DE64296C - Brennofen mit Trockenkammern - Google Patents
Brennofen mit TrockenkammernInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F27D13/00—Apparatus for preheating charges; Arrangements for preheating charges
- F27D13/005—Drying of green clay prior to baking
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Brennofen der keramischen Industrie strahlen, ungeachtet bestbekannter und angewendeter
Isolirmauern und Füllungen, noch einen grofsen Theil der in den Oefen erzeugten
Wärme aus, und zwar vorzugsweise durch die Ofendecke, welche Wärme bisher meistens unbenutzt verloren ging.
Weil nun aber die zu brennenden Fabrikate fast sämmtlich in feuchtem Zustande hergestellt
und vor dem Brennen (namentlich in der kälteren Jahreszeit) durch künstlich erwärmte Luft
getrocknet werden müssen, so bietet die Erfindung meiner Brennofen in Verbindung mit
der folgend beschriebenen Trockenanlage bedeutende Vortheile gegen ältere Trockenanlagen
, welche bisher besonders erwärmt werden müssen.
Meine neuen Trockenkammern werden direct über die Brennöfen auf einer genügend unterstützten
starken Balkenlage oder Eisenconstruction so angeordnet, dafs über die ersteren ein
Fufsboden aus starken Brettern mit abgeschrägten Kanten derart verlegt wird, dafs sich je ein
Brett um das andere (kx bis k14) aufnehmen
läfst und die zwischenliegenden Bretter (I) befestigt
sind und liegen bleiben. An den breiten Brettern (k) sind die unteren und an den
schmalen Brettern (I) die oberen Kanten abgestumpft, um dichten Schlufs zu bewirken.
Ueber den Fufsboden werden dann Trockenkammern (p) dadurch gebildet, dafs nach der
Längsrichtung des Ofens hin eine Mittelwand (m) aufgestellt wird, an welcher rechtwinklig von
beiden Seiten Wände (0) angestofsen werden.
Ueber diesen Trockenkammern wird zunächst ein Sammelkasten (A) hergestellt, indem horizontal
von beiden Seiten der Mittelwand m ein Fufsboden (nj mit darüber liegender Unterschalung,
die Schmauchdecke (n) genannt, ausgeführt wird.
Dieser Sammelkasten (A) steht mit den Trockenkammern (p) durch regulirbare Klappen
(bx) und mit der Atmosphäre durch den
Exhaustor (C) und das darüberliegende Abzugshäuschen (D) in Verbindung.
Zwischen der Unterschalung (n) und der Dachschalung bleibt ein genügend grofser
Raum (q), welcher mittelst Klappen (s-J nach
den Trockenkammern hin absperrbar und nach oben an die über den First aufgestellten Abzugsschlote
(yv) angeschlossen ist.
Der Betrieb ist folgender:
Die seitlich von den Trockenkammern (p) in den Seitenmauern des Ofenhauses angeordneten
Fenster und Lücken bleiben während des Trockenbetriebes möglichst dicht geschlossen.
Bei günstiger Witterung und langsamem Betrieb werden nun erstlich nur die Schmauchdecke
(q) und Schlote (w) in Benutzung genommen und hierbei, wie Fig. 2 zeigt, die
atmosphärische Luft durch die Luken (r) über den Ofenraum (h) geführt, hierbei erwärmt
und dann durch die geöffnete Dielung (k) in die Trockenkammern (p) geleitet, wobei sich
diese Luft mit Wasserdämpfen sättigt und hierdurch die eingesetzten Objecte trocknet, um
dann durch die Schlote (q und w) ins Freie abgeführt zu werden, wie in Fig. 2 dargestellt
wird.
Bei ungünstiger Witterung und forcirtem Betrieb
war der Exhaustor (C) behufs Erzeugung einer energischeren Luftcirculation in Betrieb,
gesetzt.
Zu diesem Zweck wird die atmosphärische Luft, wie vorher, in die Trockenkammern (p)
eingeführt und die Klappen (s) werden geschlossen; dagegen wird (bx) geöffnet und der
Exhaustor mittelst eines Motors in Betrieb gesetzt und die gesättigte Luft in den Sammelkanal
gesaugt, um von hier aus durch den Ventilator ins Freie abgeführt zu werden, wie Fig. ι durch
Pfeile die Luftströmung anzeigt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Brennofen mit Trockenkammern über dem Brennraum, dadurch gekennzeichnet, dafs die durch Luken (r) zugeführte Aufsenluft auf der Oberseite des Brennraumes angewärmt wird und durch zwischen festen Brettern (I) beweglich angebrachte Bretter (U1... k^J in die Trockenkammern eintritt, von wo sie durch Klappen (O1 bezw. S1) in einen mit Ventilator (C) versehenen, von dem Trockenraum durch Unterschalung (nx) getrennten Sammelkasten (A) oder in mit Schloten (w) verbundene Abzüge (q) geleitet wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64296C true DE64296C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64296D Expired - Lifetime DE64296C (de) | Brennofen mit Trockenkammern |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE64296C (de) |
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