DE651258C - Netznadel - Google Patents
NetznadelInfo
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- DE651258C DE651258C DEF80140D DEF0080140D DE651258C DE 651258 C DE651258 C DE 651258C DE F80140 D DEF80140 D DE F80140D DE F0080140 D DEF0080140 D DE F0080140D DE 651258 C DE651258 C DE 651258C
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Links
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04G—MAKING NETS BY KNOTTING OF FILAMENTARY MATERIAL; MAKING KNOTTED CARPETS OR TAPESTRIES; KNOTTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D04G1/00—Making nets by knotting of filamentary material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
Zum Knüpfen und Ausbessern von Fischnetzen sind Netznadeln bekannt, die aus
einem länglichen Nadelschaft mit einer in einer Aussparung angeordneten Zunge bestehen.
Derartige Nadeln können natürlich auch zu anderen Zwecken verwendet werden, wenn es sich um Gewebe handelt, die masqhenartig
geknüpft werden. In diesem Falle ist es nämlich erforderlich, einen möiglichst
iQ großen Garnvorrat auf der Nadel vorrätig zu
halten.
Die bisherigen Ausführungsformen bestehen lediglich aus einem flachen Nadelschaft,
dn den eine die Zunge einrahmende Aussparung eingearbeitet ist. Dies hat den
Nachteil, daß die Wandstärke des Nadelschaftes entsprechend groß sein muß, um eine
genügende Festigkeit gegenüber den bei der Arbeit auftretenden Biegungsbeanspruchun-
ao gen zu haben. Durch eine große Schaftdicke wird aber andererseits der zur Verfügung
stehende Wickelraum beeinträchtigt. Der maximale Querschnitt einer Nadel senkrecht
zur Längsachse ist nämlich durch die Größe der zu knüpfenden Masche gegeben. Je mehr
von dem zur Verfügung stehenden Raum durch die Wandstärke der Nadel aufgebraucht
wird, desto kleiner wird die aufwickelbare Garnmenge, d. h. desto öfter müssen Knoten
in das Gewebe eingearbeitet werden.
Ein weiterer Nachteil der flachen Ausführung ist darin zu sehen, daß die Nadelzunge
zur Erreichung der nötigen Biegungsfestigkeit besonders an der Wurzel verhältnismäßig
breit ausgebildet werden muß. Die Garnmenge jedoch, die auf eine Nadel-.auf zuwickeln
geht, ist neben anderem von der Breite abhängig, die zwischen Zungenwurzel und
innerer Nadelkante für das einzulegende'Garn übrigbleibt.
Außerdem sind Nadeln bekannt, die aus Blech ausgepreßt durch das Hineindrücken
einer Sticke in die Nadelmitte eine gewisse Versteifung erhalten sollen. Der Nachteil
liegt darin, daß beide Nadelseiten eine verschiedenartige Form erhalten und der Faden
ungleichmäßig aufliegt. Bei Webschiffchen ist es außerdem bekannt, zur Führung des
Schiffchens auf den Kettenfäden diesen Seitenstege zu geben, um es leicht auf diesen
Stegen gleiten zu lassen.
Außerdem gibt es Nadeln, die durch aneinandergeschweißte Drähte gebildet werden.
Zur Erzielung einer gewissen Schaftbreite können evtl. Zwischenstücke eingelegt werden.
Diese Nadeln können jedoch nur für feine Garne Verwendung finden, da ihre Festigkeit
für die bei der Arbeit auftretenden Beanspruchung bei Anwendung gröberer Garne zu gering ist.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wird nach der Erfindung die Nadel in Richtung
senkrecht zur Breitseite profiliert, dabei wird der Nadelschaft als Doppel-T-Profil ausgebildet,
dessen Flanschhöhe groß, evtl. ein Mehrfache's, im Verhältnis zur Stärke des Mittel-
Steges ist, und die Nadelzunge so ausgebildet, daß sie in Richtung der Nadelbreitseite schmal
und senkrecht dazu stark ist.
In Abb. ι ist eine derartige Nadel von oben gesehen dargestellt. Der Nadelschaft ist mit
ι bezeichnet, der nach dem Schnitt E-F der Abb. 2 aus einem 'schmalen Steg 2 und
Flansch 3 besteht. Um das Gewicht der Nadel zu verringern, ist es vorteilhaft, den Mittelsteg
mit Aussparungen zu versehen. Im allgemeinen genügt es, nur an den Enden und vielleicht in der Mitte Stegteile entsprechend
Abb. ι anzuordnen. Am oberen Ende geht die Nadel in eine Spitze 4 mit einer Aussparung
S über, in die der vordere Stegteil als Zunge 6 hineinragt. Von der Wurzel der
Nadelzunge 6 ab können sich die Flansche 3 entsprechend der Abb. 3 verjüngen, um das
Einstecken der Nadel in die Maschen und das 'Einfädeln'des Fadens in die Nadel zu erleichtern.
Die Nadelzunge 6 selbst wird zweckmäßig am Wurzelende den größten Querschnitt
aufweisen und sich bis zur Spitze verjüngen, da gerade am Wurzelende das größte Biegungsmoment auftritt.
Das Aufbringen des Fadens sei an Hand von Abb. 1 „erläutert. Zunächst wird der Faden
etwa an 'der Stelle 7 in dem Zwischenraum zwischen Zunge 6 und Nadel 1 eingelegt,
um 'die Rückseite der Zunge geschlungen und bei 8 wieder zum Vorschein
gebracht. Der Faden läuft dann auf der oberen Nadelfläche bis zum Nadelende
9, wo er auf die Rückseite übertritt.
Hier wird er wieder nach oben gezogen, bei 8 zum Vorschein gebracht. Der Faden läuft
dann auf der oberen Nadelfläche bis zum Nadelende 9, wo er auf die Rückseite übertritt.
Hier wird er wieder nach oben gezogen, bei 8 zum Vorschein gebracht und um die
. obere Fläche der Zunge 6 geschlungen, bis er bei 7 wieder nach hinten tritt. Das weitere
Aufwickeln verläuft dann in entsprechender Weise. Das Umlegen des Fadens um die Zunge 6 wird dadurch ermöglicht, daß man
die Nadelspitze 4 um mindestens die Stärke des Fadens einschließlich der Dicke der Zungenspitze
6 ausweichen läßt. Die Nadel wird dabei stark gebogen. Das Material muß so elastisch und zäh sein, daß es hierbei nicht
bricht. Beim geübten Aufwickeln wird durch einen Druck mit dem Daumen gleichzeitig die
Spitze 4 um so viel zurückgebogen und der Faden angedrückt, daß er durch ein einfaches
Anziehen auf die Rückseite der Zunge gelangt.
Erfindungsgemäß kann diese Verbiegung der Nadelspitze 4 dadurch verringert bzw.
ganz überflüssig gemacht werden, daß die Aussparung 5 in der Nadel so groß ausgebildet
wird, daß sich der Daumenballen in die Aussparung so weit hineinwölbt, daß er
zusammen mit dem Faden über die Zungenrückseite heraussteht. Die nötige Aussparungsgröße
wird dadurch erreicht, daß die Nadelzunge in größerem Abstande von der
Begrenzungskante der Nadelspitze gegen die Aussparung aufhört bzw. dadurch, daß sich
die Nadelspitze mit der Aussparung gegenüber dem Nadelschaft verbreitert oder besser
durch eine Kombination dieser beiden Möglichkeiten. Unterstützt wird ein leichtes Einfädeln
der Nadel dadurch, daß das Ende der Nadelzunge 6 spitzen- bzw. schneidenartig ausgebildet ist, entsprechend Abb. 4, so daß
der Faden nur um so viel in die Nadel hineingedrückt zu werden braucht, daß er um ungefähr
seine eigene Stärke über die Nadelmitte ' herausragt. Eine Verbreiterung der
Nadelspitze 4 'bis ungefähr zur Spitze der Nadelzunge 6 kann um so eher in Kauf genommen werden, weil hier kein Garn aufgebracht
ist und weil es bei der möglichen Verformung der Maschen nur auf den Gesamtquerschnitt
ankommt.
Um ein seitliches Ausweichen des Garnes am Nadelende zu vermeiden, ist an dieser
Stelle ein Einschnitt 10 vorgesehen. Da sich gerade das Nadel ende bei der Arbeit gegen
die Handfläche drückt, wird eine geringe Auflagefläche unangenehm empfunden. Man wird
daher zweckmäßig die Nadelenden §p stark ausbilden, daß hierdurch der Flächendruck
der Nadel gegen die Handfläche verringert wird. -
Als Material für die Herstellung der Nadel ist wegen der geringen nötigen Verformung
Spritz- oder Preßguß bzw. eine Preßmasse vorteilhaft, um so eher, als sich Spritzguß
entgegen allen Befürchtungen als genügend elastisch ,undkorrosionsbeständig erwiesen hat.
Claims (9)
1. Netznadel, insbesondere zum Knüpfen
und Ausbessern von Fischnetzen, die aus einem länglichen Nadelschaft mit einer in
einer Aussparung angeordneten Zunge besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Nadelschaft ein Doppel-T-Profil besitzt,
dessen Flanschhöhe ein Mehrfaches der Stärke des Mittelsteges aufweist unci daß
die Seitenflansche in Höhe zwischen Zungenwurzel und Zungenspitze auf die Dicke der Nadelspitze auslaufen.
2. Netznadel nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nadelenden sich derart verdicken, daß hierdurch der Flächendruck der Nadel gegen'die Handfläche bei der Arbeit verringert wird.
3. Netznadel nach den Ansprüchen 1 and 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mittelsteg Aussparungen besitzt, insbe-
051258
sondere derart, daß etwa nur an den Enden und in der Mitte Stegteile vorhanden sind.
4. Netznadel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nadelzunge, die schmal in Richtung mit der Nadelbreitseite und stark in Richtung
senkrecht hierzu ausgebildet ist, am Wurzelende den größten Querschnitt aufweist,
der sich bis zur Spitze verjüngt, und insbesondere schneidenartig ausläuft.
5. Netznadel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nadelwurzeldicke die Stegdicke überragt und allmählich in den Mittelsteg ausläuft.
6. Netznadel nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nadelfläche an der gegenüber der Spitze der Nadelzunge liegenden Stelle zwecks Vergrößerung der Nadelöffnung verbreitert
ist. -
7. Netznadel nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nadelöffnung in der Länge und Breite so bemessen ist, daß durch eine Verbiegung der Stege zur Nadelspitze der Faden hinter
die Zunge gedrückt werden kann.
8. Netznadel nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Nadelmittelsteg sich über den Wurzelansatz der Zunge hinaus an den Stegen bis etwa zur Zungenspitze erstreckt und
in die Nadelspitze ausläuft.
9. Netznadel nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus
Spritz- oder Preßguß bzw. Preßmasse besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF80140D DE651258C (de) | 1935-11-01 | 1935-11-01 | Netznadel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF80140D DE651258C (de) | 1935-11-01 | 1935-11-01 | Netznadel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE651258C true DE651258C (de) | 1937-10-11 |
Family
ID=7113407
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF80140D Expired DE651258C (de) | 1935-11-01 | 1935-11-01 | Netznadel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE651258C (de) |
-
1935
- 1935-11-01 DE DEF80140D patent/DE651258C/de not_active Expired
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