DE65090C - Verfahren zur Herstellung von Watte aus Papierstoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Watte aus PapierstoffInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D21H5/00—Special paper or cardboard not otherwise provided for
- D21H5/26—Special paper or cardboard manufactured by dry method; Apparatus or processes for forming webs by dry method from mainly short-fibre or particle material, e.g. paper pulp
- D21H5/2607—Pretreatment and individualisation of the fibres, formation of the mixture fibres-gas and laying the fibres on a forming surface
-
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- D21H11/00—Pulp or paper, comprising cellulose or lignocellulose fibres of natural origin only
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- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. November 1891 ab.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren zur Herstellung von Watte
aus Papierstoff besteht in der Bildung einer möglichst lockeren Faserfilzbahn, dem Zerfasern
derselben und dem Sammeln der durch die Zertheilung entstandenen Faserchen zu einem
Erzeugnifs, welches vollkommen zum Ersatz der gebräuchlichen Baumwollwatte geeignet ist
oder so wie Baumwollabfälle weiter verarbeitet und mit oder ohne Zusatz längerer Fasern versponnen
werden kann.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind zur Ausführung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtungen
schematisch dargestellt.
Der zu verarbeitende Papierstoff wird in möglichst dünner Schicht auf Langsieb- oder
Cylindermaschinen bekannter Art ablaufen gelassen. Um eine lockere Faserfilzbahn zu erzielen, kann ein Luftstrom in die die schwebenden Fasern enthaltende Flüssigkeit, bevor
dieselbe auf die Siebe der Papiermaschine gelangt, eingeblasen werden, so dafs durch die
entstehenden, in der Flüssigkeit aufsteigenden Schaumblasen die Fasern einzeln mitgenommen
werden, wodurch sie in der gewünschten Vertheilung auf die Siebe gebracht werden.
Die sich bildende lockere Faserfilzbahn wird von den Nafspressen der Papiermaschine möglichst
wenig ausgeprefst, dagegen langsam durch die vortheilhaft mit erhitzter Luft betriebene
Trockenvorrichtung geführt und dann zwischen mit scharfen Kanten oder Spitzen versehene Flächen und in Drehung befindliche
walzenförmige Bürsten geleitet, welche die Fasern der Bahn von einander trennen.
In der Zeichnung sind in Fig. 1 zwei verschiedene Zuführungsarten der Faserbahn zur
Zerfaserbürste b angedeutet, c ist eine beweglich gelagerte Walze, von welcher die früher
aufgewickelte Faserbahn abläuft; d ist ein endloses, die Faserbahn der Bürste zuführendes
Tuch oder Sieb.
Die mittelst der Bürste b losgetrennten Fasern werden in dem Kasten f unter der Einwirkung
eines Saugers g gegen ein in steter Bewegung befindliches Metalltuch h oder gegen eine in
Drehung befindliche, mit solchem überzogene Trommel h\ Fig. 2, angesaugt, an welchem sie
hängen bleiben. Ein Schaber b1 oder eine im entgegengesetzten
Sinne umlaufende Bürste streicht die an der Zerfaserbürste hängen gebliebenen Fasern ab, welche, ebenfalls dem Luftzug folgend,
an das Metalltuch h fliegen. Bei der in Fig. ι gezeigten Anordnung läuft eine Tuchunterlage
j theilweise mit dem Metalltuch, um das Kastengehäuse nach der anderen Seite luftdicht
abzuschliefsen. Dem gleichen Zwecke dienen die Kautschukrollen k mit den an ihnen
schleifenden und abdichtenden Gummiplatten A1.
Statt an das Metalltuch angesaugt, könnten die Fasern auch von einem gegen dasselbe gerichteten
Luftstrom an das Metalltuch geblasen werden, von welchem die sich auf demselben bildende Wattebahn entweder unmittelbar abgenommen
wird oder auf eine beweglich gelagerte Walze i aufläuft.
Die Fig. 3 und .4 stellen im senkrechten Längenschnitt und Draufsicht die Anordnungen
dar, durch welche vermittelst eines in die Rührbutte der Papiermaschine eingeblasenen Luftstromes
der in derselben befindliche Faserstoff
fein und gleichmäfsig vertheilt wird. Die Rührbutte besteht vortheilhaft aus einem rechteckigen
Kasten A von einer der Breite des endlosen Metalltuches B gleichen Länge, in welchem ein
waagrecht gelagertes Rührwerk C sich dreht.
Entlang den Langwänden der Rührbutte liegen nahe dem Boden derselben gelochte
Rohre DD1, in welche von aufsen Luft eingedrückt
wird. Die durch. die Löcher der Rohre DD1 in der Flüssigkeit nach oben
steigenden Luftblasen nehmen die schwebenden Fasern einzeln mit, so dafs dieselben in freier
Vertheilung aufsteigen und, von der Flüssigkeit mitgeführt, über die geneigte Abflufsfläche E
auf das endlose Sieb B der Papiermaschine gelangen.
Ist die Herstellung von Verbandmitteln beabsichtigt, · so können dem zu verarbeitenden
Faserstoff antiseptisch wirkende Stoffe in der Rührbutte oder während der Bildung der
Faserfilzbahn auf dem Sieb zugesetzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Herstellung von Watte aus Papierstoff, namentlich aus Holzcellulose, bestehend in dem Einblasen eines Luftstromes in die.die Fasern schwebend enthaltende Flüssigkeit behufs Erzielung einer möglichst lockeren Faserfilzbahn auf dem von dieser Flüssigkeit überströmten endlosen Metalltuch einer Papiermaschine, dem Zerfasern dieses Filzes vermittelst rotirender Bürsten und dem Sammeln der hierdurch losgelösten Fasern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65090C true DE65090C (de) |
Family
ID=338911
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65090D Expired - Lifetime DE65090C (de) | Verfahren zur Herstellung von Watte aus Papierstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65090C (de) |
-
0
- DE DENDAT65090D patent/DE65090C/de not_active Expired - Lifetime
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