DE64096C - Dampffeuchtigkeitsmesser - Google Patents

Dampffeuchtigkeitsmesser

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DE64096C
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Germany
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steam
water vapor
warmth
moisture meter
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DENDAT64096D
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H. C. J. DUNCKER, städtischer Thierarzt, in Berlin N.O., Friedenstrafse 80
Publication of DE64096C publication Critical patent/DE64096C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N19/00Investigating materials by mechanical methods
    • G01N19/10Measuring moisture content, e.g. by measuring change in length of hygroscopic filament; Hygrometers

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Description

W(WM
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
H. C. J, DUNCKER in BERLIN. Dampffeuchtigkeitsmesser.
Der nachstehend beschriebene Apparat ist ein Dampffeuchtigkeitsmesser, welcher namentlich beim Imprägniren von Stoffen mit Wasserdampf Aufschlufs darüber giebt, ob und in welcher Weise der Dampf die Gegenstände durchdringt, und welcher Qualität derselbe ist.
Da es bisher absolut unmöglich war, auch nur annähernd genau festzustellen, ob z. B. beim Desinficiren von Gegenständen gesättigter Dampf in deren Inneres eindringt, mufste man sich darauf beschränken, die Temperatur im Innern der zu desinficirenden Gegenstände mittelst Pyrometer festzustellen. Die einseitige Anwendung dieser ergiebt aber nur unzuverlässige Resultate, denn man erhält keinerlei Auskunft darüber, ob die signalisirte Temperatur durch heifse Luft, durch ungesättigten oder durch gesättigten Wasserdampf hervorgerufen ist. Da aber lediglich der gesättigte Wasserdampf das desinficirende Agens ist, so ist es für eine sichere Desinfection von allergröfster Bedeutung, darüber informirt zu sein, ob und wann gesättigter Wasserdampf der gewünschten Temperatur die Objecte durchdrungen hat.
Da nun gewisse organische' Gewebe, wie z. B. Darmsaiten, neben der bekannten Eigenschaft, sich entsprechend der wechselnden atmosphärischen Feuchtigkeit zu verlängern bezw. zu verkürzen, auch die besondere Eigenschaft besitzen, bei feuchtem Wasserdampf von höheren Wärmegraden dauernde Formveränderungen einzugehen, indem sie, entsprechend der wachsenden Feuchtigkeit und Wärme des Dampfes, entweder zunächst in Torsion gerathen, oder aber ohne vorhergegangene Torsion sich zusammenziehen, bis schliefslich bei gesättigtem Wasserdampf bestimmter Wärmegrade ein dauerndes Maximum des Zusammenziehens (der Verkürzung) eintritt, so benutze ich diese vorübergehende und dauernde Formveränderungen, um elektrische Stromschlüsse und mit diesen zugleich Signale zu erzielen, welche sowohl über das regelmäfsige Eindringen des Dampfes in einen zu desinficirenden Gegenstand, wie auch über die jeweilige Feuchtigkeit des eindringenden Dampfes bei verschiedenen Wärmegraden Auskunft geben.
Beschreibung, α ist eine einfache mit mehreren seitlichen Durchbohrungen versehene Metallröhre, welche an dem einen Ende mit einem Metallstöpsel b verschlossen werden kann. An dem einen Ende des letzteren befindet sich ein Metallstift c, während in das andere Ende ein Loch d zur Aufnahme des einen Endes der Darmsaite e eingebohrt ist. Das andere Ende der Darmsaite wird von der Bohrung f des Metallcylinders g aufgenommen, an welchem letzteren noch ein dünner Metallring h und ein Metallstift i angelöthet sind, welche jedoch beide, wenn der Apparat geschlossen ist, die innere Wandung der Röhre, a nicht berühren dürfen. Die Darmsaite e wird am zweckmäfsigsten zunächst in d eingeschoben, dann wird ein leichtes geschlitztes oder mehrfach durchbohrtes Metallröhrchen η über sie geschoben, und erst nachdem dies geschehen ist, wird sie in f befestigt und also mit g verbunden. In das der Bohrung für die Darmsaite entgegengesetzte Ende des Metallcylinders g ist ein Metallstift k eingelöthet, welcher von dem in den Hartgummistöpsel m eingelassenen
und über diesen hinausragenden Metallröhrchen Z Z: aufgenommen wird und in diesem leicht beweglich ist. In dem Metallrohr α befindet sich inwendig, in der Höhe von i, ein Stückchen Metalldraht o, stark genug, um bei Drehung der Darmsaite mit i in Berührung kommen zu müssen, eingelöthet.
Anwendung des Apparates. Wenn der Apparat in der Weise, wie es die Zeichnung andeutet, zusammengesetzt ist, werden c und P in bekannter Weise mit einer elektrischen Batterie und einem Läutewerk verbunden. Nachdem der Apparat dann in den zu desinficirenden Gegenstand eingelegt, der Desinfectionsapparat geschlossen und Dampf in diesen eingelassen worden ist, wird das Läutewerk ertönen, sobald die Darmsaite infolge Einwirkung des Dampfes eine halbe Drehung vollbracht hat, da dann i und ο mit einander in Berührung gekommen sind und also Stromschlufs erzielt worden ist. Im weiteren Verlauf wird ζ über ο hinweggleiten, wodurch das Läuten unterbrochen wird; es wird aber sofort wieder beginnen, sobald i und ο bei weiterer Drehung der Darmsaite wieder mit einander in Berührung kommen. Dies unterbrochene Läuten währt, bis die Drehung der Saite aufhört und die Verkürzung beginnt. Nunmehr tritt eine Pause ein, bis die Darmsaite sich vollständig zusammengezogen hat, wodurch das Metallröhrchen η durch h fest gegen b angedrückt wird, mit welchem Augenblick ein ununterbrochenes Läuten ertönt. Es geschieht dies bei der beschriebenen Vorrichtung und bei Benutzung von besonders präparirten Darmsaiten, wenn gesättigter Wasserdampf von ca. 97 bis 98° C. in den zu desinficirenden Gegenstand eingedrungen ist.
Es ist selbstverständlich, dafs man aus diesem Apparat auch zwei mit verschiedenen Läuteapparaten construiren kann, und zwar derartig, dafs der eine Apparat nur während der Torsion und der andere nur functionirt, nachdem die Verkürzung der Darmseite etc. eingetreten ist. Derartig getheilte Apparate sind namentlich dann zweckmäfsig zu verwenden, wenn es sich um die Prüfung der Leistungsfähigkeit eines Desinfectionsapparates oder -Verfahrens handelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Dampffeuchtigkeitsmesser, dessen wesentlicher Bestandtheil eine Darmsaite oder ein Streifen aus Häuten oder anderen thierischen Geweben ist, welcher die Eigenschaft besitzt, bei feuchtem Wasserdampf von höheren Wärmegraden derartig vorübergehende bezw. dauernde Formveränderungen einzugehen, dafs derselbe, entsprechend der wachsenden Feuchtigkeit und Wärme des Dampfes, entweder zunächst in Torsion geräth, oder aber sich ohne vorhergegangene Torsion zusammenzieht (verkürzt), bis bei gesättigtem Wasserdampf bestimmter Wärmegrade ein dauerndes Maximum der Zusammenziehung (Verkürzung) eintritt, welche Eigenschaft benutzt wird, um elektrische Stromschlüsse und mit diesen zugleich Signale zu erzielen, die sowohl über das regelmäfsige Eindringen des Dampfes in einen zu- desinficirenden Gegenstand, wie auch über die jeweilige Feuchtigkeit des eingedrungenen Dampfes bei verschiedenen Wärmegraden Aufschlufs geben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64096D Dampffeuchtigkeitsmesser Expired - Lifetime DE64096C (de)

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