DE65314C - Verfahren und Vorrichtung zum Mafsnehmen für Kleidungsstücke - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Mafsnehmen für KleidungsstückeInfo
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- DE65314C DE65314C DENDAT65314D DE65314DA DE65314C DE 65314 C DE65314 C DE 65314C DE NDAT65314 D DENDAT65314 D DE NDAT65314D DE 65314D A DE65314D A DE 65314DA DE 65314 C DE65314 C DE 65314C
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- 238000000034 method Methods 0.000 title claims 3
- 238000005259 measurement Methods 0.000 claims description 8
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41H—APPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- A41H1/00—Measuring aids or methods
- A41H1/02—Devices for taking measurements on the human body
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biophysics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Tape Measures (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Behufs Vereinfachung des Mafsnehmens für Kleidungsstücke und zur Vermeidung der beim
Niederschreiben der einzelnen sich ergebenden Mafse häufig vorkommenden Irrthümer dient
nach vorliegender Erfindung ein Mefsband, welches der Breite nach durch Längslinien oder
verschiedenfarbige Felder in eine gröfsere Anzahl (etwa fünf) sich über die ganze Länge erstreckende
Abtheilungen getheilt ist. Auf einem solchen, nur für ein bestimmtes Kleidungsstück
brauchbaren Mefsband werden die einzelnen Mafse sofort beim Mafsnehmen durch Eindrücke,
Durchlochungen oder sonstige Kennzeichen angemerkt, indem dieselben — an dem
einen Ende der äufsersten Längstheilung beginnend , am anderen in die nächstfolgende
übergehend und in entgegengesetzter Richtung fortschreitend — in derselben Reihenfolge hinter
bezw. neben einander gesetzt werden, in welcher sie beim Aufzeichnen des Schnittmusters
für das betreffende Kleidungsstück Verwendung finden sollen.
Zum Aufzeichnen der einzelnen Mafse auf dem Mefsband während des Mafsnehmens bedient
man sich vorzugsweise der in Fig. 1 bis 4 in vergrößertem Mafsstab veranschaulichten, auf
dem Mefsband A verschiebbaren Vorrichtung B, mittelst welcher die Mafse, d. h. der Anfangsund
Endpunkt eines Längenmafses, durch Lochungen gekennzeichnet werden. Eine solche
Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer mit seitlichen Führungen b2 versehenen Platte b,
mit welcher eine Klappe c dadurch gelenkig verbunden ist, dafs ihre seitlichen Zapfen e in
den Ohren d der Platte b drehbar gelagert sind. Durch in passender Weise angeordnete
Federn f erhält die Klappe c das Bestreben, nachgiebig gegen das zwischen ihr und der
Platte b durchgezogene Mefsband A zu pressen und so die ganze Vorrichtung mittelst Reibung
auf dem letzteren zu halten. An ihrer vorderen Kante sind die Platte b und die· Klappe c mit
übereinstimmenden, der Zahl und Anordnung der Längstheilungen des Mefsbandes A entsprechenden
Bohrungen bl bezw. c1 versehen,
zu welchen ein quer zum Mefsband verschiebbarer Lochstempel g beliebiger Einrichtung
pafst. Der letztere ist über jede der Bohrungen. c1 der Klappe c einstellbar, zu welchem
Zweck beim Ausführungsbeispiel die Führungsleisten i das mit seitlich vorspringender Fufsplatte
k1 versehene Stempelgehäuse k in der gezeichneten Stellung dadurch festzuhalten vermögen,
dafs schon in der Ruhelage der Stern* pel g etwas unterhalb dieser Fufsplatte vorspringt
und in die betreffende Bohrung c1 der Klappe c eintritt.
Das Stempelgehäuse kann daher nur dann von einer Bohrung c1 der Platte c nach einer
anderen verschoben werden, wenn dasselbe so weit gedreht wird, dafs die seitlich vorspringenden
Theile der Fufsplatte k die Richtung der zwischen den Führungsleisten i verbliebenen
Rinne einnehmen. In dieser Stellung kann erst der Stempel g aus dem Bereich der
ihn jeweilig aufnehmenden Bohrung c1 entfernt und über eine andere Bohrung eingestellt werden.
Der Stempel g steht unter dem Einflufs einer sich gegen seinen Bund g1 und gegen
die Fufsplatte k1 im Innern des Gehäuses k
legenden Feder /, welche denselben in seine Ruhelage zurückzubringen bestrebt ist, so dafs
nach erfolgter Bethätigung des Stempels zum Zweck der Durchlochung oder anderweitigen
Kennzeichnung des Mefsbandes die Markirvorrichtung B beliebig auf letzterem (nöthigenfalls
nach stattgefundenem Lüften der Klappe c) verschoben werden kann, ohne dafs es erforderlich
wäre, das Stempelgehäuse aus seiner Führung zu entfernen. Die beim Durchlochen des Mefsbandes allenfalls ausgestanzten Scheibchen
werden zweckmäfsig in einem unterhalb der Platte b angebrachten Kästchen m,. welches
seitlich mittelst einer federnden Klappe m1 geschlossen
gehalten wird, aufgefangen.
Die Handhabung des Mefsbandes mit der Markirvorrichtung ist folgende: Beginnt man
beim Anmessen eines Kleidungsstückes an dem im rechten Winkel abgeschnittenen oder durch
neben einander angeordnete Durchlochungen gekennzeichneten Ende des Mefsbandes A,
Fig. 5, indem man zunächst die obere Längstheilung benutzt, so kann man beispielsweise
die Mafse 1-2, 2-3, 3-4, 4-5 mit Hülfe des Stempels g anmerken, wobei man jedesmal
von der letzten Marke des vorher genommenen Mafses ausgeht, bis das übrig bleibende Stück
der ersten Abtheilung nicht mehr für das in der Reihenfolge zunächst zu nehmende Mafs
(5-6) ausreicht. Dieses Mafs ist dann, von der Marke 5 ausgehend, in der der vorhergegangenen
entgegengesetzten Richtung (von links nach rechts) in der nächsten Abtheilung des Mefsbandes,
also bei 6, zu durchlochen und fährt man dann in ähnlicher Weise fort, je nach Bedarf die anderen Abtheilungen des Mefsbandes
für die übrigen noch zu nehmenden Mafse 6-7, 7-8, 8... 20-21 zu benutzen.
Um das Auffinden einzelner solcher in bestimmter Reihenfolge genommener Mafse auf
dem Mefsband zu erleichtern, pflegt man auch nach dem Ausnutzen einer Abtheilung des
Mefsbandes anstatt von der letzten Marke in derselben in der nächsten Abtheilung zurück
zu messen, beim jedesmaligen Uebergang nach einer neuen Abtheilung wieder an dem rechtwinklig
abgeschnittenen oder gelochten Ende des Mefsbandes zu beginnen und so mit dem
Markiren der genommenen Mafse fortzufahren, bis die sämmtlichen Mafse für ein Kleidungsstück
genommen und auf dem betreffenden Mefsband angemerkt sind.
Um beim Mafsnehmen an beliebigen Stellen des Körpers senkrechte oder waagrechte Linien "
anmerken zu können, empfiehlt es sich, die zum Anmerken der Mafse dienende Vorrichtung
B mit zwei rechtwinklig zu einander angeordneten Wasserwaagen 0 o[, Fig. 4, zu versehen.
Man hat dann nur nöthig, das Mefsband straff zu ziehen und so an den auszumessenden
Körper (Fig. 6 und 7) zu halten, bis das Luftbläschen der betreffenden Wasserwaage
richtig einspielt.
Claims (2)
- . Patent-Ansprüche:ι . Verfahren zum Mafsnehmen für Kleidungsstücke, darin bestehend, dafs man für jedes Kleidungsstück ein besonderes Mefsband benutzt, welches der Breite nach in zwei oder mehrere sich über dessen ganze Länge erstreckende Abtheilungen oder Felder getheilt ist, auf welchen die einzelnen Mafse während des Mafsnehmens — von der einen zur anderen Abtheilung übergehend — durch Eindrücke, Lochungen oder sonstige Kennzeichen in derselben Reihenfolge hinter bezw. neben einander angemerkt werden, in welcher sie beim Aufzeichnen des Schnittmusters Verwendung finden sollen, zum Zweck, die beim Anschreiben der einzelnen Mafse vorkommenden Irrthümer zu vermeiden.
- 2. Zur Ausführung des unter 1. angegebenen Verfahrens eine auf dem Mefsband A verschiebbare Vorrichtung zum Durchlochen des letzteren, bestehend aus der zur Führung des Mefsbandes dienenden Platte b und der federnd auf das Mefsband ■ pressenden Klappe c, an deren vorderer Kante übereinstimmend und der Zahl der Abtheilungen des Mefsbandes entsprechende Bohrungen (O1C1J angebracht sind, über welche ein Stempel g derart eingestellt werden kann, dafs beim Niederdrücken desselben ein Loch im Mefsband erzeugt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65314C true DE65314C (de) |
Family
ID=339118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65314D Expired - Lifetime DE65314C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Mafsnehmen für Kleidungsstücke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65314C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE912683C (de) * | 1951-06-14 | 1954-11-29 | Hans Grieser | Vorrichtung zur Ermittlung genauer Koerperhaltungsmasse beim Massnehmen in der Schneiderei sowie Verfahren zum Massnehmen mit dieser Vorrichtung |
-
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- DE DENDAT65314D patent/DE65314C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE912683C (de) * | 1951-06-14 | 1954-11-29 | Hans Grieser | Vorrichtung zur Ermittlung genauer Koerperhaltungsmasse beim Massnehmen in der Schneiderei sowie Verfahren zum Massnehmen mit dieser Vorrichtung |
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