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Vorrichtung zum Feststellen senkrecht verschiebbarer Fenster Die Erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Feststellen senkrecht verschiebbarer Fenster
mittels Sperrhebels mit Daumenanschlag, der im Bereich des Fensterbewegungsanschlages
liegt. Vorrichtungen dieser Art sind .durch Patent 646 683 geschützt.
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Das Hauptpatent hatte eine zweckmäßige Ausgestaltung und Anordnung
von Sperrhebel und Fensterbewegungsanschlag zum Gegenstand. Der Anwendungsbereich
solcher Vorrichtungen kann erheblich erweitert werden, wenn der Sperrhebel eine
solche Ausgestaltung erhält, daß er auch für Fenster brauchbar wird, die ihre Führung
durch Zapfen erhalten, die in im Futterrahmen des Fensters vorgesehenen Nuten laufen.
Das geschieht durch die vorliegende Erfindung.
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Sie besteht darin, daß der Sperrhebel mit seinem vorderen Ende in
der Führungsnut des Futterrahmens läuft und sich etwa in der Schwenkachse des um
seine Unterkante kippbaren Flügels befindet. Erfindungsgemäß läuft das Sperrhebelende
in im Futterrahmen vorgesehenen Führungsnuten, deren untere Enden in an sich bekannter
Weise vertieft ausgeführt sind.
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Die Erfindung ist mit ihren Merkmalen auf der Zeichnung beispielsweise
veranschaulicht. Abb. i zeigt ein in einer Vertikalebene verschiebbares Fenster
in Ansicht; Abb. 2 ist ein Grundriß zu Abb. i ; Abb.3 zeigt den Schiebeflügel in
herausgekippter Lage in Seitenansicht; Abb.4 stellt den Querschnitt durch ein Schiebefenster
dar, das aus seiner Verschlußvertikalebene zum Öffnen in eine andere Vertikalebene
verschoben werden muß; Abb. 5 ist ein Grundriß des Fensters nach Abb. 4; Abb.6 ist
eine vergrößerte Ansicht des Lasthebelarms der Hebelsperre.
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Auf den Zeichnungen ist a der senkrecht verschiebbare Rahmen, b der
Futterrahmen des Schiebefensters. Der Schieberahmen a liegt lose im Futterrahmen
b. Seine Führung erhält er durch die an den oberen Seitenrändern des Rahmens:a vorgesehenen
festen Zapfen c und durch die aus den unteren Seitenrändern hervorragenden, in einer
Flucht mit der unteren Rahmenkante liegenden Enden der Lasthebelarme d der an den
unteren Ecken des Schiebefensterrahmens angebrachten Hebelsperre e. Die Zapfen c
und die Hebelarme d gleiten in Führungsnuten f, die zu beiden Seiten
des Futterrahmens, dem Schieberahmen zugekehrt, vorgesehen sind.
In
der Ausführungsform nach Abb.4 ist der Schieberahmen nicht in einer glatt durchlaufenden
Vertikalebene beweglich, sondern muß erst aus seiner Verschlußstellung in die Bewegungsvertikalebene
geführt werden. Das geschieht durch die schrägen Nutenführun-# gen f1, in denen
die Hebelenden d zunächst gleiten. Zweckmäßig sind diese 1Vutenteile f1 tiefer ausgeführt
als die übrigen vertikal verlaufenden Nutenteile, so daß zwischen Hebelende und
Futterrahmenwand ein geringes Spiel verbleibt. Eine solche Vorkehrung verhindert
einmal eine unnötige Beanspruchung des Futterrahmens durch die Hebelenden, und außerdem
wird durch das vorgesehene Spiel die Herausnähme des Schieberahmens zwecks Reinigens
erleichtert.
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Die als Führungszapfen verwendeten Hebelsperren bestehen, wie Abb.
i erkennen läßt, aus einem doppelwandigen Beschlagblech g, in dessen Innerem der
Sperrhebel e um den Zapfen h drehbar gelagert ist. Durch die Feder i wird er zweckmäßig
immer in eine Normalstellung gedrückt. Der Krafthebelarm h des Sperrhebels trägt
einen Finteransatz 1, der durch eine Öffnung nz des Beschlagbleches an einer
solchen Stelle nach außen hervorragt, daß der Daumen der am Handgriff n angreifenden
Hand gleichzeitig den Sperrhebel betätigen kann. Die Länge des Sperrhebels, insbesondere
des Kraftarmes, richtet sich nach dem Gewicht bzw. nach der Größe oder Breite des
Schiebefensters. je leichter der zu verschiebende Rahmen ist, um so kürzer kann
der Krafthebelarm 1z werden.
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Die Enden der Lasthebelarme d der Sperrhebel haben drei Aufgaben zu
erfüllen: i. dienen sie zur Führung des Rahmens in den Futterrahmennuten, 2. stellen
sie das Fenster an jeder gewünschten Stelle fest, 3. wirken sie als Kippzapfen,
wenn das Fenster zwecks Außenreinigung nach innen gekippt wird.
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Eine Festklemmung des Sperrhebels erfolgt am besten durch Linienberührung
des Hebels mit dem Boden der Nut des Futterrahmens. Infolgedessen wird das Lastarmende
zweckmäßig quadratisch ausgebildet und derartig winklig angeschärft, daß eine Druckkante
entsteht, die die gewünschte Linienberührung bei der Feststellung des Rahmens ergibt.
Durch das Flügel- bzw. Rahmengewicht ergibt sich infolge der Ausbildung der Druckkante
ein derart hoher Anpressungsdruck, daß auch Schiebeflügel von erheblichem Ge--yicht
mit Sicherheit in jeder beliebigen Stel-..lüng festgehalten und trotzdem sicher
geführt werden. Ein unschöner Anblick durch die Druckstellen im Holz des Futterrahmens
ergibt sich nicht, weil der Weg der Lasthebelarme auf seine ganze Länge in den Nuten
verläuft und von außen nicht sichtbar ist.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist nicht nur anwendbar auf Fensterkonstruktionen
mit geradlinig lotrecht laufenden Schieberahmen, sondern auch auf solche, bei denen
Unter- und Oberflügel in geschlossenem Zustande in einer Flucht liegen, also der
Unterflügel bei Öffnung des Fensters erst in eine andere Ebene als die Verschlußebene
gekippt werden muß (vgl. Abb. 4).
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Die Erfindung beschränkt sich natürlich nicht nur auf Schiebefenster
der bezeichneten Art. Sie ist in gleicher Weise anwe4dbar auf Türen, Luken, Fallen
u. dgl. Bauelemente, die eine senkrechte Verschiebung in der beschriebenen Weise
auszuführen haben.
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Vor allem muß darauf hingewiesen werden, daß infolge der Befestigung
der Sperrhebel am unteren Rahmenholz des Schiebeflügels für die Länge der Krafthebel
praktisch leine Grenzen gesetzt sind. Wichtig ist diese Tatsache insbesondere für
große Flügel, deren Gewicht eine entsprechende Bemessung der Krafthebelarme erfordert.