DE643267C - Verfahren zum Fuellen eines Kocherabsorbers fuer mit festen, quellfaehigen Absorptionsstoffen arbeitende Kaeltemaschinen - Google Patents
Verfahren zum Fuellen eines Kocherabsorbers fuer mit festen, quellfaehigen Absorptionsstoffen arbeitende KaeltemaschinenInfo
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Description
Bei Absorptionskältemaschinen, die mit festen Absorptionsstoffen arbeiten, muß dafür
gesorgt werden, daß das feste Absorptionsmaterial ganz gleichmäßig über alle zu seiner
\ufnahme bestimmten Räume des Kocherabsorbers verteilt ist und daß die Wärme
allen Teilen des Absorptionsmaterials gut zugeführt und auch leicht von ihnen wieder abgeführt
werden" kann. Die gleichmäßige Verteilung des Absorptionsmaterials ist von sehr großer Bedeutung; denn jede Ungleichmäßigkeit
verschlechtert bedeutend den Wirkungsgrad der Maschine. Um eine gute Wärmeleitung
zu erzielen, ist es bereits bekannt, in den Kocherabsorber wärmeleitende Elemente,
z. B. Metallteller, einzubauen, zwischen denen das Absorptionsmittel eingeschichtet wird.
Bei diesen Anordnungen wird ein zur Quellung genügender freier Raum zwischen je zwei Tellern frei gelassen. Hierbei wird so
verfahren, daß in das noch nicht druckdicht abgeschlossene Kocherabsorbergefäß zunächst
der unterste Teller eingesetzt, darauf eine Schicht des Absorptionsstoffes gelegt und so
nacheinander das ganze Kocherinnere mit den das feste Absorptionsmittel tragenden
Tellern gefüllt wird.
Bei einer anderen bekannten Anordnung sind die Teller, welche den festen Absorptionsstoff
tragen sollen, bereits fest im Kocherinnern eingebaut, und der Absorptionsstoff soll durch senkrecht übereinanderliegende,
in den Tellern befindliche Füllöffnungen
auf die einzelnen Teller verteilt werden. Hierbei läßt sich aber die gewünschte gleichmäßige Verteilung des Absorptionsstoffes
in den dafür bestimmten Räumen nicht erzielen, da die Füllmasse durch die senkrecht übereinanderliegenden
Füllöffnungen in die untersten Abteilungen fallen kann, so daß bei einem späteren Aufquellen
eine Sprengung des Kocherabsorbers zu befürchten ist.
Ein anderer bekannter Kocherabsorber, bei dem in das Innere des Gefäßes lediglich
eine Rohrleitung zur abwechselnden Heizung und Kühlung eingebaut ist, wird teilweise
mit reinem, festem Absorptionsstoff gefüllt. Danach soll die Anreicherung mit dem Arbeitsmittel
erfolgen. Auch in diesem Fall ist eine gleichmäßige Verteilung der Füllmasse nach der Anreicherung auf den gesamten Innenraum
des Kocherabsorbers nicht möglich. Schließlich ist es noch bekannt, einen Kocherabsorber
mit einer Masse zu füllen, welche vollständig mit Kältemittel angereichert ist. Es besteht hier die Gefahr, daß die Masse
schon bei der ersten Austreibung sackt und infolgedessen den gesamten Kocherraum nicht
mehr gleichmäßig erfüllt.
Mit den bisher bekannten Verfahren läßt sich also bei Verwendung von quellfähigen
Absorptionsstoffen die erforderliche Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit des festen
Absorptionsstoffes und die gewünschte gleichmäßige Verteilung des festen Absorptions-
Stoffes auf den ganzen Kocherraum nicht erzielen.
Die Erfindung hat ein Verfahren zum Füllen des Kocherabsorbers zum Gegenstand,
wodurch die eingangs geschilderte Aufgabeiii;
vollkommener Weise gelöst wird. \,
Gemäß der Erfindung wird der durch wärmeleitende Wände begrenzte freie Füllraum
des Kocherabsorbers mit einem Absorptionsstoff völlig angefüllt, der vor dem Einfüllen
bis zu einer unterhalb der betriebsmäßigen Sättigung liegenden Grenze mit Kältemittel angereichert wird. Dadurch, daß
die Füllmasse bei der betriebsmäßigen Sättigung, die nach der Einfüllung erfolgt, einen
Druck auf die Wandungen des Kocherabsorbers ausübt, wird die Wärmeleitung verbessert.
Die Bemessung des freien Füllraumes und der zur Füllung verwendeten Absorption s stoff menge erfolgt dabei so, daß auch
nach dem Aufquellen noch eine ausreichend gasdurchlässige feste Masse entsteht. Die
Quellfähigkeit des festen Absorptionsstoffes wird also bei der Erfindung dazu benutzt, den
a5 gesamten Kocherinnenraum auszufüllen i:nd
durch die infolge der Ouellung eintretende Druckerhöhung eine Verbesserung der an
sich schlechten Wärmeleitfähigkeit des Absorptionsstoffes zu erzielen und eine feste Lagerung
des Absorptionsstoffes im Kocherabsorber zu erreichen.
Das zur Aufnahme der Füllmasse bestimmte Kocherabsorbergefäß wird gegebenenfalls
durch Einbau wärmeleitender EIemente zunächst fertiggestellt und bis auf eine
oder mehrere Füllöffnungen geschlossen. Darauf wird das Gefäß einer Druckprobe unterworfen
und dann erst das feste Füllmaterial durch die Füllöffnung eingebracht. Dieses Verfahren hat vor allem den Vorteil,
daß die bei-der Druckprobe etwa festgestellten Undichtigkeiten des Gefäßes vor der Beschickung
mit dem Absorptionsmaterial ohne Schwierigkeiten durch Xachschweißen beseitigt werden können. Es besteht also keine Gefahr,
daß durch die hohen Schweißtemperaturen Zersetzungen in der Füllmasse eintreten,
wodurch deren gleichmäßige Verteilung beeinträchtigt wird. Außerdem ist das Verfahren
gemäß der Erfindung auch für eine Massenherstellung wesentlich geeigneter. Mau
erzielt eine sehr gleichmäßige Füllung, und bei geeigneter Durchführung 'des Verfahrens,
von der in folgender Beschreibung noch die Rede ist, wird eine gleichmäßige innige Berührung
zwischen dem Absorptionsmittel und den wärmeleitenden Wänden gewährleistet.
Ein Kocherabsorbergefäß, wie es beispielsweise zur Durchführung des Verfahrens gemäß
der Erfindung angewendet werden kann, ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist
ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Querschnitt. Das Gefäß ist aus einem Rohr 1 hergestellt. Ein
■ Blechstreifen 2, dessen Breite etwa gleich der .'Länge des Rohres ist, ist wellenförmig getö
und in das Rohr 1 hineingesteckt, wie 2 zeigt. In den frei bleibenden Raum in
der Mitte wird dann ein weiteres Rohr 3 hineingezwängt. Es ist so groß, daß es die
äußeren Teile des Bleches 2 mit starkem Druck gegen die Innenwände des Rohres 1 preßt.
Auf diese Weise wird ein guter Wärmeübergang zwischen dem Bleche 2 und dem Rohr 3
einerseits, dem Rohr 1 andererseits erzielt. Der von dem Blech 2 ausgefüllte Raum kann
unten durch eine Bleehscheibe 4 abgeschlossen sein. Diese Bleehscheibe sowohl wie das
wellenförmige Blech 2 sind mit öffnungen 5 versehen, durch die das gasförmige Absorptionsmittel
hindurchströmen kann. Die öffnungen können mit Vorteil auch in der Weise
hergestellt werden, daß die Blechstücke nicht herausgeschnitten, sondern nur eingeschnitten
und so herausgebogen werden, daß sie als Zungen in die mit Absorptionsstoff zu füllenden Räume hineinragen und dadurch
•zur Wärmeleitung beitragen. Das Rohr 1 ist durch die Böden 6 und 7 abgeschlossen, die
mit den beiden Enden des Rohres 3 verschweißt go sind. Der Boden 7 hat einen Anschlußitutzen
8 und eine Einfüllöffnung 9. Der Raum unterhalb des Abschlußbleches 4 ist mit Eisenwolle ausgefüllt. Ebenso ist von
den Zellen, in die der Raum zwischen den Rohren 1 und 3 durch das wellenförmige
Blech eingeteilt wird, jede zweite Zelle mit Eisenwolle ausgefüllt, wie Fig. 2 zeigt. Sobald
das Gefäß so weit fertiggestellt ist, wird es der Druckprobe unterworfen und, wo es ioo
etwa nötig sein sollte, nachträglich abgedichtet. Wenn dies geschehen ist, kann es
mit dem Absorptionsmittel gefüllt werden.
Als Absorptionsmittel kann beispielsweise Calciumchlorid oder Lithiumchlorid dienen.
Aber auch andere absorbierende oder chemisch wirkende Stoffe sind verwendbar. Das
Absorptionsmittel, beispielsweise also Calciumchlorid, wird zunächst geschmolzen.
Nachdem es erstarrt ist, wird es in Stücke geschlagen und dann, möglichst unter Luft-
und Feuchtigkeitsabschluß, zu einem mehr oder weniger feinen oder körnigen PuI-ver
gemahlen. Hierauf wird es mit dem Kältemittel, z. B. Ammoniak, unter Druck angereichert, aber nicht vollständig gesättigt.
Während der Anreicherung nimmt es an Volumen beträchtlich zu. Die so gewonnene
pulverartige und leicht rieselnde Masse wird nun in die Einfüllöffnung 9 eingeschüttet.
Sie füllt die freien Räume innerhalb des Gefäßes aus, dagegen nicht diejenigen, die be-
reits mit Eisenwolle angefüllt sind. Die gleichmäßige Verteilung des pulverförmigen
Absorptionsmittels wird noch gefördert, wenn man das Gefäß während des Einfüllens stößt
oder rüttelt, wenn nötig auch noch unter dau-v, ernder Drehung. Sobald die vorgesehene
Menge des Absorptionsmittels eingebracht ist, wird der Raum oberhalb des wellenförmigen
Rohres 2 noch mit Eisenwolle verstopft. Nunmehr läßt man unter ausreichendem Druck soviel Ammoniak absorbieren, daß die
gewünschte Sättigung erreicht wird. Dabei vergrößert sich das Volumen des Absorptionsmaterials
noch weiter. Durch diese Volumenvergrößerung entsteht eine nicht unerhebliche Pressung zwischen dem Absorptionsstoff und den wärmeleitenden Wänden des
Gefäßes, und diese Pressung gewährleistet einen guten Wärmeübergang. Es empfiehlt
sich, vor der Inbetriebnahme oder auch schon vor der Nachanreicherung das Kältemittel
aus dem Kocherabsorber durch länger andauernde
Erhitzung oder Druckerniedrigung oder beides zugleich noch einmal so weitgehend
auszutreiben, daß auch alle Luft- und Feuchtigkeitsreste, die bei der Einfüllung
meist nicht ganz ferngehalten werden können, nachträglich entfernt werden. Nach mehrmaligem
Absorbieren und Austreiben des. Kältemittels vor oder während des Betriebs verwandelt sich das anfänglich lose Pulver in
eine feste, feinporöse Masse, die gasdurchlässig bleibt und dauernd so fest an den
Wänden anliegt, daß ein guter Wärmeübergang gesichert ist.
Das Rohr 3 ist zur Aufnahme eines Heizkörpers oder zur Durchleitung heißer Gase
bestimmt. Die Wärme verteilt sich über das wellenförmig gebogene Blech 2, von wo sie
leicht zu allen Teilen des Absorptionsmittels gelangen kann. Das ausgetriebene Gas kann
durch die Öffnungen 5 in dem Blech 2 und auch 4 in die mit Eisenwolle gefüllten Zellen
austreten und wird durch den Änschlußstutzen S zum Kondensator geleitet. Der Kocherabsorber kann nach Bedarf natürlich
auch mehrere Einfüllöffnungen oder Anschlußstutzen besitzen. Das Absorptionsmittel
und die Eisenwolle können auch ihre Plätze innerhalb der Zellen austauschen. Die Anreicherung des Absorptionsmittels mit
£dem Kältemittel vor der Füllung wird so beimessen,
daß die nach dem Einbringen vor sich gehende Sättigung das Volumen gerade so viel vergrößert, wie notwendig ist, um die
gewünschte Pressung des Absorptionsmittels gegen die Wände zu erzielen. Es soll aber
vermieden werden, daß durch eine zu große Volumenvergrößerung die wärmeleitenden
Wände etwa weitgehend deformiert werden.
Es empfiehlt sich, diejenige Menge des gemahlenen, noch gänzlich ungesättigten Absorptionsmittels,
die gerade zur Füllung eines Kocherabsorbers erforderlich ist, abzuwägen und die. abgewogenen Mengen in einzelnen
offenen Behältern in einen Druckraum zu bringen, wo sie mit dem Kältemittel angereichert
werden. Dann wird der Inhalt je eines Behälters zur Füllung eines Kocherabsorbers
verwendet. Man ist dann sicher, daß der Kocherabsorber die gewünschte Gewichtsmenge an Absorptionsmittel enthält,
auch wenn der Sättigungsgrund und damit das Volumen beim Einfüllen nicht ganz genau
die vorschriftsmäßigen waren.
Claims (2)
1. Verfahren zum Füllen eines Kocherabsorbers für mit festen, quellfähigen Absorptionsstoffen
arbeitende Kältemaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der durch wärmeleitende Wände begrenzte freie
Füllraum des Kocherabsorbers mit einem Absorptionsstoff völlig angefüllt wird,
der vor dem Einfüllen bis zu einer unterhalb der betriebsmäßigen Sättigung liegenden Grenze mit Kältemittel angereichert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das fertiggestellte
Kocherabsorbergefäß zunächst der Druckprobe unterworfen wird, daß es dann durch eine Füllöffnung mit dem
festen Füllmaterial vollgefüllt wird und daß schließlich die betriebsmäßige Anreicherung
mit dem Arbeitsmittel erfolgt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN31851D DE643267C (de) | 1931-04-03 | 1931-04-03 | Verfahren zum Fuellen eines Kocherabsorbers fuer mit festen, quellfaehigen Absorptionsstoffen arbeitende Kaeltemaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN31851D DE643267C (de) | 1931-04-03 | 1931-04-03 | Verfahren zum Fuellen eines Kocherabsorbers fuer mit festen, quellfaehigen Absorptionsstoffen arbeitende Kaeltemaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643267C true DE643267C (de) | 1937-04-02 |
Family
ID=7346115
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN31851D Expired DE643267C (de) | 1931-04-03 | 1931-04-03 | Verfahren zum Fuellen eines Kocherabsorbers fuer mit festen, quellfaehigen Absorptionsstoffen arbeitende Kaeltemaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643267C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0528165A1 (de) * | 1991-08-16 | 1993-02-24 | Wilfried Färber | Wärmetauscher für den Wärmetausch von gasförmigen Heizmedien und Feststoffen |
| US5862855A (en) * | 1996-01-04 | 1999-01-26 | Balk; Sheldon | Hydride bed and heat pump |
-
1931
- 1931-04-03 DE DEN31851D patent/DE643267C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0528165A1 (de) * | 1991-08-16 | 1993-02-24 | Wilfried Färber | Wärmetauscher für den Wärmetausch von gasförmigen Heizmedien und Feststoffen |
| US5862855A (en) * | 1996-01-04 | 1999-01-26 | Balk; Sheldon | Hydride bed and heat pump |
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