DE651964C - Verfahren und Maschine zum Formen von Lederstreifen zu Schraubenringen - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Formen von Lederstreifen zu Schraubenringen

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DE651964C
DE651964C DED72517D DED0072517D DE651964C DE 651964 C DE651964 C DE 651964C DE D72517 D DED72517 D DE D72517D DE D0072517 D DED0072517 D DE D0072517D DE 651964 C DE651964 C DE 651964C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/28Processes or apparatus for the mechanical treatment of hides or leather not provided for in groups C14B2700/01 - C14B2700/27

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zum Formen von Lederstreifen zu Schraubenringen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Formen von in U-Form gebrachten, mit Wachs getränkten Lederstreifen, wie sie in erster Linie zu Dichtungszwecken benutzt werden, zu Schraubenringen mit senkrecht zum Schraubenringquerschnitt verlaufenden U-Schenkeln.
  • Erfindungsgemäß wird der Lederstreifen zusammen mit einem biegsamen, zwischen seinen U-Schenkeln fortlaufend eingeführten Abstandlialter unter Spannung in Schraubenform aufgewickelt und dabei zuerst erwärmt und dann abgekühlt.
  • Die fortlaufende Einführung des biegsamen Abstandhalters verhindert, daß die U-Schenkel des Lederstreifens beim Aufwickeln in Schraubenform einwärts gedrückt werden. Durch die Erwärmung des Lederstreifens beim Aufwickeln wird eine gleichmäßige Durchtränkung des Lederstreifens mit Wachs bei Vermeidung des Heraustretens von Wachs an der Biegungsstelle erzielt bzw. aufrechterhalten, während man durch die darauffolgende Abkühlung erreicht, daß der Werk-Stoff etwas zusammenschrumpft und dadurch der Lederstreifen seine Form behält.
  • Die lUaschine zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung besteht im wesentlichen aus einem feststehenden, mit Innen-,gewinde versehenen und zweckmäßig zweiteiligen Zylinder und einem in diesem drehbaren glatten Dorn, auf den der Lederstreifen zusammen mit dem fortlaufend eingeführten Abstandhalter aufgewickelt wird und der zur Einführung des Streifens in den Raum zwischen den Windungen des Schraubenganges dient. Der Dorn kann auf einer ortsfesten Antriebswelle, mit der er auf Drehung gekuppelt ist, längs verschieblich angeordnet sein.
  • Zweckmäßigerweise sieht man vor dem Aufwickelzylinder einen festen Abstandhalter vor, der zwischen die Schenkel des in U-Form gebrachten Lederstreifens greift und an dessen vorderem Ende der biegsame Abstandhalter vorbeiläuft, um zwischen die Schenkel des Lederstreifens einzutreten.
  • Auf der Zeichnung ist die Maschine nach der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Fig. i und 2 zeigen die Gesamtanordnung (Form- und Aufwickelmaschine) in Seitenansicht und im Grundriß.
  • Fig. 3 veranschaulicht Querschnitte mehrerer mit der Maschine nach Fig. i und 2 hergestellter und in U-Form gebrachter Lederstreifen.
  • Fig. 3a ist ein Schnitt durch einen Lederstreifen, bevor er in U-Form gebracht ist. Fig. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab teils in Ansicht von oben und teils im Schnitt eine Reihe von Forinwalzen und den Aufwickel-7ylinder.
  • Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellulik-, des Aufwickelzylinders.
  • Fig. 6 zeigt eine Einzelheitirn Schnitt nad der Linie 6-6 der Fig. 4.
  • Fig. 7, 8 und 9 sind Schnitte nach den Linien 7-7, 8-8 und 9-9 der Fig. 4 und veranschaulichen die Formwalzen, die nacheinander den Lederstreifen bearbeiten, wenn er durch die Forrnmaschine hindurchgeht.
  • Fig. io zeigt teils in Endansicht und teils im Schnitt die den Aufwickeldorn treibende und tragende Einrichtung.
  • Fig. ii zeigt einen der Dornträger in Seitenansicht mit einem auf dem Träger ruhenden Dorn, der im Schnitt dargestellt ist.
  • Fig. 12 ist ein Schnitt durch den Dorn nach der Linie 12-1:2 der Fig. 4.
  • Fig. 13 veranschaulicht in vergrößertem Maßstabe einen Teil der Lederstreifenführung im Schnitt.
  • Fig. 14 zeigt einen Teilschnitl durch den Aufwickelzylinder mit eingeführtem Lederstreifen.
  • Der in U-Form. zu bringende LederstreifenL wird sorgfältig durch Auswialzen vorbereitet, um den Querschnitt entsprechend der endgültig erstrehten Form ändern zu können. Die Kanten des Lederstreifens, die die wirksarnen Dichtungslippen bilden sollen, werden zweckmäßig abgeschrägt. Außerdem wird der Lederstreifen mit Wachs getränkt. Dann wird er in flachen Wickeln in, die Heiztrominel i eingebracht, der durch eine Leitung:2 -Dampf zugeführt wird, um das Wachs weich und das Leder für die Bearbeitung in der Formmaschine geschmeidig z-d machen. Hinter der Trommel i läuft der Lederstreifen L zwischen Rollenpaaren 3, 4 hindurch, von denen das letztere dazu dient, den Lederstreifen so zu drehen, daß er hochkantstehend über den Tisch 5 wandert. Durch eine Reihe von Formwalzenpaaren ' 6 bis ii mit kippen4i, 4:2 '(Tig. 7 und 8) wird der Lederstreifen allmählich U-förmig gebogen. Hat er das letzte Walzenpaar io, ii verlassen, dann geht er durch Führungen 1:2, 13 hindurch, die durch eine Heizvorrichtnug 14, 15 auf der notwendigen Temperatur gehalten werden. Die Schenkel des U-förmig gestalteten Streifens werden durch einen fest angeordneten Abstandhalter 16 auseinandergehalten, der -gleichzeitig das Streifeninnete glättet. Hinter dem Abstandhalter 16 ist ein biegsamer Ab- standhalter 17 vorgesehen, der durch einen Schlitz 18 zwischen die Führungen 12, i3'und die U-Schenkel des Lederstreifens L fortlaufend eintritt und dann mit diesem zusammen auf einen Dorn 2o in einem Wickelzylinder ig aufgewickelt wird. Seine Höhe ,ist so gewählt daß er die abgeschrägten Kante.n des Lederstreifens L schützt (Fig. 14)-.`J)er biegsame Abstandhalter 17 hat ein g-Y'öße'res Dehnungsvermögen und ist dichter "als der verarbeitete Werkstoff, damit er auf den U-förmigen Lederstreifen beim Aufwickeln von innen einen Druck ausübt.
  • -Der elektrisch beheizte Zylinder 19 ist o#rtsfest angeordnet und# mit einem Gewinde 2 1 versehen, das dazu dient, den in U-Form gebrachten Lederstreifen in Schraubenform um den umlaufenden Dorn 2o herumzuführen. Der Dorn 2o kann, wie in Fig. io angedeutet ist, hohl sein und eine Abschlußwand 2:2 besitzen, die in der Mitte mit einer viereckigen Aussparung zur Lagerung einer viereckigen .Welle 23 versehen ist und mit dieser umläuft, während der Dorn 2o in Längsrichtung zur Welle 23 wandern kann. Die Welle 2-3 wird über Stirnräder 24, 25 durch einen Motor 26 angetrieben.
  • Der Dorn:2o ruht in nachgiebigen Lagern, die durch über Rollen 28 an den Trägern 29 laufende Rietnen 27 (Fig. i i) gebildet sind, und hat eine gezahnte Klammer 4o (Fig. 4), an der das Ende des Lederstreifens L befestigt werden kann.
  • Der ortsfeste Zylinder ig besteht aus zwei Teilen, die bei 30 gelenkig miteinander verbunden sind und durch eine Klammer 31 zusammengehalten werden. In ähnlicher Weise sind die Führungen 12, 13 durch ein Gelenk 32 miteinander verbunden und durch Klammern 33 zusammengehalten. Ein Teil 34 der Führung 12,'13, in dem der Schlitz 18 für die Einführung des Abslandhalters 17 vorgesehen ist, steht Beie 35 mit dem Hauptteil der unteren Führung in gelenkiger Verbindung und wird in seiner wirksamen Stellung durch - eine exzentrische Scheibe 35' gehalten (Fig. 13), die eine Einstellung des Druckes des Abstandhalters 16 auf den Steg des U-förinigen Lederstreifens gestattet.
  • Die Formwalzenpaare 6 bis i i werden durch auseinanderklappbare Träger 36, 37 etragen, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Diese Träger sind bei 38 gelenkig miteinander verbunden und werden durch Klammern 39 zusammengehalten. Sie sind durch Exzenter, die durch Handhebel 43 (Fig. 9) unter dem Gelenk 38 drehbar liegen, einstellbar.
  • Auf diese Weise läßt sich die Form- und Aufwickelvorrichtung öffnen, um das Einbringen und Hindurchführen eines Lederstreifens zu erleichtern.
  • In dem den Dorn 2o umgehenden Zylinderteil 45 sind Kühlschlangen 44 (Fig. 4) vorgesehen. Das in ihnen umlaufende Kühlmittel dient dazu, den während der Formgebung und zunächst beim Aufwickeln warm gehaltenen Werkstoff abzukühlen, damit er, wenn er den Wickelzylinder ig verläßt, etwas zusammenschrumpft, dadurch steifer wird und seine Form behält.
  • Fig. 3 zeigt einige Beispiele von Querschnitten, die erfindungsgernäß hergestellt werden können; ihre Form entspricht dem Zweck, - für den die Dichtungsstreifen verwendet werden sollen. Von den beiden mit A bezeichneten Formen zeigt die eine ein durchgehendes U mit einer Verstärkung an der Außenseite des einen Schenkels und des Steges, während die andere das g!eiche U mit entsprechender Innenverstärkung veranschaulicht, jede dieser Formen kann hergestellt werden, ohne daß die Abmessungen des biegsamen Abstandhalters 17 geändert zu werden brauchen. Der verdickte Schenkel und der verdickte Steg verstärken die Dichtung und verlängern ihre Lebensdauer. Die Querschnittform B kann Verwendung finden, wenn die Kolbenabnutzung nicht übermäßig groß, aber eine Stegverstärkung notwendig ist,. um zu verhindern, daß die Dichtung am Steg gequetscht wird. Die Form C wird für außergewöhnliche Fälle bei großem Kolbenspielraum und sehr hohen Drücken benutzt, während die Form D dann Anwendung findet, wenn der Steg abgerundet werden muß, um sich der Krümmung der Stopfbüchsenringnase anzupassen.
  • Nach der Formgebung ist eine Nachbearbeitung des mit Wachs vorbehandelten und an den Kanten abgeschrägten I#ederstreifens nicht mehr notwendig. Dadurch kann der Lederstreifen an den abgeschrägten Kanten ],ein Wasser oder 01 aufnehmen, wie dies der Fall sein würde, wenn nach der Formgebung eine Nachbearbeitung notwendig ist.
  • Um die Maschine in Betrieb nehmen zu können, ist es notwendig, die Formwalzenpaare 6 bis i i, die Führungen 12, 13 und den Zylinder ig zu öffnen und den Lederstreifen von Hand durch die forrngebenden Maschinenteile hindurchzuführen sowie sein Ende an der gezahnten Dornklammer 4o zu befestigen. Dann wird der Zylinder ig ge-. schlossen; ebenso erfolgt ein Schließen der Führungen 12, 13, und die Formwalzenpaare bis ii werden eingeschwenkt.
  • Sobald #lie Maschine in Gang gesetzt ist, wird der Abstandhalter 16 in seine wirksame Lage gebracht, um die Schenkel des U-förinigen Lederstreifens L neben der Eintrittsstelle des Abstandhalters 17 auseinanderzuhalten. Der Dorn 20 wird durch die vom Motor 26 angetriebene Welle :23 in Drehung versetzt. Da die Welle 2,3 durch ein viereckiges Loch im Zahnrad 214 hindurchgeht, kann sie in axialer Richtung gleiten, um ein Einbringen oder Herausnehmen des Dorns 2o zu ermöglichen. Der U-förmige Lederstreifen wird auf den Dorn 2o, der auf der Welle 23 längs verschieblich ist, in Schraubenform entsprechend der Ganghöhe des Gewindes an der Innenseite des Zylinders ig aufgewickelt, nimmt den Dorn 2o durch Reibung mit und drückt ihn in Richtung der Welle :23 nach außen, wodurch ein Druck gegen den Steg des U-förmigen Lederstreifens an der Außenseite ausgeübt wird und dessen Ecken scharfkantig ausgeformt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Formen von in (J-Form gebrachten, mit Wachs getränkten Lederstreifen zu Schraubenringen mit senkrecht zum Schraubenringquerschnitt verlaufenden U-Schenkeln, dadurch gekennzeichnet, daß der Lederstreifen zusainmen mit einem biegsamen, zwischen seine U-Schenkel fortlaufend eingeführten Abstandhalter unter Spannung in Schranbenform aufgewickelt und dabei zuerst erwärmt und dann abgekühlt wird.
  2. 2. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen feststehenden, mit Innengewinde (--gi) versehenen, zweckmäßig zweiteiligen Zylinder (ig) und einen in diesem drehbaren glatten Dorn (20), auf den der Streifen (L),zusammen mit dem Abstandhalter (17) aufgewickelt wird und der zur Einführung des Streifens in den Raum zwischen den Windungen des Schraubenganges (21) dient. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (20) auf einer ortsfesten Antriebswelle (2,3), mit der er auf Drehung gekuppelt ist, längs verschieblich angeordnet ist. - 4. Maschine nach den Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch einen vor dem Zylinder (ig) angeordneten, zwischen die Schenkel des in U-Form gebrachten Streifens greifenden festen Abstandhalter (16), an dessen vorderem Ende der biegsame Abstandhalter (17) vorbeiläuft, um zwischen die Schenkel des Lederstreifens einzutreten.
DED72517D 1935-04-08 1936-04-08 Verfahren und Maschine zum Formen von Lederstreifen zu Schraubenringen Expired DE651964C (de)

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