AT135325B - Verfahren zur Erzeugung von metallischen Werkstoffen für Apparate, insbesondere solche aus Eisen oder Stahl, die hohen Widerstand gegenüber der schädigenden Wirkung von Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck aufweisen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von metallischen Werkstoffen für Apparate, insbesondere solche aus Eisen oder Stahl, die hohen Widerstand gegenüber der schädigenden Wirkung von Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck aufweisen.

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  Verfahren zur Erzeugung von metallischen Werkstoffen für Apparate, insbesondere solche aus Eisen oder Stahl, die hohen Widerstand gegenüber der   schädigenden   Wirkung von Wasserstoff oder wasser- stoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck aufweisen. 



   Es ist bekannt, dass Apparate, insbesondere solche aus Eisen oder Stahl, bei Angriff durch Wasserstoff oder wasserstoffhaltige Gase bei erhöhter Temperatur und Druck im Laufe der Zeit Eigenschaft- änderungen erfahren, die sich insbesondere durch Herabsetzung der Festigkeit und Formänderungfähigkeit, vor allem der   Kerbzähigkeit, kennzeichnen.   Ein derart vom Wasserstoff angegriffener Stahl besitzt alle kennzeichnenden Eigenschaften eines vollkommen spröden Werkstoffes. Die praktische Folge dieser Erscheinung äussert sich in einem sehnellen Unbrauchbarwerden von Apparaten oder Apparateteilen aus Stahl, die mit hochgespanntem Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei erhöhten Temperaturen und Drucken, z. B. bei der Ammoniaksynthese, in Berührung   kommen.

   Man verwendet   daher bisher für diese Zwecke im allgemeinen hochlegierte Stähle, wobei man in Kauf nimmt, dass auch diese Stähle nach bestimmten, allerdings längeren Betriebszeiten unbrauchbar werden. 



   Versuche haben nun gezeigt, dass man der Zerstörung der eisernen oder stählernen Apparate durch Wasserstoff oder wasserstoffhaltige Gase bei erhöhten Drucken und Temperaturen dadurch vorbeugen kann, dass man das Eisen oder den Stahl oder die Apparate, z. B. Rohre, bereits bei der   Herstellung mit   Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei erhöhten Drucken und Temperaturen behandelt. Wird 
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 ist er unempfindlich gegen erneuten Einfluss von Wasserstoff. 



   Beispielsweise werden nahtlos gewalzte Rohre vor ihrer endgültigen Fertigstellung, z. B. vor dem letzten Stich, Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur (unter   6500 C) und   
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 Bedingungen fertiggewalzt. 



   Die Wirkungsweise der   erfindungsgemässen   Behandlung von   Eisen-und Stahllegierungen mit   Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen unter erhöhten Temperaturen und Drucken ist nach den vorgenommenen Feststellungen zum Teil in einer weitgehenden Entkohlung, noch mehr aber in einem interkristallinen Angriff durch den Wasserstoff zu erblicken, indem der Zementit sowie die vorzugsweise in den Korngrenzen vorhandenen Fremdstoffe, wie Oxyde, Sulfide, Phosphide und sonstige nicht metallische Verbindungen, durch die Einwirkung des hochgespannten Wasserstoffes zerlegt werden und die eine 
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 anschliessende   Glühbehandlung bzw. Formgebung   werden die   mikroskopischen Hohlräume wieder   beseitigt und Eisen oder Stahl in einen wasserstoffbeständigen Zustand übergeführt. 



   Nach diesem Verfahren behandelter Stahl zeichnet sich ferner durch hohe   Zähigkeit, Alterungs-   beständigkeit, Laugenbeständigkeit, gute Kaltverformbarkeit usw. aus und wird durch Wasserstoff bei erhöhten Temperaturen und Drücken auch bei langer Einwirkungsdauer nicht mehr angegriffen. 



   Das Verfahren ist in gleicher Weise auf unlegierte wie auf legierte Stähle anwendbar. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung von metallischen Werkstoffen für Apparate, insbesondere solche aus Eisen oder Stahl, die hohen Widerstand gegenüber der schädigenden Wirkung von Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff, nachdem er vor, während oder nach der Formgebung Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei Temperaturen unter 6500 C und erhöhtem Druck ausgesetzt war, anschliessend bei Temperaturen oberhalb 6500 C entweder geglÜht oder verformt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT135325D 1930-10-22 1931-10-10 Verfahren zur Erzeugung von metallischen Werkstoffen für Apparate, insbesondere solche aus Eisen oder Stahl, die hohen Widerstand gegenüber der schädigenden Wirkung von Wasserstoff oder wasserstoffhaltigen Gasen bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck aufweisen. AT135325B (de)

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