DE64994C - Verfahren zum Ausdecken von Zucker-Platten, -Streifen und -Würfeln in der Centrifuge mittels Deckkläre aus directem Dampf - Google Patents

Verfahren zum Ausdecken von Zucker-Platten, -Streifen und -Würfeln in der Centrifuge mittels Deckkläre aus directem Dampf

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DE64994C
DE64994C DENDAT64994D DE64994DA DE64994C DE 64994 C DE64994 C DE 64994C DE NDAT64994 D DENDAT64994 D DE NDAT64994D DE 64994D A DE64994D A DE 64994DA DE 64994 C DE64994 C DE 64994C
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DE
Germany
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centrifuge
plates
sugar
direct steam
steam
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Application number
DENDAT64994D
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Original Assignee
— W. CORVINUS und die Firma SELWIG & LANGE in Braunschweig
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/04Separating crystals from mother liquor
    • C13B30/06Separating crystals from mother liquor by centrifugal force
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B15/00Other accessories for centrifuges
    • B04B15/12Other accessories for centrifuges for drying or washing the separated solid particles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B30/00Crystallisation; Crystallising apparatus; Separating crystals from mother liquors ; Evaporating or boiling sugar juice
    • C13B30/04Separating crystals from mother liquor
    • C13B30/08Washing residual mother liquor from crystals
    • C13B30/10Washing residual mother liquor from crystals in centrifuges

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich wird bei den meisten Verfahren zur Herstellung von Zucker-Platten, -Streifen und Würfeln mittels der Centrifuge zunächst die warme, breiige Zuckerfüllmasse in entsprechend eingetheilte Formen eingegossen und aus den nach ihrem Erstarren erhaltenen Füllmasseplatten u. s. w. zunächst der sogenannte »grüne« Syrup ausgeschleudert. Die nun resultirenden Zucker-Platten müssen behufs vollständiger Entfernung des an den einzelnen Zuckerkrystallen haftenden Syrups »ausgedeckt« werden, und dieses geschieht meistens in der Weise, dafs die Platten u. s. w. zunächst auf irgend eine Weise, z. B. durch Anwendung von Luftleere mit »Deckkläre«, also reiner gesättigter Zuckerlösung, getränkt werden und die letztere darauf in der Centrifuge wieder ausgeschleudert wird.
In den allerseltensten Fällen werden nun aber Zucker-Platten schon hierdurch »nett«, d. h. vollständig vom Syrup befreit, und es ist infolgedessen ein in derselben Weise ausgeführtes zweites Ausdecken derselben erforderlich.
Auf die zweite Decke folgt alsdann das vollständige Trocknen der Platten in Trockenstuben, was eine verhältnifsmäfsig lange Zeit, nämlich oft mehrere Tage, erfordert.
Das Deckverfahren für Zucker-Platten u. s.w., welches den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet, bezweckt:
ι. den Fortfall der zweiten Decke,
2. ein leichteres und schnelleres Trocknen der fertig gedeckten Zucker-Platten.
Zur Ausführung des Verfahrens wird die Centrifuge, in welcher das Ausschleudern der Deckkläre aus den Deck-Platten u. s. w. erfolgt, mit einer Einrichtung, welche das Einleiten von entwässertem Dampf in das die Trommel derselben umgebende Gehäuse ermöglicht, also mit einer sogenannten »Dampfdeckvorrichtung« versehen, am zweckmäfsigsten in der Weise, dafs man in diesem Gehäuse, welches mit einem gut schliefsenden Deckel versehen sein mufs, dicht unter dem oberen Rande desselben ein kreisrund gebogenes, mit Löchern versehenes Rohr von 20 bis 25 mm Durchmesser einlegt, in welches. durch Oeffnen eines Ventils oder Hahnes directer Dampf eingeleitet werden kann.
Das Verfahren selbst besteht in folgendem: Nach Einsetzen der vom grünen Syrup befreiten und darauf in beliebiger Weise mit Deckkläre getränkten Zucker-Platten in die Centrifuge wird dieselbe in Gang gesetzt und bald darauf, d. h. ehe die Trommel die volle Umdrehungsgeschwindigkeit erlangt hat, bei geschlossenem Gehäusedeckel durch das oben erwähnte Rohr ganz kurze Zeit, nämlich nur Y2 bis 2Y2 Minute, gut entwässerter directer Dampf in die Centrifuge eingeleitet.
Nach Wiederabstellen desselben wird die Deckkläre in derselben Weise wie früher, und
zwar möglichst vollständig aus den Zucker-Platten ausgeschleudert.
Sobald dies geschehen ist, sind die letzteren vollständig ausgedeckt, bedürfen also einer zweiten Decke nicht mehr. Ferner sind die Platten in der Centrifuge schon vorgetrocknet. Sie kommen noch warm aus derselben heraus und lassen sich, wenn sie sofort in die Trockenstube eingesetzt werden,' in weit kürzerer Zeit, als sonst erforderlich, trocknen.
Es ist anzunehmen, dafs der während des Ausschleuderns der Deckkläre in die Centrifuge eingeleitete Dampf in folgender Weise wirkt:
Indem er sich an den Zucker-Platten und der von denselben aufgesaugten Deckkläre condensirt, findet eine entsprechende Erwärmung beider und zwar besonders an der Innenseite der Platten statt; ferner erfährt gerade der an dieser Seite befindliche Theil der Deckkläre, welcher den Zucker zuletzt durchdringt, eine, wenn auch geringe Verdünnung durch den zu Wasser condensirten Dampf.
Beim Ausschleudern der Deckkläre aus dem Zucker entfernt nun der andere, unverdünnte Theil der Deckkläre, welcher die Platten zuerst durchdringt, bereits den gröfsten Theil des den Krystallen anhaftenden Syrups; der von letzterem noch zurückbleibende Rest wird endlich durch die nachfolgende warme und dünnere Deckkläre vollständig aufgelöst und mit derselben entfernt.
Die Anwendung von Retourdampf, wie solcher beispielsweise bei der sogenannten russischen Decke stets zur Verwendung kommt, anstatt des directen Dampfes, ist durchaus unzulässig, und zwar deshalb, weil es erforderlich sein würde, denselben viel längere Zeit, als es bei direct em Dampf nöthig ist, in die Centrifuge einzuleiten. Hierbei tritt aber eine so starke Condensation des Dampfes zu Wasser ein, dafs durch letzteres bedeutende Mengen Zucker aufgelöst werden und die Ausbeute eine entsprechend geringere sein würde. Man würde einen leichten, porösen, für den Verbrauch ungeeigneten ' Zucker anstatt einer schweren, festen W7aare erhalten.
Die Erfahrung zeigt, dafs durch die Anwendung von directem Dampf in der beschriebenen Weise die zweite Decke völlig entbehrlich wird, und dafs andererseits, wenn genau wie angegeben beim' Decken verfahren wird, die Ausbeute an weifsem Zucker keine geringere als sonst ist.
Die erforderliche Dauer der Dampfdecke ist von der Qualität der Füllmasse abhängig und läfst sich von vornherein nicht mit Sicherheit angeben, sie ist daher im gegebenen Falle durch den Versuch zu bestimmen.
Die Feststellung dieser Dauer der Dampfdecke kann für eine bestimmte Qualität der Füllmasse in folgender Weise durchgeführt werden.
Zu diesem Zwecke werden eine Anzahl Vorversuche angestellt und bei allen diesen Versuchen Füllmasseplatten von gleicher Qualität und gleichem Gewicht genommen und auch dieselbe Deckkläre verwendet.
Bei dem ersten Versuch, der mit No. ο bezeichnet werden möge, werden die Platten nur mit Deckkläre ohne Dampf ausgedeckt, getrocknet und sodann gewogen.
Bei den nunmehr folgenden Versuchen, die der Reihe nach mit No. I, II, III, IV u. s. w. bezeichnet werden mögen, wird nach dem neuen Verfahren mit Dampf gearbeitet und zwar läfst man beispielsweise:
bei dem Versuch No. I den Dampf 30 Secunden
- - - - III - - 50
in die Centrifuge eintreten. Nach jedem dieser Versuche werden die Platten in gleicher Weise getrocknet und schliefslich gewogen. Nehmen wir nun an, dafs die Resultate dieser Versuche die folgenden seien:
Dauer der Befund der Platten nach dem Gewichtsverhältnifs der Platten von G gleich geblieben
No. der Dampf Versuch nach dem Versuch verkleinert.
Versuche einwirkung
Secunden Nicht »nett« gedeckt Gewicht vergröfsert
I 30 Fast »nett« gedeckt -
II 40 Ganz »nett« gedeckt
III 50 Ganz »nett« gedeckt
IV 60
Bei solchen Resultaten ist es sofort ersichtlich, dafs die Zeitdauer des Versuchs No. III die richtige für die zum Versuch benutzte Füllmasse abgiebt, und es wird dann bei Ausführung des Verfahrens unter Innehaltung dieser Zeitdauer jede Verringerung der Ausbeute bei dieser Füllmasse vermieden und das »Nettdecken« schon in einer Operation, also ohne eine zweite Decke erreicht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zum Ausdecken von Zucker-Platten, -Streifen und -Würfeln in der Centrifuge mittels Deckkläre und directem Dampf, welches die Ersparung einer zweiten Decke, sowie ein schnelleres Trocknen der fertig gedeckten Zucker-Platten u. s. w. bezweckt, darin bestehend, dafs während des Ausschleuderns der vorher in beliebiger Weise mit Deckkläre getränkten Zucker-Platten und zwar bald nach Ingangsetzung der "Centrifuge so lange entwässerter directer Dampf eingeleitet wird, dafs derselbe nicht auflösend auf den Zucker einwirkt.
DENDAT64994D Verfahren zum Ausdecken von Zucker-Platten, -Streifen und -Würfeln in der Centrifuge mittels Deckkläre aus directem Dampf Expired - Lifetime DE64994C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE754340C (de) * 1940-01-31 1952-01-31 Kurt Dr-Ing Schoene Stopfbuechse fuer Kolbenpumpen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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