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Abdichtung für Trockengasbehälter Der Scheibenumfang von Trockengasbehältern
wird nach der Behälterwand hin durch angepreßte Dichtungskörper mit den dazugehörigen
dehnbaren, geschrnierten Schleifleisten abgedichtet.
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Außerdem muß eine gasdichte Verbindung zwischen den radial verschiebbaren
Dichtungskörpern und der festen Scheibendecke vorhanden sein. Hierzu diente bisher
eine Ringtasse mit Flüssigkeit, in die ein mit den Schleifleisten gasdicht verbundener
Ringvorhang eintaucht, oder ein -in den Gasraum halbkreisförmig durchhängender Vorhang,
der am Scheibenrand befestigt ist.
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Nach der Erfindung wird für diese rückwärtige gasdichte Verbindung
der Schleifleisten mit der Scheibe eine von den vorgenannten Ausführungen abweichende
neue und fortschrittliche Form gewählt, die im Patent 427 145 zwar schon im Prinzip,
aber noch nicht in vorteilhafter Form offenbart worden ist. Nach dem Patent 427
145 gleitet der Abdichtungskörper selbst unter Fett auf dem festen Scheibenrand,
wobei ein Abheben desselben vom Scheibenrande durch Führungsböckchen verhindert
-wird. Letzteres würde sonst beim Abwärtsgang der Scheibe wegen der Umfangsreiblung
eintreten, und schon ganz geringe Abhebungen vom Scheibenrande t' L' würden Fettverlust
und Gasundichtigkeit ergeben können.
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Die Gasdichtigkeit der Gleitstelle wird im Patent 427 145 durch konsistentes
Fett zu erreichen versucht, das durch einen gebauschten Stoffstreifen überdeckt
ist, der fest an die Scheibe anschließt, so wie er im Prinzip heute noch verwendet
wird. Nach der Erfindung wird ebenfalls eine geschmierte Gleitdichtung angewendet
und sind ebenfalls Führungsböckchen zur Vermeidung des Abhebens der Gleitdichtung
von ihrer -Unterlage vorgesehen. Aber die Gleifböckchen sind unmittelbar mit der
Schleifleiste verbunden und führen sich am Scheibenrande. Für die geschmierte Gleitdichtung
ist eine besondere ringförmige Schleppe mit Schleppleiste vorgeschlagen. Die Erfindung
arbeitet also mit verbesserter Form und mit geeigneteren, betriebssichereren Hilfsmitteln.
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In den Ausführungsbeispielen nach den Abb. i und 2, Querschnitt und
Vorderansicht, wird eine ringförmige, dehnbare Schleppleiste2 vorgeschlagen, die
den Hauptschleifleisten i verkleinert nachgebildet sein kann.
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Ferner werden kurze, dicht nebeneinanderliegende Gleitplatten 15 vorgeschlagen,
die den unteren Schleifring i unterstützen und sich mittels Führungsböckchen in
Schlitzen
im Scheibenrande 3 so führeil, daß erhebliche radiale,
aher nur ganz kleine senkrechte und tangentiale Verschiebungen der Gleitplatte 15
möglich sind.
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Die senkrechte Anpressung der Schlepp:-leiste -2 an den Scheibenrand
3 kann durch Druckfedern oder Hebel erfolgen, zweckmäßiger aber werden Gewichte
4 dazu verwendet, die ungefähr die gleiche Länge haben wie die zaMreichen dicht
aneinander gereihten Abdichtungskörper 5. Letztere bestehen aus dem senkrechten
Steg und den oberen und unteren, fest am Steg angeschweißten Druckplatten
8, die das ihnen - zugehörige kurze Segment der Schleifleiste i halten.
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je zwei mit geringem Spielraum nebeneinanderliegende Abdichtungskörper
5 -%vzrden gelenkig verbunden durch ein Querstück g. Gegen letztere drückt
eine nachstellbare Feder io, wodurch die ringsum laufenden Schleifleisten i um so
schmiegsamer an die Behälterwand gepreßt werden, je kürzer die einzelnen
Segmente 8 sind.
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Über dem Fett 7, zweckmäßig konsistentes Fett, befindet sich
in bekannter Weise im offenen # Schmierkanal ein Ülverschluß i i, durch den das
Fett selbsttätig und dauernd aktiv gehalten wird. Sollte auch mir die geringste
Gasundichtigkeit der gesamten Ab-
dichtung, einschließlich der Schleppleisten
2, vorkommen, dann macht sie sich genau an der undichten Stelle durch Blasenbildung
leicht erkennbar.
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Die Verbindung der Schleppleiste 2 ist nur mit der unteren Schleifleiste
notwendig. Sie erfolgt durch die in verblatteten Schichten aus geeignetem dehnbarem
Stoff bestehende Ringplatte oder Schleppe 12. Unterhalb der Ringplatte 12 können
zweckmäßig noch Seg-
mente 14 aus dünnem Blech eingelegt sein, die das nötige
geringe Ausbiegen dieser Schleppe i?, nicht behmdern, wenn sich die Schleppleiste
2 abnutzt oder -,venn ein ge-
ringes senkrechtes Spiel der Gleitplatte 15
am Führungsböckchen auf dem Scheibenrand eintritt.
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Die GleitplatteiS enthält im Führungsböckchen einen Zapfen 16,. an
den sowohl der Schraubenbolzen 17 angelenkt ist, der die untere Schleifleiste
i zusammenhält, als auch der Schraubenbolzen 18, der die Schleppleiste:z zusammenhält.
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Der ganze Raum -zwischen den Schleifleisten i ist für das Fett
7 von innen her frei zugängig, ebenso für den bedienenden Arbeiter. Der Zweck
der am waagerechten Scheibenrandc 3 für sich gesondert an zahlreichen Druckpunkten
angepreßten Schleppleiste 2, ist der, die gasdichte Gleitverbindung mit dem
Sc'heibenrande unbedingt aufrechtzuerhalteil, also auch dann, wenn die mit ihr ja
durch die Ringplatte 12 verbundenen Hauptschleifleisten i kleine senkrechte Nebenbewegungen
zur Scheibenbewegung ausführen. Dieser gegenseitigen Unabhängigkeit der Bewegungen
dient erstens die biegsame Schleppe 12 mit der Schleppleiste 2 und ferner das Gelenk
16 im Führungsböckchen der Gleitplatte 15. Der Zweck der genannten Teile 12, 15
und 16 ist ferner der, bei den unvermeidlichen, wenn auch geringen Schiefstellungen
der Scheibe im Behälter, die feste, gasdichte Anlage der Schleifleiste i an der
Behälterwand und der Schleppleiste 2 auf dem Scheibenrande 3 nicht dadurch
gefährden zulassen, daß die Scheibe 3
dann zeitweise einen spitzen
oder stumpfen Winkel zur Behälterwand 6 bildet.
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Die Menge des Fettes liegt am Scheibenrande nur in Bereitsäaft und
hüllt alle Teile der Dichtung ein. Das ist ein Vorteil, der nicht etwa. durch erhöhten
Fettverbrauch gemindert wird. Der Fettverbrauch bleibt dersellie, der sonst zur
Verringerung der Reibung und des Verschleißes und somit zur gasdichten Verschmierung
der Poren und Porenkanäle, auch erforderlich ist.