DE646437C - Schleudermuehle zum Mahlen von Faserstoffen, insbesondere fuer die Papierfabrikation - Google Patents

Schleudermuehle zum Mahlen von Faserstoffen, insbesondere fuer die Papierfabrikation

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DE646437C
DE646437C DEB172181D DEB0172181D DE646437C DE 646437 C DE646437 C DE 646437C DE B172181 D DEB172181 D DE B172181D DE B0172181 D DEB0172181 D DE B0172181D DE 646437 C DE646437 C DE 646437C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C13/00Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
    • B02C13/26Details
    • B02C13/282Shape or inner surface of mill-housings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AlH
16. JUNI 1937
■■■ < REICHSPATENTÄMT
PATENTSCHRIFT
JVl 646437 KLASSE 55 a GRUPPE 3oi
Zusatz zum Patent 548
Die mechanische Aufschließung von Holz oder anderem zellstoffhaltigen Fasergut u. dgl. zur. Gewinnung eines Faserstoffs für die Herstellung von Papier und Pappe erfolgt bisher meist durch Schleifen oder Mahlen, wobei der Rohstoff zwischen festen und keine Durchbrechungen aufweisenden Flächen zerkleinert wird. Man erhält dabei einen verhältnismäßig hohen Anteil an kurzen Fasern, denn beim Mahlen läßt sich der Grad, der Zerfaserung nicht genau beherrschen. Erstrebenswert ist aber die Gewinnung langer Fasern, weil diese für die Herstellung von Papier und Pappe besonders geeignet sind.
>5 Ein hoher Anteil der im Schleifer oder Raffineur gewonnenen Fasern läßt sich zur Herstellung mancher Papier- und Pappesorten überhaupt nicht verwenden, weil die Fasern zu kurz sind.
Gegenstand des Hauptpatents 548 034 ist nun eine Schleudermühle zum Mahlen von Faserstoffen, insbesondere für die Papierfabrikation, bei der ein Schleuderrad innerhalb eines ortsfesten Ringrostes angeordnet ist, dessen Roststäbe in zur Schleuderradachse exzentrischen Bogen angeordnet sind und daher mit dem Flugkreis des Schleuderrades keilförmige Räume bilden, in die der zu mahlende Stoff hineingetrieben wird, wobei die Zerfaserung erfolgt. Mit einer derartigen Schleudermühle erhält man lange Fasern, doch ergibt sich mitunter bei der Verarbeitung besonders widerstandsfähiger, harter Rohstoffe auch ein vergleichsmäßig hoher Anteil an nicht genügend aufgeschlossenen Bestandteilen. Verarbeitet man diese in den bekannten Schleifern und Raffineuren weiter, so erhält man wiederum einen hohen Anteil kurzer Fasern.
Zwecks Erhöhung der Ausbeute an verwertbaren langen Fasern auch bei Verarbeitung besonders widerstandsfähiger Rohstoffe wird die Schleudermühle nach dem Hauptpatent gemäß der vorliegenden Erfindung in der Weise weitergebildet, daß der Rost zum Teil durch Mahlsteinsegmente ersetzt ist, die das Schleuderrad konzentrisch umgeben.
Es· hat sich gezeigt, daß durch diesen Wechsel zwischen festen, undurchbrochenen Mahlflächen und Rostabschnitten die Ausbeute an verwertbaren langen Fasern auch bei Verarbeitung schwer aufschließbarer Rohstoffe gesteigert wird.
Die Schleudermühle wird erfindungsgemäß insbesondere in der Weise ausgeführt, daß die Mahlsteinringsegmente im Wechsel mit gleich langen Rostringsegmenten angeordnet sind. Die Schleudermühle kann aber nach der
Erfindung auch in der Weise ausgebildet werden, daß ein Halbringrost und ein Halbringmahlstein vorgesehen werden. Dabei wird , zweckmäßig der Halbringrost oberhalb der^· waagerechten Mittellinie, der Halbringmahii'·! stein dagegen unterhalb derselben angeordnet;
An sich sind Mahlmaschinen bekannt, bei denen um ein Schleuderrad verschiedenartig ausgebildete Zerkleinerungsflächen und Roststäbe angeordnet sind. Bei diesen Maschinen sind indessen die Roststäbe nicht in zur Schleuderradachse exzentrischen Bogen, sondern konzentrisch dazu angeordnet, so daß die vorstehend erläuterten Vorteile der erfindungsgemäßen Schleudermühle hierbei nicht in Erscheinung treten können. Außerdem bestehen bei diesen bekannten Mühlen die Zerkleinerungsflächen nicht aus Mahlsteinen, sondern lediglich aus Brechplatten, die das Fasergut mehr oder weniger brechen und pulverisieren, was im vorliegenden Fall gerade vermieden werden soll.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung unter Weglassung der für das Verständnis der Erfindung unwesentlichen Einzelheiten beispielsweise in zwei Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι die eine Ausführungsform im Querschnitt,
Abb. 2 die andere Ausführungsform in vereinfachter Darstellung gleichfalls im Querschnitt.
Bei beiden dargestellten Ausführungsformen der neuen Schleudermühle ist wie beim Gegenstand des Hauptpatents innerhalb eines Ringrostes gleichachsig mit diesem ein Schleuderrad angeordnet. Das hier mit 21 bezeichnete Schleuderrad, das etwas anders ausgebildet ist als bei dem Ausführungsbeispiel nach dem Hauptpatent, ist auf einer waagerecht im Gehäuse gelagerten Welle 22 angeordnet, die mit entsprechenden, auf der Zeichnung nicht dargestellten Antriebsvorrichtungen in Umlauf gesetzt werden kann. Im Kreis um die Welle 22 und parallel zu dieser sind Gerippestangen 23 ortsfest im Maschinengehäuse gelagert. Die Stangen haben untereinander gleichen Abstand. Zwischen den Stangen sind wie beim Gegenstand des Hauptpatents Roststäbe 10 ortsfest gelagert, die im Querschnitt dreikantig sind und zwischen sich Schlitze 16 bilden. Die Stäbe sind, gleichfalls in Übereinstimmung mit dem Gegenstand des Hauptpatents, in zur Schleuderradachse exzentrischen Bogenabschnitten angeordnet, wobei jeder Bogenabschnitt durch jeweils zwei Gerippestäbe 23 begrenzt wird. Die Anordnung ist derart, daß die Roststäbe mit dem Flugkreis des Schleuderrades, das sich im Betrieb in Richtung des Pfeiles dreht, keilförmige Räume bilden, in die das zu mahlende Gut durch die Schaufeln des Schleuderrades hineingetrieben wird, wobei es sich an den Kanten ,..der Roststäbe zerfasert und die gebildeten ■'"Fasern durch die Schlitze 16 aus dem Rost
austreten können. Die Fasern gelangen durch - auf der Zeichnung nicht ersichtliche Räume • in einen Ablauf, der nur in Abb. 1 beispielsweise dargestellt und dort mit 24 bezeichnet ist.
Erfindungsgemäß ist nun der Ringrost zum Teil durch Mahlsteinsegmente 25 ersetzt, und zwar ist die Anordnung bei den dargestellten Ausführungsformen derart getroffen, daß jeweils ein Bogenabschnitt des Ringrostes zwisehen aufeinanderfolgenden Gerippestäben 23 gegen ein Mahlsteinsegment 25 ausgetauscht wird. Die Arbeitsflächen 26 der Mahlsteinsegmente sind konzentrisch zur Schleuderradachse gekrümmt. Zwecks Regelung des Feinheitsgrades der Mahlung können die Mahlsteinsegmente 25 in radialer Richtung mittels im Gehäuse gelagerter Gewindespindeln 27 eingestellt werden. In Abb. 2 sind die Gewindespindeln der Einfachheit wegen weggelassen.
Infolge des Wechsels zwischen Ringrostabschnitten und Mahlsteinen findet bei jeder Umdrehung des Schleuderrades eine fortdauernde Sichtung der gewonnenen Fasern an den Schlitzen der Roststäbe statt, so daß die Fasern in den Ringraum 28 übertreten und von dort in den Ablauf 24 gelangen können. Es wird infolgedessen verhindert, daß die Fasern einer zu lang dauernden und sie übermäßig kürzenden Verarbeitung unterworfen werden, während anderseits noch nicht genügend aufgeschlossene, namentlich besonders widerstandsfähige Bestandteile des Mahlgutes an den Mahlsteinsegmenten einer besonders »00 wirksamen Bearbeitung unterworfen werden. Für die Verarbeitung sehr schwer aufzuschließender grober Abfälle empfiehlt sich die Ausführung nach Abb. 2, bei der mehrere Mahlsteinsegmente 25 in der Weise angeordnet sind, daß sie einen Halbringmahlstein bilden, während anderseits die Roststäbe einen Halbringrost darstellen. Die Anordnung ist dabei derart getroffen, daß der in Abb. 2 allgemein mit 10' bezeichnete Halbringrost oberhalb der waagerechten Mittelebene A-A, der mit 25' bezeichnete Halbringmahlstein dagegen unterhalb derselben angeordnet ist. Wie beim Gegenstand des Hauptpatents kann auch die neue Schleudermühle mehrstufig ausgebildet werden, so daß beispiels; weise das in der einen Stufe bearbeitete Fasergut einer zweiten Stufe zugeführt und dort weiter verfeinert wird. Im übrigen kann die Zuführung des zu mahlenden Fasergutes und iao die Entfernung des Feinstoffes in bekannter Weise erfolgen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    ι. Schleudermühle zum Mahlen von Faserstoffen, insbesondere für die Papier·- fabrikation, nach Patent 548 034, dadurch; gekennzeichnet, daß. der Rost (10) zum' Teil durch Mahlsteinringsegmente (25) !ersetzt ist, die das Schleuderrad (21) konzentrisch umgeben.
  2. 2. Schleudermühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mahlsteinringsegmente (25) im Wechsel mit gleich längen Rostringsegmenten (10) angeordnet sind.
  3. 3. Schleudermühle nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Halbringrost (10') und einen Halbringmahlstein (25').
  4. 4. Schleudermühle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halbringrost (10') oberhalb der waagerechten. Mittellinie (A-A), der Halbringmahlstein (25') dagegen unterhalb derselben angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEB172181D 1935-12-15 1935-12-15 Schleudermuehle zum Mahlen von Faserstoffen, insbesondere fuer die Papierfabrikation Expired DE646437C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2627376A (en) * 1949-06-29 1953-02-03 Lee Foundation For Nutritional Attrition-type flour mill with centrifugally controlled feeding means
DE924492C (de) * 1952-07-13 1955-03-03 Polygraph Pama Veb Zerfaserungsmaschine zum Aufschluss von Faserstoffen
DE1104809B (de) * 1957-08-16 1961-04-13 Alfred Stuermer Vorrichtung zum Auffasern und Homogenisieren von in Fluessigkeit suspendierten Faser-, insbesondere Papierrohstoffen
DE1113130B (de) * 1957-10-16 1961-08-24 E D Jones & Sons Company Raffineur, insbesondere fuer Papier-Roh- oder -Halbstoffe

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DE1104809B (de) * 1957-08-16 1961-04-13 Alfred Stuermer Vorrichtung zum Auffasern und Homogenisieren von in Fluessigkeit suspendierten Faser-, insbesondere Papierrohstoffen
DE1113130B (de) * 1957-10-16 1961-08-24 E D Jones & Sons Company Raffineur, insbesondere fuer Papier-Roh- oder -Halbstoffe

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