DE63510C - Steuervorrichtung für Dampfschiffe - Google Patents

Steuervorrichtung für Dampfschiffe

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DE63510C
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DE
Germany
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ship
chain
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steering
ships
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Application number
DENDAT63510D
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English (en)
Original Assignee
A. CHECHONG in Berlin W., Magdeburgerstr. 33
Publication of DE63510C publication Critical patent/DE63510C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/52Parts for steering not otherwise provided for
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H5/00Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water
    • B63H5/02Arrangements on vessels of propulsion elements directly acting on water of paddle wheels, e.g. of stern wheels

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannt gewordenen Steuermechanismen zeigen alle den Uebelstand, dafs das Schiff noch eine gewisse Fahrt haben mufs, um der Wirkung des Steuers nachgeben zu können. Infolge dieses Uebelstandes ist dann auch die Manövrirfähigkeit der Schiffe beschränkt, was sich nicht allein bei Schlachtschiffen, sondern auch bei anderen Schiffen im Gebrauchsfalle sehr nachtheilig fühlbar macht.
Schlachtschiffe müssen, um ihre Breitseiten nach einander abgeben zu können, in steter Fahrt bleiben, und nach dem Abfeuern der einen Seite einen grofsen Bogen beschreiben, um dem Gegner dann die andere Breitseite zukehren zu können. Andere See- und Flufsschiffe müssen zum Wenden oder Ausbiegen ebenfalls einen grofsen Bogen beschreiben, und tritt dann die Gefahr ein, dafs ein Schiff im Begriff steht, ein anderes zu überfahren, so ist der Weg, den beide Schiffe noch zurücklegen müssen, bevor sie die durch das Steuer vorgeschriebene Richtung einschlagen, meistens zu grofs, um dem drohenden Unglück ausweichen zu können.
Diese Uebelstände zu beseitigen, ist der Zweck des den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Steuermechanismus und liegt demselben der Erfindungsgedanke zu Grunde, durch Anordnung eines am Steven zur Schiffsachse senkrecht wirkenden Ruders, das Schiff, je nachdem das Ruder mehr oder weniger kräftig bethätigt wird, in einem kleinen Bogen wenden zu können, der bei fahrtlosem Schiff so gering wird, dafs sich dasselbe um seine senkrechte Mittellinie dreht.
Verkörpert ist dieser Erfindungsgedanke durch die Anordnung eines Schaufelrades an Stelle des gebräuchlichen Steuerruders, das aber nicht in der Fahrrichtung, sondern. senkrecht zu derselben wirkt.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch ein mit dem neuen Steuermechanismus ausgestattetes Schiff, Fig. 2 einen Horizontalschnitt. Die Fig. 3, 4 und 5 zeigen Querschnitte der Fig. 1 nach Linie x-x, y-y und ^-^.
Im Hintertheil des Schiffes A ist an Stelle
des Steuerruders und wenn, wie im
dargestellten Beispiel, eine eigenartige Schaufelvorrichtung zum Treiben des Schiffes verwendet wird, auch an Stelle der Schraube ein Schaufelrad B gesetzt, dessen Achse b in der bei Schraubenpropellern üblichen Art gelagert sein kann. Die Achse b dieses Schaufelrades steht dann durch Kettenübertragung c und eine Räderübersetzung mit dem Steuerrad C in solcher Verbindung, dafs eine geringe Drehung des Steuerrades das Schaufelrad B in rasche Umdrehung versetzt.
Die Umdrehung des Steuerrades kann bei kleineren Schiffen durch die Mannschaften erfolgen, während sie bei gröfseren. Dampfschiffen von der Dampfmaschine unterstützt wird, oder auch zu diesem Zwecke eine besondere, durch Dampf, comprimirte Luft, Druckwasser oder Elektricität betriebene Maschine aufgestellt wird. Bei gerader Fahrt bleibt das Schaufelrad B in Ruhe oder, wenn das Schiff abgetrieben wird, wird das Schaufelrad durch seine Antriebsvorrichtung, je nach der Stärke der Abtrift, in mehr oder weniger schnelle Umdrehung versetzt. Das Schaufelrad B übt dann stets seine
volle Kraft gegen das Wasser aus, da es stets senkrecht zur Fahrrichtung wirkt und die Geschwindigkeit der Umdrehung /niemals durch die Strom- oder Schiffsgeschwindigkeit in ihrer Wirkung verringert werden kann, wie es bei den gebräuchlichen Raddampfern stets der Fall ist. Da somit die Steuerwirkung von der Gröfse der Fahrt, welche das Schiff besitzt, ganz unabhängig ist, so ist es auch möglich, ein vollständig stillliegendes Schiff mit der neuen Steuervorrichtung zu wenden, und mufs sich dasselbe in diesem Falle direct um seine Mittelachse drehen. Selbst wenn das Schiff in voller Fahrt ist, so wirkt die neue Steuervorrichtung zum Lenken oder Wenden bedeutend kräftiger und schneller als irgend eines der bekannten Steuer, da, wie bereits gesagt, das Schaufelrad B immer senkrecht zur Längsachse des Schiffes wirkt und somit die Steuerkraft, wenn man diese Achse als einen Hebel ansieht, in der denkbar günstigsten Weise wirkt.
An Stelle des bekannten Schaufelrades -B, Fig. i,i setzt man vortheilhaft die in den Fig. 2 und 5 dargestellte Schaufelvorrichtung. Dieselbe besteht aus einer breiten, endlosen Gliederkette,, welche mit senkrecht stehenden Schaufeln ausgestattet ist und über die polygonalen Walzen läuft. Die Schaufeln werden hier auf den ganzen Längenabstand beider Walzenachsen b in gerader Richtung bewegt, so dafs sie in der günstigsten Kraftrichtung auf das Wasser wirken und nicht, wie bei den Schaufelrädern, diese günstigste Wirkung nur den kurzen Augenblick stattfindet, wo die in das Wasser tauchende Schaufel senkrecht zur Radachse steht. Aus dem gleichen Grunde kann man auch zur Fortbewegung des Schiffes diese eigenartige Schaufelvorrichtung anwenden, und um dieselbe dann dem nachtheiligen, oft störend wirkenden Wellenschlag zu entziehen, wird die Vorrichtung in der Kiellinie im Innern des Schiffes angeordnet (Fig. 1 und 4).
Zu diesem Zwecke ist durch die ganze Schiffslänge in Mitte des Schiffes ein breiter Kanal F, Fig. 1 bis 5, angeordnet, der sich zu einem luftdicht geschlossenen Gehäuse f, Fig. 1, erweitert. In dieser Kammer f ist nun eine ähnliche Schaufelvorrichtung wie die zum Steuern dienende eingeschlossen, die nur gröfser und kräftiger als letztere ausgeführt ist.
Durch Einpressen oder Auslassen von Luft in oder aus dem Gehäuse f wird dann der Wasserstand in demselben so geregelt, dafs die unteren Schaufeln stets im Wasser, die oberen dagegen im Luftraum arbeiten. Die die senkrechten Schaufeln d tragende Gliederkette D wird natürlich in ihrem geraden Lauf in geeigneter Weise durch Rollen d1 unterstützt, die in den Seitenwandungen des Gehäuses f ihre Lagerung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Steuervorrichtung für Dampfschiffe, welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs an Stelle des Steuerruders eine Schaufelvorrichtung angeordnet ist, welche aus einer endlosen, mit Schaufeln (Ji) besetzten Gliederkette (B) besteht, die um zwei Kettenräder gelegt ist, auf deren Wellen (b) wiederum zwei kleine Kettenräder festgekeilt sind, über welche eine endlose Kette nach einem dritten Kettenrad führt, das entweder direct oder durch Vermittelung eines Vorgeleges von dem Steuerrad (C) bethätigt wird und die Schaufelkette bei geringer Bewegung des Steuerrades in eine rasch kreisende Bewegung versetzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT63510D Steuervorrichtung für Dampfschiffe Expired - Lifetime DE63510C (de)

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