynamisch wirksame, auf dem oxydierten Aluminium hergestellte Schichten, beispielsweise Kupferoxydul u. dgl., mit Vorteil anwenden.
  • Durch Lokalelementbildung kann, wie auch bereits: bekannt ist, die oligodynamische Wirkeng gesteigert werden. Wird z. B. eine nach den ;oben ;angegebenen Maßnahmen im Dunkeln @erzeugte Silberchloridschicht belichtet und daraufhin entwickelt -und fixiert und dem Fixierbad Goldchlorid hinzugesetzt, so findet .eine Einlagerung von feinen Goldteilchen statt. Bei, der Verwendung solcher Giegenstände zur oligodynamischen Sterilisierung haben sich überraschend gute Erfolge erzielen lassen.
  • Es ist nun möglich, auch Gefäße aus Aluminium, welche nach der F:or ingebung oxydiert: und sauf bzw. in den Poren der Oxydschicht mit einem Niederschlag des @oligodynami.sch wirksamen Metalls :oder Metallsalzes versehen wurden, zur Sterilisation zu verwenden. Sao. haben sich beispielsweise- Konservenbüchsien aus Aluminium, die derat-t hergestellt wurden, zur Aufnahme von Fruchtgelees :als hervorragend geeignet erwiesen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCEIE: i. Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung, gekennzeichnet durch die Verwendung von oligödynamisch wirksamen Metallen bzw. Metallsalzen, welche auf Trägern aus :oxydiertem Aluminium oder :einer -oxydierten Aluminiumlegierung niedergeschlagen sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch: i, gekenrizeichnet durch die Verwendung von oligodynamisch wirksamen Metallen bzw. Metäll.salz@en, welche auf mittels Gleich- :oder Wechselstrom elektrisch oxydiertem Aluminium bzw.einer entsprechend :oxydierten Aluminiumlegierung, niedergeschlagen sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I, gekennzeichnet durch die Anwendung von olig:odynannisch wirksamen Metallen bzw. Metallsalzen, welche ,auf chemisch oxydiertem Aluminium bzw. einer chemisch oxydierten Aluminiumlegierung niedergeschlagen sind. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Anwendung von oligodynamisch wirksamen Metallen bzw. Metallsalzen, welche auf Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen, deren Oxydschichten -einer Nachbehandlung zur Modifizierung ihrer Oberfläche beispielsweise mit überhitztem Wasserdampf unterworfen wurden, niedergeschlagen sind. 5. Verfahren nach Anspruch i bis ¢, gekennzeichnet durch die Anwendung :eines Silberüberzugs, welcher durch Reduktion von Silbernitrat verhalten wurde. 6. Verfahren nach Anspruch i bis q., ge- kennzeichnet durch die Anwendung Beines Silberüberzugs, welcher auf -photochemischem'Wege erhalten wurde. Verfahren nach Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch die Anwendung von Trägern, welche ein weiteres Metall, zur L:okalelementbildung ni@ederges chlagen, enthalten. B. Verfahren nach Anspruch i bis q., =g@ekennzeichnet durch die Verwendung eines Niederschlags aus Silberchlorid. g. Verfahren ,nach Anspruch i biss q., gekennzeichnet durch die Verwendung eines Niederschlags aus Silberoxyd. i o. Verfahren nach Anspruch r bis q., gekennzeichnet durch die Verwendung eines Niederschlags aus. Kupfer. I I . Verfahren nach Anspruch I bis q., gekennzeichnet durch die Verwendung eines Niederschlags aus Kupferoxyd :oder Kupferoxydul. 12. Verfahren nach Anspruch i bis I I, dadurch gekennzeichnet, daß die sterilisierende Wirkung durch Aziwesenheit eines weiteren sterilisierend wirkenden Mittels, b,ei:spielsweise Chloroder Ozon, gesteigert wird. 13. Verfahren nach Anspruch I bis i I, dadurch gekennzeichnet, daß die oligodynamische Wirkung durch ein elektrisches Potentialgefälle im Gleich- oder Wechselstromfeld gesteigert wird: 1q.. Verfahren zur :oligodynamischen Sterilisierung, gekennzeichnet durch die Verwendung von Gefäßen aus oxydiertem Aluminium bzw. einer oxydierten Aluminiumlegi:erung, welche mit einem :oligodynamisch wirkenden Metall bzw. Metallsalz überzogen sind.
DET42910D 1933-08-10 1933-08-10 Verfahren zur oligodynamischen Sterilisierung Expired DE653362C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939950C (de) * 1940-08-22 1956-03-08 Katadyn G M B H Deutsche Verfahren zur Erhoehung der Reaktionsfaehigkeit von in Loesung gebrachten sauerstoffuebertragenden chemischen Verbindungen mit entkeimender bzw. entseuchender Wirkung
DE102009046743A1 (de) * 2009-11-17 2011-05-19 Primus Oberflächentechnik GmbH & Co. KG Verfahren zur Herstellung einer antimikrobiellen Oberfläche eines Gegenstandes und Gegenstand mit einer antimikrobiellen Oberfläche

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939950C (de) * 1940-08-22 1956-03-08 Katadyn G M B H Deutsche Verfahren zur Erhoehung der Reaktionsfaehigkeit von in Loesung gebrachten sauerstoffuebertragenden chemischen Verbindungen mit entkeimender bzw. entseuchender Wirkung
DE102009046743A1 (de) * 2009-11-17 2011-05-19 Primus Oberflächentechnik GmbH & Co. KG Verfahren zur Herstellung einer antimikrobiellen Oberfläche eines Gegenstandes und Gegenstand mit einer antimikrobiellen Oberfläche

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