DE65086C - Ausführungsform des durch das Patent Nr. 8612 geschützten feststehenden Rundherdes - Google Patents

Ausführungsform des durch das Patent Nr. 8612 geschützten feststehenden Rundherdes

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DE65086C
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DE
Germany
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hearth
fixed round
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DENDAT65086D
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Maschinenbauanstalt Humboldt AG
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Maschinenbauanstalt Humboldt AG
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B5/00Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
    • B03B5/68Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by water impulse
    • B03B5/70Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by water impulse on tables or strakes
    • B03B5/72Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by water impulse on tables or strakes which are movable
    • B03B5/74Revolving tables

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  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der von uns erfundene Rundherd zeichnet sich vor anderen Vorrichtungen zu gleichem Zwecke dadurch aus, dafs bei demselben alle wesentlichen Theile zu einem einheitlichen compacten Ganzen vereinigt sind, die leicht zugänglich, bei etwaigen Störungen bequem nachgesehen und reparirt werden können. Namentlich aber unterscheidet er sich vortheilhaft vor anderen Rundherden 1. durch die Anordnung einer besonderen Aufgaberinne, welche von vornherein, noch ehe das zu behandelnde Gut in die eigentliche Vertheilungsrinne gelangt, eine gleichmäfsige Vertheilung desselben in dieser Rinne bewirkt; 2. durch die Zuführung des Läuter- und Brausewassers von einer die ganze Maschine tragenden centralen Hohlwelle aus; 3. durch die Entbehrlichkeit einer besonderen Läuterrinne infolge Anwendung eines von uns erfundenen eigenartigen Brauserohres, mittelst dessen gleichzeitig geläutert und abgebraust werden kann; 4. dadurch, dafs er mit nur ganz geringer Abänderung in einen Herd umgeändert werden kann, auf dem gleichzeitig Gut von verschiedener Gattung, zwei oder drei Sorten, verarbeitet werden kann. Es kann dies in manchen Fällen wünschenswerth sein, und eine Maschine kann dann die Arbeit von zweien thun; an Raum und .,Anlagekapital kann gespart werden, während die Maschine für Behandlung nur einer Gattung nach wie vor ebenso zu verwenden ist, als wäre sie als einfacher Rundherd gebaut.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι ein Querschnitt eines neuen Rundherdes nach Linie /- 7,
Fig. 2 ein Grundrifs desselben,
Fig. 3 ein Grundrifs der Aufgaberinne,
Fig. 4 ein Grundrifs der Vertheilungsrinne,
Fig. 5 ein Verticalschnitt in vergröfsertem Mafsstabe durch den Aufgabe- und Vertheilungsapparat der neuen Maschine,
Fig. 6 ein Verticalschnitt eines Rundherdes für zwei verschiedene Sorten von Gut,
Fig. 7 ein Grundrifs von Fig. 6.
Fig. 8 zeigt die dem Zwecke entsprechend veränderte Aufgaberinne in gröfserem Mafsstab;
Fig. 9 die zugehörige Vertheilungsrinne in gröfserem Mafsstab.
Fig. 10 ist ein Verticalschnitt durch die Aufgaberinne und Vertheilungsrinne in gröfserem Mafsstab.
A ist die schwach geneigte, konische Herdfläche, auf welcher die Arbeit vor sich geht. In ihrer Mitte steht, in einer Spurpfanne B ruhend, die verticale, langsam sich drehende Welle C, die am oberen Ende in einem Halslager D am Gebälk E noch einmal gelagert ist. An ihr sind die hauptsächlichsten activ oder passiv thätigen Organe der Vorrichtung montirt, d. h. die U-Träger F, zu deren bequemen Vereinigung mit der Welle C diese mit einem quadratischen oder geradflächigen Kopf an der betreffenden Stelle versehen ist. Nach der einen Richtung gehen beide Träger parallel zu einander in radialer Richtung und tragen zwischen sich ein Gegengewicht G; auf der anderen Seite sind sie abgekröpft, dafs sie rechtwinklig zu einander nach der Peripherie des Herdes führen, wo ihre Enden durch einen zwischen sie im Viertelsbogen eingesetzten Verbindungsträger H verbunden sind. ■ An diesem Verbindungsträger sind die Vorlagetafeln 71 P P
aufgehängt, welche, unter den vorspringenden Rand der Herdperipherie reichend, das gesonderte Gut in die verschiedenen, von einander getrennten Gerinne K1K2K3 überzuführen bestimmt sind, während direct vom Herdrand abfallendes Gut in der Rinne K aufgefangen wird. Hierdurch erhält man, wie bei anderen derartigen Vorrichtungen, das Gut nach Gattung getrennt in die verschiedenen Gerinne als Schlich, zweierlei Zwischenproducte und Abgänge, wie wir weiter unten sehen werden.
In der Mitte tragen die Arme F die Auf-. gaberinne L, unter welcher an den Armen F die Vertheilungsrinne M aufgehängt ist.
Auf irgend eine geeignete Weise wird die Welle C mit den eben angeführten, an ihr montirten Theilen in Drehung versetzt.
Die Aufgaberinne L (Detailfigur 4 und 5) besteht aus einem rechtwinklig kreisringförmigen Gefäfs, in welches die Trübe eingetragen wird, aus dem sie durch die in einem Theil derselben am Boden angesetzten Röhrchen N nach der Vertheilungsrinne M übergeführt wird.
Die Vertheilungsrinne besteht aus einem spitzwinkligen,, ringförmigen — dreiseitig prismatischen — Gefäfs von gleichem mittleren Durchmesser wie die Aufgaberinne; sie ist durch Scheidewä'nde O1 O2 O3 in drei Abtheilungen getheilt.
Die Abtheilung O1-O2 befindet sich unter demjenigen Theil der Aufgaberinne L, in welchem sich die Trüberöhrchen N befinden; in sie flielst also die Trübe ab. Am Boden dieser Abtheilung bezw. in der tiefsten Stelle, am Fufs der Vorderwand des prismatischen Ringkörpers, befinden sich kleine Oeffnungen, aus welchen die Trübe gleichmäfsig vertheilt auf den Herd abfliefst.
Die Abtheilung O3O1 bleibt frei; die Aufgaberinne und Vertheilungsrinne sind aber so an den Trägerarmen F montirt, dafs die Abtheilung O3O1 zwischen den rechtwinklig zu einander stehenden Theil der Arme F zu liegen kommt.
Die Abtheilung O'2-O3 ist für klares Wasser bestimmt, das als Läuterwasser dient und ähnlich wie die Trübe durch kleine Löcher an der tiefsten Stelle der Abtheilung, aber aus der Rückwand des Ringkörpers auf den Herd abfliefst. .
Die Trübezuführung in die Aufgaberinne geschieht aus dem Spitzkasten P vermittelst der Leitung Q, welche durch einen Hahn R abschliefsbar ist.
Die Wasserzuführung in die Läuterwasserabtheilung O2-O3 der Vertheilungsrinne erfolgt durch die Achse C selbst, welche zu diesem Zwecke als Hohlachse construirt ist und am Kopf mit -einem Zuleitungsrohr mittelst Verschraubung und Stopfbüchse S verbunden ist, mittelst eines durch Hahn T abschliefsbaren Rohres U.
Durch die Hohlachse wird auch das Wasser für das Brauserohr V zugeführt, das mit derselben durch ein Rohr W in Verbindung steht. Das Brauserohr ist in der mehrerwähnfen Abtheilung zwischen den rechtwinklig zu einander stehenden Trägerarmen F angeordnet, in welcher auch die Vorlagetafeln I1 P sich befinden. Es ist mit weiten Zweigröhren und Streublechen versehen, so dafs es gleichzeitig als Läuterund Abbrauserohr wirken kann.
Nachdem das Erz genügend geläutert ist, wird es von der Strahlbrause V weiter aufbereitet, indem dieselbe die ganze Herdfläche, in einem geschlossenen, dünnen Flächenstrahl gleichmäfsig begiefst und durch die Vorlagetafeln dasselbe, nach Qualität streng geschieden, in die betreffenden Gerinne K1 K2. . . . abführt, von wo das Gut nach Niederschlagbehältern zur weiteren Behandlung geleitet wird.
Die Fig. 6 bis 10 stellen die Anordnung unserer Maschine für gleichzeitige Verarbeitung von ■ mehreren (zwei) Sorten von Gut dar.
Die Gesammtanordnung und der Betrieb sind bei diesem Doppelherd genau dieselben wie beim einfachen, mit dem einzigen Unterschied, dafs die passiv oder activ thätigen Organe zweifach (eventuell mehrfach) angeordnet sind bezw. eine Zwei- oder Mehrtheilung derselben vorgenommen werden mufs. ·
So ist also zunächst die Herdfläche diametral in zwei oder mehr gleiche Theile getheilt gedacht —■ diese Theilung ist an der Herdfläche selbst äufserlich nicht nothwendig kennbar zu zu machen — und dementsprechend sind die Gerinne KK1 K2 K3 K^ K& durch die Wände k k1 k*1 ks k* abgetheilt, so dafs hier vollständige Trennung stattfindet.
Bei der Aufgaberinne L1 mufs aber die Zweitheilung, weil zweierlei Sorten Gut aus zwei verschiedenen Spitzkästen P1 und P1 continuirlich geführt werden soll, durch eine Kreiswand / bewirkt werden. In den entstehenden zwei ringförmigen Theilrinnen Z2 und /3 werden dann die Austragröhrchen N1 und iV2 an zwei diametral entgegengesetzten Stellen in jeder Abtheilung Z2 und Z3 der Aufgaberinne L1 angesetzt, und diese führen das Gut je in eine correspondirende Abtheilung der darunter befindlichen Vertheilungsrinne Ai1.
Die Vertheilungsrinne ist durch zwei diametral sich gegenüberstehende, radial gerichtete Hauptwände Q. und Q1 in zwei gleiche Abtheilungen getheilt. Die so abgetheilten Hälften sind analog der früheren Dreitheilung der ganzen Vertheilungsrinne durch Querwände o1 und o2 in drei Unterabtheilungen getheilt; in die Unterabtheilungen Qo1, Q1O1 reichen die Austragröhrchen N1N2 hinein, in O1O^ fliefst reines Wasser, Qo2 bezw. Q1O2 bleiben frei. . Jeder
der Abtheilungen Q ο2 und Q1 ο2 gegenüber wird unser neues Flachstrahlbrauserohr über dem Herd an den Trägern F1 F1 eingesetzt. Diese Träger sind natürlich jetzt in sich balancirt. Jeder der Theilbogen, der am Rand des Herdes von den Trägern F1F1 eingeschlossen ist und innerhalb dessen zugehörigen Kreisausschnittes das Brauserohr liegt, ist am Umfang auf beiden Seiten mit den Vorlagetafeln ζ1 ϊ2 i3 bezw. J1J2J3 ausgerüstet, welche über die Rinnen KK1K2K3Rt Kh reichen.
Hiernach ergiebt sich die Wirkungsweise der Doppelmaschine genau so wie die der einfachen.
Aus den Abtheilungen Qo1 und Q1O1 fliefst die Trübe aus den in der Vorderwand der Rinne befindlichen Löchern gleichmäfsig vertheilt auf den Herd; das aus den Abtheilungen olo2 strömende Wasser läutert ab, und in der dritten Abtheilung, wo das Brauserohr sich befindet, wird das Material weiter aufbereitet und sodann durch die Vorlagetafeln nach Qualität und Korngröfse geschieden und in die betreffenden Gerinne abführt, so dafs hinter jedem Brauserohr der Herd rein abgebraust ist und für die folgende Gutsorte gewissermafsen eine neue Abtheilung beginnt.
Die Abgänge der beiden Aufgaben fallen von den gröfseren Abtheilungen α α direct in die Rinne; das geringwerthige Zwischenproduct wird durch die Tafeln z3 und j3 in die erste gemeinschaftliche Rinne für beide Gutsorten durch Abtheilung b und bl geführt, während die Vorlagetafeln P und p der Abtheilungen c und c1 das ihnen zugeführte Gut in die besonderen Rinnen K'2 K3 leiten. Der Schlich wird in gleicher Weise über die Vorlagetafeln i1 und j1 nach den Rinnen Ki K5 geführt.
Die Ausdehnung der Abtheilung kann beliebig verändert werden und wird erfahrungsgemäfs festgestellt.
Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dafs für jede Läuterwasserabtheilung, sowie für jedes Brauserohr von der Hohlwelle aus besondere Röhren U1 und W1 abführen, die durch Hähne für sich abschliefsbar sind.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: .
    ι. Eine Ausführungsform des durch das Patent No. 8612 geschützten feststehenden Rundherdes, bei welcher die kreistrogförmige Aufgaberinne (L) unmittelbar über der runden, spitztrogförmigen, mehrfheiligen Vertheilungsrinne (M) angeordnet ist und letzterer durch Röhrchen (N) die Trübe vorvertheilt in die entsprechende Abtheilung zuführt, damit dieselbe durch am Boden der Abtheilung befindliche Löcher auf den Herd strömen kann, während durch die Hohlwelle (C), mit welcher die Aufgabe- und die Vertheilungsrinne verbunden sind, und mit welcher sie sich drehen, das Läuterwasser der dafür bestimmten Abtheilung ■ der Vertheilungsrinne mittelst eines Rohres U zugeführt wird, und ein Rohr W von derselben Quelle das Brauserohr V speist, und wobei die die Vorlagetafeln I1 /2 J3 freitragenden Arme FF durch Gegengewichte G ausgeglichen sind.
  2. 2. Eine Ausführungsform des durch das Patent No. 8612 geschützten feststehenden Rundherdes, bei welcher gleichzeitig zwei oder mehr Sorten Gut von verschiedener Gattung aus verschiedenen Vorrathsbehältern (Spitzkasten P1P1) dadurch verarbeitet werden können, dafs die Aufgaberinne (L1) in zwei oder mehr concentrische Abtheilungen getheilt wird, in welche die Trübe von jedem Behälter besonders aufgegeben wird, und dafs auch die Vertheilungsrinne (M1) radial in eine gleiche Anzahl mehrtheiliger Hauptabtheilungen getheilt wird, in welche, wie vorhin, die Trübe durch Röhrchen (N1N*) den jeweiligen Abtheilungen zugeführt werden, und die Speisung der Brauserohre ebenfalls von der die Aufgabe- und Vertheilungsrinne tragenden Hohlwelle erfolgt, während die sich gegenseitig ausgleichenden Vorlegetafeln (i1 Γ213J1J2J3) das Gut in die um den Herd herum angeordneten Sammelrinnen KK1 bis K5 abführen
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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