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Absackwaage mit geteiltem Sackstutzen Die Erfindung betrifft eind
Absackwaage mit geteiltem Sackstutzen, dessen untere, den Sack tragende Hälfte mittels
einer an der oberen, am Waagebalken hängenden Hälfte angeordneten und durch einen
Hebel betätigten Anliebevorrichtung mit dieser oberen Hälfte in Abdichtungseingriff
gebracht und nach erfolgter Abwiegung von ihr wieder gelöst und abgelassen wird.
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Bei den bekannten Vorrichtungen ist die Teilung des Sackstutzens deshalb
vorgenommen, um den an der unteren Sackstutzenhälfte hängenden Sack mit einer Rüttelvorrichtung
in Eingriff bringen zu können, ohne daß die ,empfindlichen Teile der Waage unter
dem Rüttelvorgang leiden.
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Stark aufgelockertes Wägegut von großer Feinheit (Kohlenstaub, ungeölter
Stickstoffdünger, Kalkstaub o. dgl.) steht nach dem Verwiegen bis hoch in den Sackstutzen
hinein und kann nur unter sehr großer Staubentwicklung in den Sack hineingerüttelt
werden.
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Die Erfindung bezweckt nun, eine Vorrichtung zu schaff-en, die es
gestattet, das Einsacken ohne Staubentwicklung -unter FortfaU der Rütteleinrichtung
vorzunehmen. Sie geht dabei von der Erfahrung aus, daß derartiges aufgelockertes
Wägegut von selbst in sich zusammenfällt, wenn man ihm nur genüg'end Zeit läßt,
um sich zu setzen.
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Während bei den -bekannten Vorrichtungen im gewöhnlichen Betrieb die
untere Sackstutzenhälfte an der Waage verbleibt, ist gemäß der Erfindung eine zur
Aufnahme der unteren Sackstutzenhälfte ausgebildete An-und Abfahreinrichtung angeordnet,
so daß die untere Sackstutzenhälfte selbst ausgewechselt werden kann. Die untere
Sackstutzenhälfte mit dem zu füllenden Sack wird dabei mittels einer fahrbaren Einrichtung
unterhalb der Waage angefahren und durch einfaches Betätigen ein-es 1-Iandgriffes,
der am oberen Sackstutzen selbst gelagert ist, mit letzterein in Verbindung gebracht.
Die fahrbare Einrichtung wird durch reine an sich bekannte Sperre -unterhalb der
Waage so lange festgehalten, bis der an der unteren Sackstutzenhälfte hängende gefüllte
Sack wieder auf sie herabgelassen wird oder auf sie herabfällt, wohei an'sich bekannte
Stoßdämpfer den auftretenden Stoß auffangen. Die Anordnung einer An- und
Abfahrvorrichtung für die Säcke zur Waage ist zwar an sich nicht neu. Bei der bekannten
Einrichtung werde'n aber die vorgefüllten Säcke allein auf die Lastschale der Waage
aufgefahren und bleiben während des Wägevorganges ohne- abdichtende Verbindung unter
dem Einlauf stehen. Eine derartige Vorrichtung eignet sich daher nicht für den angegebenen
Zweck.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
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Fig. i zeigt die Seitenansicht der Einrichtung, wobei die den Sack
tragende untere Sackstutzenhälfte auf der fahrbaren Einrichtung ruht und die Anhebevorrichtung
bereits unter die Tragrollen der unteren Sackstutzenhälfte greift.
Fig.
2 7ieigt eirie Zweite Ansicht der Einrichtung, wobei die untere Sackstutzenhälfte
samt dem gefüllten Sack auf die fahrbare Einrichtung gefallen ist und bei Seite
fahren werden kann.
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Vor Beginn der Wägung liegt der Hafidi. griff i eines zweiarmigen
Hebels am All-'
schlag 2 an und hält dabei die am Bolzen i z der oberen Sackstutzenhälfte
6 hängenden Haken3 so viel nach links, daß die fahrbare Einrichtung samt
der den Sack5a tragenden unteren Sackstutzenhälfte5 ungehindert bis unter die Waage
laufen kann. Beim Abwärtsdrücken des Handgriffes i greifen die Haken 3
unter
die Rollen 4 der unteren Sackstutzenhälfte 5, heben letztere samt dem Sack
5a an und klemmen sie somit gegen die obere Sackstutzenhälfte 6. Hierbei
schnappt der Haken 7
(Fig. i) unter eine Schneide 8 des dem Handgriff
i entgegengesetzten Hebelarmes und hält somit den zu füllenden Sack samt der unteren
Sackstutz-enhälfte'5 während der Füllung mit der oberen Sackstutzenhälfte in starrer
und zweckmäßig abgedichteter Verbindung.
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Der doppelarmige Handhebel i sitzt auf der an der oberen Sackstutzenhälfte
6 angeordneten Achse 9 und' besitzt an seinem einen Arm einen Bolzen
i o, der in einen Schlitz i i des Hakens 3 eingreift. Letzterer hängt seinerseits
an dem Bolzen 12 der oberen Sackstutzenhälfte 6 und wird mit dem Bolzen io
verschwenkt bzw. angehoben. Der Haken 7
sitzt auf der ebenfalls an der vberen
Sackstutzenhälfte 6 angeordneten Achse 13 und hat eine rückwärtige
Verlängerung mit einem Bolzen 14, der in den Schlitz 2o einer Zugstange
15 eingreift, die von dem doppelarmigen Hebel 16 herabhängt, der am Waagengestell
gelagert ist. Die Zugstange 15 ist durch die Achse 17 mit dem einen Arm des Hebels
16 gelenkig verbunden, der seinerseits um den am Waagengestell sitzenden Bolzen
18 schwenkbar ist. Zum Lösen der unteren Satl,-stutzenhälfte 5 drückt
man den Handgriff des Hebels 16 nach unten, dabei wird die obere Sackstutzenhälfte
6 durch Einwirken des Handhebels 16 auf einen am Waagebalken sitzenden Anschlag
ig nach #obengedrückt und festgestellt. Gleichzeiiig wird durch den Schlitz 2o der
Zugstange 15 der Haken 7 von der Sperrschneide 8 abgedrückt,
so daß der He-bel i sich im Uhrzeigersinne dreht und in die Anfangstellung
zurückfällt. Hierbei kornmen die Haken 3 außer Eingriff mit den Rollen 4,
und die untere Sackstutzenhälfte 5
samt dem gefüllten Sack 5a fällt auf die
Fahrvorrichtung herab. Damit nun auf letztere keine Stöße übertragen werden, sind
zweckmäßigerweise an sich bekannte Stoßfänger, etwa Schraubenfedern 2 1, oder ähnliche
elastische Auflagen, angeordnet. Zum Fort-Jik-wegen der beladenen Fahrvorrichtung
und ikanbringung eines neuen Sackes wird nun 4e# Hebel 22 in der Pfeilrichtung (Fig.
i) bewegt. Hierdurch gibt die Sperre 23, welche unter Federdruck ?4 steht,
die Fahrvorrichtung frei. Die Sperre 23 kann auch beim Herabfallen der den
gefüllten Sack 5a tragenden unteren Sackstutzenhälfte 5 durch eine nicht
dargestellte Vorrichtung selbsttätig ge-
löst werden. Der zweiarmige Hebej
22 ist im Rahmen der Laufschiene 25 an einem Tragbock 26 beweglich
gelagert. Sein abgewi,nkelter Arm greift mit einem Bolzen 27
in ein Auge der
Sperre 2-3, wodurch auch seine Bewegungen begrenzt sind.
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Wie aus der Zeichnung hervorgeht, müssen natürlich beiderseits der
oberen Sackstutzenhälfte 6 Haken 3 angeordnet sein, uni unter die
beiden Tragrollen 4 fassen zu können. Daraus ergibt sich die -entsprechende Ausbildung
und Anordnung der Ilandhebel i, 16
und der übrigen Hilfsglieder.