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Bewegungsvorrichtung für Blinkstreifen Die Erfindung betrifft eine
in Verbindung mit Anzeige- und Reklamevorrichtungen besonderer Art anwendbäre Bewegungsvorrichtung
für die hinter der Schablonen- oder Transparentscheibe des Anzeigegeräts parallel
nebeneinander angeordneten Blinkstreifen, welche zur Erzeugung des Blinkeffekts
unter Ablenkung des daran auffallenden Tageslichts mechanisch hin und her bewegt
werden. Eine derartige bekannte Vorrichtung zeigt bereits die Anordnung einer Vielzahl
von Blinkstreifen, die in horizontaler oder vertikaler Richtlage parallel zueinander
in der Ebene hinter der das Anzeigefeld bildenden Schablonenplatte gruppiert und
in einem Kastengestell eingebaut sind, wobei die beiden Enden jedes Blinkstreifens
Zapfen besitzen, die in Lagern von Gestellschienen ruhen. Als den Antrieb aufnehmende
Mittel sind hierbei den Zapfenenden aufgesetzte Zahntriebe in Kämmungseingriff mit
Zahnstangen vorgesehen oder es werden statt dessen an diesen Enden angebrachte,
quer gerichtete Ansätze als zweckdienlich angegeben, durch welche sie in dem Gestell
so gehalten werden, daß sie um eine Achse parallel zur Längsrichtung des Streifens
zu schwingen vermögen, wobei eine Schiene o. dgl. für die gemeinschaftliche Schwingbewegung
aller Blinkstreifen dienlich ist.
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Unter Zugrundelegung dieser bekannten Anordnung besteht die unterschiedliche
Kennzeichnung gemäß vorliegender Erfindung wesentlich darin, daß zum Zwecke der
rahmsparenden und einfach herzustellenden Lagerung und Angriffsbetätigung der in
senkrechter Nebeneinanderstellung angeordneten, aus Blech bestehenden Blinkstreifen
eine durch ineinandergreifende Schlitze in denselben sowie in den Tragstreifen und
hin und her schiebbaren Streifen erzielte Lagerung an die Stelle der gewöhnlichen
Lagerung tritt. Demgemäß kennzeichnet sick der Erfindungsgegenstand dadurch, daß
die Blinkstreifen an ihren beiden Enden oder in der Nähe ihrer Enden einesteils
durch ein im Gestell gelagertes Paar Halterschienen schwingbar gehalten sind, die
sich parallel zur Ebene der Schwingachsen der Blinkstreifen und zu der Schablonenscheibe
erstrecken, und die andernteils in Abstand voneinander angeordnete Querschlitze
besitzen, in welche die mit entsprechenden Schlitzen versehenenQueransätze der Blinkstreifen
eingreifen, und außerdem auf die Queransätze die als Streifen ausgebildete, den
Haltersehienen parallel geführte hin und her gehende Schiene einwirkt, die gleichfalls
mit Schlitzen, zugehörig je einem zweiten Schlitz der Oueransätze der Blinkstreifen,
versehen ist.
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Die Zeichnung stellt beispielsmäßige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dar.
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Fig. r der Zeichnung zeigt eine Ausführungsform in Vorderansicht,
teilweise im Schnitt.
Fig. 2 - ist ein senkrechter Schnitt nach
Linie 2-2;-der. Fig. i.. , : e Fig. -3 ist -ein 'waagerechter Schnitt' nach Linie
3-3 der Fig. i.
| Fig. q. zeigt in schaubildlicher Darstellüfs@ |
| vier Einzelteile der Vorrichtung in ause |
| andergenommenem Zustande. |
Fig. 5 zeigt in Vorderansicht, teilweise im Schnitt, eine andere Ausführungsform
der Erfindung.
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Fig.6 ist ein waagerechter Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. 5, und
Fig. 7 zeigt in Draufsicht eine weitereAusführungsform eines Teiles der Vorrichtung
gemäß der Erfindung.
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Fig. 8 zeigt eine stückweise Endansicht des Unterteils der Blinkstreifen
aus Fig. 5, wodurch die Einschnittlagerung der Fußenden dieser Streifen auf der
gemeinsamen Halterschiene veranschaulicht' wird.
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Auf der Zeichnung ist eine doppelseitige Anzeigevorrichtung angenommen.
Sie umfaßt in einem länglichen Rahmen 7 eingefaßte, mit 8 bzw. 8x bezeichnete, die
Anzeigebeschriftung o. dgl. in Transparent- oder Schablonenform aufweisende Vorsatzscheiben.
Im Innern des Rahmens oder Gestelles 7 ist oben und unten je ein Trag- oder Haltestreifen
g und 1o befestigt, von denen jeder mit einer Anzahl von senkrecht angeordneten
Schlitzen ii und 12 versehen ist. In einem kurzen Abstand von dem oberen Tragstreifen
9 ist parallel zu diesem ein weiterer Streifen 13 angebracht, der mit dem einen
Ende an einer geeigneten Vorrichtung befestigt ist, durch welche diesem Streifen
eine hin und her gehende Bewegung erteilt wird. Der Streifen 13 ist reit senkrecht
angeordneten Schlitzen 14 versehen, in ähnlicher Weise wie an den Streifen g; und
io.
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An den Tragstreifen 9 und io ist eine Anzahl von senkrecht angeordneten
Blinkstreifen 15 angebracht, von denen jeder am oberen und unteren Ende mit Teilen
17 und 16 versehen ist, die im rechten Winkel zu der Ebene des- Streifens abgebogen
sind, so daß die beiden Teile 16 und 17 in der gleichen Ebene liegen. Jeder der
Teile 16 ist mit zwei Schlitzen 18 und i9 versehen, dagegen jeder der Teile
17 nur mit einem Schlitz 2o, aber alle Schlitze liegen in einer Ebene parallel
zu der Ebene der Streifen. Die oberen Enden 16 mit den Schlitzen 18 und i9 greifen
in die Schlitze ii und i¢ an den feststehenden Streifen 9 und dem hin und her gehenden
Streifen 13, während die unteren Enden 17 mit dem einen Schlitz 20 in die Schlitze
12 an dem unteren Tragstreifen i o eingreifen, derart, daß die Seitenkanten der
Blinkstreifen i y senkrecht stehen, wie sich aus Fig. r ergibt. Die Streifen 15x
an der anderen Seite der Anzeigevorrichtung sind in ähnlicher Weise
| ,ausgebildet, und die Teile 16x und i7x greifen |
| entsprechende Schlitze der Tragstreifen 9 |
| f ao und des hin und her gehenden Strei- |
| ..'.'sa3: , , |
| enn die Schlitze 14 in dem hin und her |
gehenden Streifen 13 und die gegenüberliegenden Schlitze i i in dem Tragstreifen
9 sich decken bzw. in derselben senkrechten Ebene liegen, so liegen auch sämtliche
Blinkstreifen 15 und i 5x in einer senkrechten Ebene parallel zu den transparenten
Scheiben8 und 8x. Wird der Streifen 13 entweder nach rechts oder nach links bewegt,
so schwingen die Blinkstreifen 15 und i5x um die Tragstreifen 9 und io, wodurch
ein Blinkeffekt der Anzeigevorrichtung entsteht.
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Der Streifen 13 kann durch einen Elektroinagneten oder durch einen
Elektromotor bewegt werden, und zwar so, daß dem Streifen eine absatzweise Bewegung
erteilt wird. Das elektromotorische Triebwerk umfaßt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nach Fig. i eine Spule 2o mit einem bügelförmigen Weicheisenanker 2i. Wenn der Spule
2o ein Wechselstrom zugeführt wird, erhält der Anker eine vibrierendeBewegung, welche
sich einem Rädchen 22 mitteilt, das am Umfange aus Gummi besteht. Als in einer Richtung
wirkender Treiber dient eine an der Vibrationsschwingung teilnehmende Blattfeder
23, deren an dem Radumfange anliegendes Ende in der Rückwärtsschwingung wirkungslos
zurückgleiten kann. Vom Rädchen 22 überträgt sich der hin und her gehende Antrieb
auf den Streifen 13 mittels des auf der Rädchenachse #26 sitzenden Exzenters 25
und eines Lenkers 2q.. Jede volle Drehung des Rädchens 22 bewirkt so eine Hinundherschiebung
des Streifens 13. An der Stirnseite eines Quersteges 7x des Gestelles 7 ist ein
Polster 27 aus nachgiebigem Stoff befestigt, um ein klapperndes Geräusch bei der
Bewegung des Ankers zu vermeiden.
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Die Blinkstreifen 15 können eben sein, sie sind jedoch vorzugsweise,
wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, mit einer Anzahl von Flächen 28 versehen,
die so angeordnet sind, daß der Streifen im senkrechten Schnitt das Aussehen einer
Verzahnung eines Sägeblattes (Fig.2) hat. Die das Licht zurückstrahlenden Flächen
liegen übereinander ähnlich wie die Leisten einer Jalousie. Die breiteren Flächen
sind aufwärts gerichtet, Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 6 ist der hin
und-her gehende Streifen 29 im rechten Winkel zu der Ebene der Blinkstreifen 15
angeordnet. Im Falle einer doppelseitigen Anzeigevorrichtung wie bei dein dargestellten
Ausführungsbeispiel werden
zwei getrennte, fest angebrachte Tragstreifen
30, 31 verwendet, von denen jeder. mit in geeigneten Abständen angebrachten Schlitzen
32 versehen ist. Der hin und her gehende Streifen 29 besitzt eine solche Breite,
daß er den ganzen Raum zwischen den Streifen 30; 31 einnimmt. Er ist an jeder Kante
mit einer Mehrzahl von V-förmigenEinschnitten33 versehen, die in ähnlicher Weise
wie die Schlitze 32 der Streifen 30, 31 in Abstand voneinander gehalten sind. Die
Teile 16 und 17 an den Enden der Blinkstreifen 15 sind je mit einem einzelnen Schlitz
versehen, um in die Schlitze 32 der Streifen 30, 31 einzugreifen. Die freien Enden
der Teile r6, 17 greifen dadurch in die Kerben 33 des Streifens 29, wie sich
aus Fig. 6 ergibt.
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Bei der; Ausführungsform nach Fig. 7 sind die V-förmigen Einschnitte
33 des Streifens 29 so ausgebildet, daß sie sich in eine dreiecksförmige Öffnung
34. fortsetzen. In diesem Falle sind die Teile 16 an den Streifen 15 etwas länger
und ragen in die Öffnung 3d., so daß, die äußeren Kanten der Teile 16 sich frei
bewegen können.
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Ein elektromagnetischer Pendelschwingungsantrieb ist im Falle der
Fig. 5 für die Hinundherbewegung der Schiene 29 angewendet. An einem Halter 37 (Fug.
5 links) sind zwei Magnetspulen 35, 36 winklig zueinander angebracht, und ihre oberen
Enden wirken als Pole 38, 39 auf das untere Ende eines pendelnden Ankers 40, 44
welcher bei 42 seinen Schwingpunkt über den Spulen 35, 36 hat. Der Anker q.o ist
mit einem Dauermagneten verbunden und trägt einen Quecksilberschalter in Form eines
gekrümmten Rohrs 43, das mit drei in gleichen Abständen voneinander angeordneten
Kontakten versehen ist und so viel Quecksilber enthält, um von dem mittleren Pol
nach einem der- seitlichen Pole zu reichen.
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Die Stromzuleitung zu und von den Klemmen 4.q., 45 am Schalter und
über die Spulen 35 und 36 ist entsprechend angeordnet, um zufolge der Kippschwingung
des Quecksilberschalters die Pendelschwingung des magnetischen Ankers qo, 41 zwischen
den Polen 38, 39 aufrechtzuerhalten. Die Pendelbewegung überträgt eine Hinundherschiebung
auf den Streifen 29 mittels gelenkiger Verbindung bei 46.
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Die Blinkstreifen können anstatt mit den lichtreflektierenden Flächen
auch mit einer Anzahl von reflektierenden Leisten o. dgl. versehen sein, welche
rautenförmige, vieleckige oder halbkreisförmige Gestalt haben können. Diese Leisten
werden übereinander in Reihen und in abwechselnden parallelen Ebenen angeordnet.
Die reflektierenden Streifen können auch so angeordnet sein, daß sie die Farbe der
Anzeigevorrichtung ändern, so daß sie z. B. von einer Beobachtungsstelle aus rot
erscheint, von einer anderen dagegen blau und an einer zwischenliegenden Stelle
purpurn oder violett. Um diese Wirkung zu erhalten, könnte der Reflektor aus Gruppen
von abwechselnden Ebenen bestehen, von denen die eine Gruppe in Transparentrot das
Licht unmittelbar von oben empfängt, während die andere Gruppe in Transparentblau
das Licht von rechts oder links oben erhält. Diese Farbenwirkung könnte angewendet
bzw. erhalten werden bei den, reflektierenden Streifen mit einem senkrechten Querschnitt
ähnlich einer Säge oder auch bei den Streifen, welche mit reflektierenden_Leisten
versehen sind.