DE317403C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D61/00—Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
- B01D61/42—Electrodialysis; Electro-osmosis ; Electro-ultrafiltration; Membrane capacitive deionization
- B01D61/427—Electro-osmosis
- B01D61/4271—Electro-osmosis comprising multiple electro-osmosis steps
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Description
w~
AUSGEGEBEN
AM 16. DEZEMBER 1919
Zur elektroosmotischen Entwässerung breiförmiger Massen sind Verfahren bekannt, bei
denen das zu behandelnde Gut in einem Entwässerungsraum gleichbleibenden Volumens
unter einem von der Masse ausgeübten oder' übertragenen Druck der elektrischen Stromwirkung
unterworfen wird. Die durch Entfernung des Wassers bedingte Volumenverminderung,
welche schließlich bei feststehenden Elektroden zu einer Unterbrechung der
■ Stromleitung führen würde, wird hierbei durch f fortdauerndes Zuführen von frischem . Gut
unter Druck ausgeglichen. Diese Verfahren zeichnen sich durch eine sehr gute Ausnutzung
des Entwässerungsraumes aus, haben aber den Nachteil, daß infolge der bis zu Ende notwendigen
Zuführung frischen Gutes schließlich das fertige Produkt an den Zuführungsstellen
erheblich" wasserreicher bleibt. Auch das Nachfüllen macht mit zunehmender Entwässerung
infolge der Erhärtung des Gutes und der dadurch hervorgerufenen Widerstände gegen
Ende des Prozesses Schwierigkeiten. Wird die Füllung unterbrochen und weiter osmosiert,
so werden zwar noch geringe Mengen Wasser abgetrieben, aber die Elektroosmose kommt
schließlich zum Stillstand, da die Berührung mit dem Gut zuletzt naturgemäß nur noch
eine unvollkommene ist.
Bei einer weiteren Reihe von Verfahren erfolgt die elektroosmotische Entwässerung derart,
daß der Entwässerungsraum zunächst vor Stromeinschaltung gefüllt und dann unter
gleichzeitiger Osmosierung sein Volumen stetig vermindert wird. Die Volumenverkleinerung
wird meist dadurch erreicht, daß eine oder beide Elektroden beweglich ausgebildet. sind
und gegen das eingefüllte Gut gepreßt werden. Diese Verfahren, welche im allgemeinen einen
guten Entwässerungsgrad'und eine gleichmäßige Entwässerung erzielen lassen, haben den praktisch
sehr ins Gewicht fallenden Nachteil, daß die Entwässerungsräume schlecht ausgenutzt
werden, denn das schließlich entwässerte Gut nimmt nur einen Bruchteil des zur Füllung
mit frischem Gut erforderlichen Entwässerungsraumes ein.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein elektroosmotisches Entwässerungsverfahren, bei
welchem die Vorteile jener beiden Klassen von Verfahren vereinigt sind, ohne daß deren Nachteile
auftreten. Dies wird dadurch erreicht, daß das zu entwässernde Gut in einem die Elektroden enthaltenden Raum zunächst bei
gleichbleibendem Volumen unter einem vom Gut ausgeübten oder übertragenen Druck und
im weiteren Verlaufe des Prozesses unter Verminderung . des Volumens des Entwässerungsraumes der Einwirkung des Stromes unterworfen
wird. Auf diese Weise wird eine, sehr gute Ausnutzung des Volumens verwirklicht,
da die Vo Ium verringerung erst . nach einem bei konstantem Volumen sich abspielenden
Füllungs- und Entwässerungsvorgang einsetzt und daher in geringen Grenzen bleibt. Andererseits
wird auch ein hoher Entwässerungs-
grad erzielt, indem bei der Osmosierung unter. Volumenverminderung auch aus den an den
Zuführungsstellen des Entwässerungsraumes befindlichen Schichten des eingefüllten Gutes
die Flüssigkeit vollständig abgetrieben wird, so daß ein gleichmäßig und weitgehend entwässertes
Produkt erhalten wird. Der erzielbare Wirkungsgrad ist daher für gleiches Volumen und gleichen Arbeitsaufwand erheblich
größer als bei den üblichen elektroosmotischen Entwässerungsverfahren. Auch
besteht infolge der Zusammensetzung des Verfahrens aus zwei mit gleichbleibendem bzw. veränderlichem
Volumen arbeitenden Stufen eine erhöhte Möglichkeit, die maßgebenden Größen, wie z. B. Druck, Strom ,und Zeit, beliebig
unter dem Gesichtspunkt zu regeln, daß sich für den Gesamtprozeß ein gesteigerter Wirkungsgrad
ergibt.
Die Volumenverminderung wird zweckmäßig durch Annäherung der als Elektroden wirksamen
Begrenzungsflächen des Entwässerungsraumes erzeugt. Es kann zu diesem Behufe
nur eine oder jede der beiden Elektroden beweglich ausgebildet sein, wobei zur Elektrodenverschiebung
sich mechanische, hydraulische, pneumatische oder elektrische Mittel verwenden lassen. Die Vo lumen verringerung hat im
Maße der fortschreitenden Entwässerung zu erfolgen und kann zu diesem Zwecke in eine
bestimmte Abhängigkeit vom Entwässerungsvorgang, z. B. auf elektrischem Wege, gebracht
werden. Auch läßt sie sich in eine zwangläufige Beziehung zu der mit gleichbleibendem
Volumen arbeitenden ersten Verfahrensstufe setzen, indem z. B. die zur Volumenverkleinerung
dienende Annäherung der Elektroden selbsttätig durch die Wirkung des elektrischen
Stromes oder des Fülldruckes ausgelöst wird.
Die Zeichnung zeigt verschiedene Ausführungsmöglichkeiten einer zur Ausübung des
neuen Verfahrens geeigneten Vorrichtung in schematischer Ansicht zu Fig. 1 bis 3. .
Gemäß Fig. 1 wird der Entwässerungsraum ι
. 45 durch die beiden z. B. scheibenförmigen Elektroden 2 und 3 gebildet, die in dem Ring 4
in der Art von Kolben mit Abdichtung geführt sind. Das zu behandelnde Gut tritt
durch die Öffnung 5 im Ring 4 ein, während die Flüssigkeit durch die Durchbrechungen 6
der Wasserabscheidungselektrode 3 hindurchtreten und abfließen kann. Die beiden Elektroden
2 und 3 können mit Hilfe eines Handrades 7 verschoben werden, das mittels der
Schneckengetriebe 8 und 9 auf zwei links- und rechtsgängige Schrauben 10 und 11 und damit
auf die Elektroden einwirkt. Die ganze Vorrichtung wird in der Weise benutzt, daß zunächst
der Raum 1 über die Öffnung 5 unter Druck mit der zu behandelnden Masse gefüllt
und unter dauernder Nachfüllung mit einem gleichbleibenden, durch den größten Elektrodenabstand
bestimmten Volumen osmosiert wird. Gegen Ende dieses EntwässerungsVorganges
werden mittels des Handrades 7 und des zugehörigen Getriebes 8, g, 10, 11 die Elektroden
2, 3 einander genährt, so daß der Raum 1 unter gleichzeitiger Ausübung eines Drucke:;
auf die eingefüllte Masse verkleinert wird. Diese Vohimenverminderung, d. h. die Schnelligkeit
der Elektrodennäherung wird dabei dem fortschreitenden Grad der Entwässerung angepaßt.
Statt Handrad und Getriebe kann natürlich auch irgendein anderes Mittel, z. B. ein Kniehebelgelenk, verwendet werden. .
Bei der in Fig. 2 dargestellten elektroosmotischen Entwässerungsvorrichtung, welche zwei
Füllräume 1 und 1' enthält, ist nur von den beiden diese Räume begrenzenden Elektroden 2,
3 und 2', 3' nur je die eine, z. B. 2 bzw. 2', in dem zugehörigen Ring 4 bzw. 4' beweglich,
während die Wasserabscheidungselektroden 3 und 3' fest angeordnet sind. Die Elektroden 2,2'
stehen unter der Einwirkung einer Feder 12, welche derart bemessen ist, daß sie durch den
Druck, unter dem das Gut über die Öffnungen 5, 5' von der Rohrleitung 13 aus eingeführt
wird, bei vollständiger Füllung der Räüme 1, 1' ein bestimmtes Stück zusammengepreßt
und unter eine geeignete Spannung gesetzt wird. Nach der Osmosierung mit
konstantem Volumen und nach Abstellung des dabei verwendeten Druckes bzw. nach Absperrung der Zuführungsleitung kommt die
Feder 12 zur Wirkung und nähert im weiteren Verlaufe des Entwässerungsvorganges die
Elektroden 2, 2' den Elektroden 3 bzw. 3', wodurch selbsttätig die beabsichtigte Volumenverminderung
der Räume 1, 1' herbeigeführt wird.
In Fig. 3 ist eine Vorrichtung veranschaulicht, bei der die Aufeinanderfolge der mit
konstantem bzw. variablem Volumen arbeiten- ■ den beiden Stufen des neuen Verfahrens in
Abhängigkeit vom elektrischen Strom geregelt wird. Hier werden die beweglichen Elektroden
2, 2', die wie bei der Anordnung nach Fig. 2 zusammen mit den festen Elektroden 3,3'
und den Ringen 4, 4' die Entwässerungsräume 1, 1' begrenzen, mittels Druckluft verschoben,
die auch zur Füllung der Räume unter konstantem Volumen verwendet werden kann. Ein Elektromagnet 14, der vom Osmosierungsstrom
oder einem Teil desselben durchflossen wird, beeinflußt ein in der Druckluftleitung
16 liegendes Ventil 15 entgegen der Wirkung einer Feder derart, daß nach der
Füllung der Räume 1, 1' und der dabei bewirkten
Entwässerung die Druckluft über die Leitung 17 auf die beweglichen Elektroden 2, 2'
umgeschaltet wird und die erforderliche Elektrodennäherung herbeiführt. Der Elektro- ■
magnet 14 kann so bemessen sein, daß die
Stromschwächung, die gegen Ende der Osmosierung bei konstantem Volumen infolge der
Widerstandsvermehrung im eingefüllten Gut auftritt, seine Anziehungskraft so weit vermindert,
daß die mit ihm zusammenarbeitende Gegenfeder das Ventil 15 in die dann zu verriegelnde Umschaltstellung umlegen kann.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur elektroosmotischen Entwässerung pflanzlicher, tierischer und mineralischer Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß das zu entwässernde Gut in einem, die Elektroden enthaltenden Raum zunächst bei gleichbleibendem Volumen unter _ dauernder Zuführung des Gutes und beieinem vom Stoff ausgeübten bzw. übertragenen Druck, im weiteren Verlaufe des Verfahrens aber nach Unterbrechung der Zuführung des Gutes unter einer vorzugsweise durch Annäherung der Elektroden erzeugten Volumen verminderung des Entwässerungsraumes der Einwirkung des elektrischen Stromes unterworfen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Volumenverminderung dienende Annäherung der Elektroden selbsttätig bewirkt wird.
- 3. Vorrichtung zur elektroosmotischen Entwässerung gemäß dem Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder beide Elektroden in Abhängigkeit vom Füllungsdruck oder vom Strom selbsttätig beweglich sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE317403T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE317403C true DE317403C (de) |
Family
ID=6150777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT317403D Active DE317403C (de) |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE317403C (de) |
| GB (1) | GB135222A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0534861A1 (de) * | 1991-09-27 | 1993-03-31 | Electricite De France | Zelle und industrielle Vorrichtung zur Entwässerung durch Elektroosmose |
| FR2693126A1 (fr) * | 1992-07-03 | 1994-01-07 | Elmetherm | Dispositif de déshydratation de produits chargés par électro-osmose ainsi que les procédés de fonctionnement. |
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0
- GB GB135222D patent/GB135222A/en active Active
- DE DENDAT317403D patent/DE317403C/de active Active
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0534861A1 (de) * | 1991-09-27 | 1993-03-31 | Electricite De France | Zelle und industrielle Vorrichtung zur Entwässerung durch Elektroosmose |
| FR2681797A1 (fr) * | 1991-09-27 | 1993-04-02 | Electricite De France | Cellule et appareil de deshydratation par electroosmose. |
| FR2693126A1 (fr) * | 1992-07-03 | 1994-01-07 | Elmetherm | Dispositif de déshydratation de produits chargés par électro-osmose ainsi que les procédés de fonctionnement. |
| WO1994001208A1 (fr) * | 1992-07-03 | 1994-01-20 | Elmetherm | Dispositif de deshydratation de produits charges par electro-osmose ainsi que les procedes de fonctionnement |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB135222A (de) |
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