DE64601C - Elektrolytische Zugutemachung von Erzen und Hüttenprodukten, welche Silber und andere Metalle enthalten - Google Patents

Elektrolytische Zugutemachung von Erzen und Hüttenprodukten, welche Silber und andere Metalle enthalten

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DE64601C
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DENDAT64601D
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L. G. DVES, General-Consul, in Bremen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/12Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of copper

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  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
L G. DYES in BREMEN.
Metalle enthalten.
Zusatz zum Patente No. 53782 vom 2. März 1888.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. December 1888 ab. Längste Dauer: 1. März 1903.
Um silberhaltige Erze, welche Blei enthalten können, Laugen und Hüttenprodukte mit oder ohne Kupfergehalt zu Gute zu machen, soll nach vorliegender Erfindung, ebenso wie nach dem D. R. P. No. 53782, eine Kupferchlorid-Halogensälzlösung, insonderheit aber eine Lösung von Kupferchlorid in Chlorcalcium- oder Chlormagnesium-Lauge, welche für Chlorsilber und Kupferchlorür ein grofses Lösungsvermögen besitzen und anderweitige Vortheile bieten, so z. B. wegen ihrer wasserbindenden Kraft störende Krystallisationenverhindern, elektrolysirt werden.
Diese Salzlösung kann auch Eisen enthalten, wofern die Menge desselben nicht mehr als etwa 30 g Eisen pro Liter beträgt. Die Einwirkung dieser Lösung auf das auszulaugende Erz wird durch folgende Formel veranschaulicht:
2 Cu Cl2 + (Ag2 Cu.2 Pb) S
= Cu.2 Cl2 + (Ag2 Cu2 Pb) Cl2 + -S
Fe2 CZ6 + (Ag1 Cun Pb) S
= 2 Fe Cl2 + (Ag2 Cu2 Pb) Cl2 + S.
Die Anode der elektrolytischen Fällungsapparate besteht in der Regel aus Kohle oder anderem elektrolytisch unlöslichen Material, jedoch empfiehlt es sich, in einigen Fällen Anoden anzuwenden, welche aus Scwefeleisen bestehen oder solches enthalten, oder selbst Eisenanoden zu benutzen, an denen dann nicht nothwendig Kupferchlorürlösung zu circuliren braucht. Im ersteren Falle wird sich Schwefeleisen unter Bildung von Eisenchlorid lösen, welches demnächst zur Laugerei wieder dienen kann.
Um eine übermäfsige Anreicherung an Eisenchlorür zu verhindern, wird das Eisen bis auf den zulässigen Gehalt aus der Lauge entfernt. Es geschieht das durch Einwirkung von Luft auf bezw. Einblasen von Luft in die neutrale Kupferchlorür-Eisenchlorürlösung, welche dadurch zu Kupferchloridlösung wird, oder aber durch Kupferoxyd oder Kupferoxydul bezw. Alkalien, Erdalkalien oder deren Carbonate.
Aus den bleihaltigen Lösungen wird das Chlorblei abgeschieden durch Abkühlung, durch galvanische Fällung oder auf chemischem Wege als basisches Salz oder Superoxyd.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die Verarbeitung von kupferfreien, silberhaltigen Erzen auf Silber bezw. andere in denselben enthaltene Metalle (wie Blei) nach dem durch D. R. P. No. 53782 geschützten Verfahren.
2. Die Abänderung des Verfahrens nach D. R. P. No. 53782 bezw. Anspruch 1. in der Weise, dafs statt der unlöslichen Kohle-Anoden solche, die Eisen oder Schwefeleisen enthalten, verwendet werden, wobei alsdann eine Halogensalzlauge an den Anoden circulirt und die entstehende Lösung darauf in bekannter Weise zur
Auslaugung von Metall, besonders kupfer- und silberhaltiger Erze und Hüttenprodukte und Erzeugung von Kupfer- und Silberlösungen verwendet wird, aus denen das Eisen durch Einblasen von Luft durch Kupferoxyd oder Kupferoxydul bezw. Alkalien oder Erdalkalien oder Carbonate wieder entfernbar ist.
3. Bei der elektrolytischen Gewinnung von Kupfer, Silber bezw. Blei, aus Erzen und Hüttenprodukten nach D. R. P. No. 53782 bezw. nach Anspruch 1. und 2., die Anwendung von Lösungen mit oder ohne Eisengehalt, welche Halogensalze der alkalischen Erden, wie Calciumchlorid oder Chlormagnesium enthalten, als Elektrolyt sowohl bei elektrolytisch löslichen als auch elektrolytisch unlöslichen Anoden.
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