DE639719C - Einrichtung zur Vermeidung oder Verringerung von Verzerrungen und Lautstaerkeschwankungen im Verwirrungsgebiet von Gleichwellensendern - Google Patents

Einrichtung zur Vermeidung oder Verringerung von Verzerrungen und Lautstaerkeschwankungen im Verwirrungsgebiet von Gleichwellensendern

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DE639719C
DE639719C DEH140683D DEH0140683D DE639719C DE 639719 C DE639719 C DE 639719C DE H140683 D DEH140683 D DE H140683D DE H0140683 D DEH0140683 D DE H0140683D DE 639719 C DE639719 C DE 639719C
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FRIEDRICH VILBIG DR ING
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04HBROADCAST COMMUNICATION
    • H04H20/00Arrangements for broadcast or for distribution combined with broadcast
    • H04H20/65Arrangements characterised by transmission systems for broadcast
    • H04H20/67Common-wave systems, i.e. using separate transmitters operating on substantially the same frequency

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Transmitters (AREA)

Description

Senden zwei Gleichwellensender die gleiche Trägerwelle aus, so bilden sich stehende Wellen. Die auftretenden Maximawerte sind jeweils gleich der Summe der Feldstärken, die Minimawerte gleich der Differenz der Feldstärkenwerte der beiden Sender. Auf der Verbindungslinie der beiden Sender ist der jeweilige Abstand von einem Punkte eines Maximumwertes zu dem eines Minimumwertes gleich einer halben Wellenlänge. Werden beide Sender mit einer Modulationsfrequenz moduliert, so senden beide Sender je eine obere und untere Seitenfrequenz aus, die ebenfalls wie die Trägerwellen stehende Wellen bilden (s. Abb. 1). In Abb. r stellt die Kurve α die Interferenz der Trägerwellen
. und die Kurve b und e die Interferenz der oberen bzw. unteren Seitenfrequenzen der modulierten Trägerfrequenzen der Gleichwellensender dar. Man erkennt daraus, daß die Minimawerte der Trägerfrequenzämplituden, die jeweils im Abstand einer Wellenlänge auftreten, kleiner als die Amplituden der Seifenfrequenzen sein können, so daß an
as diesen Stellen eine Übersteuerung zustände kommt (d in Abb. 1). In der Praxis weichen die beiden Trägerfrequenzen und damit auch die Seitenfrequenzen trotz der erreichten Vollkommenheit der Synchronisierungseinrichtungen fast stets etwas voneinander ab. Dadurch tritt ein langsames Wandern der Interferenzzone auf. Aus der Abb. r, die ein Zeitbild der Interferenzzone der Trägerund Seitenfrequenzen darstellt, erkennt man, daß in einem Empfänger, der im Verwirrungsgebiet der beiden Sender aufgestellt ist, beim Wandern der Interferenzzone die Empfangslautstärke stark schwankt.- Außerdem treten immer dann starke Verzerrungen auf, wenn die Summe der Feldstärke der Seitenfrequenzen > als die Feldstärken der Trägerfrequenzen- ist. Um diese durch die Interferenz hervorgerufene Übersteuerung möglichst zu verringern, ist es bisher üblich gewesen, von vornherein die Sender mit einem geringen Modulationsgrad zu modulieren. Dadurch wird aber die Wirkung des Senders verschlechtert. Eine Übersteuerung kann aber auch durch Zusatz einer Hilfsträgerfrequenz der gleichen Frequenz wie die Trägerfrequenz der Gleichwellensender vermieden werden. Diese muß aber bei Aussendung von zwei Seitenfrequenzbändern in einer zu. den Seitenfrequenzen dauernd genau richtigen Phasenr läge zugesetzt werden, was praktisch schwierig zu erreichen ist.· Man kann auch die zusätzliche Trägerfrequenz im Empfänger selbst erzeugen, dann ist aber die Bedienung
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des Empfängers sehr schwierig und der Bau solcher Empfänger sehr kostspielig. Diese
Schwierigkeiten werden gemäß vorliegender Erfindung vermieden, wenn die Gleichwellgh sender statt zwei Seiteiibänder mui Seitenband ausstrahlen und wenn die Trä welle durch einen Hilfssender im wirrungsgebiet eingefügt wird. Wenn die Gleichwellensender nur ein Seitenband aussenden, ist zwar schon ohne Zusatz einer Hilfsträgerfrequenz gegenüber der normalen Sendung von zwei Seitenbändern eine geringe Verbesserung des Empfangs wahrzunehmen. Wesentlich günstiger und für die Praxis erst brauchbar aber wird der Empfang, wenn außerdem noch eine Hilfsträgerfrequenz zugesetzt wird. Bei Aussendung eines Seitenbandes sind die Anforderungen an die Frequenzkonstanz und die richtige Phasenlage der zusätzlichen Trägerwelle zu den Seitenfrequenzen des einen Seitenbandes wesentlich geringer als bei zwei Seitenbändern. Durch einen z. B. im Interferenzgebiet aufgestellten Sender genügender Stärke kann dann leicht eine zusätzliche Trägerfrequenz von solcher Amplitude erzeugt werden, daß ihr gegenüber die Interferenzschwankungen der von den Sendern kommenden Trägerwellen ohne Einfluß sind. Über-Steuerungen durch die Seitenfrequenzen sind dann unmöglich, da der Modulationsgrad nach Zusatz der Hilfsträgerfrequenz stets sehr klein ist. Der Zusatz einer Hilfsträgerfrequenz ist in Abb. la, ib und ic erläutert. ja stellt die Trägerfrequenz mit einer Seitenfrequenz dar, wobei der Modulationsgrad so gering ist, daß eine Übersteuerung im Empfänger nicht stattfindet. Abb. ib stellt dar, wie z. B. durch Interferenz die Trägerfrequenz so stark unterdrückt ist, daß Übermodulation vorhanden ist, da die Amplitude der Trägerfrequenz kleiner ist als die der Seitenfrequenz. Wird eine Hilfsfrequenz zugesetzt, dann wird die Übermodulation ver-Ί5 mieden. In Abb. ic ist die Trägerfrequenz beim Sender unterdrückt; durch Zusatz der Hilfsträgerfrequenz ist wieder guter Empfang möglich. Durch die Interferenzbildung der Seitenfrequenzen und das Wandern dieser Interferenzen kann zwar auch noch eine Lautstärkeänderung hervorgerufen werden. Doch würden immer nur einzelne Seitenfrequenzen und nicht das ganze Seitenfrequenzband gleichzeitig davon betroffen werden. Das zeitweise Schwanken der Lautstärke einzelner Frequenzen wird aber kaum als störend empfunden. Da eine Hilfsträgerfrequenz zugesetzt wird, kann bei den Gleichwellensendern mit großem Modulationsgrad und damit gutem Wirkungsgrad gesendet werden. Es ist dann auch möglich, bei den Gleichwellensendern außer dem einen Seitenband die Trägerwelle mit zu unterdrücken und überhaupt nur ein Seitenband ohne * Trägerwelle auszusenden. Gegenüber dem J^ehon bekannten Zusatz der Trägerfrequenz Mn· dem Empfänger selbst bietet die Bauart "gemäß vorliegender Erfindung den Vorteil, daß die in großen Serien hergestellten Empfänger billig herzustellen und leicht zu bedienen sind, eine heute unerläßliche Anforderung für Rundfunkempfänger. Dadurch, daß die Hilfsträgerfrequenz von einem besonderen Sender ausgestrahlt und zugesetzt \vird, wird demnach der Kreis derer, die sich am Rundfunk beteiligen können, wesentlich vergrößert. Gerade dieser erhebliche soziale Vorteil spricht zugunsten der Bauart gemäß \orliegender Erfindung.
Abb. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel.
Sender 1 mit einer Frequenz Zi wird mit den Sprech- oder Musikfrequenzen ω über einen Transformator 2 moduliert. Die durch die Modulation entstehenden Frequenzen fi + ω und f 1 — ω werden zusammen mit der Trägerfrequenz Zi über eine Koppelspule der Siebkette 3 zugeführt. Durch die Siebkette wird z. B. das untere Seitenband Zi — arweggesiebt. Über eine weitere Koppelspule gelangen die Frequenzen Z1 und Zi + ω an das Gitter des Senders 4, der eine geeignete Frequenz Z2 erzeugt, und modulieren ihn. Dadurch entstehen in bekannter Weise neue Frequenzen, fs, f2 + Z1, Z2 — fi, fi + fi + ω. f2 — Zi — (o. Diese Frequenzen werden z. B. auf den Antennenkreis 5 übertragen. Durch geeignete Abstimmung können die Frequenzen f2, f2 — Zi; Z2 — Zi — ß> so weit unterdrückt werden, daß nur die Frequenz fz + Zi = F als Trägerwelle und Za + Zi + ω = F + ω als Seitenfrequenz ausgesandt wird. In gleicher Weise wird ein Sender 7 durch die Sprachfrequenzen über das Kabel 9 und den Transformator 8 moduliert. Durch die Siebkette 10 wird z. B. wieder das untere Seitenband weggesiebt und mit der1 Trägerfrequenz und dem oberen Seitenband der Sendern moduliert. Über die Antenne 12 werden wieder infolge der Abstimmung die Frequenzen F und F + ω in gleicher Weise wie durch die Antenne 5 ausgestrahlt. Die ausgestrahlten Wellen gelangen zu der Empfangsantenne 13 und werden im Empfänger hörbar gemacht. Der Zusatz einer unmodulierten Hilfsträgerwelle geschieht durch den Sender 15, der die zusätzliche Trägerwelle durch die Antenne 16 ausstrahlt.
Die Siebketten 3 und 10 können z. B. aber auch so gebaut sein, daß auch die Trägerfrequenz Zi weggesiebt wird und nur die obere Seitenfrequenz die Sender 4 und 11 moduliert. Dann wird von den Antennen nur
die obere Seitenfrequenz F + ω und die Trägerfrequenz F allein durch den Sender 15 über die Antenne 16 ausgestrahlt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Einrichtung zur Vermeidung oder Verringerung von Verzerrungen und Lautstärkeschwankungen im Verwirrungsgebiet von Gleichwellensendern, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhütung der Übermodulation, die durch das Überwiegen der Amplituden der Seitenbänder über die Amplituden der Grundfrequenz bedingt ist, das eine Seitenband oder das eine Seitenband und die Trägerwelle bei den Sendern unterdrückt wird und daß zusätzlich die Trägerwelle durch einen Hilfssender im Verwirrungsgebiet ausgestrahlt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEH140683D 1934-07-15 1934-07-15 Einrichtung zur Vermeidung oder Verringerung von Verzerrungen und Lautstaerkeschwankungen im Verwirrungsgebiet von Gleichwellensendern Expired DE639719C (de)

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