DE635165C - Elektrisches Entladungsgefaess, insbesondere Gleichrichter fuer hohe Betriebsspannungen - Google Patents
Elektrisches Entladungsgefaess, insbesondere Gleichrichter fuer hohe BetriebsspannungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Entladungsgefäß, insbesondere auf einen Gleichrichter
für hohe Betriebsspannungen, mit Glühkathode und einem Gas- oder Dampfinhalt von
einem Druck in den Grenzen von einem Mikron und ι mm Quecksilber, wobei die kinetische
Energie der Ionen bei normaler Spannung unterhalb der kinetischen Energie der Zerstäubungsspannung liegt.
Diese bekannten Entladungsgefäße haben gegenüber denen mit höheren Gasdrucken (1 mm
bis ι cm HgS) den Vorteil, daß sie größere Leistungen, insbesondere auch bei hohen
Spannungen zu führen vermögen, ohne daß die
'S Gefahr des Emissionsfähigwerdens der Anode und damit des Zusammenbrechens der Ventilwirkung
oder Gleichrichterwirkung besteht, wie sie bei den Entladungsgefäßen mit höheren Gasdrucken
beim Anlegen von hohen Spannungen unter Umständen vorhanden ist.
In den mit Gas oder Dampf gefüllten Entladungsgefäßen
mit lichtbogenartiger Entladung, welche in dem obengenannten Druckbereich zwischen einem Mikron und einem Millimeter
Quecksilbersäule arbeiten, tritt jedoch, sofern nicht besondere Maßnahmen getroffen sind, insbesondere
bei hohen Leistungen wegen der großen freien Weglänge und der infolgedessen großen Geschwindigkeit der Ionen im Gas eine
erhebliche Kathodenzerstörung auf, wodurch die Lebensdauer des Entladungsgefäßes stark
verkürzt wird.
Um den zur Vermeidung dieser Kathodenzerstäubung erforderlichen niedrigen Spannungsabfall
in derartigen Entladungsröhren auch bei größeren BelastungsstrÖmenundhoher Spannung
zu gewährleisten, ist es notwendig, die Glühkathode so auszubilden, daß sie tatsächlich imstande
ist, den maximalen Belastungsstrom als reinen Emissionsstrom zu liefern. Dazu muß die
Kathode insbesondere aber auch dann imstande bleiben, wenn im Falle von Einschaltvorgängen
oder vorübergehend auftretenden höheren Spannungsabfällen Ionen besonders großer Geschwindigkeit
entstehen können, die durch ihr Bombardement leicht eine Zerstörung der Kathode herbeiführen.
Es genügt nun nicht allein, daß die Kathode eine große Emissionsfläche besitzt, um den erforderlichen
Elektronenstrom zu liefern, sondern die aktive Schicht muß auch so stabil sein, daß
sie auch beim vorübergehenden Auftreten sehr schneller Ionen diesen ohne weiteres standhalten
kann und insbesondere keine punktf örmigen Er-
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hitzungen entstehen läßt, wie sie bei drahtförmigen Kathoden, bei denen die emittierende
Schicht meist unter Verwendung einer besonderen Zwischenschicht, unmittelbar auf dem
Heizdraht aufliegt, auftreten. Um diese Ä förmigen Erhitzungen, auf welche sich die |f
ladung stets konzentriert und die infolgedessen· sehr bald zur Zerstörung der Kathode führen,
weitestgehend auszuschalten, muß ein guter ίο Wärmeausgleich der Kathode vorhanden sein.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Kathode für die eingangs erwähnten Entladungsgefäße, die einen hohen Emissionsstrom besitzt
und dabei so ausgebildet ist, daß eine Zerstörung durch Zerstäubung oder auch punktförmige Erhitzungen
weitgehend vermieden wird, so daß die Lebensdauer der Kathode außerordentlich groß ist.
Gemäß der Erfindung besteht die mit aktiver Schicht, vorzugsweise Erdalkalioxyd, überzogene,
indirekt beheizte Glühkathode aus einem Metallrohr, welches mit die emittierende Fläche
vergrößernden, eine Mehrzahl von Hohlräumen bildenden metallischen Ansätzen versehen ist.
Vorzugsweise werden die metallischen Ansätze als mittels Flanschen an dem Metallrohr befestigten
Scheiben ausgebildet, die sich senkrecht zur Achse des Metallrohres erstrecken. Die
metallischen Ansätze sind ebenfalls mit aktiver. Schicht überzogen. Durch die massive, gut
wärmeleitende Metallunterlage wird eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Wärme gewährleistet.
Durch die Ausbildung der Hohlräume wird erreicht, daß die gesamte emittierende
Fläche der Kathode auf möglichst kleinen Raum beschränkt wird, wobei sich die Innen- und die
Außenflächen dieser Hohlräume an der Emission beteiligen können. Die Zusammendrängung der
emittierenden Fläche auf einen kleinen Raum ist zur Sicherstellung eines guten Wärmeausgleichs
ebenfalls von großer Bedeutung.
Die Verwendung von Hohlräumen hat weiterhin den Vorteil, daß das Material der emittierenden
Schicht, wenn es trotz Verhütung der Zerstäubung doch noch abdampfen sollte, im wesentlichen
innerhalb des Hohlraumes verbleibt und nicht auf die Anode gelangen kann. Im allgemeinen
wird sich das von einer Fläche abdampfende Material auf der gegenüberliegenden Fläche des Hohlraumes wieder niederschlagen.
Rückzündungen werden dadurch wirkungsvoll vermieden. Die erfindungsgemäße Katho'de
eignet sich auch deshalb, von ihrer Fähigkeit, einen sehr großen gleichmäßig über die ganze
Kathode verteilten Emissionsstrom zu liefern, abgesehen, gerade für besonders hohe Spannungen
bei hohen Leistungen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Abbildungen der Zeichnung dargestellt.
In Abb. ι bedeutet 4 die metallische Wandung eines Gleichrichtergefäßes für hohe Leistungen.
Die Anoden Γ und 2 bestehen vorzugsweise aus Graphit oder einem geeigneten Metall. 3 ist die
Großflächenglühkathode, die in Abb. 2 nochmals „,gesondert gezeichnet ist.
5 Sj Das Entladungsgefäß besitzt eine Füllung ent-
^der aus einem Edelgas, wie Neon oder Argon,
Vorzugsweise jedoch aus Quecksilberdampf von e'inem Druck, der im wesentlichen unterhalb
ι mm HgS bleibt. In vielen Fällen wird es auch zweckmäßig sein, Natrium oder Kalium als ver- „
dampfbare Substanz in das Gefäß einzubringen. Die Metalldämpfe weisen den Vorteil eines sehr
niedrigen Spannungsabfalles auf.
Die indirekt geheizte Kathode besteht aus einem Metallrohr 6 mit unter Verwendung von
Flanschen angesetzten Ringscheiben 7. Die Scheiben erstrecken sich zweckmäßig senkrecht
zur Rohrachse. Das Rohr 6, in welchem die aus Wolfram bestehende Heizspirale 5 angeordnet
ist, ist allseitig geschlossen, wodurch die durch das Ansetzen der Entladung an dem Heizkörper
bedingte" Zerstäubung des Wolframdrahtes vermieden ist.
Die Kathode kann in dem Metallgehäuse durch glasige Einschmelzstücke 8 und 9 befestigt
werden, wobei der Heizstrom der Kathode mittels eines Leiters 10 durch die Hülse 11
hindurchgeführt wird. Die Heizspirale 5 ist mit der Kathode durch den Rohrteil 12 elektrisch
und mechanisch verbunden. Das Rohr 6 dient in diesem Fall gleichzeitig als Rückleitung für
den Heizstrom.
Das Rohr 6 und die Ansätze 7 bestehen aus einem sehr gut wärmeleitenden Metall, beispielsweise
aus Nickel, und sind vollkommen mit aktivem Stoff, vorzugsweise Erdalkalioxyden,
überzogen. Der Oxydüberzug wird sehr gleichmäßig und fest aufgebracht, so daß keine Gefahr
besteht, daß einzelne zu schnelle Ionen das Oxyd allmählich abbröckeln können. Die gleichmäßige
Wärmeverteüung, die durch die Ausbildung der Kathode gemäß der Erfindung gewährleistet
wird, verhindert auch, daß irgendwo punktförmige Erhitzungen entstehen können, die zur
Ausbildung eines Kathodenfleckes Anlaß geben könnten. Die lichtbogenartige Entladung wird
sich vielmehr stets gleichmäßig über die gesamte Oberfläche der Kathode verteilen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Elektrisches Entladungsgefäß, insbesondere Gleichrichter für hohe Betriebsspannungen, mit Glühkathode und einem Gas- oder Dampfinhalt von einem Druck in den Grenzen von einem Mikron und einem Millimeter Quecksilber, wobei die kinetische Energie der Ionen bei normaler Spannung unterhalb der kinetischen Energie der Zerstäubungsspannung liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die mit aktiver Schicht, vorzugsweise Erdalkalioxyd, überzogene, in-direkt beheizte Glühkathode ein Metallrohr ist, welches mit die emittierende Fläche vergrößernden, eine Mehrzahl von Hohlräumen bildenden metallischen Ansätzen versehen ist.
- 2. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die metallischen Ansätze als mittels Flanschen an dem Metallrohr befestigte Scheiben ausgebildet sind, die sich senkrecht zur Achse des Metallrohres erstrecken.
- 3. Elektrisches Entladungsgefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die zweckmäßig aus Wolfram bestehende Heizspirale enthaltende Metallrohr allseitig geschlossen ist, wodurch ein Ansetzen der Entladung an dem Heizkörper vermieden ist.Hierzu ι Blatt ZeichnungenRERUN'. GEDIUCKT IN DKR
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE929496C (de) * | 1949-12-29 | 1955-06-27 | Ver Der Lizenznehmer Von Rundf | Anordnung zur Verteilung bzw. Steuerung elektrischer Stroeme mit einer Ionenroehre |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Also Published As
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| US1790153A (en) | 1931-01-27 |
| FR666678A (fr) | 1929-10-04 |
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