DE634707C - Von unten nach oben schneidende Schere fuer Knueppel o. dgl. mit feststehendem oder feststellbarem Obermesser und beweglichem Untermesser - Google Patents
Von unten nach oben schneidende Schere fuer Knueppel o. dgl. mit feststehendem oder feststellbarem Obermesser und beweglichem UntermesserInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D—PLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D15/00—Shearing machines or shearing devices cutting by blades which move parallel to themselves
- B23D15/12—Shearing machines or shearing devices cutting by blades which move parallel to themselves characterised by drives or gearings therefor
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Description
Die von unten nach oben schneidenden Scheren für Knüppel, Blöcke, Platinen o. dgl.
Maschinen mit feststehendem oder feststellbarem Obermesser und beweglichem Untermesser
lassen sich nach den bisher bekanntgewordenen Vorrichtungen in folgenden
Gruppen zusammenfassen:
1. Scheren mit feststehendem Obermesser, das dem größten zu schneidenden Querschnitt
angepaßt ist;
Nachteile: Werkstücke mittlerer oder kleinerer Abmessungen werden durch das hochgehende
Untermesser bis zum Obermesser angehoben, wodurch deren Enden beim Schnitt gekrümmt werden und Schwierigkeiten bei
der Weiterverarbeitung entstehen.
2. Scheren mit zwei beweglichen Messern, und zwar Ober- und Untermesser, letzteres
gleichfalls von unten nach oben schneidend;
so Nachteile: Das abgeschnittene Walzgutende wird nach erfolgtem Rückgang des Untermessers
so lange von dem auf ihm liegenden Obermesser festgehalten, bis dieses sich wieder entfernt; hierdurch sind besondere
Stützen erforderlich, um das noch zu schneidende Walzgutende vor den sogenannten Vorstoß
zu bekommen. Des ferneren verursachen die Obermesserbewegungen, auch bei Einbau von Hubbegrenzungen, einen starken Verschleiß
der Obermesserführungen, die infolge der Arbeitswärme nicht genügend zu schmieren
sind.
3. Scheren mit feststellbarem Obermesser und beweglichem Untermesser, ebenfalls von
unten nach oben schneidend, bei denen die Verbindungsstange zwischen Ober- und Untermesser
einen Schlitz zur Hubbegrenzung, der jeweiligen Walzgutstärke entsprechend, aufweist.
Nachteile: Werkstücke mittlerer oder kleinerer Abmessungen verursachen jeweils eine
starke Erschütterung der Maschine, da die Bewegungsenergie in einem Augenblick am
ruhenden Untermesser angreift, wenn das Hebelsystem des Obermessers bereits in
Tätigkeit ist; trotz der gegenwärtigen technischen Hilfsmittel wird sich bei der großen
Masse des Unterniessers ein erschütterungsfreies Arbeiten nicht erzielen lassen, was sich
nachteilig auf Maschine und Material auswirken muß.
Das Wesen der Erfindung liegt in folgendem:
Nach Art der bekannten, unter Punkt 1 der Einleitung erwähnten Scheren mit feststehendem
Obermesser und beweglichem Untermesser werden Ober- und Untermesserhebel
durch eine Stange mit festen Drehpunkten verbunden. Wenn bei mittleren oder kleineren
Querschnitten eine Begrenzung der Hubhöhe des Untermessers erforderlich ist, so geschieht dies zunächst in an sich
bekannter Weise durch Verstellung des Qbermessers in die erforderliche Höhe;
der im Obermesser befindliche Drehpunkt des Obermesserhebels wirdhierdurch entsprechend
gesenkt. Die Konstruktion wird derart vorgenommen, daß das' Untermesser die Mög-;;;
lichkeit erhält, sich jeweils soviel wie notweiis|:-
dig nach unten zu bewegen. Hierdurch if|v:
das Untermesser in der Lage, bei Verstellung · des Obermessers bzw. bei Tieferstellung desselben
diejenige zwangsläufige Bewegung auszuführen, zu der dieses infolge der zwangsläufigen
Kupplung durch die Verbindungsstange zwischen Untermesser- und Obermesserhebel
gezwungen wird. Die unterste Grenze der Stellung, des Untermessers wird
durch die Maulöffnung für den. kleinsten Walzgutquerschnitt bestimmt.
Für diese Erfindung ist es kennzeichnend, • daß die Schneide des Untermessers, die bei
größtem Walzgutquerschnitt in der Ebene des Walzgutstranges bzw. des Rollganges liegt,
bei Einstellung des Obermessers auf kleineres Walzgut entsprechend unter diese Ebene gesenkt
wird und daß daher das Untermesser, bevor das zu schneidende Walzgut erreicht
wird, zunächst einen mehr oder weniger großen Leerlauf ausführt und erst bei Erreichung
der Ebene des Walzgutes dasselbe berührt und den Schnitt ausführt.
Diese Darlegungen behandeln zur grundsätzlichen Klarstellung den Erfindungsgegenstand
bisher unter der Voraussetzung, daß das Untermesser im - Maschinengestell keine
Auflage besitzt. Da die verschiedensten technischen Gründe bei den bisher gebräuchlichen
3S Scheren eine Auflage für das Untermesser
vorsehen, folgt nachstehend auch eine Erläuterung für den Fall, daß das Untermesser
auch bei Scheren nach der Erfindung durch eine Auflage abgestützt wird. Um in diesem
Falle eine Tieferstellung des Untermesserhebels zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß
die Auflage des Untermessers im Maschinengestell verlagerbar eingerichtet, und zwar
entweder durch Kupplungen irgendwelcher *5 Art, die die Verlagerung der Auflage automatisch
bei Veränderung der Stellung des Obermessers vornehmen, oder durch Verstellung von Hand o. dgl., getrennt und unabhängig
von der Bewegung des Obermessers, vor oder nach der Feststellung des Obermessers.
Der Erfindungsgegenstand, für den sich die verschiedensten Ausführungsbeispiele angeben
lassen, wird an Hand der Abb. 1 und 2 als Ausführungsbeispiel in schematischer
Weise erläutert, wobei die Konstruktion mit einer Auflage für das Untermesser gewählt
wurde, woraus sich ohne weiteres auch die Wirkungsweise bei Fortfall der Auflage ergibt.
Es kennzeichnen: α den einarmigen Obermesserhebel mit dem im Obermesserträger b
gelagerten festen Drehpunkt c und Angriffspunkt der Kraft am freien Ende d, <?den einarmigen
Untermesserhebel mit dem festen s-.!&xehpunkt / im Maschinengestell, auf der An-."triebswelle
usw., g die Auflage des Unter- :;ftjg'^serhebels, h die Verbindungsstange zwi-
;*s&lien Ober- und Untermesserhebel mit den
festen Drehpunkten ι und k. ■
Abb. ι zeigt die Stellung bei Ausführung des größten Schnitts,
Abb. 2 diejenige bei kleineren Querschnitten, unter Verlagerung der Auflage desUntermesserhebels.
Die Wirkungsweise ist wie folgt: Zum Schneiden grö-ßter Walzgutquerschnitte erhält
der Obermesser träger b die höchste Lage (Abb. 1). Die Bewegung des Obermesserhebels
α infolge Krafteinwirkung durch Exzenter o. dgl. in d wird durch die Verbindungsstange
h auf den Untermesserhebel e übertragen.
Sobald infolge kleineren Querschnitts des Walzguts eine Hubbegrenzung notwendig ist,
wird (Abb. 2) der Obermesserträger b entsprechend nach unten verstellt und die Auflage
g des Untermesserhebels soviel wie notwendig gesenkt. Diese Verstellung der Auflage
g kann maschinell oder von Hand erfolgen, gleichzeitig oder vor bzw. nach Einstel- gc
lung des Obermesserträgers. Zweckmäßigerweise wird durch geeignete Hebel oder Antriebsorgane
die Bewegung und Feststellung der Auflage g mit der Bewegung des Obermesserträgers
b zwangsläufig verbunden. Die Einstellung auf kleinere Querschnitte bewirkt,
daß sich das Untermesser jeweils mehr oder weniger unter die Ebene senkt, auf der sich
der Walzgutstrang bewegt, so daß das Untermesser, bevor es das Walzgut berührt, eine
Leerbew^egung ausführt, die um so kleiner ist, je größer die Einstellung der Maulöffnung
erfolgt. Die Bewegung des Punktes d des Obermesserhebels α durch das Antriebsorgan
ist bei dieser Ausführungsform der Länge nach stets die gleiche. Die Kraftübertragung
erfolgt durch die Verbindungsstange h auf den Untermesserhebel e, dessen Untermesser
in die Höhe gezogen wird und den Schnitt ausführt.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Von unten nach oben schneidende Schere für Knüppel o. dgl. mit feststehendem oder feststellbarem Obermesser und beweglichem Untermesser, dadurch gekennzeichnet, daß der Ober- und der Untermesserhebel {a bzw. e) durch eine Stange (h) mit festen Drehpunkten (i, k) miteinander verbunden sind, derart, daß sich bei Tieferstellung des Obermesserträgers (b) zum Schneiden kleinerer Walz-gutquerschnitte die Schneide des Untermessers unter die Ebene des Rollgangs senkt, so daß das Untermesser vor Beginn des Schnittes einen Totgang ausführt.
- 2. Von unten nach oben schneidende Schere nach Anspruch i, bei der eine Auf-. lage für den Untermesserhebel vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (g) für den Untermessei-hebel (e) der Einstellung des Obermesserträgers (b) entsprechend verstellbar ist.
- 3. Von unten nach oben schneidende Schere nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tieferstellung der Auflage (g) für den Untermesserhebel '(i?) zwangsläufig mit dem Tieferstellen des Obermesserträgers (b) durch an sich bekannte Mittel erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM129852D DE634707C (de) | 1935-01-25 | 1935-01-25 | Von unten nach oben schneidende Schere fuer Knueppel o. dgl. mit feststehendem oder feststellbarem Obermesser und beweglichem Untermesser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM129852D DE634707C (de) | 1935-01-25 | 1935-01-25 | Von unten nach oben schneidende Schere fuer Knueppel o. dgl. mit feststehendem oder feststellbarem Obermesser und beweglichem Untermesser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE634707C true DE634707C (de) | 1936-09-02 |
Family
ID=7331842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM129852D Expired DE634707C (de) | 1935-01-25 | 1935-01-25 | Von unten nach oben schneidende Schere fuer Knueppel o. dgl. mit feststehendem oder feststellbarem Obermesser und beweglichem Untermesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE634707C (de) |
-
1935
- 1935-01-25 DE DEM129852D patent/DE634707C/de not_active Expired
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