DE64631C - Melkmaschine - Google Patents

Melkmaschine

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Publication number
DE64631C
DE64631C DENDAT64631D DE64631DA DE64631C DE 64631 C DE64631 C DE 64631C DE NDAT64631 D DENDAT64631 D DE NDAT64631D DE 64631D A DE64631D A DE 64631DA DE 64631 C DE64631 C DE 64631C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
segments
segment
pair
milking machine
teats
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT64631D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. nielsen in Kopenhagen
Publication of DE64631C publication Critical patent/DE64631C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/02Milking machines or devices with mechanical manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Melkmaschine, die hier beschrieben werden soll, geschieht das Zusammendrücken der Zitzen durch Walzensegmente, die, um Zapfen schwingend, gleichzeitig gegen die Zitzen an und von denselben weggeführt werden. Am zweckmäfsigsten ist es, solche Walzensegmente paarweise zu benutzen, .man kann sich aber auch eines solchen Segments allein in Verbindung mit einem schwingenden, aber nicht vor- und rückwärts wandernden Segment bedienen. Die verschiedenen Arbeitsstellungen eines solchen Segmentpaares sind in Fig. ι bis 4 auf beiliegender Zeichnung ersichtlich. Fig. ι zeigt die Anfangsstellung. In dieser drücken die Walzensegmente Zj1 mit ihren obersten Theilen gegen die Zitze Z1 an deren Wurzel. Darauf rollen sie an der Zitze entlang hinunter, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, fortwährend die Zitze zwischen sich zusammenklemmend. Am ' Schlufs der Melkbewegung wirken die Segmente mit ihren unteren Enden gegen den unteren Theil de? Zitze (Fig. 3). Dann entfernen sich die Segmente von einander und nähern sich erst wieder, während sie sich in die in Fig. 1 gezeichnete Anfangsstellung zurückdrehen. In Fig. 5 und 6 ist eine Melkmaschine mit zwei Paar schwingenden , vor- und rückwärts wandernden Segmenten gezeigt, und zwar in Fig. 5 in Ansicht und in Fig. 6 im waagrechten Schnitt nach der Linie C-C in Fig. 5. Da beide Seiten der Maschine ganz gleich sind, ist in Fig. 6 nur deren eine Seite gezeigt.
Zur Erreichung der erwähnten Bewegungen der Walzensegmente Zj1 vermittelst Drehung einer Achse αΆ durch eine Handkurbel a7 sind die Walzensegmente Zj1 mit den Endzapfen h2 in Gleitstücken hs gelagert, welche in Coulissen mx in den Gestellseitentheilen m2 hin- und herbewegt werden können. Die Gestellseitenstücke werden vermittelst der Querbolzen Ot3 in der richtigen gegenseitigen Entfernung gehalten und enthalten auch das Lager für die Achse αΆ.
An jedem der Endzapfen des einen Segmentpaares ist ein Excenterbügel festgekeilt, der ein entsprechendes Excenter an der Achse aB umfafst. bx und U1 sind diese Excenterbügel und Excenter für das eine Walzensegment im Segmentpaar und b2 und a2 dieselben Theile für das zweite der Segmente. Da beide Seiten der Maschine am zweckmäfsigsten ganz gleich gemacht werden, erhält jedes Segment zwei Excenterbügel und zwei Excenter, je eines an jedem Ende der Achse a3. Die beiden Excenter ax und a.2 an demselben Ende der Achse sind an der Achse unter einem Winkel von i8o° gegen einander gestellt, und an beiden Enden der Achse sind die Excenter gleich gestellt. Infolge dessen werden die Excenter beim Umdrehen der Achse a3 die Segmente abwechselnd von einander und gegen einander führen und ihnen gleichzeitig die beschriebene, zum Melken nothwendige schwingende Bewegung geben.
Wenn an einer Maschine zwei Segmentpaare angewendet werden, wie in Fig. 5 und 6, zum gleichzeitigen Melken von zwei Paar Zitzen, wird nur das eine Paar mit Excenterbügeln und Excenter, wie beschrieben, versehen, wohingegen die Endzapfen des., zweiten Segmentpaares nur mit festgekeilten Querarmen dx
und d.2 versehen werden. Diese Querarme werden vermittelst drehbarer Zugstangen ίί3 und d4 mit den Excenterbügeln des zweiten Segmentpaares verbunden, welchen zu dem Zwecke eine dreieckige Form gegeben wird, wie aus der Zeichnung ersichtlich, so dafs die Verbindungsstangen ds und c?4 mit denselben und den Querarmen d1 und d2 Parallelogrammverbindungen bilden und die Segmente des einen Paares fortwährend mit jenen des zweiten Paares parallel gehalten werden. Die Verbindung zwischen den Segmenten der beiden Paare wird ferner so hergestellt, dafs die Segmente in dem einen Paar sich einander nähern, wenn diejenigen im zweiten Paar sich von einander entfernen, und umgekehrt. Das eine Segmentpaar wird dann melken, während das zweite seine Stellung wechselt, und umgekehrt.
Die Walzensegmente werden zweckmäfsig elastisch gemacht. In Fig. 7 ist im Querschnitt ihre Construction, welche dieselbe wie in Fig. 5 und 6 ist, gezeigt. Jedes Segment wird aus einer gebogenen elastischen Blechplatte ex gebildet, die an der Hinterseite des Segments vermittelst einer Deckschiene 0 und Schrauben an der Hinterseite einer viereckigen Stange g befestigt ist, in deren Enden die Zapfen h., des Segments ausgedreht sind. An der Vorderseite ist das Segment mit einer Kautschukschicht e.2 bekleidet.
In Fig. 8 ist eine ähnliche Maschine wie in Fig. 5 und 6 gezeigt; hier ist aber nur das eine Segment in jedem Paar, und zwar die äufseren Segmente, dazu eingerichtet, sowohl . hin- und hergeführt als geschaukelt zu werden, während die inneren Segmente allein während des Melkens schwingen. Die Bewegung der äufseren Segmente wird durch dieselben Mittel wie in Fig. 5 und 6 bewirkt, und zwar durch die Excenter ax an der Achse a3, die Excenterbügel O1, die Querarme di an den Zapfen des einen Segments und Verbindungsstangen rf3 und die Coulissen m, für die Gleitstücke Zj3. Die inneren Segmente werden allein durch den Mechanismus an der einen Seite der Maschine geschaukelt, wo deren Handkurbel sich nicht vorfindet. Dieser Mechanismus besteht, ■ was das eine Segment betrifft, aus dem Excenter α4 an der Achse a3 und dem Gabelstück b4, das an dem einen der Zapfen /?2 des Segments fest angebracht ist, die hier in den Seitentheilen m.2 selbst, im Gestell oder Gehäuse der Maschine gelagert sind.
Für das zweite Segment wird der Antrieb durch einen an dem Excenter a{ befestigten Krummzapfen as und die. an dem einen Zapfen h.2 des Segments fest angebrachte Gabelstange bh gebildet. Der Krummzapfen a5 und die Excenter α4 sind unter einem Winkel von i8o° gegen einander gestellt und übrigens so construirt, dafs die entsprechenden beiden Segmente sich fortwährend gegenseilig parallel während ihres Schwingens halten und somit gleich stark schwingen.
Damit man die Segmente zum Einführen der Kuhzitzen zwischen dieselben leicht von einander trennen kann, ist das eine der inneren Segmente mit seinen Zapfen h.2 in den Hebeln V1 gelagert, welche an der Innenseite der Seitenstücke Mi2 der Maschine drehbar um die Bolzen V2 angebracht sind; aufserdem sind in den Seitentheilen m.2 für die Zapfen h.2 Coulissen V3 angeordnet. Am unteren Ende der Hebel V1 sind diese vermittelst eines Querstückes v4 fnit einander verbunden, und an diesem sitzt ein als Feder wirkender Haken v5, welcher, wenn das Segment an seinen Platz in der Maschine gebracht ist, in einen Querbolzen m3 im Gestell der Maschine greift. Um dem betreffenden Segment eine gröfsere Bewegungsfreiheit zu geben, ist die Achse αΆ so nahe wie möglich dem zweiten der inneren Segmente gelagert. Wenn die Kuhzitzen in die Maschine eingeführt werden sollen, werden die Segmente durch Drehung der Achse αΆ vermittelst deren Handkurbel, ungefähr wie auf der Zeichnung gezeigt, gestellt. Der Federhaken V5 wird losgelassen und das hierdurch ausgelöste Segment wird gegen die Achse as zurückgedreht.
In Fig. 9 ist eine ähnliche Maschine gezeigt, wo auch nur das eine Segment in jedem Segmentpaar sowohl hin- und hergeführt als geschaukelt wird, während die anderen Segmente nur geschaukelt werden. Hier sind es aber die inneren Segmente, die sowohl hin- und herwandern als schwingen, und die äufseren Segmente schwingen nur.
Die Bewegung der inneren Segmente geschieht in ganz ähnlicher Weise, wie bei der vorhergehenden Construction, weshalb die hierher gehörenden Theile mit Buchstaben in Uebereinstimmung mit den entsprechenden Theilen in Fig. 5 bezeichnet sind. Das Schwingen der äufseren Segmente geschieht hier vermittelst zweier Excenter α4 und αΛ an der Achse a3 und zweier Gabelstücke bi und b^ die mit ihren Gabelzweigen die Excenter ai und a6 umfassen und an den Zapfen h.2 des hier besprochenen Segments fest angebracht sind.
Die Excenter nebst den Gabelstücken können sowohl an der einen als an der anderen Seite der Maschine angebracht werden. Mit Rücksicht auf die Deutlichkeit der Zeichnung sind diese Theile durch nicht ausgezogene Linien dargestellt.
Zur Trennung der Segmente von einander, wenn die Kuhzitzen zwischen dieselben eingeführt werden sollen, sind hier die äufseren Segmente mit ihren Zapfen Zz2 in Lappen y gelagert, welche an den Seitentheilen m4 des Gestelles der Maschine hervorreichen und in
entsprechende Ausschnitte in den Seitentheilen m2 desselben Gestelles hineinpassen. Die Gestelltheile W4 sind um die Querbolzen m5 zwischen den Seitenstücken m.2 drehbar und besitzen eine Verlängerung mit einer Schraubenmutter mu. Die mit Rechts- und Linksgewinde versehene Spindel m.n die vermittelst des Griffes ms gedreht werden kann, bewegt daher die beiden Theile mt mit den äufseren Segmenten nach aufsen bezw. bringt dieselben wieder in die auf der Zeichnung gezeigte Stellung zurück.
Je nachdem die Zitzen weicher oder härter zu melken sind, müssen die Segmente eingestellt werden können, so dafs sie während ihrer Bewegung sich entweder' ganz einander nähern oder einen kleinen Zwischenraum zwischen ihren Oberflächen offen lassen. Diese Regulirung der Stellung der Segmente wird ebenfalls vermittelst der Spindel Ot7 erreicht. Eine ähnliche Einstellung vermittelst einer Schraube kann auch an der in Fia. 8 gezeigten Ausführungsform für das auslösbare Segment hergestellt werden.
Bei allen drei hier beschriebenen und gezeigten Constructionen wird man auch das Schwingen des einen Segments in jedem Segmentpaar weglassen können. Man wird dann am vortheilhaftesten das Segment durch ein flaches Kissen ersetzen, das Melken wird aber auch dann in der beschriebenen Weise vor sich gehen.
Bei allen Maschinen kann man das Gehäuse oder Gestell der Maschine nach oben zu mit einer Oberplatte m9 , Fig. 8 bis ii, decken, die mehr oder weniger nach der Form des Euters gebogen ist und in welcher sich entweder zwei lange Löcher t2 , jedes für zwei Zitzen, oder vier gröfsere oder kleinere runde Löcher ί1; eines für jede Zitze, befinden. Wenn die Zitzen aus irgend einem Grunde besonders reizbar sind, können die genannten Löcher an der Oberplatte, ferner, wie in Fig. 11 gezeigt, mit niederhängendem Zeug i4 umgeben werden, so dafs die Segmente Zj1 nicht die Zitze unmittelbar berühren.
Es mufs noch bemerkt werden, dafs die Schlitze Ot1 in den Seitentheilen Ot2 der Melkmaschine, in welchen die Gleitstücke hB hin- und herwandern, nicht allein, wie in Fig. 5, 8 und g, gerade und waagrecht, sondern auch gekrümmt und mehr oder weniger schräg angeordnet werden können, je nachdem die Praxis es erfordert.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Melkmaschine, bei welcher schwingende Walzensegmente (H1) die Zitzen an der Wurzel erfassen, auf dieselben einen von oben nach unten fortschreitenden Druck ausüben und endlich dieselben wieder freigeben, indem die Zapfen /j2 dieser Walzensegmente in den durch Schlitze Ot1 geführten Gleitstücken (h3) gelagert und mit Excenterbügeln (O1 b.2) oder Kurbeln fest verbunden sind, so dafs sie durch die um i8o° auf der Achse a3 verstellten Excenter (CL1 a.J bezw. Kurbeln eine hin- und hergleitende und zugleich eine wiegende Bewegung erhalten.
2. Bei der unter 1. angegebenen Melkmaschine die Bildung der schwingenden Walzensegmente Zj1 aus Blechplatten mit oder ohne Kautschukbekleidung.
3. Bei der unter 1. angegebenen Melkmaschine die Uebertragung der hin- und hergleitenden und zugleich wiegenden Bewegung eines Walzensegmentpaares vermittelst Zugstangen auf ein zweites Segmentpaar gleicher Einrichtung in der" Weise, dafs das eine Walzensegmentpaar sich öffnet, während das andere sich schliefst, zum Zwecke, durch eine Kurbelbewegung alle vier Zitzen einer Kuh gleichzeitig melken zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64631D Melkmaschine Expired - Lifetime DE64631C (de)

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