DE650372C - Verfahren zum photomechanischen Herstellen von Flach- oder Offsetdruckformen aus Cellulosehydrat- oder -aetherfilmen - Google Patents

Verfahren zum photomechanischen Herstellen von Flach- oder Offsetdruckformen aus Cellulosehydrat- oder -aetherfilmen

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DE650372C
DE650372C DEE47959D DEE0047959D DE650372C DE 650372 C DE650372 C DE 650372C DE E47959 D DEE47959 D DE E47959D DE E0047959 D DEE0047959 D DE E0047959D DE 650372 C DE650372 C DE 650372C
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cellulose
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cellulose hydrate
flat
resin
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/04Chromates

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zum photomechanischen Herstellen von Flach- oder Offsetdruckformen aus Cellulosehydrat- oder -ätherfilmen Gegenstand des Hauptpatents 648 333 ist ein Verfahren, wonach zur Herstellung druck-und reibfester Kopierschichten auf Filmen aus Cellulose, Cellulosehydrat oder Celluloseäthern für Flach- und Offsetdruckformen die Filme zunächst mit einer auf Cellulosegele quellend wirkenden organischen Flüssigkeit, die mit Wasser mischbar ist, vorbehandelt und hierauf mit einer Harzgelatineemulsion dünn überzogen werden, worauf sie, mit einer 5- bis io°/oigen wässerigen Chromatlösung lichtempfindlich gemacht, getrocknet, kopiert, in einem 5o°/oigen warmen Alkoholbade entwickelt und nachgewässert, druckfertig sind.
  • Nach vorliegender Erfindung handelt es sich um eine fest verankerte Kopierschicht, in der Hauptsache bestehend aus einer Harz-Gelatine-Emulsion in einem Säure-Alkohol-Gemisch mit verseiften oder unverseiften Harzen, wie Kolophonium-, Drachenblut-, Bernsteinkopal- oder wasserlöslichen Schwefelphenol- oder Schwefelphenol-Formaldehyd-Harzen, auf Filmen aus Wasser und wässerige Metallsalzlösungen aufsaugender Cellulose, Cellulosehydrat, Celluloseäthern oder oberflächlich verseiften Celluloseestern, wie Acetat, Nitroacetat u. a. Mischestern, wobei die Chromatlösung nicht nur in den auf der Filmunterlage fest verankertenHarz-Gelatine-Überzug, sondern auch gleichzeitig in die Filmunterlagmasse selbst eindringt, diese also zugleich mitsensibilisiert und durch Belichten mithärtet, wodurch für eine druck-und reibfeste Kopierschicht in der Offsetpresse Gewähr geleistet wird.
  • Die auf obengenannten wasseraufsaugenden Filmen dünn aufgetragene Harz-Gelatine-Emulsion mit einem Säure-Alkohol-Gemisch löst nicht nur beim Aufstreichen die Filmoberfläche und verankert sich mit dieser fest, sondern hat auch die Eigenschaft, in obengenannte Filmmassen einzudringen, wie dieses z. B. bei den wasserlöslichen Schwefelphenol- oder Schwefelphenol-Formaldehyd-Harzen erwiesen ist.
  • Zum _ Schluß sei noch erwähnt, daß zwischen einer Verankerung von Chromatgelatineschichten- mit oder ohne Harzbeimengungen auf verseiften und unverseiften Celluloseestern oder Celluloseäthern ein ganz bedeutender Unterschied besteht.
  • Eine Celluloiddruckform für Buchdruck nach Patentschrift 417 338 ist für Offset nicht verwendbar. Beim Druck in der Buchdruckpresse wird die Chromatgelatinekopie nach kurzer Zeit von der Celluloidfilmunterlage weggeschliffen; Papiersand und -staub runden als weitere Folge beim Fortdruck die scharfen Ätzkanten bald ab. Bei heißer Jahreszeit hält die- Celluloiddruckform Zylinderdruck und -reibung nicht aus; die hochstehenden Druckelemente werden gestaucht, Punkte und Linien verbreitert, was ein Schließen enger, feiner Rasterlinien und -punkte zur Folge hat. Die Verankerung der Chromatgelatineschicht auf Celluloidfilmen. erfüllt hier nur den Zweck des Schutzes gegen. ein L'nterätzen zwischen Chromatgelatig. und Nitrofilmunterlage mit den hierzu geeig- `.
  • netenLösungs- oder Ätzmitteln für Celluloseester. Eine Cellulosedruckform für 'Offset nach dem Patent 648 333 dagegen ist in der Buchdruckpresse nicht zu gebrauchen. Die Druckelemente, die hier etwas vertieft liegen, müssen während der ganzen Druckzeit, also dauernd, der Einwirkung des Feuchtwassers widerstehen, wenn sie zylinderdruck- und reibfest bleiben sollen. Hier spielt also die Wasserfestigkeit der Druckelemente eine hauptsächliche Rolle.
  • Das Verfahren nach vorliegender Erfindung wird wie folgt ausgeführt. Ausführungsbeispiel Filme aus Cellülose, Cellulosehydrat, Celluloseäthern oder oberflächlich verseiften Celluloseestern werden mit einer Harz-Gelatine-Emulsion, bestehend aus 2o g Kolophonium, Drachenblut oder Bernsteinkopalharz mit 3 g Gelatine in einem Gemisch von Essigsäure und Alkohol im Verhältnis 15 : 9, dünn überzogen und die Harz-Gelatine-Emulsion bei 5o bis 6o° getrocknet, wobei das Säure-Alkohol-Gemisch verdunstet.
  • Die nach obigem Ausführungsbeispiel hergestellten Filme werden hierauf in einer wässerigen, zum vierten Teile alkohol- oder acetanhaltigen, 5- bis io °/ö igen Ammonium-Bichromat-Lösung sensibilisiert, getrocknet, kopiert, in einem 5o'/oigen warmen Alkohol-oder Acetonbade entwickelt, kurz nachgewässert und auf 6o° erhitzt, worauf sie druckfertig sind. , Die Schwefelphenol- und Schwefelphenol-Formaldehyd-Harze sind Wasser- bzw. alkalilösliche Kunstharze und besitzen erwiesenermaßen die hier erforderlichen Eigenschaften, nämlich leicht in Cellulosehydrat- und -ätherf lme einzudringen.
  • Dadurch wird eine Verankerung der Harzgelatine mit der Filmoberfläche erreicht, wobei zugleich die Duellfähigkeit genannter li Filme etwas vermindert wird.
  • Das Säure-Alkohol-Gemisch beschleunigt erheblich das Eindringen bzw. Verankern genannten Harze in ,der Filmmasse.
  • Da Härzchromatkopien auf die Dauer nicht wasserbeständig sind, muß der Harzchromat-Lösung etwas Gelatine beigefügt werden. Dadurch . wird eine vollkommene, dauernde Was,serbeständigkeit der Kopierschicht erreicht.
  • Zum Lichtempfindlichinachen der mit obengenannter Harz-Gelatine-Mischung überzogeiien Cellulosehydrat- oder -ätherfilme wird ':deshalb eine wässerige, zum vierten Teile `älkohol- oder - acetonhaltige, 5- bis io°/aige Ammonium-Bichromat-Lösung verwendet, weil diese leichter, schneller und vollkommener in die Harz-Gelatine-Schicht und- Filmmasse einzudringen verilag. Bei Verwendung unverseifter Harze zur -: Gelatine ist zum Lichtempfindlichmachen eitre wässerige, alkohol- oder acetonhaltige Ammonium-Bichromat-Lösung unerläßlich, da wässerige Chromatlösungen allein schwer und unvollkommen _ eindringen.
  • Harz-Gelatine-Kopien mit verseiften Harzen, noch mehr mit unverseiften, lassen sich schnell und - sicher nur in einem zur Hälfte alkohöl- oder acetonhaltigen warmen Wasserbad technisch einwandfrei entwickeln: Diese Entwicklungsmethode bewährt sich am besten, weil erst dadurch die nicht belichteten Teile der Filmmasse vollständig ausgelaugt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum photomechanischen Herstellen von Flach- oder Offsetdruckformen aus Cellulosehydrat- oder -ätherfilmen gemäß Patent 6.48 333, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulosehydrat-oder -ätherfilme ohne vorheriges Quellen ihrer Oberfläche mit der @arz-Gelatine-Lösung überzogen werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der Filme aus Cellulosehydrat oder Celluloseäthern solche aus oberflächlich verseiften Celluloseestern verwendet werden. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Harzbestandteil der Harz-Gelatine-Lösung wasserlösliche Schwefelphenol- oder Schwefelphenol-Formaldehyd-Harze verwendet werden. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Lichtempfindlichmachen eine wässerige, zum vierten Teile alkohol- oder acetonhaltige, 5- bis io°/oige Ammonium-Bichromat-Lösung verwendet wird. 5. Verfahren nach Anspruch i bis dadurch gekennzeichnet, daß das Entwickeln in einem 5o°jaigen warmen Alkohol- oder Acetonbad erfolgt.
DEE47959D 1935-05-16 1935-05-17 Verfahren zum photomechanischen Herstellen von Flach- oder Offsetdruckformen aus Cellulosehydrat- oder -aetherfilmen Expired DE650372C (de)

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DE (1) DE650372C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2494053A (en) * 1943-03-22 1950-01-10 Eastman Kodak Co Photolithographic printing materials

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2494053A (en) * 1943-03-22 1950-01-10 Eastman Kodak Co Photolithographic printing materials

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