DE632783C - Sterilisieren von Fluessigkeiten - Google Patents

Sterilisieren von Fluessigkeiten

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DE632783C
DE632783C DEH140582D DEH0140582D DE632783C DE 632783 C DE632783 C DE 632783C DE H140582 D DEH140582 D DE H140582D DE H0140582 D DEH0140582 D DE H0140582D DE 632783 C DE632783 C DE 632783C
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lamp
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mercury vapor
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DEH140582D
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Hanovia Chemical and Manufacturing Co
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Hanovia Chemical and Manufacturing Co
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/50Preservation of foods or foodstuffs, in general by irradiation without heating
    • A23B2/53Preservation of foods or foodstuffs, in general by irradiation without heating with ultraviolet light

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

Das Sterilisieren von Flüssigkeiten, insbesondere von flüssigen Nahrungsmitteln, wie z. B. Milch, bzw. das Erzeugen von Vitaminen (Vitamin D) in solchen Flüssigkeiten mittels des ultravioletten Lichtes einer Quecksilberdampflampe soll gemäß der Erfindung verbessert werden. Für die Feststellung des Erfolges der Bestrahlung der in Betracht kommenden flüssigen Nahrungsmittel benutzt man bis jetzt den vergleichenden Tierversuch (Fütterungsversuch), der je Untersuchung etwa zehn kleine Versuchs- und KontrolMere und einen Zeitaufwand von 10 bis 14 Tagen erfordert. Im Falle von Milch liegen also die Ergebnisse erst vor, nachdem das Nahrungsmittel etwa 2 Wochen vorher in den Handel und zum Verzehr gekommen ist. Außerdem verursacht jede solche Nachprüfung hohe Kosten.
Gemäß der Erfindung soll diese teure und ihre Ergebnisse viel zu spät liefernde Prüfungsweise durch neue technische Hilfsmittel, die schon während der Behandlung des Nahrungsmittels in der Bestrahlungseinrichtung angewendet werden, entbehrlich gemacht werden. Das Erfindungsziel besteht darin, die Betriebssicherheit der Bestrahlungsanlage hinsichtlich der Sterilisations- und Vitaminisierungswirkung durch im wesentlichen selbsttätig wirkende Regelungs- und Überwachungshilfsmittel so zu erhöhen, daß ungleichmäßige Ergebnisse im Ausfall der behandelten Nahrungsmittel praktisch ausgeschlossen werden. Der erst auf die Behandlung folgende Tierversuch wird auf etwa im wissenschaftlichen Interesse vorzunehmende Stichproben beschränkt, während im übrigen eine dauernde und leicht überwachbare Betriebsregelung an seine Stelle gesetzt wird.
Der angestrebte Erfolg wird dadurch erreicht, daß jede Bestrahlungslampe mit einer ausgewählten, nur 60 bis höchstens 80 °/0 der Höchstintensität der neuen Lampe hinsichtlich der chemischen Wirkung des ultravioletten Lichtes betragenden Betriebsintensität benutzt und zugleich die Anschlußspannung der Lampe zwecks Gleichhaltens dieser Betriebsintensität selbsttätig geregelt wird. Dieses Verfahren wird gemäß der Erfindung noch dadurch ergänzt, daß die Betriebsintensität der Quecksilberdampflampe fortlaufend selbsttätig gemessen wird und die Messungsergebnisse fortlaufend selbsttätig auf eine Schreibvorrichtung übertragen werden.
Durch das Betreiben der Bestrahlungslampe mit nur 60 bis 80 °/o ihrer im neuen Zustande vorhandenen Höchstintensität und die damit verbundene selbsttätige Regelung der Anschlußspannung der Lampe wird erreicht, daß der Bestrahlungserfolg so gleichmäßig ausfällt, wie es technisch überhaupt erreichbar ist. Durch das zusätzliche fort-
laufende selbsttätige Messen und Aufzeichnen der gewünschten Betriebsintensität der Quecksilberdampflampe wird ferner nicht nur die Bedienung der Anlage erleichtert, sondern zugleich auch dem öffentlichen Gesundheit^-; beamten ein überaus einfaches Hilfsmittel zur Überwachung der Anlage zur Verfügung.!1 gestellt.
Gemäß der Erfindung sind selbsttätig wirkende Hilfsmittel vorgesehen, welche die Betriebsintensität der Bestrahlungslampe unabhängig von Schwankungen der Stromspannung, vom Altern der Lampe, von Wechseln in der Raumtemperatur und von anderen Umständen, welche die Betriebsintensität beeinflussen können, mit Hilfe einer Photozelle o. dgl. auf gleicher Höhe halten sowie laufend messen und aufzeichnen. Außerdem sind Hilfsmittel vorgesehen; um den Zufluß der zu bestrahlenden. Flüssigkeit selbsttätig zu unterbrechen, wenn z. B. die Lampe erlischt, und in einem solchen Falle wird ferner selbsttätig ein Signal gegeben.
In der Beleuchtungstechnik ist es bekannt, zur Erzielung einer gleichbleibenden Lichtintensität die Lichtquelle zunächst nicht mit ihrer Höchstintensität zu betreiben und dann nach Maßgabe der abfallenden Intensität die Anschlußspannung zu erhöhen. Ferner ist es bekannt, die Lichtintensität von elektrischen Lampen aller Art durch Photozellen zu steuern. Die Erfindung bedient sich also zwar mehrerer an sich bekannter Hilfsmittel, aber sie löst mit deren Hilfe eine neue Aufgabe auf dem Gebiete der Nahrungsmitteltechnik und erzielt dadurch einen für die menschliche Gesundheitspflege sehr wichtigen neuen Erfolg. Während es keine Schwierigkeiten bereitet, die zu bestrahlende Flüssigkeit in einem gleichmäßigen dünnen Film auszubreiten, auf den das ultraviolette Licht gleich-.mäßig zu wirken vermag, fehlt es bis jetzt an einer ausreichenden Gleichmäßigkeit dieses Lichtes. Gemäß der Erfindung wird nun auch die Wirkung der Lampe so gleichmäßig gemacht und in ihrer Leistung überwacht, daß jetzt hinsichtlich der Sterilisierung und Vitaminisierung zuverlässig gleichmäßige Ergebnisse sichergestellt sind.
Ein ausführliches Beispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es bedeuten
Fig. ι ein Schaubild einer Vorrichtung zum Behandeln von Flüssigkeiten mit ultraviolettem Licht,
Fig. 2 eine Schaltungsanordnung für eine solche Vorrichtung.
Beispielsweise über einen Milchkühler 3 bekannter Art fließt aus öffnungen 4 Milch und breitet sich als dünner Film aus, der in der Richtung der Pfeile abwärts rieselt. Vor dem Kühler 3 steht eine Quecksilberdampflampe 6 mit einem Reflektor, der das ultra-. violette Licht auf den Flüssigkeitsfilm wirft ittid gleichzeitig eine etwa oberhalb des Küh-,IeBs angeordnete Photozelle 5 trifft. Ein Gehäuse 7 enthält eine Vorrichtung mit einem ^'Schalter 8 zum Einstellen der die gewünschte Betriebsintensität liefernden Anschlußspannung der Lampe von Hand. Mit der Photozelle 5 ist eine Mikfoanzeigevorrichtung 9 verbunden, und parallel dazu ist eine selbsttätig wirkende Vorrichtung zum Regeln der Anschlußspannung der Lampe 6 in einem Gehäuse ίο angeordnet.
Gemäß der Schaltung nach Fig. 2 ist die Quecksilberdampflampe 6 mit den zugehörigen elektrischen Regelungsvorrichtungen 7', einem von Hand zu bedienenden Widerstand 8 und einem Hauptschalter 11 verbunden. Die selbsttätige Regelung der Spannung wird durch einen mit einem Quecksilberschalter 13 ausgerüsteten Steuermotor 12 vorgenommen. Die Photozelle 5 ist mit zwei parallelen Stromkreisen verbunden. Im ersten Stromkreise ist ein Mikroamperemeter 9 mit einem Zeiger 14 und einer Skala 15 angeordnet. Mittels eines durch einen Quecksilberschalter 17 gesteuerten Elektromagneten 16 erfolgt das Aufzeichnen der An-Schlußspannung der Lampe auf einer Walze, wobei eine elektrische Uhr 18 in bekannter Weise den Schalter 17 steuert. Im zweiten Stromkreise der Photozelle 5 ist ein Relais 19 angeordnet, welches ein den Quecksilberschalter 13 des Motors 12 steuerndes zweites Relais 20 betätigt.
Je nach den Anforderungen, die im Einzelfalle gestellt werden, kann man beide Stromkreise der Photozelle 5 benutzen oder nur einen davon. Nach dem Schließen des Hauptschalters 11 stellt man bei 8 die gewünschte Betriebsintensität, nämlich 60 bis 80 °/0 der Höchstintensität der neuen Lampe, ein. Dann öffnet man den Schalter 11 wieder, worauf die Regelvorrichtung in Tätigkeit tritt. Das Licht der Lampe 6 erzeugt in der Photozelle 5 oder einer anderen gleichwertigen lichtempfindlichen Vorrichtung einen Strom, der die Anzeige- und Schreibvorrichtung 9, 14, 15 und die Relais 19, 20 beeinflußt. Die Photozelle S kann an sich von bekannter' Art sein, besitzt aber ein für sichtbares Licht undurchlässiges und für ultraviolettes Licht durchlässiges Filterglas, steuert also das selbstschreibende Mikroamperemeter 9 und den Spannungsregler 12 nach Maßgabe der Intensität des von der Lampe 6 ausgehenden ultravioletten Lichtes.
Insbesondere bei der Bestrahlung von iao Milch empfiehlt es sich, in die Durchflußleitung der Flüssigkeit einen Strömungs-
messer 21 einzuschalten, und gemäß der Erfindung wird gleichzeitig der Flüssigkeitsdurchfluß unter· den Einfluß einer Elektronenröhre 22 gesetzt, die über ein Relais 25 mit der Photozelle 5 verbunden ist. Erlischt etwa die Quecksilberdampflampe 6 oder sinkt ihre ultraviolette Strahlung auf einen Wert, der nicht mehr mittels des selbsttätigen Spannungsreglers richtiggestellt werden kann, so
ίο wird der Flüssigkeitsstrom durch die Elektronenröhre 22 selbsttätig unterbrochen. Schließlich ist in denselben Stromkreis noch eine Signalvorrichtung, wie z. B. eine Hupe 23, eingeschaltet, die ein hörbares Zeichen gibt, sobald der Flüssigkeitsstrom unterbrochen ist.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Sterilisieren von ao Flüssigkeiten, insbesondere von flüssigen Nahrungsmitteln, wie z. B. Milch, bzw. zum Erzeugen von Vitaminen (Vitamin D) in solchen mittels des ultravioletten Lichtes einer Quecksilberdampflampe, dadurch gekennzeichnet, daß jede Lampe mit einer ausgewählten, nur 60 bis höchstens 8o°/0 der Höchstintensität der neuen Lampe hinsichtlich der chemischen Wirkung des ultravioletten Lichtes betragenden Betriebsintensität betrieben und die Anschlußspannung der Lampe zwecks Gleichhaltens dieser Betriebsintensität sebsttätig geregelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsintensität der Quecksilberdampflampe selbsttätig fortlaufend gemessen wird und die Messungsergebnisse ■ selbsttätig fortlaufend auf eine Schreibvorrichtung übertragen werden.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Lichtkegels der Quecksilberdampflampe eine Photozelle an sich bekannter Art mit einem gegen das sichtbare Licht undurchlässigen und für das ultraviolette Licht durchlässigen Filterglas angeordnet ist, die einerseits ein selbstschreibendes Mikroamperemeter steuert und andererseits auf einen in der Stromzuführung der Lampe angeordneten Spannungsregler einwirkt, der nach Maßgabe des Nachlassens der Betriebsintensität die Erhöhung der Anschlußspannung selbsttätig vornimmt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einem von der Photozelle beeinflußten Stromkreis eine Elektronenröhre angeordnet ist, die den Zufluß der zu bestrahlenden Flüssigkeit selbsttätig unterbricht," wenn die Betriebsintensität der Quecksilberdampflampe einen bestimmten Wert unterschreitet, also z. B. die Lampe erlischt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch eine in den Stromkreis eingeschaltete undbei Unterbrechung des Zuflusses der zu bestrahlenden Flüssigkeit selbsttätig in Wirkung tretende Signalvorrichtung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEH140582D 1933-11-11 1934-07-05 Sterilisieren von Fluessigkeiten Expired DE632783C (de)

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