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Armbinde Die Erfindung betrifft eine Armbinde, beispielsweise eine
Rotekreuzbinde. Derartige Armbinden müssen für Trauerkundgebungen mit einem Trauerflor
überdeckt werden, der bekanntlich auch in Form einer Armbinde ausgebildet ist und
z. B. aus nachgiebigem, gewebtem schwarzem Florstoff besteht. Beim Gehen und Marschieren
bzw. infolge der Armbewegungen verschiebt sich jedoch bekanntlich die Trauerflorbinde
fortwährend auf der Armbinde, so daß die Armbinde nicht nur zum Teil frei liegt,
sondern die verschobene und in Falten gelegte Trauerflorbinde umschön wirkt. Die
den Trauerflor tragenden Personen ziehen und zupfen deshalb fortwährend an dem Trauerflor
herum, ohne indessen einen geraden und glatten Sitz des Trauerflors herbeiführen
zu können, was bei feierlichen Anlässen sehr stört.
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Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß
in die Armbinde eine Trauerflorimitation eingewebt oder auf sie aufgedruckt ist.
Hierbei kann man die Dichte der Trauerflorimitation so einrichten, daß die Kennzeichen
der Armbinde noch deutlich hervortreten.
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Es ist bekannt, mehrere verschiedenartige aufeinanderliegende Gewebe
gleich beim Weben miteinander zu verbinden. Des weiteren ist es auch beim Drucken
allgemein üblich, farbige Gegenstände trotz Überdruckens von z. B. Liniensystemen
noch. durch dieses System hindurchscheinen zu lassen, wie z. B. bei der automatischen
Abstempelung von Briefmarken. Auch sind Gewebe bekannt, die durch einen besonderen
Aufdruck o. dgl. dem Gewebe ein besonders zweckentsprechendes Aussehen verleihen.
Jedoch handelt es sich bei allen diesen bekannten Verfahren um die geschmackliche
Gestaltung des Aussehens des Stoffes, daß z. B. kammgarnartig wirken soll, trotzdem
er nicht vollständig aus Wolle besteht. Im Gegensatz dazu sollgemäß der Erfindung
das Abgleiten des Trauerflors von der Armbinde verhindert werden.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
und zwar Abb. i eine auf einen Ärmel aufgezogene Armbinde mit darauf aufgedruckter
Trauerflorimitation und Abb. 2 die Armbinde mit der darauf aufgedruckten Trauerflorimitation
in größerem Maßstäbe.
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Die Armbinde i besteht in an sich bekann tei: Weise aus irgendeinem
Gewebe oder aus sonstigem Stoff. Der Zeichnung liegt z. B. eine Rotekreuzarmbinde
zugrunde.
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Gemäß der Erfindung ist die gesamte Armbinde auf ihrer Außenfläche
mit dem Aufdruck versehen, durch den die mit Trauerflor versehene Armbinde so täuschend
natürlich erscheint, als ob die Trauerflorbinde wie bisher darübergezogen ist. Jegliche
Belästigung der die Armbinde tragenden Person durch Verschiebung usw. fällt fort,
und insbesondere bleibt das wesentliche Kennzeichen der Armbinde weiterhin deutlich
erkennbar, weil das Einweben, Aufdrucken oder sonstige
Darstellen
des Trauerflors auf der Armbinde so fein verteilt erfolgen kann, wie es z. B. durch
sehr straffes Aufziehen des Trauerflors in Erscheinung tritt..
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Die Handhabung der mit der Trauerflordarstellung versehenen Armbinde
erfolgt natürlich in der Weise, daß die die Armbinde tragende Person die übliche
Armbinde abstreift und statt ihrer nur die mit der Trauerflorimitation versehene
Armbinde auf die Dauer der Trauerzeit anlegt.
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Die Herstellung des Trauerflors auf der Armbinde ist naturgemäß sehr
verschiedenartig möglich und richtet sich insbesondere nach der Art der Armbinde,
auf welcher der Trauerflor dargestellt werden soll. Man. kann z. B. die - Trauerflordarstellung
aufdrucken, genau so, wie man bisher das besondere Abzeichen aufgedruckt hat. Dabei
kaim gegebenenfalls der Trauerflordruck so erfolgen wie etwa die Raster einer Autotypie,
d. h. er kann aus feinen schwarzen Linien bestehen, die sich kreuzen und den gespannten
Trauerflor darstellen. Unter den feinen Linien kannmau dann alle anderen Darstellungen
auf der Armbinde hindurchsehen. Anstatt des Aufdruckens kann man den Trauerflor
durch Einweben o. dgl. darstellen. In eine fertige Armbinde kann man Fäden einnähen,
einsticken oder sonstwie textiltechnisch hineinbringen, die genau so aussehen, als
sei die Armbinde mit einem Trauerflor überzogen. Man kann auch die Armbinde von
vornherein wie ein buntes Band weben, in dem nicht nur die besonderen Abzeichen,
sondern gemäß der Erfindung nunmehr auch die Trauerflorimitation eingewebt erscheinen.
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Die auf der Armbinde fest angebrachte Trauerflordarstellung gemäß
der Erfindung gibt auch die Möglichkeit, einzelne Teile oder Streifen der Armbinde
nicht mit der Trauerflordarstellung zu versehen. So könnte z. B. ein kleiner Teil
der Binde oben und unten unbelegt und weiß bleiben, um die Trauerflordarstellung
noch etwas schärfer hervortreten zu lassen.