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Vorrichtung an schreibenden Geschäftsmaschinen zum Sichern der Schreibgrenze
am unteren Rande des Schreibblattes Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
an schreibenden Geschäftsmaschinen zum Sichern der Schreibgrenze am unteren Rande
des Schreibblattes nach Patent 614 373, bei der ein Fühler nach dem Vorbeigehen
des um eine Schreibwalze mit ununterbrochener zylindrischer Oberfläche gelegten
Schreibblattes in eine Auslösestellung bewegt wird und beim Erreichen der Schreibgrenze
eine Sperrvorrichtung zur Wirkung gelangt.
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Bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent wird beim Erreichen der Schreibgrenze
durch Auslösen von Haltegliedern und Einrücken eines Übertragungsgliedes der Typenhebelanschlag
gesperrt und beim Weiterdrehen der Schreibwalze durch Ausschalten des Übertragungsgliedes
selbsttätigwieder freigegeben. Die Erfindung bezweckt, die Wirkungsweise der Vorrichtung
zu vervollkommnen, und sieht Mittel vor, die das 'Auslösen des Typenhebelanschlages
unabhängig von der- jeweiligen Schreibwalzenlage bewirken. Ferner bezweckt die Erfindung,
eine Vorrichtung zu schaffen, die besonders einfach in der Ausführung und stets
zuverlässig in ihrer Wirkungsweise ist, Dabei wird insbesondere auch der Vorteil
erreicht, daß das die Sperrvorrichtung einrückende Glied nach dem Auslösen der Sperre
stets- sicher freigegeben und selbsttätig ungehindert zurückgeführt wird. Dies wird
gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, daß ein Gbertragungsglied
für das Einrücken der die Schreibgrenze sichernden Sperrvorrichtung mit einem verstellbaren
Teil versehen ist, durch den ein die eingerückte Sperrvorrichtung freigebender Ansatz
aaslösbar ist.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung an den in Betracht kommenden Teilen
der Vorrichtung nach dem Hauptpatent veranschaulicht; es zeigen Bild i eine Vorderansicht
der Auslösevorrichtung in der Ruhestellung, Bild z eine Seitenansicht der Auslösevorrichtung
und Bild 3 eine Seitenansicht der Auslösevorrichtung bei ausgelöster Sperrung.
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In Anlehnung an das Hauptpatent ist zum Beeinflussen des Doppelhebels
41, 4a, um die Tasten- bzw. Typenhebelsperrung zu bewirken, 'ein schwenkbarer Arm
38 vorgesehen, der eine kreisförmige Anschlagfläche 36 aufweist, auf die beim Auslösen
der Halteglieder ein Übertragungsglied, vorzugsweise eine Anschlagrolle 35, einwirkt.
Der beim Hauptpatent einteilig ausgebildete schwenkbare Arm 38 des winkelförmigen
Übertragungsgliedes 37, 38 wird bei der neuen Ausführung aus zwei Teilen gebildet,
nämlich einem mit dem als Anschlagarm ausgebildeten
Hebelarm 37
verbundenen Teil 64 und einem verstellbaren Teil 65, der gegabelt ist. Die
beiden Teile 64, 65 sind durch einen Drehzapfen. 66 und entspnedhende Lageransätze
67, 68 gelenkig miteinander verbunden.
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Der gegabelte Teil 65 ist somit ausschwenkbar angeordnet und trägt
zum Bewirken der Schwenkbewegung an der in bezug auf den Drehzapfen 66 entgegengesetzt
liegenden Seite einen Ansatzteil 69, der vorzugsweise als Handgriff ausgebildet
ist. Der Zapfen 66 ist von- einer Feder.7o umgeben, die in der Ruhelage die beiden
Teile 64, 65 unterhalb des Zapfens 66 derart auseinanderdrückt, daß ein oberhalb
des Zapfens 66 liegender Anschlaglappen 7i des Teiles 65 sich an den Teil 64 anlegt.
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Die beiden Schenkel des gegabelten Teiles 65 sind so gegeneinander
versetzt angeordnet, daß beim Verschwenken des Teiles 65 um den Zapfen 66 im Rechtssinne
der einen Ansatz 39 des Doppelhebels 44 42 im Sinne der Aufhebung der Sperrung gegen
Verschwenkung sichernde Schenkel aus der Verschwenkungsbahn dieses Ansatzes heraustritt,
der andere Schenkel dagegen in dieser Bahn verbleibt.
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Die beim Erreichen der Schreibgrenze durch Auslösen der Halteglieder
in Bewegung versetzte Anschlagrolle 35 läuft auf die kreisförmige Anschlagfläche
36 -des Hebelärmes 37 auf. Dadurch wird ein Rechtsverstellen des Übertragungsgliedes
37, 38 und somit des Doppelhebels 41, 42 bewirkt. Durch das Verstellen des genannten
Doppelhebels wird in der beim Hauptpatent beschriebenen Weise die darin mit 46 bis
5o bezeichnete Sperrvorrichtung eingerückt und das Sperren des Typenhebelanschlages
eingeleitet. Diese Sperre bleibt an sich so lange bestehen, wie die Anschlagrolle
35 an der Anschlagfläche 36 anliegt bzw. gleitet und wird erst dann selbsttätig
aufgehoben, wenn die Schreibwalze so weit gedreht ist, daß die Anschlagrolle 35
die Anschlagfläche 36 nicht mehr berührt. Sollen nun aber nach Einleiten der Sperre
eine oder mehrere weitere Zeilen geschrieben werden, so kann die Sperre `aufgehoben
werden, auch bevor die Anschlagrolle 35 den Hebelarm 37 freigibt.
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Dies geschieht dadurch, daß durch Fingerdruck auf den Ansatzteil 69
im Sinne des Pfeiles X nach .Bild 2 der gegabelte Teil 65 entgegen der Wirkung der
Feder 7o nach vorn in die Stellung nach Bild 3 verschwenkt wird.
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Dadurch wird der Ansatz 39 an seiner gemäß Bild i rechten. Seite freigegeben,
und der diesen Ansatz tragende Doppelhebel 41, 42 geht unter der Wirkung seiner
im Hauptpatent angegebenen Feder 43 in die Ruhelage gemäß Bild i des Hauptpatentes
zurück, wodurch die Sperrvorrichtung 46 bis 5o in ihre unwirksame Stellung zurückgeführt
wird. Der Ansatz 39 gelangt dabei in die im Bild i strichpunktiert angegebene Stellung
39'. In dieser Stellung verhindert der Ansatz 39, wie Bild 3 zeigt, ein Zurückverschwenken
des den Ansatzteil 69 aufnehmenden Teiles 65 trotz der Einwirkung der Feder 70.
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Das erwähnte Verschwenken des Doppelhebels 41, 42 ermöglicht somit
das Auslösen der Sperrung des Typenhebelanschlages, so daß auf der nächstfolgenden
Schreibzeile weitergeschrieben werden kann.
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Beim Freigeben des Anschlagarmes 37 durch die Anschlagrolle 3.5 verschwenkt
sich der Winkelhebel 37, 38 unter der Wirkung der ihn im Linkssinne beeinflussenden,
seine Drehachse umgebenden Feder 7o, bis der Ansatz 39 an den linksseitigen Schenkel
des gabelförmigen Teiles 65 anschlägt, worauf der mit dem Ansatzteil 69 ausgerüstete
Teil 65
sich unter der Wirkung der Feder 70 in die Ruhestellung nach
Bild i und 2 zurückbewegt.