DE637005C - Elektrische Kontaktvorrichtung an Tuerschloessern - Google Patents
Elektrische Kontaktvorrichtung an TuerschloessernInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
20. OKTOBER 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Λϊ 637005 KLASSE 21 c GRUPPE
Gösta Adolf Platin in Kalmar, Schweden Elektrische Kontaktvorrichtung an Türschlössern
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Dezember 1934 ab
Vorliegende Erfindung betrifft ejn Türschloß mit einer elektrischen Kontaktvorrichtung,
welche, indem sie in einem nach einem Raum führenden Beleuchtungsstromkreis eingeschaltet
ist, mit dem Schloß in solcher Weise verbunden ist und zusammenwirkt, daß, wenn eine mit dem Schloß versehene
- und' nach dem Raum führende Tür von außen geöffnet wird, der elektrische Beleuchtungsstrom
geschlossen und das elektrische Licht im Räume angezündet wird und, wenn die
Tür darauf von innen geschlossen wird, angezündet bleibt. Erst wenn die Tür von außen
geschlossen wird, wird der Strom unterbrechen und das Licht ausgelöscht. Ein bekanntes,
derart wirkendes Türschloß besteht aus einem in dem Türpfosten angebrachten Schalter mit nachgiebigem Antriebshebel, der
mit der Riegeleinrichtung der Tür derart zusammenwirkt, daß der Schalter geschlossen
ist, wenn die Tür von der einen Seite geschlossen worden ist, und geöffnet, wenn die
Tür von der anderen Seite geschlossen worden ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist
dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schloßhandgriff dem Türriegel eine im wesentlichen
geradlinige Verschiebung und der andere Schloßhandgriff demselben Türriegel eine
schwingende Bewegung erteilt, wobei der nachgiebige Antriebshebel des Türschalters
derart angebracht ist, daß er nur bei der Betätigung des einen Schloßhandgriffs eine das
Öffnen oder das Schließen des Stromkreises herbeiführende Bewegung erhält.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist ferner derart eingerichtet, daß das Schloß
selbsttätig verriegelt wird, wenn die Tür von innen geschlossen wird. Irgendwelche besondere
Regelungsvorrichtung oder etwa ein Schlüssel ist daher nicht erforderlich, um
die Tür derart geschlossen zu halten, daß dieselbe nicht unbefugt von außen geöffnet werden
kann, solange der Raum besetzt ist.
Die Vorrichtung eignet sich besonders z. B. für Telephonbüden, Toilettenzimmer, Gesprächräume
und in allen solchen Fällen, wo es erwünscht ist, daß beim Eintritt in einen Raum das Licht darin selbsttätig angezündet
wird und beim Verlassen des Raumes ebenfalls selbsttätig ausgelöscht wird, und daß der
Zutritt in den Raum von außen unmöglich gemacht sein soll, solange der Raum besetzt
ist.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sollen nun mit Hinweis auf die beiliegenden
Zeichnungen näher beschrieben werden.
. Fig. ι zeigt eine erste Ausführungsform des Schlosses nach der Erfindung in Seitenansicht
bei teilweisem senkrechtem Schnitt. Fig. 2 zeigt dasselbe von oben und teil- weise
im waagerechten Schnitt. ;!
Fig. 3 und 4 zeigen dasselbe wie Fig. r#'.-·
aber mit dem Türriegel in anderer Stellung;,1 Fig. 5 und 6 sind senkrechte Schnitte des
Schlosses nach der linie 5-6 in Fig. 1, wenn ίο das Schloß[von der Außenseite bzw. von der
Innenseite geschlossen worden ist.
Fig. 7 zeigt einen senkrechten Schnitt eines Einstechschlosses, das innerhalb einer Tür
angebracht werden, kann;
Fig. 8 zeigt dasselbe, aber bei anderer Stellung des Riegels.
Fig. 9 zeigt einen zur Fig. 8 senkrechten Vertikalschnitt durch das Schloß.
Fig. 10 und 11 zeigen dasselbe wie Fig. 7,
aber bei anderer Stellung der Teile.
Fig. 12 zeigt, einen Vertikalschnitt nach der
Linie 12-12 in Fig. 11, wobei gewisse Teile
fortgelassen sind.
Fig·. 13, 14 und 15 zeigen Vertikalschnitte
einer dritten Ausführungsform des Schlosses. Fig. 16, 17 und 18 zeigen Schnitte nach
drei zueinander senkrechten Ebenen einer abgeänderten Ausführung des im Türpfosten
angebrachten Stromschalters. Fig. 19 bis 24 zeigen eine weitere Ausführungsform
des Schlosses gemäß der Erfindung, wobei Fig. 19 dasselbe im Vertikalschnitt
darstellt, während Fig. 20 eine Seitenansicht ist. Fig. 21 und 22 sin dl waagerechte
Schnitte nach der Linie 21-21 in Fig. 19.
Fig. 23 ist eine Ansicht von unten, und! zwar von der Linie 23-23 in Fig. 19 gesehen.
Fig. 24 ist ein Schnitt nach der Linie 24-24 m Fig. 20. .
Fig. 25 zeigt einen waagerechten Schnitt eines in eine Tür eingesetzten gewöhnlichen
Einstechschlosses mit einer auf der Innenseite der Tür und des Türpfostens angebrachten,
erfindungsgemäß ausgeführten Kontaktvorrichtung.
Fig. 26 und 27 zeigen Querschnitte der Schloßspindel.
Fig. 28 und 29 zeigen Schnitte durch den mit ' diesem Schloß zusammenwirkenden
Stromschalter.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 1 bis 6 sind
der innere und der äußere Handgriff des Schlosses, 1 bzw. ia, insofern voneinander
unabhängig, als der mit dem inneren Handgriff ι (Fig. 4) verbundene Hebel 2 mit einer
aufgefalteten Kante 39 des Riegels 28 zusammenwirkt und dieselbe in gewöhnlicher
Weise zurückschiebt, wobei ein im Schloßgehäuse
A befestigter Stift 36, welcher in einen Schlitz 37 im Riegel 28 hineinragt, als
Führung dient, während dagegen der mit dem äußeren Handgriff ia verbundene Hebel 3
nur den Riegel aufwärts (Fig. 3) um den Stift 36 schwingt. Eine zwischen dem Riegel
tuid dem Schloßgehäuse eingespannte Feder 4 ;·ίί|1ί; den Riegel in der Ausgangsstellung,
'•■^refnri die Handgriffe nicht betätigt werden.
;;-:Ein in einem Gehäuse 5 eingeschlossener
elektrischer Stromschalter ist in den Türpfosten in ,gleicher Höhe mit dem Schloß
eingelassen. Der Stromschalter besteht teils aus der unter dem Einfluß der Feder 38
stehenden drehbaren Kontaktklappe 32, teils aus dem festen Kontakt 33 und teils aus dem
federnden Antriebshebel 6, welcher bei 34 drehbar ist und einen Arm 35 hat, zwischen
welchem und dem Schk>ßgehäuse die Feder 8
eingespannt ist. Der Arm 35 hat einen Zapfen 90, welcher bei der Bewegung des Antriebshebels
6 mit der Kontaktklappe 32 zusammenwirkt. Wenn der Antriebshebel 6 die
lotrechte Lage nach Fig. 6 einnimmt, ist der Strom geschlossen, dagegen unterbrochen,
wenn der Antriebshebel 6 die Stellung nach Fig. 5 hat. Das Gehäuse des Stromschalters
hat eine Kerbe' 7, mit welcher der Riegel 28 in Eingriff gebracht werden kann, wenn die
Tür geschlossen ist. Wenn die Tür von außen geschlossen worden ist, liegt der Riegel 28
in dieser Kerbe, und der Antriebshebel 6 ist dann von dem Riegel (Fig. 5) zurückgeschoben,
wobei der Stromkreis unterbrochen ist. Wird die Tür mittels des äußeren Handgriffes
geöffnet, so hebt sein Arm den Riegel 28 so viel, daß der letztere sich aus der Kerbe 7
frei hefausbewegen kann und die Tür geöffnet werden kann, wobei der durch die
Feder 8 gehaltene Antriebshebel 6 nach vorn schwingt und eine lotrechte Stellung einnimmt
und der Strom geschlossen wird. Wenn die Tür nachher geschlossen wird mittels
des inneren Handgriffs, schiebt der letztere mit seinem Hebel 2 den Riegel 28 zurück,
so daß der Riegel an dem Antriebshebel 6 vorbeibewegt wird und darauf hinter den Antriebshebel
und in die Kerbe 7 (Fig. 6) hervortritt. Der Antriebshebel 6 bleibt dann unberührt,
und der Strom ist immer noch geschlossen. Die Tür kann nun nicht mit dem
äußeren Handgriff geöffnet werden, welcher mit seinem Arm 3 den Riegel 28 lediglich
hebt, so daß: derselbe nicht an dem Antriebshebel 6 vorbeibewegt werden kann. Die Tür
ist in dieser Weise von innen verriegelt. Nur der Hebel 2 des inneren Handgriffs 1 kann
den Riegel 28 in solcher Weise zurückziehen, daß derselbe an dem Antriebshebel 6 vorbeibewegt
wird, um die Tür öffnen zu können. ' Wenn die Tür nachher mit dem äußeren
Handgriff geschlossen jyird, hebt sein Arm 3
den Riegel empor, welcher sich dann in die Kerbe 7 legt und gleichzeitig den Antriebs-
hebel 6 zurückschiebt, dessen Arm 35 den S trom dann unterbricht.
Bei dem in Fig. 7 bis 12 gezeigten Einstechschloß bewegt sich der Antriebshebel 19 in
derselben Ebene wie der Türriegel 12. Die Schloßgriffe 9 und 16 sind hier aufeinander
in solcher Weise konzentrisch gelagert, daß ■der äußere Handgriff 9 auf der Spindel 10 des
inneren Handgriffs 16 bewegbar gelagert ist. An der Spindel ist ein Zapfen o. dgl. 11
befestigt, welcher bei der Drehung der Achse sich in einer Nut im Handgriff 9 frei bewegen
kann. Der Handgriff 9 macht dann nicht die Bewegung mit. Der Riegel 12 ist an einer
Scheibe 13 in solcher Weise verschiebbar befestigt, daß zwei an der Scheibe 13 befestigte
Stifte 40, 41 in einen Schlitz 42 im Riegel 12 hineinragen. Eine zwischen der Scheibe 13
und dem Riegel 12 eingespannte Schraubenfeder 43 preßt den Riegel nach außen. Die
Scheibe 13 ist auf der Handgriff spindel drehbar gelagert. Wenn der äußere Handgriff 9
gedreht wird, schiebt ein an demselben befestigter Hebel 14 den Riegel 12 nach innen,
wobei eine Sperre 15 die Scheibe 13 verhindert, sich zu drehen. Wenn der innere
Handgriff 16 gedreht wird, löst ein mit demselben fest verbundener Hebel 17 die Sperre
15 aus, und die Scheibe 13 wird durch den
genannten Arm 17 gedreht, indem der letztere den in der Scheibe 13 befestigten Stift 44
angreift', wobei der Riegel 12 nach oben geschwenkt wird und ferner zusammen mit der
Scheibe 13 um einen solchen Betrag nach hinten geschwungen wird, daß der Riegel in
das Schloßgehäuse gänzlich hereingezogen wird (Fig. 8). Wenn der innere Handgriff 9
nach oben losgelassen wird, wird derselbe durch die Schraubenfeder 45 in seine Ausgangsstellung
zurückgeführt, und dabei stößt der Arm 17 gegen den in- der Scheibe 13: befestigten
Stift 46, so· daß auch die Scheibe 13 in ihre Ausgangslage zurückgeführt wird.
Der Stromschalter bei dieser Ausführungsform ist grundsätzlich derselben Bauart wie
derjenige gemäß der vorhergehenden Ausführungsform, nur mit dem Unterschied, daß,
wenn die Tür durch Herausschieben des Riegels 12 geschlossen wird, der Antriebshebel
19 sich unter dem Einfluß des Riegels 12 in derselben Ebene wie der Riegel bewegt
(Fig. 7), und, wenn die Tür mit aufgeschwenktem Riegel geschlossen wird, sich derselbe über den Antriebshebel 19 legt. Der
Riegel 12 ist mit einer quer verlaufenden Kerbe 18 versehen, sa daß der Antriebshebel
19 beim Senken des Riegels über den Antriebshebel nicht mit dem Riegel in Berührung
gelangt, sondern unbewegt bleibt (Fig. 11). Die Tür ist auch jetzt verriegelt,
so daß sie nicht von außen, sondern nur mit dem inneren Handgriff 16 und seinem Hebel
17 geöffnet werden kann, welcher den Riegel 12 dann über den Hebel 19 hebt.
Bei dem in Fig. 13, .14 und 15 gezeigten
Einstechschloß sind" die beiden Handgriffe übereinander angebracht. Auf deren Spindeln
140 und 141 sind Hülsen 142 und 143
aufgeschoben, welche in Lagern 144 und 145 im Schlosse gelagert sind. An der Hülse 142
ist ein kurzer Arm 146 befestigt, welcher den Türriegel 147 gabelartig umfaßt und mittels
eines Stiftes 148 an demselben gelenkig befestigt ist. Die zweite Hülse 143 hat desgleichen
einen Arm 149, der mittels des Stiftes 56 mit einem Lenkstück 50 gelenkig ·
verbunden ist, dessen anderes gabelförmiges Ende den Riegel 147 umfaßt und an demselben
mittels des Stiftes 51 gelenkig befestigt ist. 52 und 53 sind Hemmanschläge
für die Arme 146 bzw. 149. Diese Anschläge begrenzen die Bewegungen des Riegels
und der Handgriffe, wenn die letzteren nach oben freigelassen werden (s. Fig. 13).
Wenn der untere Handgriff nach unten gedrückt wird, dreht sich der Riegel um den
Stift 148, bis er gegen die obere Begrenzung der Öffnung 54 in der Endplatte 55 des
Schlosses schlägt und die in Fig. 13 mit strichpunktierten Linien gezeigte Stellung
einnimmt. Beim Abwärtsdrücken des oberen Handgriffs wird der Riegel gerade nach hinten bewegt, wobei das Lenkstück 50 um
den nunmehr stillstehenden Stift 56 schwingt. Diese Bewegung des Riegels nach hinten wird
dadurch begrenzt, daß sich das Lenkstück 50 gegen den Anschlag 52 legt. Fig. 14 veranschaulicht
die erreichte Endstellung. Bei der beschriebenen Ausführungsform des Schlosses kann das letztere auch von der gesperrten
Seite mittels eines Schlüssels 57 geöffnet werden, welcher mit einem Zapfen 58 rechteckigen
Querschnitts an der Spindel 140 des oberen Handgriffs zusammenwirkt.
Fig. 16, 17 und 18 zeigen eine weitere Ausführungsform
des im Türpfosten angebrachten Stromschalters. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von den übrigen hauptsächlich
dadurch, daß der Antriebshebel 28 hier um eine senkrechte Achse 29 drehbar ist. An tto
dem Antriebshebel 28 ist ein Arm 93 befestigt, welcher einen federnden Teil 94 trägt,
der die Kontakte 95 und 96 elektrisch verbinden kann. Fig. 16 zeigt mit vollgezogenen
Linien diejenige Stellung des Antriebshebels 28 und des Armes 93, in welcher der Strom
geschlossen ist. Der Antriebshebel 28 wird hierbei gegen das Gehäuse 30 durch eine
Feder 31 gedrückt. In Fig. 16 wird mit
strichpunktierten Linien diejenige Lage des Antriebshebels 28 und des Armes 93 gezeigt,
wo1 der Antriebshebel 28 beim Schließen der
Tür mit dem äußeren Handgriff von dem ausragenden Riegel 33. zurückgeschwenkt worden
ist und in welcher Lage der Stromkreis unterbrochen ist. Wenn der Handgriff nach
5 oben freigelassen wird, legt sich der Riegel in die Kerbe 32 wie bei der Anordnung gemäß
Fig. 5 und 6.
Der Stromschalter nach Fig. 19 bis 24 hat einen Antriebshebel 65, welcher um eine
senkrechte Achse 66 drehbar ist und mittels der. Feder 67 gegen die eine Seite des Gehäuses
68 in der aus Fig. 20 ersichtlichen Weise angepreßt gehalten wird. Im oberen
Teil des Gehäuses 68 sind zwei Metallschienen 69 und 70 angebracht, welche mit je
einer der miteinander zu verbindenden Leitungen verbunden sind. An der Schiene 69
ist ein Stift 71 befestigt, welcher eine daran gelagerte Klappe 72 trägt, welche mittels
einer Schraubenfeder 73 gegen einen an der anderen Metallschiene 70 befestigten Kontaktstift
74 angedrückt gehalten wird. Die Teile 71, 72 und 74 sind alle elektrisch leitend,
so daß der Stromkreis also in der in Fig. 23 gezeigten Stellung geschlossen ist.
Am dem Antriebshebel 65 ist ein aus Isoliermaterial bestehender Vorsprung 75 befestigt,
welcher die Klappe 72 mitnimmt und somit den Stromkreis unterbricht, wenn der Antriebshebel
65 vom Riegel weggeschoben wird. Im unteren Teil des Gehäuses 68 ist einei Schraubenfeder 76 vorgesehen, welche
auf der Achse 66 angeordnet ist und deren eines bewegbares Ende 77 aufwärts gebogen
ist und hinter dem Antriebshebel 65 gegen denselben anliegt. In der in Fig. 22 gezeigten
Lage ist diese Feder 761 wirkungslos, indem ihr Ende 77 daran gehindert ist, den
Antriebshebel 65 zu! drehen, und statt dessen in der gezeigten Lage durch das dreieckige
Stück 79 festgehalten wird, welches auf einem Stift 78 drehbar gelagert ist und gegen eine
Stellschraube 80 anliegt. Bei der in Fig. 22 gezeigten Einstellung der Schraube 80 wirkt
das Schloß in derselben Weise wie bei den oben beschriebenen Ausführungsformen. Beim
öffnen der Tür von der Außenseite geht somit der Antriebshebel 65 von seiner weggeschwenkten
Stellung in die in Fig. 20 gezeigte Ruhelage zurück und schließt dabei den Stromkreis.
Nach darauffolgendem Schließen von der Innenseite ist die Tür gegen öffnen von
der Außenseite gesperrt. Durch Herausschrauben der Stellschraube 80 kann man
aber das Schloß verändern, so daß der Vorgang sich etwas anders gestaltet. Wird nämlich
die Stellschraube in die in Fig. 21 gezeigte Stellung herausgeschraubt, so wird die
Feder 76 den Antriebshebel 65 in die in Fig. 21 und 24 gezeigte Lage führen, indem
sie kräftiger ist als die Feder 67. In dieser Lage des Antriebshebels 65 drückt der Vorsprung
75 gegen die Klappe 72 und hält den elektrischen Stromkreis unterbrochen. Wenn
das Schloß von außen geöffnet wird, wird so- 6g mit der weggeführte Antriebshebel 65 lediglich
in die in Fig. 21 gezeigte Lage zurückkehren, und der Stromkreis ist also immer
noch unterbrochen. Erst wenn das Schloß von innen geschlossen wird, greift der Riegel, der
zu diesem Zweck, wie in Fig. 24 gezeigt, abgeschrägt ist, den Antriebshebel 65 an und
bewegt denselben in die in Fig. 20 und 23 gezeigte Lage hinaus, wobei der Stromkreis geschlossen
und das Schloß gleichzeitig von außen gesperrt wird.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 25 bis 29 ist das Türschloß ein gewöhnliches Einstechschloß
bekannter Bauart. Der äußere Handgriff 20 schiebt den Riegel hin und her in gewöhnlicher Weise. Auf der Spindel 21
dieses Handgriffs ist der innere Handgriff 22 bewegbar gelagert in der vorher mit Bezug
auf Fig. 9 beschriebenen Weise, d. h. die Spindel 21 ist mit einem Zapfen 25 versehen,
welcher in einer Nut in dem hülsenförmigen Teil des inneren Handgriffs bewegbar ist.
Am inneren Handgriff 22 innerhalb der Tür ist ein Arm 23 befestigt, welcher den Antriebshebel
24 des am Türpfosten befestigten Stromschalters unmittelbar beeinflußt (Fig. 29). Wenn der äußere, den Riegel beeinflussende!
Handgriff 20 niedergedrückt wird, bleibt der innere Handgriff 22 unbewegt, indem der Zapfen 25 an der Spindel 21
in der Nut des Handgriffs 22 frei läuft (Fig. 25 und 26). Der Arm 23 bleibt daher
in seiner waagerechten Stellung unbewegt und kann den Antriebshebel 24 zurückdrükken,
so daß der Strom unterbrochen wird, wenn die Tür von außen geschlossen wird (Fig. 29). Wenn die Tür mit dem inneren
Handgriff 22 geschlossen oder geöffnet wird, folgt der äußere Handgriff 20 in der Bewegung
mit, indem der Zapfen 25 dann als Mitnehmer dient. Der Riegel wird zurückbewegt,
während der Arm 23 gleichzeitig über den Antriebshebel 24 und an demselben vorbei
aufgeschwenkt wird. Auch bei dieser Ausführungsform ist die Tür von der Innenseite
verriegelt, indem nur der' innere Handgriff 22 den Arm 23 über den Antriebshebel
heben kann. Wenn der äußere Handgriff 20 (Fig. 25 -und 26) niedergedreht wird, wird
der stillstehende innere Handgriff 22 in seiner waagerechten Lage mittels einer Schraubenfeder
26 gehalten (Fig. 27), deren eines Ende an der Tür oder am Schloßgehäuse befestigt
ist, während das andere Ende um einen Vorsprung 27 am Handgriff 22 greift.
Türriegel verschiedener Art und verschiedenartiger Ausgestaltung können, indem sie
in der oßen beschriebenen Weise bewegbar sind, auch gewöhnliche Druck-, Dreh- und
Zeitschalter unmittelbar betätigen und können in verschiedenartiger Weise Impulse
geben, um den elektrischen Stromkreis zu unterbrechen oder zu schließen.
Claims (12)
- Patentansprüche:ίο i. Elektrische Kontaktvorrichtung anTürschlössern, bestehend aus einem in dem Türpfosten angebrachten Schalter mit nachgiebigem Antriebshebel, der mit der Riegeleinrichtung der Tür derart zusammenwirkt, daß der Schalter geschlossen ist, wenn die Tür von der einen Seite geschlossen worden ist, und geöffnet ist, wenn die Tür von der anderen Seite geschlossen worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schloßhandgriff dem Türriegel eine im wesentlichen geradlinige "Verschiebung und der andere Schloßhandgriff demselben Türrriegel eine schwingende Bewegung erteilt, wobei der nachgiebige Antriebshebel des Türschalters derart angebracht ist, daß er nur bei der Betätigung des einen Schloßhandgriffs eine das Öffnen oder das Schließen des Stromkreises herbeiführende Bewegung erhält.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnung des den Türschalter aufnehmenden Gehäuses derart gestaltet ist, daß der Riegel quer,d. h. senkrecht zu seiner Längsrichtung, eingeführt werden kann, und daß innerhalb der Gehäuseöffnung eine Kerbe vorgesehen ist, mit welcher der Riegel im Eingriff steht,, wenn das Schloß geschlossen1 ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der nachgiebige Antriebshebel des Türschalters zu der Gehäuseöffnung derart gelegen ist, daß ihn der Riegel nach der Quereinführung in das Gehäuse in der unterbrochenen Stromkreislage hält.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nachgiebige Antriebshebel des Türschalters derart gelegen ist, daß der Riegel, wenn er geradlinig verschoben wird, seitlich des Antriebshebels, d. h. außer Berührung mit demselben, in verschließende Lage geführt werden kann, wobei der Stromkreis geschlossen bleibt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schloßhandgriff mit einem Hebel verbunden ist, welcher beim Drehen des einen Handgriffs den Riegel auf und nieder schwingt, während der andere Handgriff mit einem Hebel verbunden ist, welcher beim Drehen des letztgenannten Handgriffs den Riegel geradlinig verschiebt (Fig. 1 bis 4).
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel mit einer Scheibe verschiebbar verbunden ist, welche mit demjenigen Schloßhandgriff, durch welchen der Riegel auf und nieder geschwenkt wird, in solcher Weise drehbar ist, daß der Riegel, wenn er mit der Scheibe nach oben geschwenkt wird, gänzlich in; das Schloßgehäuse eintritt (Fig. 7 bis 10).
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn der Riegel die Verschlußlage innehat, die Scheibe dtyrch einen Sperrhaken festgehalten wird, welcher zwecks Auslösung von dem Hebel desjenigen Schloßhandgriffs beeinflußbar ist, mit welchem die Scheibe nebst dem Riegel auf und nieder geschwenkt wird.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, ^ dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel des Tür schalters zum Riegel derart gelegen ist, daß der Riegel mit seinem äußeren Ende den Antriehshebel beeinflußt.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel an der Unterseite mit einer Aussparung versehen ist, in welche der Antriebshebel des Türschalters frei hineintritt, wenn der Riegel in der Schließlage ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Handgriffe übereinandergelagert sind und ihre Spindeln mit je einem Arm verbunden sind, von welchen der eine mit dem Riegel und der andere mit einem Lenkstück gelenkig verbunden ist, dessen anderes Ende am Riegel vor dem Verbindungspunkt des erstgenannten Armes mit dem Riegel angelenkt ist (Fig. 13, 14).
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel des Stromschalters eine Ruhelage hat, aus welcher er beim Schließen der Tür durch den einen Schk>ßhandgriff in der einen Richtung und beim Schließen, der Tür durch den anderen Schloßhandgriff in der entgegengesetzten Richtung geschwenkt wird (Fig. 21, 24).
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel des Stromschalters in eine zweite Ruhelage einstellbar ist, in der der Antriebshebel nur beim Schließen der Tür durch den einen Schloßhandgriff bewegt wird (Fig. 20,' 22).13· Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch) i, dadurch gekennzeichnet, daß anstatt des Türriegels ein am einen Handgriff befestigter und an dessen Drehung teilnehmender Arm (23, Fig. 25 bis 29) mit dem in dem Türpfosten angebrachten nachgiebigen Antriebshebel des Schalters zusammenwirkt, und daß dieser Arm nur durch den einen Handgriff bewegt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE637005X | 1933-12-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637005C true DE637005C (de) | 1936-10-20 |
Family
ID=20313680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP70421D Expired DE637005C (de) | 1933-12-07 | 1934-12-07 | Elektrische Kontaktvorrichtung an Tuerschloessern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637005C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016346B (de) * | 1953-03-12 | 1957-09-26 | Siemens Ag | Elektrischer Tuerschalter |
-
1934
- 1934-12-07 DE DEP70421D patent/DE637005C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016346B (de) * | 1953-03-12 | 1957-09-26 | Siemens Ag | Elektrischer Tuerschalter |
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