DE634533C - Verfahren zum Walzen von Blechen, insbesondere von Dynamo- und Transformatorenblachen, aus Siliciumstahlbloecken - Google Patents

Verfahren zum Walzen von Blechen, insbesondere von Dynamo- und Transformatorenblachen, aus Siliciumstahlbloecken

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DE634533C
DE634533C DEA65606D DEA0065606D DE634533C DE 634533 C DE634533 C DE 634533C DE A65606 D DEA65606 D DE A65606D DE A0065606 D DEA0065606 D DE A0065606D DE 634533 C DE634533 C DE 634533C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B3/00Rolling materials of special alloys so far as the composition of the alloy requires or permits special rolling methods or sequences ; Rolling of aluminium, copper, zinc or other non-ferrous metals
    • B21B3/02Rolling special iron alloys, e.g. stainless steel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soft Magnetic Materials (AREA)
  • Manufacturing Of Steel Electrode Plates (AREA)

Description

  • Verfahren zum Walzen von Blechen, insbesondere von Dynamo- und Transformatorenblechen, aus Siliciumstahlblöcken Wenn man bisher fürmagnetisierbareWerkstücke, insbesondere für die Herstellung von Kernen für Transformatoren und Dvnainomaschinen, gewalzte Stahlbleche mit verhältnismäßig hohem Siliciunigehalt verwendet hat, so genutzte man dazu gewöhnlich Siliciumstahl mit 3,55 bis etwa q. oder 4.,25 °/o Silicium, der außer den zufälligen Verunreinigungen sonst nur Eisen enthält. Die Blechdicke beträgt etwa o,35 mm, und man benutzt eine große Zahl übereitiandergelegter Bleche zur Bildung von geschichteten Kernen.
  • Versuche, dünne Walzbleche aus Siliciumstahl mit einem höheren Gehalt als 5 °/o Silicium herzustellen, scheiterten an Herstellungsschwierigkeiten und an der hohen Sprödigkeit solch hochsilicierter Bleche.
  • Das übliche Herstellungsverfahren bei Blechen mit normalem Siliciumgehalt besteht darin, daß zunächst das geschmolzene Metall in Formen gegossen, dann in Blöcken bis auf gewöhnliche Temperatur abgekühlt und in eine Glühgrube gebracht wird, worin es etwa q. bis 6 Stunden lang bei rund izoo bis i3oo° geglüht wird. Die Blöcke werden dann zu Platinen ausgewalzt, die -wieder auf iooo bis i ioo° etwa 3 bis 4 Stunden lang erhitzt und dann - gewöhnlich in Paketen - zu Blechen der gewünschten Dicke ausgewalzt xverden.
  • Stahl mit einem höheren Siliciunigehalt als 5 % läßt sich nach diesem bekannten Verfahren nicht auswalzen. Es ist nicht einmal möglich, Platinen daraus herzustellen, da er zu spröde ist. Erfindungsgemäß wird nun die Walzbarkeit eines solchen Stahles mit einem höheren Siliciumgehalt als 511/" dadurch erheblich verbessert, daß das Walzgut von der Beendigung des Gießvorganges bis zu <lein Zeitpunkt, an welchem die Blöcke zu Blechen ausgewalzt sind, stets auf Temperaturen gehalten wird, die 6oo° nicht unterschreiten.
  • Bei der betriebsmäßigen Durchführung des neuen Verfahrens zur Herstellung von dünnen, hochsilicierten Blechen muß man bekanntlich der Temperatur der Bleche und der Dickenverminderung auf den Walzen Beachtung schenken und diese Temperatur und die Dickenverminderung, insbesondere während der letzten Walzstiche, innerhalb bestimmter Grenzen halten. Man erreicht auf diese Weise mit größerer - Sicherheit, daß die einzelnen Bleche des Paketes leicht voneinander getrennt werden können, ohne daß sie zerbrechen. Dies wird also in der Weise praktisch durchgeführt, daß Siliciumstahl mit bis zu 7 "/" Silicium in üblicher Weise in Formen gegossen wird, doch wird das -gegossene Metall nicht bis zur gewöhnlichen Temperatur al)gekühlt, sondern nicht weiter als bis etwa 60o°. Es wird also, sobald es fest geworden ist, in die Glühgrube gebracht und dann in üblicher Weise bis zu den letzten Walzstufen weiterverarbeitet. Beispielsweise bleibt es etwa 4 his 6 Stunden in der Glühgrube, bis es durch und durch auf eine Temperatur von etwa 120o bis 130o° gebracht ist. Die Blöcke werden dann auf einer Platinenwalze ausgewalzt, diese vor dem Walzen zu Blechen 3 bis .4 Stunden auf iooo bis i 10o° erhitzt.
  • Beim Walzen der Bleche werden diese in bekannter @'Veise zu Paketen zusammengelegt und mehrere Bleche, z. B. acht, gemeinsam gewalzt. Bei einem Stahl mit 5 bis 7 % Siliciumgehalt ist es von Wichtigkeit, daß die Walzofentemperatur wenigstens 9z5° oder auch mehr, z. B. 985°, beträgt. Wenn die Ofentemperatur wesentlich unter 9z5° sinkt, so entstehen zu viel Spannungen in den gewalzten Blechen. 7_u1 Erzielung der gewünschten Blechstärke werden die Bleche wie beim gewöhnlichen Blechwalzen gedoppelt. Die 131echternperatur bei Beginn jedes Walzvorganges oder nach dem Doppeln kann 925° betragen bis zum letzten Walzvorgang.
  • Anstatt bis zur gewünschten Stärke in der Weise zii walzen, die bei dem früheren Verfahren dem letzten Walzen entspricht, wird das Blech zunäichst his auf wenige Prozent (weniger als ro%) auf die gewünschte Dicke gebracht. Der letzte Stich wird bei tieferer Temperatur durchgeführt, und zwar zweckrnäßig in einem Bereich, dessen obere Grenze hei 76o°, dessen untere Grenze bei 700° liegt. Bringt man die Bleche bis zu einer um nicht mehr als io "/" von der gewünschten Dicke abweichenden Stärke, so sinkt die Temperatur der Bleche beträchtlich. Das Paket wird deshalb gewöhnlich ein paar Minuten erhitzt, ehe die Schlußbehandlung vorgenommen wird, so daß seine Temperatur in dem angegebenen Bereich liegt. Während der letzten Walzbehandlung wird die Walze so eingestellt, daß eine Dickenverminderung von rund 5 bis 8 °@" eintritt.
  • Obwohl die Bleche, die man auf diese Weise herstellt, etwas spröde sind, lassen sie doch eine leichte Trennung aus dem Paket zu. Der Widerstand eines Siliciunistahlbleches mit 6,5 °/" Silicium beträgt rund 85 Mikroohin/ccin, während ein 4"/oiger Siliciunistahl einen Widerstand von etwa 6o Mikroolnn/ccni besitzt. Die Wirbelstromverluste des höher silicierten Stahls sind deshalb im Vergleich zu den weniger hoch silicierten Stahlblechen ungewöhnlich niedrig. Bleche von etwa 0,35 mm Stärke und einem Siliciumgehalt von 6,50/" zeigen einen durchschnittlichen Wattverlust von o,812 pro kg, gemessen bei 6o Perioden und io ooo Gauß.
  • Vorzugsweise werden Bleche mit einem Siliciumgehalt von 5 bis 61/2 °/" verwendet. Das geschilderte Verfahren gestattet auch, Bleche von 0,35 mm Stärke mit einem Siliciumgehalt von 7010 herzustellen. Der Gesamtwattverlust dieser Bleche ist nicht erheblich von demjenigen verschieden, den 6 bis Ol/_°/"ige Bleche aufweisen. Außerdem sind 7°/"ige Siliciumbleche etwas spröder und teurer.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Walzen von Blechen, insbesondere von Dynamo- und Transformatorenblechen, aus Siliciumstahlhlöcken mit einem Gehalt von etwa 5 bis 7 °/" Silicium, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzgut von der Beendigung des Gießvorganges bis zu den Zeitpunkt, an welchem die Blöcke zu Blechen ausgewalzt sind, stets auf Temperaturen gehalten wird; die 60o° nicht unterschreiten.
DEA65606D 1931-04-07 1932-04-08 Verfahren zum Walzen von Blechen, insbesondere von Dynamo- und Transformatorenblachen, aus Siliciumstahlbloecken Expired DE634533C (de)

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DEA65606D Expired DE634533C (de) 1931-04-07 1932-04-08 Verfahren zum Walzen von Blechen, insbesondere von Dynamo- und Transformatorenblachen, aus Siliciumstahlbloecken

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2980561A (en) * 1958-08-01 1961-04-18 Westinghouse Electric Corp Method of producing improved magnetic steel strip
DE1173116B (de) * 1957-11-06 1964-07-02 Westinghouse Electric Corp Verfahren zur Herstellung duenner Bleche oder Baender aus Eisen-Silizium-Legierungen
DE977161C (de) * 1952-01-29 1965-04-22 Armco Steel Corp Verfahren zur Erzeugung einer Kristallorientierung in Siliciumstahlblech fuer magnetische Zwecke
DE1205573B (de) * 1960-07-06 1965-11-25 Mannesmann Ag Verfahren zum Gluehen von Elektroblechen oder -baendern

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US2980561A (en) * 1958-08-01 1961-04-18 Westinghouse Electric Corp Method of producing improved magnetic steel strip
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